Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz ....

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  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #21
ja, das mache ich auch 👍 : schon in den 80ern hatte ich die die schwarzen 17-Meter-Dosen HP5 - heute 30,5 m Fomapan R100.
Allerdings schneide ich immer noch im Stockdunklen per Hand und friemle es dann mit einem Streifen Tesafilm angeklebt in die Patronen 🤭.

Beim Rollei-Infrarot spart man gegenüber der Patronen-Darreichungsform bei 30,5 m Meterware sogar über 40% Kosten 😮.
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #22
Ich verpasse dem 400er (wie auch dem 200er) einen satten Entwicklungs-Zeitzuschlag von 50% und erhalte so wundervoll durchgezeichnete Schatten völlig ohne Probleme in der Lichterzeichnung oder mit dem Filmkorn. (Gilt SICHER für Rodinal und für D76)
[...]
Für die Umkehrentwicklung wird das (wenn meine Überlegung stimmt!) genau so ausfallen, so dass ich für meinen KIT mal für den FOMA 400 mit 10min. /20 Grad starten werde.
Klaus, das sieht nach einem Volltreffer aus 👍.

Ich habe einen Teststreifen Fomapan 400 10 Minuten bei 21,5°C (kälter kriege ich es hier gerade nicht) in dem genannten dokumolbasierten Friedenmann-Wachsmuth-Erstentwickler rotieren lassen.
Der Film ist, wie fast zu erwarten, ein klein wenig überentwickelt, aber er liefert einwandfreie Dias. 🥳
In den Schwärzen ganz klar besser als gepushter Fomapan R100.

Beim Kontrollieren des Bleich-Ergebnisses darf man sich nicht kirre machen lassen: Der Film sah nach dem Klären nicht etwa zitronengelb aus wie der R100, sondern mittelgrau. Ich dachte schon, ich hätte ihn vergeigt. Erst nach dem Fixieren zeigte sich, daß alles gut gelaufen war.

Verpeilt wie ich bin, habe ich den Teststreifen momentan in einer Dose zwischen Stücken diverser anderweitig entwickelter R100 und Rollei-Infrarot verschlonzt 🙄. Sobald er wieder auftaucht, stelle ich hier mal zwei Kostproben ein.

Der Film scheint Über- und Unterbelichtung einigermaßen zu tolerieren. Ich hatte einige Aufnahmen versehentlich nach ISO 100 / 21° belichtet - sie sind zwar überbelichtet, aber nicht komplett vergeigt. Das deckt sich mit den Ergebnissen von Belichtungsreihen mit dem R100, der verträgt da auch einiges.

Wie es aussieht, ist der Fomapan 400 als Diafilm die Lösung für meine nächsten winterlichen Städtetouren nach Paris und Prag. Wahrscheinlich mit versuchsweise 9 oder 9 1/2 Minuten Erstentwicklungszeit bei 20°C.

Was mich noch interessiert, Klaus: Wie gut kann der Fomapan 100 (Negativfilim) nach deiner Erfahrung die Strapazen des Umkehrprozesses ab? Ich denke da an Schichtablösungen o.ä. Der R100 verhielt sich bei mir bislang soweit ganz gut.

ich würde nämlich daran denken, für die Umkehrentwicklung künftig auch vom R100 auf den halb so teuren 100-Negativfilm umzusteigen.
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #23
Hallo zurück,

Schade jetzt, dass Du einen anderen Erstentwickler genommen hast, als ich. 😊 Dokumol wurde (nach den alten Rezepten)
1+9 angesetzt, der ILFORD PQ Universal aber 1+5 also konzentrierter. So ergeben sich nach ILFORD generell kürzere Erstentwicklungszeiten.
Man soll den Ilford auch 1+9 ansetzen können, dann aber wieder mit anderen (längeren!) Zeiten. Ich bleibe jetzt bei 1+5 (wie von Ilford selber empfohlen), sonst driftet mir hier alles noch ganz auseinander .....(für 1+9 Verdünnung habe ich zudem auch nur eine einzige Quelle und ich befürchte dann geringeren Kontrast).
Aber immerhin .... ganz falsch kann meine Peilung (also 10min. bei 20 Grad "ILFORD PQ Universal+Natriumthiosulfat") nicht liegen.😊

Der Fomapan 100 Classic eignet sich HERVORRAGEND zur Umkehrentwicklung .... habe ich ja jetzt mehrmals gemacht. Emulsionsablösung hatte ich noch nie und der recht helle Träger eigenet sich auch gut zur Projektion.
Die Erstentwicklungszeit stimmt GENAU mit dem R100 überein (bei mir 6min. @20Grad) und das sollte dann auch für andere Entwickler gleich sein. Ich vermute, dass die Emulsion identisch ist.

