Also, ich finde man kann die SD1 wenn dann nur mit den Vorgängermodellen vergleichen.
Die sehr vereinfachte Rechnung der effektiven Sensorfläche hinkt zudem, da die Schichten übereinander liegen und sich die einzelnen Rezeptoren dadurch quasi selbst im Weg stehen und Licht schlucken. Zudem fassen sie nach wie vor denselben Ausschnitt des Objektes auf und nicht Bereiche neben dran. Nur dann könnte man über eine Sensorflächenvergrößerung sprechen. Das ist aber nicht der Fall, die effektiv beleuchtete Fläche bleibt gleich im APS-C Format.
Es gibt zudem noch andere Aspekte, die unterschiedliche Sensorgrößen in der Bilddarstellung unterscheiden lassen: Da sei die unterschiedliche Schärfe genannt, die bei kleineren Sensoren aufgrund kleinerer notwendiger Brennweiten für die selbe Bildwirkung zu anderen Eindrücken führen als bei großen Sensoren und den dazu notwendigen langen Brennweiten. Da kommt an MF ein ganz anderes Freistellpotential auf, das man weder am FF noch am Crop erzielen kann weil es schlicht keine Pendants an Objektiven dafür gibt. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man für einen Effekt wie er bei Blende 2,8 am FF entsteht eine Blende 1,8 am Crop benötigt. Dann müsste man den gleichen Effekt an MF schon bei etwa Blende 4 erzielen.
Wie auch immer, ein Nachtsichtgerät wird die SD1 aufgrund ihrer technischen Voraussetzungen sicher nicht werden. Aber damit kann man durchaus leben, wenn die Bildqualität gemessen an den Vorgängern zunimmt und gleichzeitig die Alltagstauglichkeit verbessert wird.