Klaus-R
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Hallo zusammen ... vier Kamermodelle aber im Grunde nur eine Kamera ....... 
Ich portraittiere die im Titel genannten REVUEFLEX Kameras mal zusammen, da sie fast identisch sind und alle
auf der CHINON CE II MEMOTRON beruhen.
Das Kameraportrait soll kurz werden, weil ich zu der Baureihe von Kameras, zu der alle vier gehören, schon
so gut wie alles HIER verzapft habe:
https://www.bilderforum.de/threads/revueflex-ac1-kameraportrait.35566/#post-356412
Diese Kameras haben ALLE gemeinsam, dass sie mit ganz normalen STANDARD M42 Objektiven nicht nur zeitautomatisch
belichten können, sondern dass man damit "offenbendig" arbeiten kann, offenblendig, bis unmittelbar zum Zeitpunkt der
Bildauslösung. Das geht also mit einem Kamerasystem, das eigentlich gar keine Offenblendmessung ermöglicht. Wie das
trickreich möglich war (immer noch ist) zerlege ich ausführlich im oben verlinkten Faden.

Das QUARTET!
Diese hochentwickelten M42 Kameras zogen Ende der 1970er nochmal ALLE Register, um das im Grunde völlig veraltete
M42-Weltstandard-Kamerasystem noch einmal richtig zu beleben. Die Modelle sind toll ausgestattet und holen
(as said) wirklich das Allerletzte aus dem M42-Universalstandard heraus. Komfortabeler kann man mit M42 wirklich
nicht photographieren.
Die 4004 und die 5005 sind völlig identische Kameras, die von Chinon auf Basis der CE II MEMOTRON für Photo Quelle gebaut wurden
und ein völlig neu designtes Kameragehäuse erhielten ... also nicht ohne weiteres der MEMOTRON ähneln.

Warum "4004" und "5005"?? Ganz einfach ... die 5005 wurde mit einem 55mm /1,4 COSINON (REVUENON) Objektiv geliefert, die
4004 nur mit einem 50mm / 1,7 ... beide Kameragehäuse sind ansonsten identisch.
Besonderes Schmankerl .... die Kameras steuern alle vier die 1/2000s!

Ansonsten habe ich im oben verlinkten Faden alle technischen Finessen der CE II Memotron anhand der PORST M-CE (auch baugleich) zerlegt ... auch Blick durch den schönen Sucher usw .... muss ich hier vielleicht nicht alles wiederholen.
Die einzige Besonderheit der 4004 / 5005 Modelle .... Chinon hat für Photo Quelle mal die Messwertspeichertaste weggelassen. Ansonsten keine technischen Unterschiede!
Kommen wir zu den Modellen 4000 EE und 5000 EE

Hier kam ein ganz anderes DESIGN zum tragen. Diese Revueflexen sind sehr nahe am Original Chinon Design.
Warum das??? Keine Ahnung??! Ich kann auch nicht feststellen, ob diese Modelle zeitversetzt von Quelle vermarktet
wurden oder welche Serie älter oder jünger ist???
Ich mag beide Ausführungen ...die "EEs" gefallen mir vielleicht etwas besser!
Unterschiede 4000 EE und 5000 EE: KEINE!
Auch hier die selbe Nummer ... die 4000 EE kam mit einem 1,7er, die 5000 EE mit einem 1,4er Objektiv
Einen winzigen Unterschied gibt es dann aber doch (unabhängig, ob nun 4000 EE oder 5000 EE!)

Frühe Modelle haben den Batterietestschalter hinten an der linken Kameraschulter und oben eine rote
Bestätigungs-LED (eine bei Knopfdruck rot leuchtende LED bestätigt eine ausreichende Batteriespannung)
(DIESE SERIE HAT KEINEN BELICHTUNGS-MESSWERT-SPEICHER-SCHALTER! "AE-Speicher")
Spätere Modelle haben KEINE LED mehr sondern an Stelle der LED den Prüfschalter.
Der Zeiger des Belichtungsmessers muss dann bis zu einer Referenzmarke ausschlagen.
(Diese Modelle haben dann auch einen Belichtungs-Messwert-Speicherschalter)
Eine 4000 EE MIT AEL-Taste:

Eine 5000 EE ohen die Taste:

Fazit:
Die oben genannten Kameras sind wunderschöne Ganzmetall-Kameras ..... groß und schwer ... wie die
COSINA HI LITE EC, mit der die Geschichte dieser besonderen M42er mal begann.
Wer es kleiner, leichter und zierlicher möchte, kommt bei den "Pseudo-Offenblendern-Zeitautomaten
"
nicht an der Revueflex AC1 vorbei, die wirklich zierlich geriet und als allerletze dieser Serie sogar Winderbetrieb
erlaubt.
Wie ich oben schon schreibe ... komfortabeler kann man mit M42 nicht arbeiten.
Ich mag alle diese Modell wirklich sehr!
Qualität:
Chinon Kameras sind einfach gut! Einzig die Belederung macht oft Probleme ... die hatten einfach keine gute
Klebe!
Ich habe gute Klebe und die Geduld das zu fixen!
Einen Makel gibt es dann aber doch noch!
Zwei meiner MEMOs (wie ich die ganze Serie dieser Kameras nenne) habe ich "tot" gekauft ... also elektronisch tot!
Die Kameras haben (intelligenterweise) keine Hauptschalter sondern werden erst durch Antippen des Auslösers
quasi "kaltgestartet"
Der Hauptschalter ist ein leider offenliegender Kontakttaster, der sich (leicht zugänglich) erreichen lässt,
wenn man das Kameravorderteil und den Bajonettring demontiert. Dort finden sich dann die Messing-
kontaktplatten dieses kleinen Schalters, die aufgrund leichter Korrosion den Stromfluss verweigern.
Mit einer Reißnadel dann nur vorsichtig die Oberflächen blank machen und mit etwas Kriechöl erneuter Korrosion
vorbeugen und die MEMO erwacht zu neuem Leben.
Preise:
Unerfreulich hoch! Schöne MEMOS erreichen inzwischen durchaus Preise beliebter CANON FD-Modelle.
In Kennerkreisen hat sich herumgesprochen, dass die Kisten wirklich was 'drauf haben ... heute weiß man das,
damals ging's vollkommen durch ... keiner wollte mehr in M42 investieren ... heute erschließen diese
hochentwickelten M42er das System von besonderer Seite her.
Zu meinen Schätzken:
Die beiden 4000 EEs habe ich seit kürzlich ... Zufallsgelegenheiten für wirklich wenig Geld ... Glück gehabt!
Die beiden 5005er habe ich kaputt gekauft! Die eine hatte den beschriebenen "Elektroniktot", die andere war
ganz einfach verbeult ... unschöne Delle vorne am Prismengehäuse.
Ich habe dann eine ebenfalls schrottige "3003" gekauft, die aber ein schönes Vorderblech hatte, das fast baugleich
ist (musste etwas zugefeilt werden).
Alle vier sind jetzt voll einsatzbereit ... schön aufbereitet.
Alle meine MEMOs haben tadellos passende Verschlusszeiten. Meistens stimmen auch die Belichtungsmesser noch
ganz genau.
Wenn sich kleine Abweichungen ergeben, bekommen solche Kameras bei mir einen Sticker angebracht, wo ich eine
ISO-Anpassungskorrektur dann vermerke!

Bei dieser 5000 EE muss die Filmempfindlichkeit für exakte Belichtung einfach nur 1,3 EV höher eingestellt werden.
Empfehlung für heutigen Gebrauch:
Klares ja! Das M42 System bietet UNFASSBAR viele Objektive, zu teilweise lachhaft günstigen Preisen, ist und bleibt
mein Lieblings-Kamerasystem. Ich empfehle ALLE MEMO-Modelle, von denen ich im eingangs verlinkten Faden alle
Modelle gelistet habe gleichermaßen.
Für mich sind das die einfach am weitesten entwickelten M42-Kameras, die es jemals gab.
Verrückt, dass gerade die Versandhaus Marken diese Kameras im Programm hatten und die Premiumhersteller
solche Ideen entweder nicht hatten oder ganz gezielt ihre markeneigenen Bajonette durchsetzen wollten....
NEUGIERIG GEWORDEN???
Nochmal der Link:
https://www.bilderforum.de/threads/revueflex-ac1-kameraportrait.35566/#post-356412
Hier gibt es alles zu den MEMOs, was ich in Erfahrung bringen konnte!
Ich hoffe es war interessant?!
Grüße und rettet Film
Klaus
Ich portraittiere die im Titel genannten REVUEFLEX Kameras mal zusammen, da sie fast identisch sind und alle
auf der CHINON CE II MEMOTRON beruhen.
Das Kameraportrait soll kurz werden, weil ich zu der Baureihe von Kameras, zu der alle vier gehören, schon
so gut wie alles HIER verzapft habe:
https://www.bilderforum.de/threads/revueflex-ac1-kameraportrait.35566/#post-356412
Diese Kameras haben ALLE gemeinsam, dass sie mit ganz normalen STANDARD M42 Objektiven nicht nur zeitautomatisch
belichten können, sondern dass man damit "offenbendig" arbeiten kann, offenblendig, bis unmittelbar zum Zeitpunkt der
Bildauslösung. Das geht also mit einem Kamerasystem, das eigentlich gar keine Offenblendmessung ermöglicht. Wie das
trickreich möglich war (immer noch ist) zerlege ich ausführlich im oben verlinkten Faden.