Dass nach der Endwässerung auf keinen Fall eine Abstreifzange benutzt werden darf weißt Du .... gilt wohl für alle Filme gleichermaßen.

Grüße und danke für die Rückmeldung

Klaus

P.S. Meine "Hoffnung😊" war ja, dass Du auch zum ILFORD-Erstentwickler wechseln würdest .... dann hätten wir eine
genaue Vergleichsbasis für die Erstentwicklungszeiten gehabt.

P.S.2 Ich weiß, wer Friedemann Wachsmuth ist .... Verkauft der irgendwo Umkehrchemie???
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #24
Nochmal mein Tipp:

Abweichende Prozesstemperaturen:
Ich versuche NIE, von 20 Grad abweichende "Raumtemperaturen" herzustellen sondern passe die Entwicklungszeiten
den vorhandenen Gegebenheiten an:


LINK:



Wenn Du jetzt eben keine 20 Gard realisieren kannst, und dann eben bei 21,5 Grad arbeiten musst, dann gilt:

Screenshot 2024-12-22 130224.png

8 Minuten und 36 Sekunden als ganz exakte Ersatzzeit. Diese Umrechnung ist GESICHERT zwischen 16 und 26 Grad so möglich und wahrscheinlich auch ausreichend genau etwas 'drüber und drunter. (Bei 14 Grad habe ich auch nach dieser Methode noch genaue
Negativdichten erreicht.)

Sehr empfehlen kann ich in diesem Zusammenhag auch die kostenlose App: DEV It! Die enthält neben vielen anderen interessanten Daten auch einen Labortimer, der in der Lage ist, Temperaturabweichungen automatisch zu berücksichtigen. Dabei kommen fast die gleichen Werte heraus, wie mit der von mir anfangs verlinkten Tabelle oder der HIER gezeigten "Massive DEV CHART" Berechnung.

Grüße und viel Spaß

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #25
Danke, Klaus - Meterware Fomapan 100 und 400 ist bestellt 👍.
Und die Umrechnungsseite ist super - ich hatte bislang nur die Diagramme aus den alten Ilford-Entwickler-Beiblättern

Der Entwicklerwechsel zum Ilford PQ ist nur noch eine Frage der Zeit - allerdings habe ich noch fast anderthalb Liter Dokumol, die vorher verbraucht sein wollen. Sie haben sich in bis zur Halskrause gefüllten bzw. mit Feuerzeuggas bedachten Glasflaschen im Kühlschrank bislang über mehr als ein Jahr einwandfrei gehalten.
Friedemann W. verkauft nach meiner Kenntnis keine Chemikalien - von ihm stammen nur die Rezepte und Details zum Prozeß. Der wurde übrigens im Verlauf der dortigen Diskussion auf Dokumol 1+7 korrigiert; ich habe das übernommen.

Mittlerweile ist der Fomapan-400-Teststreifen wieder aufgetaucht. Ich greife mal zwei Bilder raus - beide mit Leitz Summicron 2,0 / 50 (von 1971) und gleichaltriger Leicaflex SL, nach meiner Erinnerung nur mit UV-Filter.
Leider bin ich im Umgang mit dem Scanner und mit Bilddateien ganz schlecht, wie ich gerade an der digitalen Auflösung der Bilder sehe.

Die ersten beiden Bilder belichtet nach ISO 400 / 27° - den Steg dazwischen habe ich stehengelassen zur Demonstration, wie die Schwärzen auf dem Film kommen. Beim linken Bild Lichtmessung mit dem Lunasix, beim rechten bin ich mir leider nicht mehr sicher:

File0297.jpg

Beim dritten Bild (Schauspielhaus Düsseldorf) habe ich gepennt und die Werte des Gossen Lunasix F direkt übernommen - der war aber eingestellt passend zum Film in einem anderen Kameragehäuse auf ISO 100 / 21° 🙄. Also immerhin ein Test, wie der Film saftige Überbelichtung verträgt.
Bei allen drei Bildern übrigens diffuses Licht am winterlich trüben (Vor-)Mittag - ich mußte damit leben.

