Mein Weg zum Film...

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Hej…

In diesem Beitrag möchte ich euch über meinen Weg zur Filmfotografie berichten…

Warum Filmfotografie?

… weil es gerade ein Retro-Hype ist und man mit Vintage Kameras in den sozialen Medien ganz viele Likes und Follower bekommt?

… weil man mit „den Alten“ Fotos machen kann, die einem das Gefühl von Tagebuch-Romantik geben und Sehnsüchte nach vergangenen Zeiten wecken?

… weil es ein schönes Gefühl ist die alten Eisen mit sanften Streicheleinheiten zu neuem Leben zu erwecken und der Belichtungsmesser vor Freude gazellengleich springt?

… weil es ein günstiges Hobby ist und mein Weibchen mich erschlägt, wenn ich vierstellige Beträge in Kameras oder Optiken investiere?

Ehrlich gesagt? Ist es von allem etwas. Jeder der eine gewisse Techno-Affinität besitzt, wird Spaß an der alten Technik finden. Mit einem relativ geringen Einsatz von Münzen, kommt man als Einsteiger bei der Filmfotografie schon sehr weit.

Gebrauchte Kamera: ca. 50,-€
Farbfilme: 3 St. Kodak Gold 200 bei DM 8,95 €
C41 Entwicklungsset + Zubehör: ca. 100,- €
Gebrauchter Farbnegativ-Scanner: ca. 50,- €

Klar kann man ebenso vierstellige Beträge in Hasselblad und Leica investieren, muss man aber nicht.

Genug der Worte… Los geht’s…

Auf Empfehlung von Klaus habe ich mir als erste Kamera die Porst CX4 zugelegt.
Hierzu gibt es von @Klaus-R bereits ein Kameraportait.
Porst CX4 .... Kameraportrait

Meine Porst Reflex CX 4 + Pentaflex – Color 50mm/2.8
comp_20190708_101543.jpg


comp_20190708_112956.jpg

Schickes Spielzeug kann ich nur sagen. Also Film rein und Rock’n’Roll.
Die ersten Fehler waren schnell gemacht, wie z.B. nicht auf den Belichtungsmesser geachtet zu haben oder mit den Fingern den Belichtungssensor abzudecken.

Die ersten zwei Filme vollgemacht, Zuhause mit C41 Chemie entwickelt und ab in den Scanner,
4800dpi eingestellt ohne Korrekturen, denn man will ja das unverfälschte Retrogefühl erleben.

Die erste Enttäuschung ließ nicht lange auf sich warten, da das eigene Auge eure Knackscharfen 4k-Stacks gewohnt ist und die Erwartung an das Ergebnis sich mit der „Das-habe-ich-alles-selbst-gemacht-Euphorie“ auf ein unerreichbaren Wert multipliziert hatte.

Das erste was ich gesehen habe: Staub und Kratzer, Farbstich und Unscharf oder verwackelt .
Hinzu kommen Streifen, die wahrscheinlich durch Fehler beim Entwickeln entstanden sind.

Mein erster Gedanke „Du Kamel, das haste aber richtig verkackt!!!“

Es waren natürlich nicht alle Fotos schlecht, doch man sollte das eigene 4k-Auge schließen und nüchtern an die Fotos herangehen.

Hier mal ein unbearbeitetes Bild der ersten Gehversuche…

#1 – Scan mit 4800dpi unbearbeitet
img015-2.jpg

Mit Hilfe von Klaus wurde mir gezeigt, dass mit etwas Übung, dieses Bild nicht verloren ist.

C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach!

#2 – Bearbeitet von Klaus R.
Screen-53.jpg
C41 Farbfilme zu Hause selber entwickeln ... ganz einfach!

Hierzu brauch ich einfach etwas Übung für den Umgang mit der Software. Aber das wird kommen, da bin ich zuversichtlich….

#3 - Bearbeitet mit PS Lightroom ohne Fehlerkorrektur
img072-2.jpg

...to be continued...

Gruß, der Bü...
 
26.08.2019
#1

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Klaus-R

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.... und ich hoffe, dass hier noch viel kommt! 😊 😊👍👍

Danke für den engagierten Beitrag!

