C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach!

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  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #21
Hallo Bülent,

COMPARD bietet zwei verschiedene C41 KITs an:

Dieses hier kommt in Form von Konzentraten ... muss also selber angesetzt werden, was kein Problem ist!

Das aber ist Material für einnen ganzen Liter Gebrauchslösung .... zu viel für die meisten Hobby-Zwecke!

Ich meine DIESES KIT hier ....

Das READY TO USE KIT kommt als SOFORT GEBRAUCHSFERTIGE ARBEITSLÖSUNG in idealer 500ml Größe:



Das ist das, was Schüngel und ich benutzen! Extrem lange angebrochen haltbar (fast 8 Monate inzwischen ... kellergekühlt) und sehr ergiebig! 14 Filme versprechen sie und 16 habe ich inzwischen damit entwickelt.

Das funktioniert bestimmt beides klasse .... das 1l Kit lohnt sich aber nur, wenn Du extrem fleißig Film entwickelst ... und selbst dann ist es nur unwesentlich günstiger als das "READY TO USE", das ich dann lieber mehrmals bestellen würde .... frischer Entwickler ist immer besser, als neu angesetzter aus überlagerten Konzentrat.

Ich verrate zu viele Geheimnisse ... ich weiß zu viel .... 🤣

Angebrochene Konzentrate vergammeln schnell, weil der Luftsauerstoff in den Flaschen zur Oxidation führt.

Wenn man sich für C-41 Konzentrate entscheidet, dann sollte man (weil man die Flaschen leider nicht zusammendrücken kann, um die Luft rauszudrücken), ein Schutzgas einfüllen, das die Luft verdrängt.



Wer gut informiert ist, weiß, dass das teure "Protectan" nix anderes ist als stinknormales BUTAN-Gas, das es im Baumarkt (im Set mit einer Lötlampe) und entsprechenden Kartuschen für Nüsse zu kaufen gibt!

Macht es Euch einfacher!! Kauft das READY TO USE KIT und füllt die Chemie in die oben von mir verlinkten Plastikflaschen um! Aus den Flaschen lässt sich dann die Luft ganz einfach rausdrücken, man kann sie in der Mikrowelle anwärmen (also auf Raumtemperatur bringen, wenn man sie im dunkelen und kühlen Keller gelagert hatte)
Ferner haben die Flaschen einen größeren Flaschenhals als die ollen Tüten des KITs ... da kann man schneller mit eingießen und mit einem größeren Trichter auch besser rückfüllen, als mit den Alutüten aus dem KIT.

Grüße und schöne C41 Entwicklung

Klaus
 
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  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #22
Hej Klaus...

Tausend Dank für deine Unterstützung...
Bestellungen sind alle raus und der erste Film ist schon voll geknipst von meiner kleinen...

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Wir mussten spazieren bis der Film voll war... 😂

Gruß, der Bü...
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #23
Astrein! 😊

jetzt hoffe ich mal, dass die junge Dame tatsächlich photoverrückt wird! Das ist jetzt Deine Aufgabe Bülent!
Unser Hobby braucht dringend Nachwuchs! Handyrumknipser bringen die Photographie nicht weiter!

Echt klasse! Eine so alte Kamera mit einer so jungen Photographin!!

Nein! natürlich andersdrum ...... Eine sooo junge Photographin mit einer sooo alten Kamera!😊👍👍

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #24
Hej Klaus...

hier mal ein kleines Update.

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Endlich ist alles geliefert... Bin schon gespannt, wie es wird.

Einen gebrauchten Scanner habe ich auch bestellt (Epson V330), sobald der geliefert wurde, kann ich ein paar Ergebnisse präsentieren.

Ich habe eine Anleitung für meine Tochter geschrieben. Evtl. kann man später daraus ein Tutorial erstellen und hier für nachfolgende Einsteiger veröffentlichen. Das macht es dir evtl. einfacher, dass du nicht immer alles erneut erklären musst.

Gruß, der Bü...
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #25
Hej...

hier sind die ersten Ergebnisse... Leider nicht so erfolgreich, wie ich dachte und die Kamera könnte eine Reinigung gebrauchen denke ich.

#1
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#2
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#3
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#4
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Die Bilder sind unbearbeitet und wie gescannt. Ich denke wir brauchen noch etwas Übung bei der Entwicklung. Auf den Bildern sind Streifen, die ich mir nicht erklären kann.