File0298.jpg
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #26
Schöne und interessante Ergebnisse!😊👍👍

ZUKUNFT!:😊

Wenn die SW-Umkehrentwicklumg eine Zukunft haben sol, dann brauchen wir DRINGEND! eine neue
Rezeptur UNABHÄNGIG von total überteuerten Kauflösungen wie ADOX oder FOMA ... usw..

DOKUMOL war sehr gut! .... aber ist Geschichte, weil nicht mehr verfügbar!

Der Umkehr KIT auf Basis ....ILFORD PQ UNIVERSAL ist definitiv der gleichwertige Ersatz für die
Zukunft einer günstigen SELFMADE Umkehrchemie
.... das habe ich hier deutlich gezeigt!

Was nur noch fehlt sind verifizierte Erstentwicklungszeiten für möglichst viele "umkehrfähige" SW-Filme,
um die Zukunft dieser Phototechnik zu erhalten.

Ich würde mich ECHT freuen, wenn es gelänge, diesen GUTEN Prozess für die Zukunft zu etablieren und
wichtige Daten dafür zu sammeln-😊

Grüße und schöne SW-DIAS😂

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #27
Interessantes Thema. Mich wundert, dass als Erstentwickler Fomadon LQR noch nicht ins Spiel gebracht wurde. Der ist ja speziell für diesen Zweck gedacht.
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #28
Interessantes Thema. Mich wundert, dass als Erstentwickler Fomadon LQR noch nicht ins Spiel gebracht wurde. Der ist ja speziell für diesen Zweck gedacht.
Hallo Christof,
direkte Frage .... 😊 Hast Du Fomadon LQR schonmal zur Umkehrentwicklung ausprobiert?
Wenn ja, dann wäre Deine Meinung dazu sehr interessant.
Der LQR ist ein nativer Film-Entwickler ... soll in Richtung KODAK D19 gehen.....
Grunbdsätzlich nehmen kann man zur Erstentwicklung auch einen Filmentwickler .... es gibt Berichte
über die Nutzung von Rodinal auch als Erstentwickler.
Übereinstimmend findet das Rodinal KIT leider KEIN allzugroßes Lob, auch wenn es dafür gemacht sein soll.
Wundern tut das praktisch alle! Berichtet wird übereinstimmend, dass kein ordentlicher Projektionskontrast
erreicht wird.
In sämtlichen mir zugänglichen Quellen (so ganz viele Quellen findet man gar nicht mehr) werden für die
Erstentwicklungen "HART ARBEITENDE PAPIERENTWICKLER " entweder genutzt, oder sogar noch "angeschärft",
wie ich das mit Natriumthiosulfat mache. Dokumol war der Klassiker und manche haben das auch noch verfeinert.
Von einem viel weicher arbeitenden Film-Negativentwickler, der in die Richtung von KODAK D19 geht, habe ich mir da
ehrlich gesgt weniger versprochen, es aber nach den genannten Berichten auch nicht ausprobiert.
Wenn Du da Erfahrungen mit gemacht hast, dann würde ich darüber gerne lesen.
Da meine Rezeptur (etwas abgeändert aber im Grunde auf ILFORD Empfehlungen basierend) prima Ergebnisse
liefert und zudem nur einen Bruchteil des FOMA-KITs kostet, dachte ich, ich empfehle das mal so.

FOMA gibt mir seit langem große Rätsel auf! Die SW-Filme, die die machen sind alle spitze und zudem ein
Preisschnapper. WARUM ABER EMPFEHLEN DIE VIEL ZU KURZE ENTWICKLUNGSZEITEN???, die den Filmen
bzw. ihrer Reputation massiv schaden??? Ich versteh's nicht.


Jeder, der sich länger mit den Sachen beschäftigt hat, entwickelt (oder belichtet) die inzwischen BESSER, als der
Hersteller das will ... schon komisch... aber dafür reden/schreiben wir ja hier!