Im Moment ist die "Silberhalogenidphotographie" kurz vor dem Aussterben, aber ich glaube wirklich, dass sich das Blatt so ganz allmählich wieder wendet und einige Indizien sprechen wirklich dafür.

Wenn ich richtig recherchiert habe, dann war da zunächst die skurile LOMO-Szene ... die ich leider nicht verstehe und nur bedingt nachvollziehen kann.....

Hier mal so ein kurzes "GEFÜHL", was "Lomography" vielleicht meinen könnte???!


Wie gesagt, ich verstehe LOMO nicht, erkläre das auch mal kurz ....

Mit der alten Photo Technik war Photographieren ungleich sensibeler, aufwendiger, teurer, und vor allem zeitintensiver.

Du wolltest (damals!) ein Photo haben .... dann musstest Du da wirklich was für tun ... und ungleich mehr für bezahlen, als Du das heute digital musst.

Es gab in der "Filmzeit" ungleich weniger Photos, dafür hat man sie sich aber wenigstens noch genauer angesehen.

Die LOMOgraphy Szene ist eine sehr junge Szene ... da tummeln sich junge Leute (keine alten Säcke, wie ich) und wollen mal ANDERS photographieren und das finde ich unvoreingenommen mal total gut!👍

Allein .... deren Bildergebnisse verstehe ich nicht!

Mein Ziel war es damals und ist es wieder, mit der uralten "Lichtbildnahme"😄 ein möglichst anspruchsvolles Bild mit dem ganz besonderen Look von DAMALS zu erzeugen.

DAFÜR noch ältere Kameras zu benutzen, als ich selber Lenze zähle .... das hat für mich was unglaublich Reizvolles, Herausforderndes.

Mit der selben Begeisterung, mit der ich (sehr früh!) -nämlich 1999- schon voll auf Digital gesetzt hatte, greife ich jetzt die photographische Vergangenheit auf .... noch ist es möglich .... wenn die Szene wächst, dann wird es eine gesicherte Zukunft geben .... die Nachfrage muss ein bischen gesichert werden, damit Film verfügbar bleibt und nicht komplett stirbt.

Bülent zerlegt oben, dass Film-Photographie eine überschaubare und sehr bezahlbare Erfahrung ist.

Du photographierst mit Film einfach anders als digital ... und Du lernst viel dabei, weil Film sehr genau behandelt werden will, wenn's über LOMO hinausgehen soll ..... sorry ... ist vielleicht arrogant von mir .... aber aus einem Film, der ja auch Geld kostet, kann man anspruchsvolle und ansprechende Bildergebnisse herausholen.
Kann ja sein, dass ich da was nicht vertsehe ... aber warum sollte LOMO nicht auch digital gehen???

Ich plädiere für eine sehr bewusste, geplante und anspruchsvolle Silberhalogenid-Photographie, just so, wie sie früher einmal war..... warum soll eben das nicht auch für ganz junge Leute den Reiz bekommen .... wie gesagt ... selbst ich begeistere mich gerade für Kameras, die sogar noch älter sind, als ich selber.

Ein letztes Wort:

Ich bin ja bekannt dafür, dass ich Bezeichnungen ablehne ......😂

Genauso, wie ich "Vollformat" nicht mag, weil's einfach "Kleinbild", war, ist und bleiben soll, mag ich die Bezeichnung "analoge" Photographie NICHT!

Was bitte soll an einem Negativ, einem Dia, einem Rollfilm, einem Planfilm, einer Fachkamera usw. "ANALOG" sein???

Die Filmphotographie hat eine solche Fehlbezeichnung (einfach um einen Gegenbegriff zu DIGITAL) zu haben, einfach nicht verdient!

Leider muss ich mit diesem Begriff ständig "gurgeln", sonst finde ich nix ... sehr schade!

Lasst ihn uns vermeiden, denn er macht wirklich keinen Sinn!

Grüße und hoffentlich kommt hier noch viel

Klaus
 
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Hej Klaus,

vielen Dank für deine Antwort und dein Interesse.

Bei Wikipedia ist es sehr ausführlich und richtig Beschrieben, soweit ich das beurteilen kann.

