schärfen von Sigma-Fotos

Diskutiere schärfen von Sigma-Fotos im Sigma Dunkelkammer Forum im Bereich Sigma Forum; Auf Anregung von user jacobi-ich bemängelte seine teilweise unglücklich geschärften vogelfotos- hier ein thread darüber, wie man am besten...
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #1
ultraprimel
Beiträge
719
Auf Anregung von user jacobi-ich bemängelte seine teilweise unglücklich geschärften vogelfotos- hier ein thread darüber, wie man am besten sigma-fotos schärft.

grundsatz 1: es gibt 2 arten von fotos (bezüglich der schärfe):

a: wirklich scharfe fotos (keine verwacklungs- und bewegungsunschärfe, fokus sitzt (!)

b: fotos die zwar noch irgendwie scharf sind, aber nicht 100%...


grundsatz 2: geschärft werden die pixel im programm. um zu SEHEN was da passiert ist es pflicht dies in der 100% ansicht zu beobachten! jede andere ansicht ist interpoliert und man sieht nicht was passiert.

grundsatz 3: der schärferegler von spp ist erstmal sehr gut geignet, da foveondateien anders geschärft werden können.

aus obig gesagtem ergibt sich also, daß man grundsätzlich ein sigmafoto in spp in der 100%ansicht so schärfen sollte, bis es einem ausreichend scharf erscheint. ich mache das so, das es ausreichend scharf ist, also auch nicht gleich zuviel. man bedenke daß schon in der 0 stellung etwas geschärft wird. jede schärfungsanhebung erhöht die artefaktanfälligkeit-d.h. je größer ich die fotos später ausdrucken will, umso weniger bzw. feinfühliger sollte man schärfen.

jetzt wandelt man um (ich meistens die gleiche größe) und verarbeite das bild weiter in photoshop.
die weiteren schritte beziehen sich alle auch usm (unscharf maskieren), für mich das tool zur schärfung. alles andere kann nützlich sein, bringt aber nicht sooviel.

dort: also in usm bei photoshop, gliedert sich die schärfung in 3 aspekte auf: radius (also welcher radius der kontrastanhebung (denn das ist ja schärfung: eine anhebung des kantenkontrastes)), stärke-klar, wie stark wirkt die anhebung, und: schwellwert- d.h. ab wann "greift" der regler.


ausgehen vom grundsatz der 100% regelung ist der erste schritt vor dem schärfen- und das ist in der regel der letzte schritt in der ebv, also nach allen anderen veränderungen- das die bildgröße so eingestellt wird, wie die ausgeabgröße ist!!!!!!!!!!!!!!!!!

allerhäufigster fehler! alle schärfen irgendwie im bild rum und dann: verkleinern sie für web oder vergrößern für druck oder so. alles quatsch! JEDE AUSGABEGRÖßE BRACUHT IHRE EIGENE SCHÄRFUNG.

für druck etc. muß jeder mal selbst erfahrung sammeln, ich schreibe jetzt mal hier weiter im nächsten post was für die webschärfung sinnvoll sein könnte.
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #2
schärfung für web: also....wir haben das bild bearbeitet, die bildgröße angepasst- hier im web meist zwischen 800 oder 1000 pixel breite.

wie stelle ich die schärfung ein?

wenn das bild scharf ist, reicht meistens ein radius von 0,5 bis maximal 1 pixel. schwellenwert bei sigmadateien so um die 10 rum und die stärke kann auch zwischen 120 und 180 liegen.

das wichtigste ist der radius, damit bestimme ich welche kanten alles nachgezogen werden und, bzw. ob artefakte auftreten. wenn haare, fasern, linien anfangen sich mit einem halo zu umgeben, dann ist es zuviel....;-)
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #3
schärfung für web, wenn das bild nicht ganz scharf ist:

für den fall, daß unser bild nicht ganz scharf ist, müssen wir 2mal schärfen.
einmal moderat so, daß wir über die verstärkung gröbere kanten den schärfeeindruck stärken, um dann wie gewohnt noch auf 0,5 pixelebene die feinzeichnung griffig zu machen.