Grüße und viel Spaß mit Film

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #29
Hallo Klaus,

mit großem Interesse habe ich hier deinen Beitrag zur SW-DIA-Entwicklung gelesen und bin kurz davor, es selber zu testen.
Vielen Dank für deine sehr detailreichen Erläuterungen!!!
Ich denke, damit könnten es bald mehr Enthusiasten sein, die sich an der doch recht speziellen Entwicklungsmethode versuchen wollen.

Könntest du mir/ uns zufällig noch deine Bezugsquelle für die benötigten Chemikalien nennen. Ich hatte zwar bereits mehrfach den Anlauf genommen und meinen Warenkorb bei Amazon gefüllt, ich bin mir aber schlussendlich nicht sicher, ob ich die richtigen Zerealien gefunden habe.

Vor einigen Jahren hatte ich bei Studio 13 bereits einige Delta 100 Rollfilme als Dia entwickeln lassen und war damals sehr begeistert von den Ergebnissen. Auf Grund der Verfügbarkeit und der hohen Kosten geriet der Wunsch danach in Vergessenheit.
Nun bin ich jedoch wieder voll angefixt und muss es endlich selber probieren.
Ich fotografiere überwiegend auf Provia und Velvia in 6x17 und 6x24, da dauert es nicht so lang, bis man einen Rollfilm voll hat.
Vor einiger Zeit hatte ich E6 und C41 bereits für 4x5 guten Ergebnissen getestet.

Ich würde mich freuen, wenn du deinem Beitrag noch eine kleine Bezugsquelleninfo hinzufügst 😊

Viele Grüße
Seb
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #30
Hallo Klaus,

mit großem Interesse habe ich hier deinen Beitrag zur SW-DIA-Entwicklung gelesen und bin kurz davor, es selber zu testen.
Vielen Dank für deine sehr detailreichen Erläuterungen!!!
Ich denke, damit könnten es bald mehr Enthusiasten sein, die sich an der doch recht speziellen Entwicklungsmethode versuchen wollen.

Könntest du mir/ uns zufällig noch deine Bezugsquelle für die benötigten Chemikalien nennen. Ich hatte zwar bereits mehrfach den Anlauf genommen und meinen Warenkorb bei Amazon gefüllt, ich bin mir aber schlussendlich nicht sicher, ob ich die richtigen Zerealien gefunden habe.

Vor einigen Jahren hatte ich bei Studio 13 bereits einige Delta 100 Rollfilme als Dia entwickeln lassen und war damals sehr begeistert von den Ergebnissen. Auf Grund der Verfügbarkeit und der hohen Kosten geriet der Wunsch danach in Vergessenheit.
Nun bin ich jedoch wieder voll angefixt und muss es endlich selber probieren.
Ich fotografiere überwiegend auf Provia und Velvia in 6x17 und 6x24, da dauert es nicht so lang, bis man einen Rollfilm voll hat.
Vor einiger Zeit hatte ich E6 und C41 bereits für 4x5 guten Ergebnissen getestet.

Ich würde mich freuen, wenn du deinem Beitrag noch eine kleine Bezugsquelleninfo hinzufügst 😊

Viele Grüße
Seb
Hallo und herzlich willkommen bei uns im Bilderforum! 😊

Die hier von mir eingesetzten Chemikalien sind (ausgenommen Schwefelsäure!) keine schwierig zu erlangenden
Grundchemikalien und gerade das macht die Sache ja "FINAZIELL!" so interessant, denn kommerziell gehandelte Umkehr-Kits
sind ja eben SEHR TEUER ..... LEIDER!

Wie man das Schwefelsäure-Lieferproblem löst, habe ich ja oben geschrieben .... PH- Korrektur für Schwimmbäder .... das ist nix anderes, als legal gehandelte 15%ige Schwefelsäure .... seitdem Batteriesäure ja nicht mehr erlaubt ist, ist das die einzige wirklich günstige Lösung des Lieferproblems!

Zum Beispiel:

pH Minus pH-Senker flüssig 14,9% für Pool & Schwimmbad 5 Liter Fast-X | eBay

Alle anderen von mir onben genannten GRUND- Chemikalien sind problemfrei über EBAY (et alii) lieferbar .... so problemlos, dass ich mir die Lieferanten gar nicht notiert habe!

Ansonsten gibt es meines Wissens nur einen zugänglichen Lieferanten von "schwierigen" Photo-Roh-Chemikalien:




Anmerkung!