Gruß, der Bü...
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #26
Hallo Bülent,

habe urlaubsbedingt Deine Posts hier leider verpasst .... nun aber mal.😊

Zunächst mal Glückwunsch! Da habt Ihr den kompletten "Workflow" vom Film zum digitalen Bild ja nun
definitiv hinbekommen .... ich hoffe, dass das auch Spaß gemacht hat.

Natürlich geht das qualitativ noch erheblich besser, aber das muss auch nicht alles auf Anhieb perfekt
werden.

Streifen: Alles, was in Filmtransportrichtung streift, könnte von der Kamera herrühren ... eher unwahrscheinlich, wenn es eine Praktica war, mit der der Film belichtet wurde und wenn diese unbeschädigt ist. Die Kisten sind mechanisch wirklich klasse und behandeln die Filme sehr schonend. (Die Porst CX-40 ist ja eine umgelabelte Praktica-LB.)

Die Streifen sind ja lotrecht zur Filmtransportrichtung, ferner wirklich eher fleckige Streifen, so dass ich da schon auf die Entwicklung tippe und weniger auf eine Beschädigung der Filmemulsion.

Beim Entwickeln ist BEWEGUNG sehr wichtig. Die Chemikalien müssen ständig in Bewegung bleiben, weil sie an der Filmoberfläche natürlich reagieren und sich verbrauchen und ständig frische Chemie angespült werden muss. Bei einer Kippentwicklung sollte die ersten 30s ständig "agiert" werden, dann mindestens alle 30s einmal kippen und die Dose ruhig etwas "unsanft" aufsetzen, damit sich Luftblasen auch bestimmt lösen.

War der Film korrekt auf die Spule gezogen? Die Oberflächen der einzelnen Windungen dürfen sich natürlich nicht berühren.

Die einzelnen Zwischenwässerungen sind ebenfalls wichtig und sollten mit auf Prozesstemperatur angewärmten Wasser gemacht werden .... Schlusswässerung ist natürlich egal .... nur kein eiskaltes Wasser nehmen .... Stichwort "Runzelkorn" .... Leitungswasser ist fast immer o.k..

Geht gleich weiter ....
 
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  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #27
Digitalisierung:

Das Thema ist nicht wirklich kurz abhandelbar aber ich versuche mal eine kleine Durchwurschlelei....😊

Staub:

Dein Negativ ist zu stark verstaubt! Ganz kann man Staub nicht vermeiden (auch das Profilabor schafft das mitnichten!) aber man kann einiges tun:

Zunächst ist Staub von Staub zu unterscheiden: Der Staub, der in die nasse Filmemulsion eintrocknet ist für die Ewigkeit!! Es gibt zwar Chemikalien, die selbigen entfernen können sollen (mit getränktem nassen, fusselfreiem Lappen), aber das funktioniert nicht nur NICHT, das kann alles noch verschlimmern.

Staub, der sich später auf dem trockenen Negativ absetzt, kann einfach mit einem Blasebalg weggepustet werden ... ist also unkritisch.

Es gilt also, den kompletten Film in einer möglichst staubfreien Umgebung und möglischst zügig zu trocknen.

Als Ideal hat sich dafür die Duschkabine des Badezimmers erwiesen. Im Badezimmer gibt es keine Textilien und wenig Feinstaub, weil Staub regelmäßig durch Wasserdampf gebunden und so aus der luft entfernt wird.

Im Idealfall also einen Besenstil quer über die Duschkabine legen, einen Kleiderbügel dran und die Kabine schließen, bis der Film getrocknet ist.

Die Dusche unmittelbar vor dem Aufhängen der Filme nochmal kurz anstellen, um den Staub zu binden.

Das von mir empfohlene Netzmittel verwenden, um den Trocknungsvorgang erheblich zu verkürzen und Kalkflecken sicher zu vermeiden.

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Staub und Kratzer kommen bei Negativen weiß, bei DIAS dementsprechend schwarz auf den Monitor.

Zunächst mal zeigt der SCAN eine fast ausgewogene Tonwertverteilung, wobei Schwarz- und Weißpunkt noch optimiert werden sollten:

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Bei den beiden horizontalen Streifen würde ich mal auf den Scanner tippen! Die müssten im Negativ ansonsten mit bloßem Auge schon zu sehen sein?!