Analogfotografie – Wikipedia

"Eine Fotografie kann weder analog noch digital sein. Lediglich die Bildinformation kann punktuell mittels physikalischer, analog messbarer Signale (Densitometrie, Spektroskopie) bestimmt und gegebenenfalls nachträglich digitalisiert werden."

"Um der Öffentlichkeit diese neuartige digitale Speichertechnik zu erklären, verglich man sie in einigen Publikationen technisch mit der bis dahin verwendeten analogen Bildspeicherung der SVC. Durch Übersetzungsfehler und Fehlinterpretationen sowie durch den bis dahin noch allgemein vorherrschenden Mangel an technischem Verständnis über die digitale Kameratechnik bezeichneten einige Journalisten danach irrtümlich alle – auch die bisherigen klassischen filmbasierten Kamerasysteme – als Analogkameras.

Der Begriff hat sich bis heute erhalten und bezeichnet nun fälschlich nicht mehr die Fotografie mittels analoger Speichertechnik in den ersten digitalen Still-Video-Kameras, sondern nur noch die Technik der filmbasierten Fotografie. Bei dieser wird aber weder digital noch analog „gespeichert“, sondern chemisch-physikalisch fixiert."

Hier wird noch weiteres folgen. Leider gibt es da noch zwei weitere zeitraubende Hobbies namens Familie und Arbeit, die mich derzeit etwas beschäftigen... 😆 😆 😆

Gruß, der Bü...
 
PixelSven

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Interessanter Thread.

Hin und wieder packe ich meine alte Pentax ME aus dem Schrank, schraube das 50er drauf und lege einen Film ein ... es ist eine völlig andere Art der Fotografie und es wird mir immer dann bewusst, wenn ich nach dem Auslösen hinten aufs Display schauen möchte. Aber auch eine gute Möglichkeit, sich diesen zwanghaften Kontrollblick abzugewöhnen.

Die Entwicklung lasse ich allerdings in der Drogerie machen, die übernehmen auch direkt den Transfer auf ein digitales Medium.
 
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dj69

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Hi Bü,
Film ist eine spannende Sache, mir fehlt aber die Zeit um tiefer in die Materie einzusteigen. Alte Kameras sind schon da, rumexperimentiert habe ich auch schon, zusamen mit meinem Sohn, macht schon Spaß :)

Die alte Kamera wieder zum Leben zu erwecken war ein kleines Abenteuer, die Knopfzelle für den Belichtungsmesser war nämlich ausgelaufen, der Vorbesitzer hat sie einfach zu lange nicht benutzt, bemerkt hatten wir es natürlich erst, als der Film schon drin und die ersten Bilder verschossen waren...

Wir haben den Film dann vorsichtig zurückgespult und in eine andere Kamera wieder eingesetzt, dann die bereits verschossenen Fotos nochmal dunkel (dunkler Raum und aufgesetzte Objektivabdeckung) abgeknipst um den Film wieder an die hoffentlich richtige Position zu bekommen und dann normal weitergeknipst.

Ist schön und braucht noch mehr Zeit als unser digitales geknipse :)
 
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Vielen Dank für eure Kommentare.

Ich bin Fotografie-Anfänger und muss mir Begriffe wie Bracketing, Fibonacci Spirale oder Goldener Schnitt erstmal zusammensuchen oder erfragen. (Notiz: Eltern fragen, ob bei mir als Junge ebenso ein Goldener Beschnitt durchgeführt wurde, aber das gehört hier nicht her.) 🤪 Aus diesem Grund finde ich die Filmfotografie sehr hilfreich, da man sich wesentlich mehr mit der Technik der Geräte und Technik der Fotografie beschäftigen muss.

Es ist wohl wahr, dass die Filmfotografie mehr Zeit benötigt, jedoch kann dieses Entschleunigen auch positiv sein. Ich möchte schließlich nicht im Rapid-Fire-Modus wie ein asiatischer Tourist durch Sehenswürdigkeiten rennen. Mit der Filmfotografie versuche ich mein bewusstes Sehen zu Schulen, oft genug passiert es mir, dass ich einfach nur knipse und auf dem Display die Schärfe kontrolliere ohne mir überhaupt Gedanken über das Motiv gemacht zu haben.