Solche ROH-Chemikalien waren/sind für alle Photo-Chemikalien, die ich mal selber durchgerechnet habe, finanziell völlig
uninteressant! Ich habe für praktisch alle Photo-Chemikalien, die ich selber nutze, auch die original-Rezepturen und mal gegengerechnet, was ich sparen könnte, wenn ich selber herstelle!
Das kannst Du einfach vergessen!! Es wird eher teurer, als wenn Du die Sachen fertig bestellst .... lohnt sich in allen ANDEREN Fällen
nur dann, wenn Du wirklich Dein eigenes "Süppchen" komponieren willst .... nicht aber, um traditionelle Rezepturen nachzubauen!

Ganz anders ist das, wenn es um den hier vorgestellten Umkehr-Entwicklungs-Kit geht! 😊

Weil das ja eben mit Standard-Papier-Entwickler und unspezifischen 0815 Chemikalien möglich ist und zudem phantastisch gute
DIAs bringt, lohnt sich hier das Selbermachen ENORM!


Als DANKESCHÖN für meine Bemühungen wäre es SEHR NETT, wenn sich bitte alle Nutzer dieses wundervollen KITs die Mühe machen würden, damit ermittelte ERSTENTWICKLUNGSZEITEN für diverse SW-Filme hier zu posten!

Wie man Anhaltspunkte für Erstentwicklungszeiten aus "NORMLEN-NEGATIV" Vorgabezeiten ableiten kann, habe ich ja oben schon geschrieben ..... wenn wir hier gesicherte Erkenntnisse sammeln könnten, dann wäre das wirklich TOLL .... und ein wirklicher Zugewinn für alle SW-DIA-Freunde!

Grüße und viel Spaß😊

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #31
Vielen Dank Klaus für deine Hilfestellung!

Ich habe die Sachen gestern Abend deiner Empfehlung folgend bei eBay geordert. Mit etwas Glück kann ich am Wochenende die ersten Versuche starten und dann hoffentlich berichten.

Viele Grüße
Seb
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #32
Hi Klaus,

nur noch eine kurze Frage zum Prozess; hast du den Foma 100 bei einer Entwicklungszeit von 6min in Rottation entwickelt oder gekippt und wenn Letzteres, in welchem Rhythmus 🙂?

Grüße
Seb
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #33
Hi Klaus,

nur noch eine kurze Frage zum Prozess; hast du den Foma 100 bei einer Entwicklungszeit von 6min in Rottation entwickelt oder gekippt und wenn Letzteres, in welchem Rhythmus 🙂?

Grüße
Seb
Den Foma 100 habe ich "normal" kippentwickelt, ebenso den FomA R100 (den ich als Super 8 Cinefilm entwickele).
Beide 6 min. bei "gelegnlichem" Agitieren .... ich finde den 30s Rytmus albern! Kurz, es macht praktisch keinen Unterschied, ob Du alle 10s, alle 30s oder permanent agitierst.... gilt insbesondere für jede "normale" Negativentwicklung und die Erstentwicklung beim SW-Umkehren ist ja eine "normale" Negativentwicklung.

Ich bin ein GROßER FREUND der Rotationsentwicklung ... aus einem einzigen Grund .... man spart dqabei reichlich Kosten durch erheblich weniger Chemieansatz. 😊

Hier meine selbstgebute Warmrotationsmaschine (kann man auch Color-Prozessor nenen)

Anhang anzeigen 177941-bc6188fd55c2e4bc6a64b9d92e7d2add.mp4

Meine klare Erkenntnis ist, dass die Agitationsweise kaum eine Rolle spielt, dass man mit den "Zeiten" sehr entspannt umgehen kann
(will sagen KEINE OPERATIVE HEKTIK, denn es kommt auf 10s überhaupt nicht an), ABER TEMPERATUREN SIND EXTREM WICHTIG!

Ich schreibe oben ja schon, dass es NICHT sinnvoll ist, GENAU 20 Grad herzustellen, weil das immer schwierig ist!
Wenn der Entwickler genau 20 Grad hat, und Du den dann in eine Dose kippst, die kälter (oder wärmer!) ist, dann passen sich gerade kleinere Füllmengen blitzartig der Hardware an
und das Entwicklungsergebnis wird ein nicht vorhersagbares!

