Filmfotografie - Filme und ihre Eigenschaften [Sammelthema]

Der BĂŒ...

Der BĂŒ...

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1.002
Hej... 😊

immer wieder stolpere ich beim Kauf von Filmen ĂŒber unbekannte Filmhersteller oder Typen. Gerade in der Filmfotografie ist der Film maßgebend fĂŒr das spĂ€tere Ergebnis. AbbildungsqualitĂ€t und Körnung sind wichtig fĂŒr den spĂ€teren Stil oder Look den Ihr auf den Bildern haben möchtet.

In diesem Beitrag wĂŒrde ich gerne eure Erfahrungen einfangen und wenn möglich hier im obersten Beitrag verlinken, anpinnen oder sonst irgendwie kenntlich machen. Das sehen wir dann. Die Tabellenfunktion hier im Forum ist gruselig, deswegen schreib ich das einfach mal sortiert herunter.

Zur besseren Übersicht, solltet Ihr in eurem Beitrag die den Film betreffenden Angaben wie folgt darstellen.

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Der BĂŒ...
Name: Kodak Gold 200
Filmformat: 35mm
Typ: Farbnegativfilm
ISO: 200
Körnung: Fein, Ausgewogen, Grob
Ideal fĂŒr: Gelbwurstfotografie
Vorteile: Macht die Gelbwurst schön Goldgelb
Nachteile: Macht die Gelbwurst furchtbar gammlig Gelb
Erfahrungen: Ab hier könnt Ihr euch austoben. Gerade bei S/W-Filmen kann man ĂŒber den Entwickler den Look steuern.

Ich freue mich schon auf eure BeitrÀge und Erfahrungen...

Gruß, der BĂŒ...
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35mm Schwarz-Weißfilme:

oz75

Name: Ilford Delta 100
Filmformat: 35mm
Typ:
SW-Negativfilm
ISO: 100
Entwicklungsoption: AGFA-Rodinal (VerdĂŒnnung 1:25 <-> 9 min / 1:50 <-> 16 min bei 20Grad) + Universalfixierer (4min)

Erfahrungen: Ein sehr feinkörniger, scharfer SW-Film mit einer ausgezeichneten Durchzeichnung der Schatten. VertrÀgt sich hervorragend mit der Rondinax 60. In 1:50 Konzentration (bei der Rodinal-Entwicklung) ergibt sich ein hÀrterer Look. Mit 1:25 ergibt sich ein harmonischeres Bild.
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35mm Farbnegativfilme:
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Der BĂŒ...

Name: Kodak Gold 200
Filmformat: 35mm
Typ: Farbnegativfilm
ISO: 200
Körnung: Ausgewogen
Ideal fĂŒr: Universeller Farbfilm fĂŒr Alltags und Urlaubsfotografie
Vorteile: Gibt einen wundervollen Look mit dem zusÀtzlichen Gelbgold-Farbton
Nachteile: Hautfarben werden nicht ideal dargestellt
Erfahrungen: Sehr guter Alltagsfilm der den klassischen Filmlook wieder gibt. Die Körnung ist sehr ausgewogen und der Film ist kinderleicht im C41-Prozess zu entwickeln.
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Klaus-R

Name: Kodak Gold 200
Filmformat: 35mm
Typ: Farbnegativfilm
ISO: 200

Ein sehr schöner und sehr preiswerter "Drogeriefilm", den man sehr gĂŒnstig in in den beiden
großen Drogerieketten kaufen kann. Sehr zu empfehlen und mit ISO 200 sehr universell
einsetzbar. Ansonsten volle Zustimmung zu BĂŒ....
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35mm Farbdiafilme:


120er Schwarz-Weiß Rollfilme:

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Klaus-R

Name: Fomapan 100 Classic
Filmformat: Rollfilm Typ 120
Typ:
SW-Negativfilm
ISO: 100
Entwicklungsoption: AGFA-Rodinal (VerdĂŒnnung 1+50 / 8min:30s bei 20Grad) + Universalfixierer (4min)