Das ist aber im Post Processing kein Problem. Sowohl Photoshop, wie natürlich auch Affinity Photo (HIER) haben eine Funktion, die inhaltssensitiv restaurieren kann. Ich übermale also die Streifen mit einem entsprechend angepassten Pinsel (also nicht zu dick!) und überlasse den rest Affinity Photo.

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Genau so mache ich das auch mit den vertikalen Schlieren, die ich (oben ausgeführt) bei der Entwicklung ursächlich verorte:

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Für kleinere Verschmutzungen gibt es zwar die Funktion (Staub und Kratzer entfernen), die aber sowohl in PS wie auch in Affinity Photo gleichermaßen unbefriedigend arbeitet. Zu viele Details werden so gekillt! Ich verwende für alle erheblichen Verunreinigungsfehler also ebenfalls den "Restaurieren" Pinsel.

Der Look Deines Photos entspricht genau meinen Scan-Ergebnissen mit dem KODAK GOLD 200.
KODAK zeichnet immer warm .... das ist Tradition bei KODAK und beim GOLD ganz extrem. Ein KODAK 1970 Look. 😊 👍

Mir persönlich ist das zu viel des Warmen! Beim GOLD bringt eine komplette WB-Korrektur nur Furchtbares. Der GOLD kommt nämlich vornehmlich in den Schatten deutlich zu rötlich, Mitteltonwerte und Lichter passen eigentlich.

Ich korrigiere also nur die Schatten .... zu beobachten vor allem am Asphalt, der IMHO deutlich zu viel Magenta trägt:

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Die Aufnahme ist nicht ganz wirklich scharf! Das liegt (höchstwahrscheinlich!) nicht an der Kamera, nicht am Film und auch nicht am Objektiv ....(ich kenne ja die Sachen gut), sondern am Scanner.

So gut man Mittelformate mit einem (hochwertigen!!) Flachbettscanner digitalisieren kann, um so dringender braucht man für die erheblich kleineren 35mm Negative dann doch einen darauf spezialisierten Zeilenscanner, der aus KB dann wirklich auch das herausholen kann, was ein gutes Vergrößerungsobjektiv beim klassischen Ausbelichten auf Photopapier schafft.

Auch ein solcher Scanner kostet kein Vermögen .... ist aber ein separates Thema:😊

VORHER:

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Nachher:

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Das alles sieht jetzt nach viel Arbeit aus ....'isses aber nicht.

Für diese Bildbearbeitung brauch' ich keine 2 Minuten ... o.k. ich hab' natürlich jahrelange Übung mit der Bildbearbeitung ... aber reinknien musst Du Dich halt schon ein Bisschen ..... Du hast ja töchterliche Verstärkung!

Grüße und viel Spaß mit der Filmphotographie

Klaus
 
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  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #28
Hej Klaus...

vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort und deine Tipps. Sehr, sehr vielen Dank, ich weiß deine Unterstützung wirklich zu schätzen.

Ja, wir werden nach und nach weiter üben und es wird besser.

Am Wochenende geht es zum Zelten an die Krombachtalsperre, da werde ich mal den großen Rucksack mit Foto-Equipment packen. Selbstverständlich auch mit den analogen Kameras und Objektiven.

Gruß, der Bü...
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #29
Digitalisierung:

Es ist (wie gesagt) ein eigenes Thema und ich komme da (wenn es Dich und andere interessiert?) gerne noch im Detail 'drauf.

Die wirklich guten Scanner liefern (unkorriegiert) relativ flaue (also wenig kontrastreiche) Scans.

Das ist Absicht, weil es ja gilt, den wirklich ausgezeichneten Kontrastumfang eine Farb-Negativ-Films auch digital zu erfassen.

Nun scheiden sich die Geister, was besser ist:

-Den Scan mit der Scanner-Software gleich "richtig" auszusteuern
-lieber sog. Headroom stehen zu lassen, um dann mit einer Post-Processing-EBV (z.B. Affinity Photo oder PS), den Feinschliff vorzunehmen?

"Headroom" nennt man das, was z.B. zwischen dem hellsten Pixel eines SCANS und dem absoluten Weißpunkt noch an Gradationen fehlt und nachgesteuert werden kann ... reziprok gilt Selbiges natürlich auch für den Schwarzpunkt.