Mit den alten Kameras ist das anders. Erstmal sucht man sich ein Motiv und überlegt sich wie das Bild später aussehen soll. Erst der Blick durch den Sucher, Abbildungsbereich, Abstand, Tiefenschärfe oder Detail? Dann der Blick auf die Kamera, ob alle Einstellungen korrekt sind. Das Scharfstellen durch den Sucher an den alten Eisen fällt mir etwas schwer.

Der ganze Prozess bis zum fertigen Bild ist schon sehr spannend. Nach dem Entwickeln schaue ich mir die Negative an. Cool, Denke ich mir. Sind wirklich was geworden. Wie gut wird sich nach dem Scannen zeigen.

#6 – Streifen auf dem Negativ
comp_20190718_192335.jpg

Ja, auch das passiert. Anscheinend habe ich beim Entwickeln etwas verbockt. Mir fehlt einfach die Übung, da muss ich beim nächsten Entwickeln besser drauf achten.

#7 – Ein neuer alter Börsenfund
comp_20190723_101612.jpg

#8 – Revueflex SL mit Lederkoffer, Blitz und Objektiven
comp_20190723_101726.jpg

Dieses schöne Paket ist ein Börsenfund. Natürlich besteht die Gefahr immer, dass die alten Eisen gar nicht oder nicht zu 100% funktionieren. Jedoch bei einem Preis von 32,50€ inkl. Versand nehme ich diese Gefahr in Kauf. Der hauptsächliche Kaufreiz für mich war der schöne Lederkoffer. 😆 😆 😆

Mit dabei waren:
- Revueflex SL
- Objektiv Revuenon 35mm/2.8
- Objektiv Revuenon 50mm/1.8
- Objektiv Revuenon 135mm/2.8
- Bedienungsanleitungen
- Reinigungspinsel und –Tuch
- Lederkoffer

Die Revueflex SL wurde vom VEB Pentacon in den 70er Jahren in der DDR hergestellt. Dort hieß sie „Praktica Super TL“ und war Teil der Praktica Super TL-Modellreihe.

Praktica super TL – Wikipedia

Für den ersten Test habe ich auf die Revueflex SL mein Yashinon 50/1.7 montiert, da ich von dem Objektiv weiß, dass es in Ordnung ist und bereits eine Top Schärfe an meiner Canon 5DMk2 geliefert hat.

Ich werde weiter berichten...

Gruß, der Bü...
 
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Klaus-R

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....das sind tolle Sachen .... ein Schnapper .... da sind die drei (sehr ordentlichen) Objektive schon viel mehr Geld wert, als der Konvolut gekostet hat. 😊

Und genau solcher Kram ist richtig, wenn man konventionelle Film-Photographie erleben will.

Ich wiederhole mich da jetzt ... schon klar .... aber die allerletzte hochmoderne FILM CANON oder NIKON usw. die Anfang der 2000er noch versucht hat gegen DIGITAL anzustinken vermittelt ja eben nicht das alte
FILM-Feeling!

Erst wenn Du Dich wirklich um Fokus, Belichtung, Bildausschnitt und Entwicklung kümmern must, dann
entsteht dieses Feeling.

Einfach auf den Knopf drücken, das soll's ja vielleicht dann auch gar nicht sein.😊

Ich warte auch gerade wieder auf eine (foffentlich spannende😊) 6x6 Kamera .... ich werde ggfls. berichten.

Grüße und schießt mal Film

Klaus
 
Klaus-R

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(...)
Die Entwicklung lasse ich allerdings in der Drogerie machen, die übernehmen auch direkt den Transfer auf ein digitales Medium.
Hallo Sven,

den Film entwickeln und digitalisierern zu lassen ist sehr vernünftig und sinnvoll.

Bei mir ist es damals so gewesen (und ist jetzt wieder so), dass ich SOFORT Bildergebnisse will und nicht erst tagelang 'drauf warten will. Hinzu kommt, dass man bei Eigenentwicklung so einigen Einfluss auf die Ergebnisse hat.

