Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln?

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  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #1
Angela
Angela
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Hallo liebe Forenmitglieder,
immer dieses Abgeben der Filmrolle im Supermarkt, warten bis zurück kommt, unzufrieden mit Ergebnissen, besonders im Lomo Bereich. Nervt. Seit lange Zeit lese und überlege ich über das Thema Selbstentwicklung. Verfranse mich in Für und Wider, sowohl als auch dem Zubehör, welcher Entwickler für welchen Film und komme zu keinem für mich sinnvollen oder gar effektiven Ergebnis.
D
Da ich mal vor über 30 Jahren für eine Zeitung arbeitete und mit analogen Aufnahmen entwickeln zu tun hatte, kann ich mir nicht richtig vorstellen, dass so eine Day- Box Dose zu guten Ergebnissen führen kann.
Verstehe ich da vielleicht auch was falsch? Es wird doch der Film als Negativ für DIA oder Abzug entwickelt. Dann ist die Möglichkeit doch in einem sog. Scanner dieses zu scannen und dann mittels Bearbeitungsprogramm zu bearbeiten. So weit habe ich es verstanden.
Lohnt sich die Anschaffung einer solchen Box um auch bei Tageslicht damit hantieren zu können? Wie sieht es mit den Chemikalien aus? Sind die lange haltbar?
also, da tut sich dann doch ein neues Feld für mich auf.
Da aber die Abgabe eines Filmes im Supermarkt (bei uns) demnächst ganz weg fällt, wäre ich schon froh, dies auf einfachen und nicht umständlichen Weg selbst machen zu können.
Habe bereits auch gelesen, ich glaube Klaus-R. gibt dabei von seinen Erfahrungen mit Filme und entsprechenden Entwicklern auf den jeweiligen Film bezogen ab. Aber, das scheint mir bereits Erfahrungskenntnisse zu sein.
Freue mich über Tipps und Anregungen.
Schönes WE LG Angela
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #2
Hallo Angela,

ich melde mich dazu nochmal ausführlicher, wenn ich am PC und nicht am Handy bin.

Frage: Kannst du bei dir einen Raum kurzzeitig absolut verdunkeln?
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #3
Ja, der bekannte Anfang, welche dose welche Suppe und wie was genau...! Willst du B/w oder Farbe entwickeln? Welche Filmformate?
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #4
Leider kann ich keinen Raum kurzweilig verdunkeln, dann wüsste ich ungefähr wieder, wie und was.
Da ich nur B/W Aufnahmen mache, auch erst vor drei Wochen damit begonnen. Zu letzt vor über 40 Jahren und damals wurde von Mutter der Film zum entwickeln abgegeben.
Filmformat ist Kleinbild, also 35er und in den vier Analogen ist der Rollei Retro mit 200 ASA. D.h. müsste ich nachsehen, ja ist.
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #5
Das Geraffel für die Filmentwicklung ist nicht teuer - in einem Nachbarforum bin ich gerade noch für kleine Kohle an eine Jobo-Dose gekommen.
Flaschen habe ich aus der Apotheke, Kunststofftrichter als Beifang aus dem Autoschrauberhandel. Man bekommt alles Nötige an Entwicklern, Fixierern, Thermometern etc. bei bekannten Fotoversendern.

Allerdings...
unzufrieden mit Ergebnissen, besonders im Lomo Bereich
... hier stehe ich auf dem Schlauch: Was bedeutet "Lomo Bereich"...?

Ich tue mir das Selbstentwickeln nur in den Bereich an, in denen es im Labor um ein x-faches teurer wäre und ich es selbst kann (Schwarzweiß-Umkehrentwicklung - siehe Klaus' Tips im Nachbarfaden: ich zahle zuhause pro Film nur 1/15 oder 1/20 der Kosten eines Labors: unter 1€ pro Kleinbildfilm).

Klassische Schwarzweiß-Negativfilme hingegen habe ich zuletzt Mitte der 80er im Großlabor entwickeln lassen: Daß das nur sehr begrenzt schöne Ergebnisse gibt, pfiffen damals die Spatzen von den usw. Wird sich heute kaum geändert haben.