Ich mache es bei wirklich allen "Zimmertemparatur" Prozessen so, dass ich meine Labortemperatur messe
(also die Temoeratur, die auch meine Sachen haben) und danach die Prozesstemperatur festlege..... UND DIE ZEITEN ANPASE!

Ich schreibe oben, wie das gemacht wird und versichere Dir bei Temperaturen zwischen 14 Grad und 27 Grad absolut reproduzierbar gute Ergebnisse.

Wie man Erstentwicklungszeiten für beliebige andere Filme "interpolieren" kann, wenn man (Foma 100 6min. / 20Grad) weiß, indem man z.B. das Verhalten verschiedener Filme in Rodinal oder D76 rechnerisch ins Verhältnis setzt, schreibe ich oben.

Ganz falsch wird man da NICHT liegen .... aber ich würde mich da tatsächlich über gesicherte Erfahrungswerte (gerne mit Lichtpult-Ansichten) wirklich sehr freuen!

Grüße und rettet Film! 😊

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #34
Nochmals vielen Dank für deine Ausführliche Antwort!

Für einen kleinen Wochenendausflug mit meiner 6x17 habe ich mir gerade ein Foma 100, 200 und 400, sowie den FP4+ in den Rucksack gelegt. Letzterer sollte laut der Meinung vieler ja dank des klareren Trägers sehr gut für die Umkehrentwicklung geeignet sein. Hast du den auch bereits getestet?

Danke auch für den Hinweis mit der genauen Prozesstemperatur, bei der SW-Standardentwicklung messe ich mir meistens exakt 20 Grad Wasser ab und nutze diese für das Vorwässern und für den Ansatz des Entwicklers. Für die ersten Versuche werde ich deinem Ratschlag folgen, später kann man ja dann mehr experimentieren.
Ich bin echt darauf gespannt und hoffe, dass bald die restlichen Komponenten eintreffen.

Gregory Davis hat übrigens einen recht sehenswertes Video zum Thema, da kann man den Prozessablauf eigentlich ganz gut nachvollziehen.


Sein Ergebnis auf 8x10 ist schon echt beeindruckend, da werde ich mich bestimmt nach 6x17 auch an 4x5 versuchen müssen 😌.
Grundsätzlich liebe ich es ja, meine Bilder auf dem Leuchttisch mit der Lupe zu durchstreifen, es ist dann fast so, als würde man mit dem Fernglas die Landschaft betrachten. Durch mein Scanlab habe ich von Zeit zu Zeit auch Kunden, die 8x10 Dia, meist Provia oder Velvia, scannen lassen. Das ist schon noch mal eine andere Hausnummer und als SW Dia bestimmt noch mal etwas sehr Besonderes.


Grüße
Seb
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #35
Jooo .... das Video vom "Nacktpops"😂 kenne ich natürlich .... er macht wirklich iteressante Videos ... sind alle sehenswert!

Bezeichnsenderweise kommt er ja für den Foma 100 (wie ich!) auf sechs Minuten/ 20-Grad Erstentwicklungszeit.

Hmmm.... Warum willst Du denn 6x12 "Rollfilm 120" oder 4x5" Planfilm positiv entwickeln?? Macht das denn irgendeinen "Sinn"?

Beim Digitalisieren erhält men etwas feineres Korn (erkläre ich ja oben!) Das macht bei kleinen Negativen -UND BEI CINEFILM ganz besonders- tatsächlich einen Unterschied.

Ab Mittelformat hast Du ja aber "kaum" noch was mit Filmkorn zu tun. Überwiegen dan denn nicht die Vorteile einer normalen Negativentwicklung?! Zumal man da deutlich mehr Zeichnungsreserven hat.
Also ich habe die SW-Umkehrentwicklung bislang wirklich als Mittel zur Hertellung von Projektionsmaterial genutzt .... Schmalfilm und Kleinbild-Dia.
Nur zum Digitalisieren würde ich mir den Aufwand aus den genannten Gründen nicht machen.