Neu ist eben, dass dieses SPONTANE quasi "Sofortbilderlebnis" durch die neue Compard C-41 Photochemie jetzt genauso einfach in Farbe und und auch noch preiswert möglich ist, wie bislang leider nur Schwarzweiß.

COMPARD DIGIBASE ist übrigens made in Germany .... 😊

"Damals" musste ich mindestens sechs Farbfilme sammeln, damit sich ein Tetenal C-41 Kit (der eben nicht haltbar war) auch gelohnt hatte.

Das war teuer, umständlich und langsam! Jetzt geht das völlig unkompliziert, spontan und preiswert ....

Das Digitalisieren ist ein (ebenfalls überschaubar bezahlbares Anschlussthema) .... da befassen Bülent und ich uns gerade so ein wenig im PN Dialog mit .... da schreiben wir auch noch 'drüber, sobald wir alles oder "fast alles" wissen.

Vielleicht packt es Dich ja auch noch ... immer willkommen bei den "Film-Spinnern". 😊👍👍

Grüße und schöne Film Photos

Klaus
 
Klaus-R

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Hier noch einmal ein "Gedankenanstoß", in Sachen "Dienstleister oder selber machen??"


Nach vier selber verarbeiteten und digitalisierten Filmen hast Du die Hardware dafür schon raus!

159668

... ich bin da ganz eindeutig im PLUS! 😊

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen ..... der Dienstleister ist NICHT zu teuer, sondern hat wirklich sehr gute und engagierte Arbeit geleistet ..... Arbeit, die für den Selbermacher aber VERGNÜGEN ist!

Interessant auch, was ich an anderer Stelle schon bemerkt hatte .....

Filmphotographie ist immer auch ein kleines Staubproblem, das man aber in den Griff bekommen kann!
Wir sehen, dass auch der Dienstleister es nicht staubfrei hinbekommt .... eher dem sauber und geübt arbeitenden Selbermacher nachsteht.

Wie man sauber "entfleckte😊" Film-Photos hinbekommt .... ich weiß es und ich kann es.😊

Kommt alles noch hier im Forum, wenn wir uns mal mit dem optimierten Digitalisieren von Film beschäftigen ..... Stay tuned!👍

Filmgrüße

Klaus
 
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Ein guter Scanner ist schonmal das Wichtigste zur Digitalisierung. Es gibt einige dedizierte Film-Scanner, z.B. auch von Nikon, die aber nicht mehr hergestellt werden und gebraucht dementsprechend teuer sind.
Außerdem funktionieren die zugehörigen Programme in der Regel nicht mehr mit Windows 10...

Die Flachbettscanner von Epson mit dem Namenszusatz PHOTO bekommen das aber auch sehr gut hin, sie verfügen über eine Durchlichteinheit und können, je nach Modell, mit bis zu drei Filmstreifen parallel bestückt werden. Zusätzlich gibt es Durchlicht-Halter für Dias und 6x6 und 9x9 Filme. Je nach Typ.

Ich habe hier den Epson Perfection V700 Photo, und der kann das alles. :) Diese Scanner sind gebraucht zwar auch keine Schnäppchen, verfügen aber über aktuelle Treiber und Software, und sind flott.
Kann ich wärmstens empfehlen :)

Die eingelegte Film- oder Diahalterung wird automatisch erkannt und der Scanvorgang kann automatisch oder Manuell gesteuert werden. Automatik hab ich aber noch nie benutzt...
 
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kris-kelvin

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Die Hardware ist nur ein Punkt.
Dann kommt die Wahl der Software.
Zu guter letzt kommt die Frage nach den Einstellungen, die möglichst optimal sein sollten,
wobei hier sicher sehr unterschiedliche Kriterien je nach Betrachter ins Spiel kommen.
Allen einen guten Start in die Woche !
 
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Vielen Dank für eure Kommentare...

Ich habe hier den Epson Perfection V700 Photo, und der kann das alles. :) Diese Scanner sind gebraucht zwar auch keine Schnäppchen, verfügen aber über aktuelle Treiber und Software, und sind flott.
Kann ich wärmstens empfehlen :)
Ja, das ist leider außerhalb meines derzeitigen Hobby Budgets. Spare erstmal für eine Spiegellose.