Allerdings gibt es da inzwischen den Ilford XP 2 Super, der nach dem standardisierten C41-Farbprozeß entwickelt wird: die ganzen Großlabor-Kompromisse und unausgereizten Potentiale wie bei den klassischen Schwarzweißen haben sich damit erledigt.
Würde ich heute noch Schwarzweiß-Negativ machen, wäre der XP-2 mit entspannter C41-Entwicklung via Drogeriemarkt meine Wahl.
Zumal er ziemlich hochempfindlich ist und noch einen schönen Belichtungsspielraum mitbringt. Ich hatte zum Testen einer Baldax- und einer Yashica-Mittelformatkamera vor zwei Jahren den XP-2 genutzt und gute Ergebnisse - nach meiner Erinnerung keine Fehlbelichtung darunter.
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #6
Würde ich heute noch Schwarzweiß-Negativ machen, wäre der XP-2 mit entspannter C41-Entwicklung via Drogeriemarkt meine Wahl.
"Entspannte Entwicklung im Drogeriemarkt" heißt 3-4 Wochen Wartezeit. Und ich hatte mehrmals verkratzte Negative zurückbekommen. Ich mache das nie wieder.

2025-02-31a.jpg
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #7
Hallööö und danke schon mal vorab für die Tipps usw.,
damit kann ich auch schon was anfangen, prima.
@ 1957 Exakta, Lomographie entsprungen von der Firma Lomo in Russland in den 80er und 90er Jahren. Die Minolta G35 wurde von denen nach gebaut. Und sollte auch solche Ergebnisse wie das Original abgeben. Tat diese Lomo aber gar nicht.
In der Lomographie ist genau das erlaubt, sogar extrem, überspannt usw. was sonst nicht erwünscht war.
Übermäßige Vignettierung, Unterbelichtung, Unschärfe wo Schärfe erwünscht, Lochbilder- also in denen das Objekt gerade so erscheint, alles andere je nach Belichtung usw.
Macht Spaß, vor allem künstlerisch kann da schon was passieren. Aber, nicht auf Dauer.
Inzwischen werden alle defekten Analogen dafür verwendet. Weil genau der falsche Lichteinfall usw. dabei erwünscht ist.
@ Christof-G, obwohl die Beschädigungen zu sehen, ist das Foto doch sehr schön geworden. Die Farbgebung gefällt mir sehr gut.
LG Angela
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #8
Danke, Angela. Der Originalabzug von DM zeigte nicht die Kratzer, sie sind also erst hinterher entstanden. Gezeigt habe ich den Scan mit meinem älteren Plustek Opticfilm 7300. Das aktuelle Modell ist der 8200i. Der Originalabzug war farblich okay, aber etwas beschnitten. Kodak Gold 200 war der Film, den bekommen die Drogeriemärkte gut gefiltert, im Gegensatz zu Experimentalfilmen wie Harman Phoenix und Wolfen NC500.

Zurück zu SW. Du kannst natürlich einen Ilford XP2 plus im Drogeriemarkt abgeben. Der wird wie ein Farbfilm entwickelt und die Abzüge erfolgen auch auf Farbpapier, allerdings sind die Ergebnisse mehr oder weniger schwarzweiß. Oft bleibt ein Rest-Farbstich bestehen. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Die Gefahr des Verkratzens bleibt, damit hat derzeit offenbar vor allem das Labor von DM ein Problem.

Du kannst natürlich auch gleich Scans mitbestellen. Die sind leider von mäßiger Qualität: Zu geringe Auflösung und zu hoher Kontrast, um nachträglich noch was herauszuholen. Das kann ein professioneller Dienstleister besser, der lässt sich das aber auch gut bezahlen.

Die Schwarzweiß-Negativentwicklung ist kein Hexenwerk. Dass du keinen Raum kurzzeitig verdunkeln kannst, ist leider ein Nachteil. Hast du wirklich keine Möglichkeit, z.B. Badezimmer oder Keller? Viel Platz brauchst du nicht, denn der dunkle Raum wird nur während des Einspulens des Films in die Entwicklungsdose benötigt. Das Befüllen der Dose mit den Fotochemikalien erfolgt dann bei Tageslicht.

Wenn es keinen Raum gibt, hast du immer noch 2 Möglichkeiten: Entweder du besorgst dir eine konventionelle Entwicklungsdose sowie einen Wechselsack. Z.B. den hier:


Eine andere Möglichkeit wäre eine Spezialdose zum Einspulen bei Tageslicht. Von Ars Imago gibt es sowas, oder diese hier:

Ich weiß aber nicht, wie gut das funktioniert. Uns es ist recht teuer. Die klassischen Sachen bekommst du im Gegensatz zu so einer Speziallösung eben sehr günstig gebraucht zu kaufen.
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #9
Es gibt auch ganze Sets Incl. Entwickler und Fixierer, da brauchst du nurnoch einen Wechselsack.