Das QUARTET!
Diese hochentwickelten M42 Kameras zogen Ende der 1970er nochmal ALLE Register, um das im Grunde völlig veraltete
M42-Weltstandard-Kamerasystem noch einmal richtig zu beleben. Die Modelle sind toll ausgestattet und holen
(as said) wirklich das Allerletzte aus dem M42-Universalstandard heraus. Komfortabeler kann man mit M42 wirklich
nicht photographieren.
Die 4004 und die 5005 sind völlig identische Kameras, die von Chinon auf Basis der CE II MEMOTRON für Photo Quelle gebaut wurden
und ein völlig neu designtes Kameragehäuse erhielten ... also nicht ohne weiteres der MEMOTRON ähneln.

Warum "4004" und "5005"?? Ganz einfach ... die 5005 wurde mit einem 55mm /1,4 COSINON (REVUENON) Objektiv geliefert, die
4004 nur mit einem 50mm / 1,7 ... beide Kameragehäuse sind ansonsten identisch.
Besonderes Schmankerl .... die Kameras steuern alle vier die 1/2000s!

Ansonsten habe ich im oben verlinkten Faden alle technischen Finessen der CE II Memotron anhand der PORST M-CE (auch baugleich) zerlegt ... auch Blick durch den schönen Sucher usw .... muss ich hier vielleicht nicht alles wiederholen.
Die einzige Besonderheit der 4004 / 5005 Modelle .... Chinon hat für Photo Quelle mal die Messwertspeichertaste weggelassen. Ansonsten keine technischen Unterschiede!
Kommen wir zu den Modellen 4000 EE und 5000 EE

Hier kam ein ganz anderes DESIGN zum tragen. Diese Revueflexen sind sehr nahe am Original Chinon Design.
Warum das??? Keine Ahnung??! Ich kann auch nicht feststellen, ob diese Modelle zeitversetzt von Quelle vermarktet
wurden oder welche Serie älter oder jünger ist???
Ich mag beide Ausführungen ...die "EEs" gefallen mir vielleicht etwas besser!
Unterschiede 4000 EE und 5000 EE: KEINE!
Auch hier die selbe Nummer ... die 4000 EE kam mit einem 1,7er, die 5000 EE mit einem 1,4er Objektiv
Einen winzigen Unterschied gibt es dann aber doch (unabhängig, ob nun 4000 EE oder 5000 EE!)

Frühe Modelle haben den Batterietestschalter hinten an der linken Kameraschulter und oben eine rote
Bestätigungs-LED (eine bei Knopfdruck rot leuchtende LED bestätigt eine ausreichende Batteriespannung)
(DIESE SERIE HAT KEINEN BELICHTUNGS-MESSWERT-SPEICHER-SCHALTER! "AE-Speicher")
Spätere Modelle haben KEINE LED mehr sondern an Stelle der LED den Prüfschalter.
Der Zeiger des Belichtungsmessers muss dann bis zu einer Referenzmarke ausschlagen.
(Diese Modelle haben dann auch einen Belichtungs-Messwert-Speicherschalter)
Eine 4000 EE MIT AEL-Taste:

Eine 5000 EE ohen die Taste:

Fazit:
Die oben genannten Kameras sind wunderschöne Ganzmetall-Kameras ..... groß und schwer ... wie die
COSINA HI LITE EC, mit der die Geschichte dieser besonderen M42er mal begann.
Wer es kleiner, leichter und zierlicher möchte, kommt bei den "Pseudo-Offenblendern-Zeitautomaten
nicht an der Revueflex AC1 vorbei, die wirklich zierlich geriet und als allerletze dieser Serie sogar Winderbetrieb
erlaubt.
Wie ich oben schon schreibe ... komfortabeler kann man mit M42 nicht arbeiten.
Ich mag alle diese Modell wirklich sehr!
Qualität:
Chinon Kameras sind einfach gut! Einzig die Belederung macht oft Probleme ... die hatten einfach keine gute
Klebe!
Einen Makel gibt es dann aber doch noch!
Zwei meiner MEMOs (wie ich die ganze Serie dieser Kameras nenne) habe ich "tot" gekauft ... also elektronisch tot!
Die Kameras haben (intelligenterweise) keine Hauptschalter sondern werden erst durch Antippen des Auslösers
quasi "kaltgestartet"
Der Hauptschalter ist ein leider offenliegender Kontakttaster, der sich (leicht zugänglich) erreichen lässt,
wenn man das Kameravorderteil und den Bajonettring demontiert. Dort finden sich dann die Messing-
kontaktplatten dieses kleinen Schalters, die aufgrund leichter Korrosion den Stromfluss verweigern.
Mit einer Reißnadel dann nur vorsichtig die Oberflächen blank machen und mit etwas Kriechöl erneuter Korrosion
vorbeugen und die MEMO erwacht zu neuem Leben.
Preise:
Unerfreulich hoch! Schöne MEMOS erreichen inzwischen durchaus Preise beliebter CANON FD-Modelle.
In Kennerkreisen hat sich herumgesprochen, dass die Kisten wirklich was 'drauf haben ... heute weiß man das,
damals ging's vollkommen durch ... keiner wollte mehr in M42 investieren ... heute erschließen diese
hochentwickelten M42er das System von besonderer Seite her.
Zu meinen Schätzken:
Die beiden 4000 EEs habe ich seit kürzlich ... Zufallsgelegenheiten für wirklich wenig Geld ... Glück gehabt!
Die beiden 5005er habe ich kaputt gekauft! Die eine hatte den beschriebenen "Elektroniktot", die andere war
ganz einfach verbeult ... unschöne Delle vorne am Prismengehäuse.
Ich habe dann eine ebenfalls schrottige "3003" gekauft, die aber ein schönes Vorderblech hatte, das fast baugleich
ist (musste etwas zugefeilt werden).
Alle vier sind jetzt voll einsatzbereit ... schön aufbereitet.
Alle meine MEMOs haben tadellos passende Verschlusszeiten. Meistens stimmen auch die Belichtungsmesser noch
ganz genau.
Wenn sich kleine Abweichungen ergeben, bekommen solche Kameras bei mir einen Sticker angebracht, wo ich eine
ISO-Anpassungskorrektur dann vermerke!

Bei dieser 5000 EE muss die Filmempfindlichkeit für exakte Belichtung einfach nur 1,3 EV höher eingestellt werden.
Empfehlung für heutigen Gebrauch:
Klares ja! Das M42 System bietet UNFASSBAR viele Objektive, zu teilweise lachhaft günstigen Preisen, ist und bleibt
mein Lieblings-Kamerasystem. Ich empfehle ALLE MEMO-Modelle, von denen ich im eingangs verlinkten Faden alle
Modelle gelistet habe gleichermaßen.
Für mich sind das die einfach am weitesten entwickelten M42-Kameras, die es jemals gab.
Verrückt, dass gerade die Versandhaus Marken diese Kameras im Programm hatten und die Premiumhersteller
solche Ideen entweder nicht hatten oder ganz gezielt ihre markeneigenen Bajonette durchsetzen wollten....
NEUGIERIG GEWORDEN???
Nochmal der Link:
https://www.bilderforum.de/threads/revueflex-ac1-kameraportrait.35566/#post-356412
Hier gibt es alles zu den MEMOs, was ich in Erfahrung bringen konnte!
Ich hoffe es war interessant?!
Grüße und rettet Film
Klaus
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