Schüngel hat zu dem Thema bemerkenswert gute Video-Tutorials im Netz (anschauen lohnt sich unbedingt!) .... natürlich bin ich an dieser oder jener Stelle auch wieder anderer Meinung aber er erzählt da wirklich keinen Mist.

Ich tendiere dazu, lieber ein Stück Bearbeitungsspielraum stehen zu lassen, und die Endbearbeitung lieber mit einem der hochleistungsfähigen Photo-Editoren vorzunehmen, weil das noch viel mehr Möglichkeiten bietet, als sich gleich mit der SCAN-EBV (und sei es Silverfast) komplett festzulegen.

Noch ein Wort zu den Eigenarten der einzelnen Farbfilme ....

Der KODAk GOLD 200 ist nicht nur ein konkurrenzlos preisgünstiger Farbfilm, er ist auch wirklich gut und besonders mit seiner RETRO-Anmutung.

Nehmen wir mal seinen Rottouch in den Schatten ....

Es wäre natürlich hochgradig nervig, wollte man da nun jedes einzelne Bild einzeln korrigieren!
Genau das ist mit Affinity Photo oder mit Photoshop CC nämlich gar nicht nötig. 😊

Ich schreibe mir für jeden Film ein MACRO, um z.B. Farbabstimmung, Filmkornreduktion, Mikrokontrastgestaltung usw. festzulegen.

Ein MACRO ist eine Bildbearbeitungsfolge, die sich dann für alle Aufnahmen eines Bildverzeichnisses abrufen und ausführen lässt.

Affinity und Photoshop bieten dann die Möglichkeit, in einem BATCH-Processing alle Aufnahmen mit den selben Arbeitsschritten automatisch zu bearbeiten.

Leider ist das mit allen PS-Elements Versionen nicht möglich.

Grüße und viel Spaß mit der Film-Photographie

Klaus
 
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  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #30
Was für einen DIA Scanner würdest du Empfehlen?
Ich habe erstmal einen Epson V33 günstig gebraucht gekauft.

Für das digitalisieren der Fotos habe ich auch ein paar Anläufe gebraucht und mache es jetzt mit 4800dpi.
Bildbearbeitung mach ich mit Lightroom. Ich hab zwar PS CS6 aber kann vielleicht 5% des Programms bedienen, da werde ich mich mit der Zeit einlesen und Tutorials bei Youtube schauen. Gibt es zum Glück reichlich.

Gruß, der Bü...
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #31
Hallo Bülent,

so DÜNN, wie die kleine Fangemeinde der Film-Photographie war bislang auch die INFO in der Sache.

Inzwischen gibt es wieder eine "Analog-Szene" ... und eine mir nicht zugängliche "LOMO= Lomography-Szene"

Wenn es um Film-Scanner geht, dann findest Du hier eine umfangreiche Übersicht:



Vorsicht aber mit "seinen" Bewertungen, denn er verkauft den Kram ja auch. Ich selber habe mich für ein
Gerät entschieden, das er ziemlich schlecht macht .... und genau sowas geht damit.... Deine Praktica mit einem 135er/3,5 Zeiss Tele (alle Aufnahmen KODAK GOLD 200):

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Oder hier meine kleine REGULA .... Bild und Bildausschnitt:

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Ich habe mich nach langen Recherchen für einen gebrauchten Plustek Opticfilm 7400 entschieden!

Das sind ganz hervorragende Geräte (die verschiedenen Modelle aus der Opticfilm Baureihe tun sich nicht wirklich was ... sind praktisch alle gleich gut.)



Jetzt vergleich' mal, was der da schreibt mit dem, was Du gerade siehst?! Ich habe ja nun lange Laborerfahrung insbesondere mit Farbvergrößerungen und weiß, was man so aus guten KB- Farb-Negativen DAMALS herausvergrößern konnte ....
Diese Scanner machen das sehr gut und kosten wirklich kein Vermögen ... wie gesagt ... muss kein 7400er sein ... die tun sich kaum was.... 😊

Grüße und viel Spaß weiterhin

Klaus
 
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  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #32
Altes Thema aber ich bin gerade darauf gestoßen, dass du beschrieben hast das du C41 Chemie von Compard bei 20 Grad nutzt zum entwickeln! Hast du mit Chemie von anderen Herstellern auch Erfahrungen gesammelt bzw. da C41 ja theoretisch Standardisiert sein sollte, sollte es ja mit der Chemie von Fuji auch funktionieren oder?
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #33
Hallo Eric und danke für Dein Interesse.

