Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz ....

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  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #101
Hi, ich experimentiere auch seit einiger Zeit mit selbst angemischtem Umkehrentwickler, voher habe ich eine ganze Weile das ADOX-Reversal Kit benutzt.

Mich würde insbesondere eure Erfahrungen mit Rollei Superpan 200 interessieren. Ich habe den im ADOX Kit immer problemlos entwickeln können. Da ich "sanft" auf selbstgemischte Chemie umgestiegen bin (um alle Reste des Kits zu verwerten), weiß ich, dass mein Problem vermutlich er Erstentwickler ist. Ich habe den ILFORD PQ 1+5 angesetzt und Natriumthiosulfat zugegeben (8g/L). Darin habe ich den Superpan für 9:30 Minuten entwickelt (Rotation). Leider ist das Ergebnis deutlich kontrastreicher (ausgebrannte Highlights) und dunkler als im ADOX-Entwickler. Ich hänge mal zwei Fotos an, auf denen man das sieht. Ich hab den Film auf ISO 160 belichtet. Meine Idee war auf Kipp-Entwicklung zu wechseln und evtl. den Entwickler dünner zu machen.

Vielleicht weiß jemand Rat? Was verwendet ihr für Zeiten? Danke schon mal im voraus. :)

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  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #102
Hallo "namenloser" Photofreund .... 😊

Du denkst genau falsch! 😊Eine weniger intensive Erstentwicklung führt doch gerade zu noch dunkeleren (dichteren) Positiven!

Richtig ist, dass die Erstentwicklung die Enddichte der Dia-Positive festlegen muss. Die Zweitentwicklung wird doch AD-Finitum durchgeführt .... darf auch zeitlich überzogen werden, weil ja nur das Restsilber, das die Bleche zuvor übrig ließ, vollständig ausentwickelt wird. deswegen ist ja uch praktisch JEDER Negativ-Entwickler gleich gut zur Zweitentwicklung geeignet.

Wenn Du von Rotations-auf Kippentwicklung wechselst, dann wird die Erstentwicklung ja noch geringer ausfallen (vernachlässigbar, wenn du mich fragst, weil zwischen Rotations- und 30s Kippentwicklung kaum Unterschiede entstehen!)
Das gleiche passiert (allerdings relevant), wenn Du den Erstentwickler dünner ansetzt! Das Ergebnis wäre ein NOCH dunkeleres Positiv.

Du musst also genau gegenteilig die Erstentwicklungszeit verlängern .... wenn Du die Dias mal auf einem Lichtpult zeigst, dann kann
ich einen Vorschlag machen ... die Scans helfen mir da nicht weiter!
Den Ilford PQ Universal noch stärker zu konzentrieren macht IMHO keinen Sinn .... 1+5 ist schon ziemlich stark!

Grüße und viel Erfolg

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #103
Noch ein Hinweis!!!

Die gezeigten Motive sind DENKBAR UNGEEIGNET, um eine Erstentwicklungszeit anzunähern! Viel zu kontrastreich!!!

DIAS steilen ja sowieso zum Negativ hin kräftig auf! Um eine Erstentwicklungszeit auszubalancieren brauchst Du unbedingt
Motive mit mittleren Grautönen und Durchsnittskontrasten!

Grüße

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #104
Nachtrag! Ein aussagekräftiges Dia auf einem Lichtpult hilft, abzuschätzen, was evtl. zu ändern wäre! Am besten ungerahmt, damit
man die Maximalschwärze im Perforationsbereich sieht und den Kontrast abschätzen kann......
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #105
Hallo Klaus,

danke für Deine Antworten. Ich hab mal ein Bild vom Film auf der Leuchtplatte gemacht. Was kann ich machen, dass mir die Highlights nicht so ausbrennen? Jetzt war meine Idee den Entwickler höher zu verdünnen und die Zeit zu verlängern, in der Hoffnung dass das etwas ausgleichender ist.