Erfahrungen: Ein sehr preiswerter und guter SW-Negativfilm, der solange Spaß macht, wie man ihn nicht
in einer AGFA RONDINAX 60 zu entwickeln versucht, was nicht funktioniert, weil der FilmtrÀger sehr
dĂŒnn ist und beim Einspulen knickt. In einer klassischen Filmspindel macht der Foma aber keinen Ärger.
Sehr wahrscheinlich ist der Foma auch fĂŒr die ARS IMAGO LAB-BOX ungeeignet, die das selbe Funktionsprinzip
verwendet, wie die AGFA Rondinax 60.
Die Emulsion ist schön feinkörnig bei absolut normalen mittleren Gradationen.
Der Universalentwickler AGFA-Rodinal macht in 1+50 VerdĂŒnnung einen sehr guten Job mit dem Film
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oz75

Name: Ilford Delta 100
Filmformat: Rollfilm Typ 120
Typ:
SW-Negativfilm
ISO: 100
Entwicklungsoption: AGFA-Rodinal (VerdĂŒnnung 1:25 <-> 9 min / 1:50 <-> 16 min bei 20Grad) + Universalfixierer (4min)

Erfahrungen: Ein sehr feinkörniger, scharfer SW-Film mit einer ausgezeichneten Durchzeichnung der Schatten. VertrĂ€gt sich hervorragend mit der Rondinax 60. In 1:50 Konzentration (bei der Rodinal-Entwicklung) ergibt sich ein hĂ€rterer Look. Mit 1:25 ergibt sich ein harmonischeres Bild. Sehr schön: Nach vollstĂ€ndiger Trocknung der Negative sind diese auch im großen Rollfilmformat sehr flach (=ungewölbt), was das Scannen vereinfacht.
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oz75

Name: Ilford PANF PLUS 50
Filmformat: Rollfilm Typ 120
Typ:
SW-Negativfilm
ISO: 50
Entwicklungsoption: AGFA-Rodinal (VerdĂŒnnung 1:25 <-> 6 min / 1:50 <-> 12 min bei 20Grad) + Universalfixierer (4min)

Erfahrungen: Ein extrem feinkörniger, scharfer SW-Film mit einer ausgezeichneten Durchzeichnung der Schatten und Lichter bei trotzdem satten Kontrasten. VertrĂ€gt sich hervorragend mit der Rondinax 60. Nach vollstĂ€ndiger Trocknung der Negative sind diese auch im großen Rollfilmformat sehr flach (=ungewölbt), was das Scannen vereinfacht.

Fazit: Ein absolut grandioser SW-Film!!

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oz75

Name: ORWO NP-15
Filmformat: Rollfilm Typ 120
Typ:
SW-Negativfilm
ISO: 100
Entwicklungsoption: AGFA-Rodinal (VerdĂŒnnung 1:25 - 1:100 <-> xx min bei 20Grad -- muss ausprobiert werden und hĂ€ngt stark vom Erhaltungszustand des Films ab) + Universalfixierer (4min)

Erfahrungen: Der Film wird seit langer Zeit nicht produziert. Ergebnisse hĂ€ngen stark von der (un)sachgemĂ€ĂŸen Lagerung ab. Eine WundertĂŒte.
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120er Farbnegativ Rollfilme:
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Klaus-R

Name: Kodak Ektar 100
Filmformat: Rollfilm Typ 120
Typ:
Farb-Negativfilm
ISO: 100
Entwicklung: C41-Standardprozess

Erfahrungen:
Der Ektar ist ein sehr feinkörniger, farbneutraler Farbfilm, mit dem typischen
Kodacolor-Look. Lebendige Farben die sehr lebendig und gesÀttigt eben diesen schönen
Look machen. Ein Film der alles kann, was ein Farbfilm können soll.
Sehr zu empfehlen.
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Klaus-R

Name: Kodak Portra 160
Filmformat: Rollfilm Typ 120
Typ:
Farb-Negativfilm
ISO: 160
Entwicklung: C41-Standardprozess

Erfahrungen: Der Portra 160 hat seinen Namen deswegen, weil KODAK ihn insbesondere
fĂŒr die Portrait-Photographie verwendetz wissen möchte! Weit gefehlt ...... der Portra kann alles!
Ebenso, wie ein KODAK EKTAR 100 auch gute Portratrs ermöglicht, kann der Portr auch jedes andere Motiv erfasseb zbd umsetzen. Ektar und Portra sind sich sehr Ă€hnlich ..... ich gucke dann, was gerade gĂŒnstig zu bekommen ist.