Grundsätzlich "müssen" alle photochemischen Prozesse auch bei niedrigeren Temperaturen funktionieren.
Wie bei allen chemischen Abläufen beschleunigen sich Reaktionen mit zunehmender Temperatur bzw. verlangsamen sich bei niedrigeren Temperaturen. Leider passiert das aber nicht linear bei abnehmender temperatur, sondern überproportional länger bei abnehmenden Temperaturen bzw. unterproportional schneller bei zunehmenden Temperaturen.

Will sagen, man kann jeden C41-Prozess mit exakt gleichen Entwicklungsergebnissen auch kälter durchführen, wenn man Korrekturzeiten dafür hat .... leider geben nicht alle Hersteller solche Zeiten für
Kleinlabore oder Hobbyisten an. Die 38,7 Grad sind von daher nur eine Vereinheitlichung für die durchlaufmaschinen von Großlaboren.

Ich komme jetzt zu Deiner Frage:

Ich nutze tatsächlich zur seit inzwischen zwei jahren ein angebrochenes Großkit von FUJI ..... nennt sich
FUJI-HUNT C41 5l.

Das scheint extrem langlebig zu sein. Selbest eine angesetzte Lösung, die schon drei Filme entwickelt hatte hat nach 8 Monaten (Schutzbegast und im Kühlfach gelagert) noch tadellos funktioniert.

Inzwischen habe ich die Tools, um exakt mit 39 Grad arbeiten zu können, was für mich komfortabeler ist .... ganz einfach erheblich schneller geht.

Ich denke aber schon, dass die von mir oben genannten Ausgleichs-Zeiten ebenso für Fuji-Chemie gelten sollten, da C41 je tatsächlich ein Standard ist.
Im Umkehrschluss können sich ja eigentlich die verwendeten Chemikalien schon deswegen nicht grundsäztzlich unterscheiden, weil ja exakt das selbe Ergebnis dabei herauskommen muss.

Man müsste es ganz einfach mal ausprobieren .... vielleicht mit einem kurzen Teststreifen .....
Im Grunde reicht dafür ja schon ein Schwärzungsversuch mit einem voll belichteten Filmrest!
Erreicht dieser mit den "Compard-Zeiten" eine mit einer 39 Grad-entwicklung vergleichbare Grundschwärze
(gegen eine Lampe vergeichen!) dann wird auch der ganze film korrekt ausentwickelt.

Die Frage ist schon interessant .... können wir beide ja bei nächster Gelegenheit mal ausprobieren!

Natürlich kann der Teststreifen dann bei vollem Licht testentwickelt, und geblixt werden!

Übrigens: Auch RA-4 Color-Papierentwicklung braucht nicht bei 35 Grad zu erfolgen .... völlig unnötig!
Ich habe bis 20 Grad Korrekturzeiten und die passen alle .... habe ich ausprobiert .... nix erzählen lassen ....
findet man inzwischen auch bei YT.

Grüße und rettet Film

Klaus
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #34
Nchtrag:

So klasse, wie ich die COMPARD-DIGIBASE Chemie ja immer noch finde ..... das Hauptproblem damit ist die
schlechte Verfügbarkeit!
Das Set ist sehr oft ausverkauft und dann wochenlang nicht lieferbar .... das ist ja MIST!
Man möchte ja auch mit Farbfilmen spontan und unabhängig loslegen können! Da ist ein lange haltbarer
KIT zum Selbstansatz schon klasse.
Die FUJI-Chemie hat den Vorteil, dass man damit beliebige Kleinmengen ansetzen kann.
Einen KB-Film kann man z.B. mit nur 250ml in einer kleinen Dose entwickeln .... BEDECKT!
250ml reichen auch für einen 120er Film .... dann aber nicht mehr bedeckend, so dass man permanent
agitieren muss, was ja kein Problem ist.
In 250ml können dann bis zu 4 Filme entwickelt werden (wie gesagt innerhalb von getesteten 8 Monaten).... ökonomischer geht es nicht!