PS: Meine Fotos haben fast immer so hohe Kontraste, ich hab einfach fotografiert, was ich immer fotografiere. Das war im ADOX-Entwickler nie ein Problem. Das zweite Leuchtplattenfoto zeigt einen Superpan 200 im ADOX-Kit, wie man sieht ist die Szene nicht gerade kontrastlos, aber totzdem sind sind alle Details in den Highlights und Schatten da. 😅

Grüße Björn

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  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #106
Hallo Björn, 😊
Schlag mich tot! das ist doch ASTREIN! Besser geht IMHO nicht! Die Dichte finde ich ideal so!

Dias müssen "knackiger" werden, als Negative, weil Du ja den sog. Projektionskontrast willst! Negative werden "flauer" entwickelt, weil man beim Ausbelichten ja auf "Betrachtungskontrast" steigern kann "Kontrastwandelpapier" .... ähnlich beim Digitalisieren.
Man kann da den größeren Dynamikumfang variabel nutzen.

Bei Dias geht eben das NICHT! Die müssen auf den Punkt passen! .... projektionsreif! Du kannst da ja dann nicht mehr "dran drehen"

Du hast hier das mittlere Grau offensichtlich genau getroffen und schöne "knackige" Ergebnisse erreicht! In der Projektion muss das ein GENUSS sein!

Wenn Du "flauer" entwickeln willst, dann kannst Du als Erstentwickler mit einem klassischen Negativentwickler arbeiten .... aber "schön" wird das dann nicht werden ... jedenfalls nicht, wenn Du Projektion willst ... willst Du nur digitalisieren, dann würde ich gleich eine Negativentwicklung empfehlen ... hat praktisch nur Vorteile und ist viel einfacher.

In gewissem Umfang kannst Du den Endkontrast mit der Zugabe von Natriumthiosulfat steuern .... mehr davon gleich FLAUER, weniger davon gleich kontraststärker .... aber nochmal .... ich finde das ASTREIN, wie das ist. da würde ich einen Haken dran machen!

Grüße

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #107
Welche 6x6 Kamera ist das denn??😊
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #108
Danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich verwende die Positive um damit Röntgenfilm mit dem Vergrößerer zu belichten, daher sind mir etwas weniger knackige Dias lieber. Mit dem Röntgenfilm belichte ich dann Cyanotypien. Ich weiß das ist nicht der klassische Anwendungszweck für Dias, aber es spart mir einen Arbeitsschritt und ich liebe einfach die kleinen schwarzweiß Dias. 😄 In meinem Profil hab ich mal nen Link hinterlegt wo man Teile meiner Arbeiten sieht.

PS: Wenn Du die Dias top findest, kannst für den Superpan 9:30 Minuten notieren in der Liste. 👍

Björn

Welche 6x6 Kamera ist das denn??😊
Die 6x7 stammen von einer Mamiya 7 die 6x6 ist eine Mamiya 6. Wobei mir die 6er lieber ist. 😄
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #109
Hallo Björn,

Joo .... die Erstentwicklungszeit für den Superpan übernehme ich dann mal so.
Wo hast Du denn den link mit Deinen Cyanotypien .... das hört sich ja sehr spannend an!

Wenn Du tatsächlich keinen Projektionskontrast, sondern einen deutlich höheren Dynamikumfang anstrebst, dann kannst
Du es ja mal mit einem NEGATIV-Entwickler als Erstentwickler probieren .... Damit ergeben sich dann allerdings (wahrscheinlich) wieder ganz neue Erstentwicklungszeiten.

Ich denke tatsächlich, dass du das dann ausprobieren musst ... dafür wirst Du kaum Erfahrungswerte finden.
Hast Du auch mal an digitale Tricks gedacht?