Zu guter letzt kommt die Frage nach den Einstellungen, die möglichst optimal sein sollten,
wobei hier sicher sehr unterschiedliche Kriterien je nach Betrachter ins Spiel kommen.
Ich habe mir einen Plustek Opticfilm Scanner gebraucht gekauft, darüber werde auch etwas schreiben und paar Screenshots machen von der Software.

Gruß, der Bü...
 
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Ich bewundere eure Ausflüge in die gute, alte, analoge Zeit der Fotografie.
Da steckt echter Einsatz hinter jedem Bild, Respekt. 👍
 
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Hej...

Nachfolgend sind ein paar Bilder aus der Revueflex SL mit den Yashinon 50mm und der Porst CX 4 + Revuenon 35mm. Leider sind nicht alle Bilder etwas geworden, weil ich Kamel etwas verbockt habe, aber das erzähle ich ein anderes Mal…

#9 – Unscharfe, genervte Tochter beim Zelten (Bildausschnitt)
comp_img140.jpg

Nur zur Info, das ist erst der zweite Film den ich Belichtet habe. Nach der Entwicklung dieses Films habe ich mich dazu entschlossen, von einem Motiv immer mehrere Bilder mit unterschiedlichen Schärfen zu machen, da mir einfach noch das Gefühl für die Einstellung fehlt. Bei lebendigen und bewegenden Motiven ist das noch etwas schwieriger.

Da der Rucksack im Hintergrund ähnlich Scharf ist, wie meine Tochter , schließe ich daraus, dass meine Blende gut eingestellt war und der Bereich der Tiefenschärfe nicht zu kurz gewählt ist.

Eine weitere Möglichkeit ist evtl. die fehlende Qualität beim Einscannen. (Danke Klaus für den Hinweis). Bisher habe ich einen Epson V33 verwendet.

Auf Empfehlung habe ich einen „Plustek OpitcFilm Scanner“ bestellt. Ebenso gebraucht. Sobald dieser geliefert und angeschlossen ist, werde ich dieselben Bilder nochmal scannen und die Qualität vergleichen.

Die nächsten Bilder habe ich mit meiner Porst CX4 + Revuenon 35mm/2.8 gemacht. Ich versuche neue Kamera / Objektiv Kombinationen, um herauszufinden mit welcher Kombi ich die besten Fotoergebnisse erzielen kann. Wobei das immer Motivabhängig ist.

#10 – Gladiole (Porst CX4 + Revuenon 35mm/2.8) bearbeitet mit LR + PS (Fehlerkorrektur)
comp_img102a.jpg

Leider ist das Foto etwas verwackelt und die Schärfe sitzt leider noch nicht zu 100%. Die Blende war auf 5.6 eingestellt.


#11 – Laub vor Abgang (Porst CX4 + Revuenon 35mm/2.8) bearbeitet mit LR + PS (Fehlerkorrektur)
comp_img108a.jpg

Auch bei diesem Bild bin ich mit der Schärfe nicht zu 100% zufrieden.

#12 – Meine Nüsse (Porst CX4 + Revuenon 35mm/2.8) bearbeitet mit LR + PS (Fehlerkorrektur)
comp_img118a.jpg

Hab mal meine Nüsse fotografiert, um den Schärfebereich zu finden. Hierbei habe ich die Blende auf 5.6 gestellt und dann meine Hand mit dem Motiv vor und zurück bewegt und geschaut wie sich der Sucher dabei verhält.

Das Ergebnis gefällt mir bereits sehr gut, jedoch denke ich, dass man da noch etwas mehr rausholen kann. Die Unschärfe ist bestimmt ebenso bedingt durch den Flachbettscanner. Das Bild werde ich zum Vergleich nochmal mit dem CCD-Scanner einscannen.

