Mein Weg zum Film...

Der Bü...

Der Bü...

Beiträge
886
Hej...

Naja, der unterschied liegt zum Teil auch daran, dass die Kamera bereits 68 Jahre alt ist und der verwendete Film von Kodak einen leichten Gelbstich mitbringt. Mein Ziel war es nicht mit der alten Kamera die Farbtreue moderner Sensortechnik zu erreichen, sondern das Bild weitestgehend so wieder zu geben, wie es aus der alten Kiste rauskommt. Gerade das macht meines Erachtens den Charakter des Bildes aus.
Habe auch versucht in LR mit den Reglern zu spielen, um es anzugleichen, doch dann verliert das Bild seinen Charakter.

Gruß, der Bü...
 
Der Bü...

Der Bü...

Beiträge
886
Die #31 kommt dem am nächsten. Hat nur etwas viel Sättigung.
Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Gruß, der Bü...
 
Der Bü...

Der Bü...

Beiträge
886
Hej…

In letzter Zeit habe ich mich etwas mit meiner Wahlheimat Wiesbaden befasst und recherchiere derzeit bzgl. der Gebrüder Wirgin, die hier in Wiesbaden ein Fotowerk betrieben. Die Gebrüder Wirgin waren jüdischer Abstammung, welche vor den Nationalsozialisten flohen und so wurde die Fabrik liquidiert. Zum Glück wurde das Fotowerk von Dr. C. Schleussner (Chemikant und Gründer von ADOX Filmmaterial) Ende 1938 gekauft. Er übernahm die Kamerafabrik der Gebrüder Wirgin in Wiesbaden, sowie deren Maschinen, Werkzeuge, Einrichtungen und das Personal. Schleussner gab später an, dass er durch das Fortführen des Betriebs die Arbeitsplätze erhalten wollte und lehnte daher eine komplette Übernahme der Firma Gebrüder Wirgin ab. Mit Hilfe der Fabrik brachte Schleussner 1939 eigene Kameras unter der Marke „Adox“ auf dem Markt. 1948 verkaufte er die Fabrik in Wiesbaden zurück an Henry Wirgin.

Hierzu habe ich mir drei Wirgin Kameras bestellt, die für mich interessant sind. Über die Funktion der Kameras kann ich noch nichts sagen, doch ich hoffe, dass ich diese mit etwas Zuwendung wieder zum Laufen bekommen.

#34 - Die Gebrüder Wirgin
comp_20191203_131832.jpg

Von Links nach Rechts:
- Wirgin Edixa-Mat Reflex C
- Wirgin Edixa-Mat Reflex B-L
- Wirgin 19E

Die Wirgin 19E ist eine umgelabelte Kamera vom japanischen Hersteller „Royal Camera – Royal 35M“ die von Henry Wirgin nach seiner Flucht in den USA verkauft wurde.

Die langen Winterabende sind gerettet…

Gruß, der Bü…
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Harald und spotmatic
Harald

Harald

Beiträge
1.286
Interessant aussehende Kameras aus einer Zeit, als Fotoapparate noch Feinmechanik waren.
Funktionieren die alten Schätze noch?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Der Bü...
Der Bü...

Der Bü...

Beiträge
886
Hej...

Vielen Dank für dein Interesse.

Die Verschlussmechanik funktioniert bei allen Kameras und die Zeiten laufen gut ab.
Bei der Wirgin Edixa-Mat Reflex C ist anscheinend der Belichtungsmesser defekt. Das muss ich mir noch genauer anschauen.

Am Wochenende werde ich mich erstmal mit der Wirgin 19E beschäftigen. Die benötigt eine Reinigung und hat unschöne grüne Flecken am/im Sucher. Im Anschluss möchte ich auch mal sehen was die Kamera so auf den Film bringt...

Gruß, der Bü...
 
Der Bü...

Der Bü...

Beiträge
886
Hej…

beim letzten Stöbern im Internet Gebrauchtbörsen, bin ich über folgende Kollegen gestolpert…

#35 - Adapter 35mm KB für Mittelformat
comp_20191117_140214.jpg

Die Adapter habe ich mir direkt geschnappt und einen 35mm Film dazwischen gelegt…

#36 - Adaptierter 35mm-Film
comp_20191117_140531.jpg

Das ganze kam dann in die Agfa Billy Record II…

#37 - Agfa Billy II mit 35mm-Film
comp_20191117_140659.jpg

Ein kleines Hindernis galt es vorab zu Überwinden.

Woran erkenne ich jetzt wie weit ich den Film transportieren muss, damit der belichtete Teil des Filmes weit genug transportiert und nicht doppelt Belichtet wird.
Hierfür habe ich einen fertig entwickelten Testfilm eingespannt, damit ich die Ziffern auf dem Film erkennen kann. Den Film habe ich bis zu einem Startpunkt einer Bildnummer transportiert und mir dann gemerkt wie viele Umdrehungen ich am Transportrad benötige, um den belichteten Bereich auf die Rolle zu transportieren. Das waren genau 4 halbe Drehungen.

Den Startpunkt habe ich mir anhand der Schlitzschraube auf dem Transportrad gemerkt und noch eine Vierteldrehung zusätzlich hinzugefügt, damit ein unbelichteter Bereich zwischen den Bildern entsteht.

Den belichteten Film muss man im Dunkelsack aus der Kamera holen, da die alte Agfa Billy nicht zurückspulen kann. Im Dunkelsack den Film aus der Kamera geholt, auf eine Filmrolle aufgespult und entwickelt.

Der Belichtungsbereich deckt ca. 2,5-3 Bilder eines 35mm Filmes ab. Dadurch, dass der ganze Film belichtet wird, also auch der perforierte Bereich mit den Bildnummern und der Filmbezeichnung, entsteht dabei ein Self-Made 35mm Filter oder wie man es nennt.

Schaut selbst…

#38 - in Farbe
img481-6.jpg

#39 - schwarz weiss
img481sw.jpg

Wer braucht schon Instagram Filter, wenn man es selbst machen kann…

Hoffe es gefällt…

Gruß, der Bü…
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: gewa13 und Klaus-R
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
19.760
Hey ... gerade erst gesehen! 😊 👍 👍

Die Idee, 135er Film in Rollfilmkameras zu belichten, ist zwar nicht neu (gibt ja eben diese Adapter, die ich glaube ich auch schonmal verlinkt hatte)
Das Problemchen dabei ist natürlich, dass Du mit einer 6x9 eine Normalbrennweite von 105mm hast. Das ist an KB-Film natürlich schon 2-faches Tele.
An einer 6x6 (Normalbrennweite 75-85mm) ergibt sich so eine Portraitbrennweite.

Interressant ist das natürlich auch mal .... so der Perfo-Look.😅😊😊

Grüße und viel Spaß

Klaus
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: gewa13 und Der Bü...