Grüße und viel Spaß😊

Klaus
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #36
Ich bin letztens schenkweise an einen Liesegang-6x6-Projektor gekommen und habe daraufhin gerade in Frankreich u.a. drei Fomapan 100 in einer geliehenen Rolleiflex von 1938 durchgezogen (unvergütetes Tessar). Die sind als Probefilme definitiv dazu gedacht, zu Dias entwickelt zu werden 😁.
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #37
Ich bin letztens schenkweise an einen Liesegang-6x6-Projektor gekommen und habe daraufhin gerade in Frankreich u.a. drei Fomapan 100 in einer geliehenen Rolleiflex von 1938 durchgezogen (unvergütetes Tessar). Die sind als Probefilme definitiv dazu gedacht, zu Dias entwickelt zu werden 😁.
Oooh, das klingt doch sehr spannend!
Aber das kannst du nicht einfach so anteasern ohne sie zu zeigen 😊 !
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #38
Hmmm.... Warum willst Du denn 6x12 "Rollfilm 120" oder 4x5" Planfilm positiv entwickeln?? Macht das denn irgendeinen "Sinn"?
Ach Klaus, die Frage nach der Sinnhaftigkeit stelle ich mir bei meinem Hobby schon sehr lange nicht mehr!
Warum sollte ich dann 4x5 oder 6x17 bzw. 6x24 überhaupt auf Dia fotografieren?
Oder, warum fotografiere ich überhaupt mit einer analogen Panoramakamera, stitchen geht doch genau so gut?
Oder, warum fotografier ich nicht einfach das Pano mit meinem iPhone, die Panos sehen doch genau so gut aus😉?

Kurz gesagt, Dia gefällt mir immer schon besser, hier erhält man gleich ein physischen Ergebnis, was dem entspricht, oder entsprechen sollte, was man gegebenenfalls mit dem Bild ausdrücken wollte. Eine Negativkonvertierung bietet bereits schon wieder zu viele Möglichkeiten der Manipulation, Dia ist ehrlicher und bedarf konzentrierteres Arbeiten.
Außerdem habe ich einfach Lust auf das Gemansche mit der Chemie
🫣
Leider scheint mein Erstentwickler auf dem Weg zu mir verschollen gegangen zu sein...ich bin doch so ungeduldig.

Grüße
Seb
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #39
Ach Klaus, die Frage nach der Sinnhaftigkeit stelle ich mir bei meinem Hobby schon sehr lange nicht mehr!
Warum sollte ich dann 4x5 oder 6x17 bzw. 6x24 überhaupt auf Dia fotografieren?
Oder, warum fotografiere ich überhaupt mit einer analogen Panoramakamera, stitchen geht doch genau so gut?
Oder, warum fotografier ich nicht einfach das Pano mit meinem iPhone, die Panos sehen doch genau so gut aus😉?

Kurz gesagt, Dia gefällt mir immer schon besser, hier erhält man gleich ein physischen Ergebnis, was dem entspricht, oder entsprechen sollte, was man gegebenenfalls mit dem Bild ausdrücken wollte. Eine Negativkonvertierung bietet bereits schon wieder zu viele Möglichkeiten der Manipulation, Dia ist ehrlicher und bedarf konzentrierteres Arbeiten.
Außerdem habe ich einfach Lust auf das Gemansche mit der Chemie
🫣
Leider scheint mein Erstentwickler auf dem Weg zu mir verschollen gegangen zu sein...ich bin doch so ungeduldig.

Grüße
Seb

ASTREIN!😅😂🤣

Deine "Begründung" gefällt mir außerordentlich gut! 🤣🙌👏👍👍👍

Diese "lückenlose Argumentationskette" könnte GLATT VON MIR SEIN!
Ich 'wollt'ja'nur'mal'gefragt'haben .....👍👍

Ich bin ja genau so 'drauf! Machen wir einfach weiter!

Grüße und retten wir Film!

Klaus

P.S. ich ahbe für diesen Sommer auch schon "ganz viel" Großformat eingeplant!
 
  • Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz .... Beitrag #40
Oooh, das klingt doch sehr spannend!
Aber das kannst du nicht einfach so anteasern ohne sie zu zeigen 😊 !
Wird natürlich gemacht 😁. Ich brauche nur noch die Muße, die Suppen (die beiden Entwickler und die Bleiche) für drei Filme anzurühren und dann meine Mittelformat-Premierenentwicklung in der dafür bislang noch nicht genutzten Plastimat-Dose durchzuziehen.
Klappt hoffentlich diesen Monat noch.
 
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