Wenn du z.B. einen größeren 4K Flachbildschirm besitzt, dann eignet sich dieser hervorragend als Repro-Schirm.
Du kannst also eine Aufnahme digital invertieren und als Negativ mit einem Negativfilm vom Bildschirm aufnehmen.
Die ergebnisse sind HERVORRAGEND aufgelöst. Im Ergebnis erhälst Du dann ein DIA mit geringerem Kontrast indem Du
ganz simpel den Film NEGATIV entwickelst! ferner kannst Du DIGITAL mit verschiedenen Kontrasten Versuche machen und
hast über die viel einfachere und schnellere Negativentwicklung schnelles Feedback!
Die Belichtung für die repros vom Flachbildschirm liegt bei ISO 100 etwa bei Blende 5,6 und 1/4s. Messen kannst du das exakt, indem du den Monitor mit einem 50% Grau Bild beschickst.

Grüße und viel Spaß😊

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #110
Link gefunden! 😊 Interessant!
Grüße

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #111
Danke für die Hinweise. Ich gucke mal was sich tun lässt zur Not nehme ich mal nen anderen Entwickler. Hatte das in letzter Verzweiflung beim Agfa Copex Rapid auch schon mal gemacht und mir selbst einen Niedrigkontrast-Entwickler gebraut. Der Film war irgendwo bei 2:30 Minuten und ist an sich schon sehr hart in den Kontrasten. 😅

Digital möchte ich das Problem net angehen, sitze eh den ganzen Tag am Computer. Mein innerer Künstler hat den Anspruch das analog hinzubekommen. 🤔
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #112
(....)

Digital möchte ich das Problem net angehen, sitze eh den ganzen Tag am Computer. Mein innerer Künstler hat den Anspruch das analog hinzubekommen. 🤔
Das kann ich absolut nachfühlen! Nach vielen extrem interessanten digitalen Photojahren bin ich seit 2019 voll auf FILM "zurückgefallen".🤣 "ANALOG" ist nicht so meine Diktion ... was genau soll an der klassischen Film-Photographie denn nun "analog" sein🤣... aber sagt man inzwischen einfach so ... kommt man kaum noch 'dran vorbei.

Ein ganz besonderer Reiz kann aber darin liegen HYBRID zu arbeiten und zu denken ... und das IMHO Geniale und noch gar nicht bewusste ist, dass wir Hybrid in beide richtungen arbeiten können .... über Reprotechnik lassen sich inzwischen DIGTALE Bilddaten sozusagen ANALOGISIEREN .... in phantastisch guter Qualität!
Ich habe sogar schon mit einem Handy Display (Handy in die Negativbühne eines 6x9 Vergrößeres) -direkt D-A also- aus digitalen Bilddaten C-Prints erzeugt .... also ohne Internegativ .... Wer kein Vergrößerungsgerät hat, kann eine Kamera nehmen!

Da gibt es sehr viel kreatives zu entdecken .... wie auch immer ....



Grüße und viel Spaß

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #113
Ich seh das ähnlich wie Klaus: Die Pflanzenbilder vorm Fenster sind vielleicht tatsächlich in einem zu kontrastreichen Licht aufgenommen, da mußte Diafilm die Waffen strecken.
Aber die Berg-Bilder finde ich klasse 👍. Ok, man könnte im Projektor mal gucken, ob man evtl. einen Ticken kürzer entwickelt, falls die Dias dort zu hell kommen sollten. Aber das sind nur noch Kleinigkeiten.
Hoffentlich kriege ich auf meinem ersten Testfilm nach der Generalüberholung meiner Kiew-6C ähnlich tolle Mittelformat-Dias hin...
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #114
So nach einigen Experimenten mit meinem Lieblingsfilm AGFA Superpan 200, habe ich schließlich mein Rezept gefunden. Ich wollte ja Dias haben die weniger knackig sind und mehr Tonwerte zeigen. Daher bin ich beim Erstentwickler auf den klassischen HC-100 gewechselt. In der Verdünnung "A" (1+15) bade ich ihn für 11:30 Minuten. Die Dias sind fast noch etwas dunkel, eventuell verlängere ich die Entwicklungszeit noch etwas (s. Fotos auf der Leuchtplatte). Ein weiterer Testfilm mit 15:00 Minuten plus 0,5g Natriumthiosulfat auf 500ml kam zu dünn raus. Ich mache jetzt nochmal einen Test mit 12:00 Minuten und 0,2g Natriumthiosulfat.