Grüße und rettet Film😊

Klaus
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #35
Dankeschön Klaus für die Infos!
ich hab eigentlich auch über meine CPA die Möglichkeit wohl temperiert zu arbeiten, leider ist das meist etwas aufwendig mit dem Wasser ein- und ablaufen lassen weil mein Model der CPA noch kein Ablassventil hat wie spätere Modelle. Da würde mir eine C41 Entwicklung bei 20 Grad schon sehr entgegenkommen. Dann hab ich den Aufwand nur noch bei E6 Entwicklungen, die ich aber so selten mache das ich meist 6 Monate Film dafür sammle und dann alles entwickle!
Für RA4 und SW nutze ich schon 20 Grad und hoffe das ich das mit der Fujichemie auch hinbekomme! Die Entwicklungszeiten bei Compard und Fuji sind ja bei 38 Grad die selben soweit ich das gerade im Kopf habe. Diesbezüglich werde ich wohl mal bei einer Testrolle bei 20 Grad und deinen Zeiten versuchen! Würde mich schon sehr freuen wenn das klappen würde. Ansonsten werde ich wahrscheinlich die Entwicklung für 5€ die Rolle an ein Labor hier aus der Nähe abgeben und dann für Farbfilm nur noch scannen und ausbelichten machen.

PS: Ich hatte auch mal geschaut nach der COMPARD Chemie um sie mal zu testen, obwohl ich noch einige Pakete von der Fuji Chemie habe, aber die ist ja wirklich überall nicht verfügbar gerade. Was mich schon etwas abschreckt! Was bringt es wenn man Farbchemie zu Hause spontan entwickeln kann, wenn die Chemie super selten verfügbar ist!
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #36
Ja!!!!!

Die COMPARD C-41 Chemie ist klasse .... aber dass sie nur "sporadisch" verfügbar ist, ist mir absolut unverständlich ..... sooo kriegt man Newcomer natürlich gar nicht angefixt ..... traurig ist das schon!😞

Natürlich gibt es zahlreiche alternative Anbieter .... und die etablierten Leute finden da schnell eine Alternative .... aber warum diese geniale "Suppe" gerade jetzt, wo es ENDLICH den "Film Hype" gibt und wo es gilt, -junge Leute für NASSE BILDER zu gewinnen-, zur Mangelware werden muss ..... verstehe wer will ... ich gerade nicht!😞

Grüße und rettet FILM😊

Klaus
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #37
Die Film Photographie ist gerade in einer überlebenswichtig-schweiriegen Phase!

1) Das Interesse und der Wille ist da ... beides ... von der Consumer, wie von der Anbieter Seite!
2) Die Hardware ist da .... gebraucht, neu und preiswert, wie nie, weil die Enthusiasten von Damals die
Laborsachen zu Haufe hinterlassen und komplette Photolabore für Lachpreise zu haben sind.

3) Das Verbrauchsmaterial ist das ganz große Problem!!!

-Die Hardware ist da, das Interesse ist da, das VERBRAUCHSMATERIAL IST ZU TEUER!!!
NIEMAND fördert zur Zeit das Überleben der Film-Photographie, weil die Welt leider gerade von
Katastrophen und Krisen geschüttelt wird.
Enthusiasten stellen "neue" Filme und Photopapiere vor, sind aber darauf angewiesen, dass sie nicht noch 'draufzahlen müssen ... toll, dass junge Leute noch über Filmemulsionen nachdenken!!!

4) Farbfilm MUSS erhalten bleiben!!!

Wenn wir einen "teuren" Farbfim kaufen, dann ist der nicht deswegen so teuer, weil KODAK gerade die Chance hat, damit wieder REICH zu werden, sondern, weil's wirklich billiger nicht geht, wenn die nicht die Tore endgültig schließen wollen .... der Laden muss dringend instand gesetzt werden, die völlig maroden Produktionsanlagen modernisiert bzw. repariert werden UND AM ALLERWICHTIGSTEN .....junge Leute auszubilden, die noch FILM usw. verstehen und machen können!!!

Wenn KODAK, FUJI, ILFORD und FOMA aufgeben müssen, dann war's das!!!

