Vollformat Foveon - Interview mit Kazuto Yamaki

oz75

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Mitteilung von Kazuto Yamaki zum Stand des Vollformat Foveon Sensors:
Youtube Video

So bedrĂŒckt habe ich Yamaki glaub noch nie gesehen. 😐
In der Tat.

Yamaki ist ein sehr symphatischer Mensch und es ehrt ihn, dass er der Nutzerschaft in aller Ehrlichkeit dieses bittere Update verkĂŒndet. Es ist offenkundig, dass es ihm an die Nieren geht.

Persönlich habe ich keine großen AnsprĂŒche. Ein 1:1:1 Foveon ist das Mindestkriterium. Muss nicht einmal Kleinbild sein. Einfach noch etwas kultivierter und ausgefeilter als sein Merrill-VorgĂ€nger.

Es gibt wahnsinnig gute Kameras allenthalben, aber mit den Foveons verbinde ich immer noch etwas Besonderes.

Ich warte einfach, bis das neue Modell fertig ist. Bis dahin stehen auch meinen SA-Linsen ĂŒber die E-Mount Adapter alle Optionen zur Nutzung mit Hochleistungs-Bayer-Kameras offen. Will sagen: Niemand befindet sich in der Investitionssackgasse. Das Glas kann immer noch gut genutzt werden, wenn alle Stricke reißen.

Ich drĂŒcke Yamaki-san und seinem Team die Daumen!
 
Stoneage

Stoneage

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Was ich beim ersten Durchgang des Videos ĂŒberhört habe:
Sigma scheint auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Sensorproduzenten TSI beendet zu haben,
was kein gutes Licht auf TSI wirft:

"we also terminated our contract with the sensor manufacturer with whom we had been collaborating"

Auch interessant:

"we determined that the original sensor specifications would make it difficult to develop a product that will meet our and our customers’ high standards"

Die Frage ist, ob Yamaki damit meint, dass 20 Megapixel 1:1:1, bei Erscheinen der Kamera nicht mehr ZeitgemÀss wÀren, und eine grössere Auflösung, oder sogar wieder ein Quattro in Betracht gezogen wird.

Wenn die GerĂŒchte Stimmen und die neue Sigma fp L einen 60MP Bayer Sensor erhĂ€lt, wird es in der Tat schwierig, irgendwann im 2023 mit einem 20MP Foveon zu kommen. Auch wenn ich persönlich damit gut leben könnte, wenn die QualitĂ€t stimmt.
 
RoToR

RoToR

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So habe ich es auch interpretiert. Ich glaube es wird schwierig einen Halbleiterhersteller zu finden, der den Foveon Sensor weiter entwickelt. Das ist leider ein Nischenprodukt und wird es in Anbetracht des mit Bayer Sensoren gefluteten Marktes auch immer bleiben. Damit lĂ€sst sich nur etwas verdienen, wenn die Erwartungen der Kunden ĂŒbertroffen werden, was aufgrund der benötigten Rechenleistung, des Speicherplatzes und der Lichtempfindlichkeit fĂŒr einen > 20MP Foveon eine extreme Herausforderung bleibt. Ganz davon abgesehen, muss der Halbleiterhersteller es erst einmal schaffen, den Foveon Sensor im Vollformat zu produzieren.
Ich hatte beruflich viel mit Halbleiterhersteller zu tun und habe deshalb kein gutes BauchgefĂŒhl. So sehr ich den Foveon liebe, glaube ich nicht daran, dass es ein Happy End fĂŒr den Foveon geben wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sigma in den nĂ€chsten Monaten fĂŒr den Vollformat Foveon die Reißleine ziehen wird.

Wenn wir mal ehrlich sind, dann ist der Bayer Sensor, was die BildqualitĂ€t betrifft, trotz der Nachteile gegenĂŒber dem Foveon aufgrund der immer höheren Pixelanzahl, vergleichbar oder bereits besser. Auch wenn mehr Pixel unter UmstĂ€nden mehr Rauschen bedeutet, rauscht der Bayer bei schlechteren LichtverhĂ€ltnissen immer noch weniger als der Foveon, da aufgrund des Konzepts niemals mehr Licht bei den Zellen ankommt als beim Bayer.
 

Meisterknecht

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Der Foveon ist ein Nischenprodukt fĂŒr eine kleine Anzahl von Fotografen, die seine Eigenschaften zu schĂ€tzen wissen. Daher steht er nur bedingt in Konkurrenz zum Rest des Marktes. Letztlich weiß jeder Sigma-Fotograf dass die ISO-Performance unterirdisch ist und dass es weitaus bessere Kameras in dieser Disziplin gibt. Bei der Auflösung dĂŒrfte es sogar so sein, dass den Liebhabern der Pixelwahn eher aufstĂ¶ĂŸt und sie kaum traurig wĂ€ren wenn es keine 60 MP werden.
FĂŒr mich mĂŒsste es auch kein KB-Sensor werden, eher eine RĂŒckbesinnung auf alte Tugenden und, wenn ich etwas wĂŒnschen darf, ich hĂ€tte gerne einen Ausbau der Farbmodi der Kamera. So wie es in der Quattro jetzt schon eindrucksvoll gemacht wurde aber veilleicht noch stĂ€rker in Richtung Fuji. Also Styles, die an Diafilm etc. erinnern. Schön wĂ€re auch eine Funktion zum Digitalisieren von Negativen. Nikon hat so etwas mittlerweile eingebaut. Praktisch ein Ausbau der "soft skills". Leider verabschiedet sich Sigma immer recht schnell vom Support der erschienenen Modelle. Ausnahme ist die Quattro, die zb. erst kĂŒrzlich einen neuen Farbmodus via Firmwareupdate bekommen hat.
 

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