die reglerstellung hängt bei der ersten schärfung stark vom bild ab. bei einem porträt könnte z.b. ein radius von 2 pixel, stärke 80-100%, schwellenwert muß man sehen, aber meist auf keinen fall unter 6, ganz gut helfen die konturen von augen,lid etc. zu betonen und klarer zu machen. auch hier artefakte beachten!
bei vögeln sollten da nicht die federn vermatschen.
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #4
keine anmerkungen?

evtl. könnte jacobi ja mal so ein bartgeierfoto als raw zur verfügung stellen? dann könnte man mal die varianten gegenüberstellen.
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #5
Danke für deinen Beitrag.
Vielleicht ist er ja für den einen oder anderen eine Hilfe.
Nicht jeder nutzt PhotoShop
Was ist jetzt aber das spezielle an Sigma Fotos im Hinblick auf das Schärfen?
Gruß
Uwe
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #6
das spezielle ist,daß sigma fotos in spp besser geschärft werden, also für foveon sind andere schärfalgorhytmen besser, als wenn man z.b. nur in LR arbeitet.

richtig ist,daß nicht ejder PDS nutzt, aber wirklich sinnvoll schärfen kann man m.m.n. nur mit den USM-tool. wie soll man vernünftig schärfen ohne z.b. den radius einzustellen?
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #7
Hmm...

Du schreibst viel Richtiges ... in einigen wenigen Punkten bin ich anderer Meinung.

Ich schärfe immer nur in Originalgröße der Photos. Verkleinern bringt beim rfelativen Schärfeeindruck IMHO keine Verschlechterung.

Das Schärfen von verkleinerten Aufnahmen birgt insbesondere die Gefahr der Treppenbildung und dem bekannten Effekt der "Überschärfung".

Grundsätzlich richtig ist, dass man nur scharfe Aufnahmen überhaupt erfolgreich "schärfen" kann. Fehlerhaftes Bildmaterial ist in aller Regel die Arbeit nicht wert ... endet eigentlich immer nur "verschlimmbessert".

Sehr gut feinschärfen kann man IMHO mit der Maschine von RAW-PHOTO-STUDIO bzw Arcsoft Darkroom .... die zudem einfach zu bedienen ist.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #8
"grundsatz 1: es gibt 2 arten von fotos (bezüglich der schärfe):

a: wirklich scharfe fotos (keine verwacklungs- und bewegungsunschärfe, fokus sitzt (!)

b: fotos die zwar noch irgendwie scharf sind, aber nicht 100%..."

Stimmt

"grundsatz 2: geschärft werden die pixel im programm. um zu SEHEN was da passiert ist es pflicht dies in der 100% ansicht zu beobachten! jede andere ansicht ist interpoliert und man sieht nicht was passiert."

Stimmt für alle Programme und bei PS bis Version CS4, ab CS5 werden neben der 100% Ansicht auch andere Maßstäbe korrekt dargestellt.

"grundsatz 3: der schärferegler von spp ist erstmal sehr gut geignet, da foveondateien anders geschärft werden können."

SPP nutze ich eigentlich nie, außer dem ungeschärften, automatischen Erst JPG - einfach um mal eine Vorauswahl treffen zu können und um überhaupt erst mal ein JPG zu haben (auch wenns schlecht ist :D)

"aus obig gesagtem ergibt sich also, daß man grundsätzlich ein sigmafoto in spp in der 100%ansicht so schärfen sollte, bis es einem ausreichend scharf erscheint. ich mache das so, das es ausreichend scharf ist, also auch nicht gleich zuviel. man bedenke daß schon in der 0 stellung etwas geschärft wird. jede schärfungsanhebung erhöht die artefaktanfälligkeit-d.h. je größer ich die fotos später ausdrucken will, umso weniger bzw. feinfühliger sollte man schärfen."

