Absolut geniale Bilder. Kann mich gar nicht sattsehen.
Nur eines versteh ich ja nie. Wie bekommt man diese extrem schnellen Tiere "posinggerecht" vor die Linse?
Bei mir am Teich seh ich hier und da mal eine einzige Libelle im Flug an mir vorbeizischen.
Und dann noch Makroaufnahmen. Man bedenke den Abstand zum Tier.
Hätte ich da mit meiner MK2 überhaupt den Hauch einer Chance?
Also ich bin wirklich begeistert von diesen zum Teil perfekten Aufnahmen.
Gruß Rolf
Der Naturphotograph/ -photographin braucht unbedingt eines ... GEDULD!
Kein einziges Naturphoto lässt sich exakt planen oder garantieren. Vor dem Photo kommt oft erst das genaue Beobachten und dann erst die photographische Umsetzung.
Libellen:
Libellen findet man da, wo sie Nahrung finden und sich fortpflanzen können ... kurz ... sie sind auf stehendes oder langsam fließendes Süßwasser angewiesen. Nur dort können sie sich fortpflanzen und Insekten jagen.
Libellen haben bestimmte Reviere und "Sitzplätze", die sie immer wieder aufsuchen, um sich dort auszuruhen und den "Luftraum" nach Beute abzusuchen.
Der Photograph beobachtet also, wo sie sitzen und wartet quasi, bis sie -nach Minuten oder auch mal länger- dort wieder auftauchen.
Wenn man den Dreh einmal raus hat, kommt man fast beliebig nahe an sie heran

Dohne sie mit Haarspray festkleben zu müssen).
-Harmonische und LANGSAME Kamerabewegungen und eigene Körperbewegungenen auf das Insekt zu
-Immer aus der Sonne "angreifen", dabei aber NIE Schatten auf die Libelle werfen, dann 'isse sofort futsch! Wer aus der Sonne kommt, wird nicht gesehen!
-Hektische Bewegungen und Erschütterungen vermeiden.
-in der Ruhe liegt die Kraft und das scharfe Photo. Ein Makro, das nicht 100%ig scharf ist und nicht die absolute Fokuslage hat (i.d.R. die Augen), geht bei keinem "Makrophilen" durch und findet auch bei mir nie den Weg in die Ausarbeitungs-Phase.
Lieber also KEIN Photo, als ein drittklassiges! Ich lassse mich nie in Eile bringen. Entweder das Tierchen lässt mir die Zeit, die Kamera genau zu positionieren und den Fokus genau zu setzen, oder es hat dieses Mal halt eben nicht geklappt ... egal .. beim nächsten Mal kriegt man sein/ihr Photo..... Geduld eben.
Die ideale Tageszeit für die Libellenjagd ist der späte Nachmittag oder Abend. Dann werden sie ruhiger und das Licht ist auch schöner.
Blitzlicht:
Es ist absoluter Unsinn, wenn selbsternannte "Tierschützer" Blitzlicht in der Makrographie von Insekten für "Tierquälerei" erklären.
Insekten reagieren absolut indifferent auf Blitzlicht. Ihre Augen vertragen intensivstes Mittagssonnenlicht und härteste UV-Strahlung völlig unbeschadet und ohne den Schutz von Augenliedern. Die dagagen minimale Lichtleistung eines photographischen Blitzgerätes ist nahezu lächerlich gering dagegen. Wie gesagt, alle Insekten ignorieren Blitzlicht total .... nichts spricht also dagegen.
Zum Thema "Makroblitztechnik" habe ich ja halbe Bücher verzapft ... einfach mal wühlen ... viel Spaß und schöne Libellenphotos
Klaus