Gruß, der Bü…
 
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Sehr interessant! Wie gesagt ... gerade der KODAK GOLD 200 macht ja diese schönen pastelligen 70er Jahre Farben, die man natürlich digital ganz einfach auch umarbeiten kann. 😊

Zu den Scannern:

Mittelformat geht IMHO schon etwas preiswerter bei gleicher Qualität, nur langsamer mit einem Epson Perfection Photo 550 oder 600 oder einem CANOScan 900F ... beide sehr gut ... ich sehe den Epson ganz leicht vorne.

Wem freilich Mittelformat bis maximal 9x12cm NICHT reicht (wer z.B. auch noch 4/5 inch Planfilme scannen möchte) der muss dann wirklich einen V700 Photo oder höher beschäftigen.


Für KB sind die Flachbettscanner nicht wirklich optimal .... dafür empfehle ich einen darauf spezialisierten und sehr bezahlbare Zeilenscanner Plustek Opticfilm 7200 aufwärts! Die verschiedenen Modelle (bis zum aktuellen) tun sich IMHO nicht wirklich was.

Das Treiberproblem der Modelle 7200 und 7300 (offiziell nur bis WIN 7) -spätere (also ab 7400) sind WIN 10 kompatibel!- lässt sich dadurch umschiffen, dass man WIN 10 veranlasst, auch unsignierte Treiber zu nehmen .....

Treibersignatur deaktivieren Unsignierte Treiber installieren Windows 10 Deskmodder Wiki

Hat man eine ältere Silverfast 32 bit Version, dann muss auf einem 64BIT WIN 10 trotzdem manuell der 32 BIT Treiber installiert werden, sonst geht's nicht .... läuft aber dann!

Grüße

Klaus
 
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Hej…

Heute zeige ich euch mal was einem Anfänger bei der Filmentwicklung passiert, wenn er ungeduldig ist.
Bei der letzten Entwicklung habe ich Fehler gemacht und dadurch leider ein paar Bilder verloren. Vorhergehend hatte meine Tochter den Film falsch herum zurückgespult, es bemerkt und wieder in die andere Richtung korrigiert. Mein Fehler, da hab ich nicht aufgepasst. War ihr auch nicht böse, da wir beide noch lernen.

!!! Parental Advisory – Strong Language !!!

Sonntag Nachmittag habe ich mir gedacht, komm, du entwickelst vor dem Abendessen noch schnell zwei Filme, dann kannst du die Negative nach dem Abendessen einscannen. Equipment geholt und los geht’s. Mit dem Filmzieher versucht den Film aus der Filmrolle heraus zu ziehen und geht nicht.
Ok, dann die andere Rolle zuerst.
Geht auch nicht… Fuck…

Jetzt sollte eigentlich der Zustand eintreten, bei dem man einmal tieeeeef durchatmet und sich gaaaanz in Ruhe der Sache annimmt. Nein, diese Situation hat sich nicht eingestellt und ich wurde ungeduldig. Also, alles in den Dunkelsack gepackt und die Filmrollen im Sack aufgeknackt.

Beim Aufspulen dann bemerkt, dass der Film nicht richtig auf die Filmspiralen läuft. Riesenscheiße…
Die Filmspiralen geöffnet und den bereits aufgerollten Film entfernt, denn den Film rückwärts von der Spirale abzuspulen geht nicht. Vorsichtig versucht den Film zurück in die Filmrolle zu schieben. Was zum Glück funktioniert hat. Normalerweise schneide ich die Lasche am Filmanfang ab und runde die Ecken etwas ab, damit der Film sich leichter auf die Filmspirale einfädeln lässt. Genau das, habe ich dann im Dunkelsack versucht und geschafft ohne mir in die Finger zu schneiden. Im Dunkelsack fingen meine Hände zu schwitzen, was natürlich für den nackten Film nicht so berauschend ist, wenn man Abdrücke darauf hinterlässt. Dadurch wurde ich noch ungeduldiger, also Hände raus und kurz abgetrocknet. Baumwollhandschuhe hatte ich extra nicht angezogen, da ich mehr Gefühl in den Fingern brauchte und die Befürchtung hatte, dass ich noch mehr Fussel auf den Film bringe damit.

Zweiter Anlauf, nach ca. dreiviertel des Filmes auf der Spirale merkte ich wie der Widerstand zu groß wird, so dass ich davon ausgehen musste, dass der Film wieder aus der Führung gesprungen ist. „LeckmichindieFressegekackt“.