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120er Farbdia Rollfilme:

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Planfilme:
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Klaus-R

Name: Fomapan 100 Classic
Filmformat: Planfilm 9x12cm
Typ:
SW-Negativfilm
ISO: 100
Entwicklungsoption: AGFA-Rodinal (VerdĂŒnnung 1+50 / 8min:30s bei 20Grad) + Universalfixierer (4min)

Erfahrungen: Die Beschreibung der Filmeigenschaften sind die selben, wie beim Rollfilm Typ 120!
Ich habe den Foma im Format 9x12cm in einer Vorkriegs-Plattenkamera belichtet, mit sehr schönen Bildergebnissen. Klasse, dass Foma dieses seltene Negativ-Großforformat noch konfektioniert und
erfreulich bezahlbar anbietet. Ansonsten muss ich mir meine 9x12cm Negative aus dem besser verfĂŒgbaren etwas grĂ¶ĂŸeren 4x5Inch Format zuschneiden!
Sehr zu empfehlen!
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10.05.2021
#1

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Guest

Schau mal hier: Filmfotografie - Filme und ihre Eigenschaften [Sammelthema] . Dort wird jeder fĂŒndig!
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
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20.119
Hallo BĂŒlent!

eine wirklich gute Idee! 😊

Oz75, Robert und ich wĂŒrden dann alle Erfahrungsberichte und Meinungen, die hier weiter unten berichtet werden oben einsetzen .... wenn wir etwas ĂŒbersehen sollten bitte PN an uns.

Wir sollten jeweils kenntlich machen, wer den Beitrag geschrieben hat .... damit auch unterschiedliche Meinungen zugeordnet werden können.

Ich habe noch "Planfilm" hinzugenommen.
 
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Frank Andree

Frank Andree

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39
Hallo,guten Abend. Das sind sehr hilfreiche BeitrĂ€ge, die einem das Filme kaufen erleichtern. Ein großes Problem habe ich mit dem Kodak Ektar 100, welches offenbar nur mir Schwierigkeiten bereitet. Was hindert den Hersteller daran, den Druck auf der PapierrĂŒckseite in lesbarer Farbe bzw. StĂ€rke auszufĂŒhren? Das ist bei den Fomapan, oder bei den Farbfilmen von Fujifilm deutlich besser gelöst.
 
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
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20.119
Hallo,guten Abend. Das sind sehr hilfreiche BeitrĂ€ge, die einem das Filme kaufen erleichtern. Ein großes Problem habe ich mit dem Kodak Ektar 100, welches offenbar nur mir Schwierigkeiten bereitet. Was hindert den Hersteller daran, den Druck auf der PapierrĂŒckseite in lesbarer Farbe bzw. StĂ€rke auszufĂŒhren? Das ist bei den Fomapan, oder bei den Farbfilmen von Fujifilm deutlich besser gelöst.
Da kann ich Dir nur beipflichten und das Problem hast Du wirklich nicht allein!

Die ZÀhlung auf dem Backing-Paper bei den KODAK 120ern ist wirklich saublöd gemacht und
erfordert unnötige Anstrengung!

Es ist mir schon passiert, dass ich beim Ektar BILD-1 verpasst hatte, weil die "1" dermaßen dĂŒnn und nur als
Strich ausgefĂŒhrt ist!

Ich hatte einen Dunkelsack dabei und so konnte ich den Film aus der Kamera nehmen und zurĂŒckwickeln.
Das ist aber nicht immer möglich und ggfls. wirklich Àrgerlich!
Die Kritik ist aus meiner Sicht absolut berechtigt! Wenn man's weiß ist es ja gut ... aber das geht wirklich
besser!