Außerdem hat sich gezeigt, dass der Superpan 200 relativ empfindlich ist. So hatte ich immer wieder Emulsions-Ablösungen sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite. Nach einigem Probieren kam ich drauf, dass das Bleichbad ihm zusetzt. Ich habe das Bad dann wie folgt entschärft und es klappt damit prima:

220ml Wasser + 0,25g Kaliumpermanganat auflösen, dann 20ml Schwefelsäure (10%) zugeben (240ml Jobo-Tank Rotationsentwicklung). Der Bleichprozess dauert 5:30 Minuten und der Film kommt perfekt gebleicht heraus.

Außerdem habe ich mit dem Klärbad gespielt. Es reichen 12g Natriumdisulfit auf 100ml. Mit 100g Natriumsulfit ging der Klärprozess bei dem Superpan komplett in die Hose. Der Klärbad kann man theoretisch mehrfach verwenden, aber ich hatte damit ein übles Erlebnis (s. nächste Punkt), daher empfehle ich das Klärbad jedes mal zu entsorgen und neu anzusetzen.

Eventuell ist es auch noch sinnvoll auf der ersten Seite zu ergänzen, dass der Bleichprozess Schwefeldioxid freisetzt. Man kann den leicht stechenden Geruch wahrnehmen, wenn man das Bleichbad ausspült bzw. am Klärbad riechen. Offensichtlich hatte sich Schwefeldioxid im Klärbad angereichert und nach dem Entleeren kam ein heftig stechendes Gas aus dem leeren Kanister. Ich hatte Glück dass ich schon sensibilisiert war, dass beim Bleichprozess Schwefeldioxid entsteht und konnte schnell Gegenmaßnahmen ergreifen und kam mit einer Reizung der oberen Atemwege davon. 😅
 
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  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #115
Vielen Dank dafür! 😊

Dass ein Filmentwickeler als Erstentwickler "flauere" Positive macht (dafür einen breiteren Zeichnungsumfang) ist nachvollziehbar bzw. ja bekannt.
Die Frage, die sich mir an dieser Stelle ja nur stellt ist, warum dafür denn dann eine Umkehrentwicklung?😊
Den besten Zeichnungsumfang erhälst Du doch nunmal mit einer klassischen Negativentwicklung.
Ich würde das Umkehrentwickeln tatsächlich nur für Projektionszwecke empfehlen .... dafür macht das komplizierte, schwierige
und zeitaufwendige Verfahren natürlich Sinn.
Wenn das Ziel Digitalisierung oder Ausbelichtung ist, dann würde ich mir die Mühe tatsächlich gar nicht machen .... oder übersehe ich da jetzt etwas, das Du damit erreichst?

Stichwort Schichtablösung (Emulsionsablösung) .....😊

ZITAT: "So hatte ich immer wieder Emulsions-Ablösungen sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite."

Die Emulsion (also die lichtnehmende Seite) des Filmes ist ja immer der Aufnahmeoptik der Kamera zugewandt.
Die einzigen Filme, die beidseitig lichtempfindlich beschichtet sind, sind bestimmte Röntgenfilme!😊 Gammastrahlen durchdringen
ja den Filmträger problemlos und man erreicht so die doppelte Sensitivität (kann die Strahlenbelastung für den Patienten so halbieren.)