Nochmal .... ein KB-oder Rollfilm kostet viel ... aber nicht mehr als 2 Schachteln Zigaretten .... UND DU HAST VIEL LÄNGER WAS DAVON!

DU HAST WIRKLCH ANDERE PHOTOS, WENN DU FILM BELICHTEST .... VERUSCHE ES!!

Grüße und rettet Film😊

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #38
4) Farbfilm MUSS erhalten bleiben!!!

Wenn wir einen "teuren" Farbfim kaufen, dann ist der nicht deswegen so teuer, weil KODAK gerade die Chance hat, damit wieder REICH zu werden, sondern, weil's wirklich billiger nicht geht, wenn die nicht die Tore endgültig schließen wollen .... der Laden muss dringend instand gesetzt werden, die völlig maroden Produktionsanlagen modernisiert bzw. repariert werden UND AM ALLERWICHTIGSTEN .....junge Leute auszubilden, die noch FILM usw. verstehen und machen können!!!

Wenn KODAK, FUJI, ILFORD und FOMA aufgeben müssen, dann war's das!!!

Nochmal .... ein KB-oder Rollfilm kostet viel ... aber nicht mehr als 2 Schachteln Zigaretten .... UND DU HAST VIEL LÄNGER WAS DAVON!
Das hatte ich vor ner weile gesehen zum Thema Kodak und Finanzen! Vielleicht mal ganz interessant um teilweise zu verstehen woher die Preise kommen und wie es um Kodak steht!

 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #39
Kodak wird es im ungünstigsten Fall hinbekommen den Laden wirtschaftlich vor die Wand zu fahren, obwohl der Film läuft wie geschnitten Brot. Umso tragischer finde ich den schrittweisen Abschied von Fuji. Die Japaner haben verlässlich Farbnegativ- und Diafilme geliefert als Kodak am Boden lag. Erst zur Photokina 2019 hatte Fuji mit der Aktion "Keep On rolling! Preserving The Culture Of Photography" ein klares Bekenntnis zum Film abgegeben. Leider ist davon nach der Pandemie nichts mehr zu spüren. Selbst der Fuji C200 ist nur noch ein umgelabelter Kodak Gold, ansonsten kommt außer dem in England hergestellten Acros II nichts mehr in Europa an.
Mir wird zudem Bange um die Großlabore. Wieso sollten sie den C-41 Prozess weiterhin anbieten, wenn es seit Monaten kaum noch (erschwingliche) Farbfilme zu kaufen gibt? Irgendwann rechnet sich das nicht mehr.
Bei SW-Filmen mache ich mir da keine Sorgen. Zum einen stimmen da die Preise noch halbwegs und zum anderen gibt es eine Vielzahl von Anbietern.
 
  • C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach! Beitrag #40
Hallo zusammen,
das alles ist schon irgendwie schwer verständlich .... erschließt sich mir nicht!
Das Interesse an Farebfilm ist enorm .... könnte weiter steigen, wenn mehr Farbfilm verfügbar wäre.
Warum sollte man die Produktion einstellen, wenn man gerade rund um die Uhr produzieren und hochpreisig verkaufen kann??!
Was macht denn eigentlich ORWO? Der NC-500 ist gerade mal wieder verfügbar, nachdem er monatelang
"eingeschlafen" war.
Würden sie den preislich unter den KODAK-Gold setzen, könnten sie davon Massen verkaufen ... weltweit...??
Warum wird da nicht die Produktion rasch ausgebaut, damit da endlich Schwung in die Sache kommt??
Es wird nichtmal ein Bisschen Werbung dafür gemacht .... wollen die nicht oder können die nicht??
Auch ADOX ..... Großes Fragezeichen???? Alle möchten Rollfilme haben und die schaffen es seit 2018 nicht, die Maschine dafür zu reparieren???
Schon komisch ..... normalerweise folgt das Angebot der steigenden Nachfrage .... gerade aber nicht!
Ich sehe ja ein, dass Farbfilm sehr schwierig zu machen ist .... aber bei ORWO wissen sie doch, wie's geht .... UND los!
Soll bald Farbfilm aus China kommen??
Mich wundert auch, dass Ilford und Foma so tatenlos sind???! Beide Firmen hatten doch früher Farbfilm ....
die können das doch. Man kann nur staunen, was nicht passiert.

Grüße und rettet Film

Klaus
 
Thema:

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