Hände wieder raus aus dem Dunkelsack und durchatmen.
Entweder du versuchst es nochmal mit Ruhe oder du wirfst das Zeug komplett aus dem Fenster.

Nach dem dritten Anlauf hat es dann geklappt, der zweite Film hat auch zwei Anläufe gebraucht.
Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie in so einer kurzen Zeit, so viele unverzeihliche Flüche ausgesprochen.

Doch zum Schluss, alles in die Dose, Dose zu und auf zum Entwickeln.

#13 – Geknackte Filmrollen
comp_20190825_160620.jpg


#14 – Beschädigtes Negativ 1
comp_img127.jpg
Ja, einfach nur Aua…

#15 – Beschädigtes Negativ 2
comp_img138.jpg
Bei diesem Bild konnte man mit PS und manueller Fehlerkorrektur noch etwas retten.

#16 – Bild #15 mit Fehlerkorrektur in Photoshop und Lightroom
comp_img138rep.jpg

Das nächste mal mehr Zeit und Ruhe und dann klappts auch mit der FIlmfotografie.

Die nächsten zwei Filme sind bereits belichtet und liegen zur Entwicklung bereit. Diesmal jedoch mit der notwendigen Ruhe und Geduld.

Gruß, der Bü…
 
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Hej…

Heute gibt es mal nix negatives, sondern ein paar Impressionen der letzten Belichtungen. Die Ausbeute ist nicht so groß, da ich von einem Motiv immer mehrere Belichtungen erstelle und mir das Beste heraus suche. Dabei versuche ich Fotos mit verschiedenen Blendenwerten zu schießen, um die Kamera besser kennen zu lernen und zu sehen wie die Kamera das umsetzt.

#17 – Spaziergang im Feld (Porst CX4 + Yashinon 50/1.8)
comp_img322.jpg

#18 – Käfer an der Wand (Porst CX4 + Yashinon 50/1.8)
comp_img331a.jpg

#19 – Der Blech-Emil (Porst CX4 + Yashinon 50/1.8)
comp_img338.jpg

Damit es nicht langweilig wird und etwas angefixt durch unseren Klaus R. liegen hier bereits zwei neue Alte auf meinem Schreibtisch.

#20 – Zeiss Symbolica & Agfa Billy Record II
comp_20190925_080847.jpg

Dazu gibt es selbstverständlich den passenden Entfernungs- und Belichtungsmesser

#21 – Voigtländer Entfernungsmesser
comp_20190930_105713.jpg

#22 – Gossen Sixtomat Belichtungsmesser
comp_20190930_155123.jpg

Freue mich jedes Mal, wie ein kleines Kind an Weihnachten, wenn ich etwas neues Altes bekomme. In meinem Fall ein Türkenkind, aber egal…

Jetzt wird erst mal gereinigt und geprüft…

Alles Weitere folgt ausführlich…

Gruß, der Bü…
 
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Hallo Bülent,
da hast Du schöne alte Sachen an Land gezogen.👍👍

Insbesondere die alte Agfa Billy Record II ist eine sehr schöne Nachkriegs 6x9 Faltkamera, der ich ähnlich meiner Voigtländer Bessa I sehr schöne Aufnahmen zutraue. Mit der Bedienung musst Du Dir unbedingt sehr viel Zeit nehmen und Dir die Ruhe damit antun!! Keine Hektik! Die alte Technik ist kompliziert in der Bedienung! Wenn Du das dann raus hast, stellt sich schnell Routine ein.

Mich wundert (Vor-Vorpost), dass Du Schwierigkeiten mit dem Filmrückholer hast.

Also ich habe genau diesen hier .... gibt verschiedene Modelle, die aber im Grunde alle genau gleich funktionieren:


... und genau so, wie hier gezeigt, wuppt das bei mir auch tatsächlich.

Viel Spaß weiterhin

Klaus
 
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kris-kelvin

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Die Vorführung ist aber mit einem unbenutzten Film, bei dem der Anfang noch schön glatt ist 🤨
 
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