Filme für die Photographie haben immer nur eine Emulsionsschicht auf der "Vorderseite" des Filmes. auf der Rückseite (auch Trägerseite genannt) befindet sich üblicherweise die Lichthofschutzschicht, die beim Vorwässern gelöst (abgewaschen) wird oder
in Einfachentwicklern aufgelöst verbleiben kann ... sie soll sich also ablösen.😊

Beim Umkehrentwickeln ist immer das Bleichen kritisch, wenn es darum geht, dass sich die Filmemulsion natürlich ungewollt ablösen kann. Die Bleiche ist das "aggressivste" Bad und diesbezüglich kritisch.

Bei der hier verfolgten Rezeptur muss das Kaliumpermanganat sehr genau mit einer Feinwaage abgewogen werden ... zu wenig bleicht unzureichend, zu viel führt schnell zu Schichtablösung. Ich hatte das Problem bislang mit den von mir verwendeten Filmen
noch nicht .... ABER ..... ich habe beim Umkehrentwickeln auch auf meine Rotationsmaschine verzichtet!!!😊

Ich empfehle dafür dringend eine mit ruhiger Hand durchgeführte Kippentwicklung! Das Aufpanschen beim Rotationsentwickeln
ist diesbezüglich unbedingt abträglich.
Ebenso rate ich von einer Kaskadenwässerung eher ab, auch wenn beim Wässern die Emulsion schon wieder weniger aufgeweicht sein wird ....auf gar keinen Fall abstreifen!! ... Ich schrieb das ja schon oben.
Natürlich ist beim dann getrockneten Film die Emulsion wieder genau so fest, wie bei normalen Negativen. 😊

Grüße und weiter viel Spaß mit der Umkehrentwicklung

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #116
Sorry .... ich hatte vergessen, dass Du ja mit Deinen Cyanotopien beschäftigt bist!😊
Benötigst du dafür Positive, die flauer gezeichnet sind?? Dann macht das oben beschriebene tatsächlich auch SINN!!

Grüße

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #117
Ich würde das Umkehrentwickeln tatsächlich nur für Projektionszwecke empfehlen .... dafür macht das komplizierte, schwierige
und zeitaufwendige Verfahren natürlich Sinn.
Ich brauche das für meine künstlerische Arbeit es erspart mir das umkopieren des Negativs. Außerdem kann ich die Fotos so auf der Leuchtplatte sofort bewerten und die Positive leichter Scannen. Ich weiß, dass das unnötig aussieht, aber es ist halt mein Prozess.

Filme für die Photographie haben immer nur eine Emulsionsschicht auf der "Vorderseite" des Filmes. auf der Rückseite (auch Trägerseite genannt) befindet sich üblicherweise die Lichthofschutzschicht, die beim Vorwässern gelöst (abgewaschen) wird oder
in Einfachentwicklern aufgelöst verbleiben kann ... sie soll sich also ablösen.😊
Ich bin kein Experte, aber wenn ich den Text und das Bild hier so angucke, ist die Lichthofschutzschicht direkt auf dem Träger und auf der Rückseite des Rollfims eine weitere Rückschicht (). Ich hatte es, dass sich sowohl die Rückschicht (klare Gelatine), als auch die Emulsionsseite (schwarze Emulsion) löste. Ich hatte das nur verkürzt als "Emulsionen" bezeichnet.

Grüße und weiter viel Spaß mit der Umkehrentwicklung
Danke. :)
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #118
..... es gibt zwei Möglichkeiten, Lichthofschutzschichten aufzubringen .... einmal oberhalb des Trägers (wie verlinkt!).
Diese Schichten werden während des Fixierens mit den unbelichteten Silberkristallen ausgewaschen (beim Umkehrprozes schätzungsweise beim Bleichen).
Die andere Möglichkeit ist, die Lichthofschutzschicht unterhalb des Filmträgers aufzubringen ... bei vielen Cinefilmen ist das insbesondere so üblich ... da wird einfach eine Rußgelantine aufgetragen, die vor dem Entwickeln dann abgewässert wird ... daran
dachte ich oben.
Wie auch immer ... das Problem bei Emulsionsablösungen ist eine zu "kräftige" also übersäuerte Bleiche ... damit also "genau" umgehen und wirklich vorsichtig "agitieren" ..... versuche mal eine Kippentwicklung .... gut möglich, dass das das Problem schon löst.
Dass sich der Kontrastumfang grundsätzlich mit dem Zusatz von Natriumthiosulfat steuern lässt, lernen wir oben durch einen diesbezüglich dankbaren Beitrag eines Experten .... MEHR = Kontrastverminderung, WENIGER = Kontrasterhöhung. 😊 👍