Ich nutze den JOBO Unitank-1520, da passen zwei KB Filme Übereinander oder zwei Rollfilme hintereinander rein. Man kann natürlich auch nur einen entwickeln! Entwickler nutze ich JOBO Alpha (Wehner), hatte auch schon Tetenal und Rodinal aber mit dem JOBO Alpha erziele ich beim Ilford Delta bessere Ergebnisse und ich nutze ihn auch für Fomapan (das ist an dieser stelle jetzt egal welcher). Die sind alle ganz gut haltbar nach dem öffnen. Zum ansetzten habe ich eine 1Liter Flasche in die ich je nach menge mein Entwicklerkonzentrat einfülle und anschließend mit Wasser bis zu meinen Markierungen auffülle. Fixierbad habe ich in einer 2Liter Weithalsflasche, da ist die Öffnung fast so groß wie ein Trichter. Einspulen im Wechselsack geht auch mit etwas Übung. Absolut zu empfehlen ist ein schnelles digitales Fleischthermometer.
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #10
Da habe ich die Qual der Wahl. Na, ich werde schon eine dunkle Ecke finden. Da werde ich mich wohl doch eher für das Set entscheiden- ist ja bald wieder Weihnachten und bis dahin habe ich zumindest 2 Filme voll.
Aber, worauf muss ich bei Gebrauchtkauf achten? Die Dose muss ja dicht sein, falls ich mal auf der Bucht sowas erwische, evt. im Set ohne die Chemikalien?
Und vorab gefragt, was mache ich mit Chemikalien wenn diese über sind ? Und das Fixierbad, man kann es nach einer Anwendung ja nicht weiter verwenden. Kann man ja gar nicht so einfach entsorgen.
Dann schon mal recht herzlichen Dank für Eure Tipps und dass Ihr Euch dafür Zeit genommen habt.
Liebe Grüße Angela
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #11
Doch, Fixierbad ist mehrfach verwendbar. 1 Liter reicht für gut 10 Filme. Bei uns gibt es ein Schadstoffmobil, wo ich verbrauchte Fotochemie abgeben kann. Du kannst in deiner Gemeinde nachfragen, wie die Entsorgung bei euch geregelt ist.
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #12
Bevor hier jeder seinen Lieblingsentwickler und Arbeitsablauf empfiehlt und damit zu Verwirrung beiträgt: Am besten lernt man, wenn man es zusammen mit einem "alten Hasen" macht. So hatte ich damals auch gelernt. Vielleicht findest du jemanden mit Dunkelkammer in deiner Nähe, der es dir zeigen kann.
 
  • Selbstentwickeln, wie, was- Jobo usw. einfach oder doch im Dunkeln? Beitrag #13
Hallo Christof-G,
Danke schön, Schadstoffmobil klingt gut, noch nie gehört davon.
Die letzten mir bekannten Personen die noch analog unterwegs waren, sind inzwischen nicht mehr vorhanden. Der letzte starb vor kurzer Zeit, sein Nachlass wurde versteigert: viel Zubehör für Film Entwicklung, Kameras, Objektive usw.
Persönlich finde ich gut, dass z.B. Andym mit seinem Equipment und dadurch Erfahrungen mit Links gibt. Die ganzen Anregungen usw. haben bis jetzt Licht im Dunkeln gegeben.
Später dann, wenn ich wieder drin bin, so einigermaßen, kann ich mich dann weiter im Analog -Forum durchforsten, da ist Klaus ja noch, ausführlich mit Beschreibung usw. woran ich das dann auch vergleichen kann, ausprobieren, versuchen.
Aber, es ist klasse und viel Wert, wie Ihr alle hier mit Rat und Beispielen Tipps und Hilfe leistet. Das ist auch viel Wert.
Also, ich werde schon damit klar kommen, was man einmal gelernt oder annähernd erlernt hatte, vergisst man zwar,
aber nicht so ganz- es braucht nur einen kleinen "Klaps" in das "Genick". ☺️
Alles andere ergibt sich dann, beim hantieren.

Liebe Grüße und allzeit gutes Licht
Angela
 
Thema:

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