GrĂŒĂŸe

Klaus
 
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
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20.119
Backingpaper im Vergleich:

Hier mal das oben genannte Problem anschaulich:

Bild - 41.jpg

Beim Kodak Backing-Paper ist nicht nur die Bedruckung viel zu dĂŒnn und schwach leserlich,
es fehlen leider auch anschauliche STOP-Marker, wie beim Foma-vorbildlich umgesetzt.
Die meisten Kameras fĂŒr manuellen Filmtransport haben auch noch ein Rotschild-Filter im
Schaufenster, was dann das Ablesen des Ektars zusÀtzlich erschwert.
Die einzige ErklÀrung die mir dazu einfÀllt ist, dass der Hersteller verhindern will, dass die
Druckfarbe irgendwie auf den Film diffundiert ..... das nÀmlich soll schonmal irgendwann
vorgekommen sein.
Ich find's auch MIST!

GrĂŒĂŸe

Klaus
 
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oz75

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Es ist halt eine angelsĂ€chsische Eins, die wir schnell als Strich interpretieren. Als großes Problem wĂŒrde ich das nicht sehen. Wenn mich Klaus vor dem ersten Film nicht darauf hingewiesen hĂ€tte, wĂ€re ich allerdings in die Falle hineingelaufen.

Aber wenn das Thema einmal bekannt ist, so kann man sich ja auch darauf einstellen und etwas aufmerksamer einspulen. Zumal wir uns in diesem Metier ja nicht gerade in der Sparte der Hochgeschwindigkeitsphotographie befinden. 😁

Der Film an sich ist sehr gut.
 
Frank Andree

Frank Andree

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39
Da kann ich Dir nur beipflichten und das Problem hast Du wirklich nicht allein!

Die ZÀhlung auf dem Backing-Paper bei den KODAK 120ern ist wirklich saublöd gemacht und
erfordert unnötige Anstrengung!

Es ist mir schon passiert, dass ich beim Ektar BILD-1 verpasst hatte, weil die "1" dermaßen dĂŒnn und nur als
Strich ausgefĂŒhrt ist!

Ich hatte einen Dunkelsack dabei und so konnte ich den Film aus der Kamera nehmen und zurĂŒckwickeln.
Das ist aber nicht immer möglich und ggfls. wirklich Àrgerlich!
Die Kritik ist aus meiner Sicht absolut berechtigt! Wenn man's weiß ist es ja gut ... aber das geht wirklich
besser!

GrĂŒĂŸe

Klaus
 
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Frank Andree

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Na das beruhigt mich ja, wer ist schon gerne alleine mit seinen Problemen..:) Vielleicht gehen die Herrschaften davon aus dass jeder eine Kamera mit ZĂ€hlwerk benutzt. Meine Falter haben so etwas nicht, bis auf die Hapo E66. Aber auch da muß man wegen der sich verĂ€nderten FilmstĂ€rke am hinteren Fenster nachkorrigieren. Man kann nur hoffen dass die Kodakianer das hier mal lesen.:) GrĂŒĂŸe und einen schönen Tag, Frank
 
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Klaus-R

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20.119
Hallo zusammen und danke fĂŒr das Interesse.....😊😊

Das Problem bei den KODAK Backing Papers ist, dass die Aufdrucke schon zu "blass" sind.
Manche Kameras haben ein sehr dunkelrotes Transport-Fenster .... und dann wird es schon
mal schwiereig, die "dĂŒnnen" Aufdrucke zu lesen.
Nungut! inzwischen hat ja jeder eine "Handytaschenlampe", und so ist auch unter Zwielicht
KODAK Filmtransport möglich ..... gut und "schön" ist aber IMHO wirklich anders ..... wÀre wohl nett
von den Verantwortlichen, da mal dringrnd nachzubessern.

GrĂŒĂŸe

Klaus
 
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oz75

oz75

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Also was mich bei Ektar eigentlich mehr stört als das blasse Papierchen und die böse, angelsĂ€chsische Eins 😁, ist der Umstand, dass die Rollfilmnegative nach der Entwicklung und Trocknung lĂ€ngs etwas gewölbt sind, was die Handhabung beim Scannen verkompliziert.

Es soll wohl helfen, wenn man die getrockneten Negative (IN PERGAMINPAPIER) eine Nacht unter einem Stapel schwerer BĂŒcher plĂ€ttet.
 
oz75

oz75

Moderator
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7.046
Ich habe das Thema mal oben angepinnt und noch etwas ergÀnzt...
 
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