Nochmals dankeschön für Deinen Beitrag oben!😊

ÜBRIGENS:

Wenn Du Lust hast, dann würde ich (und sicher auch andere!) mich darünber sehr freuen, wenn Du Deine Erkenntnisse in Sachen
Cyanotypie hier vielleicht in einem speziellen faden vorstellen könntest. Ich habe da großes Interesse, aber keine wirkliche Ahnung von.
Wenn man dafür spezielle, weichere SW-Positiv-Vorlagen benötigt, dann schließt sich das Thema ja auch prima an die SW-Umkehrentwicklung an.

😊

Grüße und viel Spaß

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #119
Ich hatte das Problem mit der Emulsionsablösung anfangs in extremer Form beim Rollei Infrarot 400: damals habe ich die Dose mangels anderer Möglichkeiten mit bzw. vielmehr in den Händen gedreht - das ruckelte natürlich. Filme wie der Fomapan R100 hatten das gut vertragen, der Rollei-Infrarot nicht.

Es ging erst, als ich...
  • die Dose sanft bewegt, beim Wässern äußerst sanft gekippt und die Flüssigkeiten sanft ausgegossen habe.
  • Zusätzlich habe ich die Zwischenwässerungen jeweils auf 3x3mal Kippen (statt 3x10) reduziert,
  • die Wässerung nach dem Klärbad von drei auf zwei Durchgänge,
  • die Schlußwässerung auf 5x + 10x + 20x kippen (sonst 3x - 6x - 12x - 24x)
  • und die Fixierzeit von 4 auf 3 Minuten.
  • Außerdem immer dann, wenn ich die Spirale aus der Dose nehmen muß, einen Wässerungsdurchgang gespart. Das geht so: Bleichbad (beispielsweise) zuende - Spirale rausnehmen und beäugen, ob alles ok ist - Bleichbad aus der offenen Dose zurück in die Flasche - Dose gut mit Wasser ausspülen und Film in der Spirale vorsichtig abspülen, bis keine rosafarbene Flüssigkeit mehr kommt - dann Spirale mit Film zurück in die Dose und zweiten und dritten Wässerungsdurchgang wie gewohnt.
Ich handhabe den Film also wie ein rohes Ei.
Seither macht auch der Rollei-Infrarot keine Probleme mehr 😎.

Zusätzlich packe ich immer schon zwischen Bleich- und Klärbad ein zweiminütiges Kaliumalaun-Härtebad.
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #120
Eine nachträgliche Bestätigung zum Ilford PQ Universal und seiner Eignung für den Schwarzweiß-Diaprozeß: Ich finde gerade die Aussage, daß der PQ Universal dem Kodak D19 sehr ähnlich sei, und der wiederum sei eine Art Standardentwickler für Schwarzweißdias gewesen.
Netterweise hat der Forent überdies noch die Rezeptur für den D19 hinterlassen. 😎

Standard hin oder her - Rhodanid enthält der D19 offenbar nicht, und auch Jodid ist Fehlanzeige.

Darüber hinaus stoße ich unter "Reversal Processing" gerade auf eine ganze Latte Prozeßrezepte 👍, teilweise noch aus Agfa-Wolfen-Zeiten, aber auch die offizielle Ilford von 2002. Da man ja für die Zukunft nie weiß, kann man sie sich mal auf Halde legen - überwiegend sind die Rezepturen zum Anrühren der Entwickler "zu Fuß" mit dabei.
 
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