Ich arbeite ausschließlich mit PS und somit auch mit ACR, in der RAW Bearbeitung werden ausschließlich die Tiefen und Lichter angepaßt und eserfolgt eine ca. 30%-ige Schärfung mit Radien zwischen 0,5 und 1 (übrigens handelt es sich bei der Schärfung in ACR um eine reine Luminanzschärfung !)

"jetzt wandelt man um (ich meistens die gleiche größe) und verarbeite das bild weiter in photoshop.
die weiteren schritte beziehen sich alle auch usm (unscharf maskieren), für mich das tool zur schärfung. alles andere kann nützlich sein, bringt aber nicht sooviel."

Bei mir wird die Datei jetzt direkt nach PS übergeben und zwar als smartObject. Das andere Schärfungsmethoden nicht viel bringen ist so nicht richtig - später mehr dazu

"dort: also in usm bei photoshop, gliedert sich die schärfung in 3 aspekte auf: radius (also welcher radius der kontrastanhebung (denn das ist ja schärfung: eine anhebung des kantenkontrastes)), stärke-klar, wie stark wirkt die anhebung, und: schwellwert- d.h. ab wann "greift" der regler."

Ja, USM ist eine der wesentlichen Schärfungsmethoden - aber erst im zweiten bzw dritten Schritt. Zunächst wird in PS RGB16 nach Lab16 konvertiert, die erste Schärfung (Kontrastschärfung) erfolgt per Gradiationskurve im L-Kanal (S-Form). Der zweite Schärfungsschritt (ebenfalls Kontrastschärfung) dient der Detailverbesserung bzw der Flächenstrukturierung (je nach Motiv). Im ersten Fall (Detailverbesserung) per Hochpass, Radius 20, weiches Licht, reduzierte Deckkraft ggf mit Staub&Kratzer (1-1) und Gauß (0,3-0,4) - beide ebenfalls mit reduzierter Deckkraft (ich arbeite mit smartObjects, d.h. alle aufgeführten Filter sind in einer Ebene gestapelt und jederzeit neu einstellbar). Im zweiten Fall (Flächenkontur) per USM (25-45 / 20 - 100 / 0), ebenfalls mit reduzierter Deckkraft (30 - 50%).

Nach eingen Arbeiten zur Lichtsetzung und sonstigem Kram erfolgt jetzt das eigentliche Schärfen, per USM auf zwei Ebenen. Ebene 1 - USM (500 / 0,4 - 1,0 / 5 - 8), Ebenenmodus dunklere Farbe, Deckkraft 80-100%. Ebene 2 - USM (500 / 0,4 - 1,0 / 5 - 8), Ebenenmodus hellere Farbe, Deckkraft um 60%. Hierbei ist es zwingend notwendig beide Ebenen zusätzlich mit Staub&Kratzer (1-1 / maximal 2-1) und Gauß (0,3 - 0,4) zu bearbeiten - für diese Filter liegt die Deckkraft bei 30-100% (bei smartObject Ebenen kann jeder gestapelte Filter in der Deckkraft einzeln angepaßt werden). Jetzt hat das Bild für die Ausgabe (generell Druck) die notwendige Grundschärfe.
Was jetzt kommt ist noch ein wenig (manuelles) Dodge&Burn um einzelene Details zu betonen und sonstiger Kleinkram.
Ist das erledigt kommen jetzt zwei ganz wesentliche Schritte. Alle bisher angelegten Ebenen werde zusammengefaßt und als neue Ebene im Modus Multiplizieren/Negativ Multiplizieren bei 10-20% Deckkraft verrechnet. Das ganze nochmals, diesmal im Modus Weiches Licht bei 30-50% Deckkraft. Zum Abschluß und das ist die letzte Ebene wird nochmals per Hochpass, Radius 0,4 - 0,8 - Modus Hartes Licht und reduzierte Deckkraft final geschärft (wenn notwendig mit Staub&Krtazer und Gauß, siehe oben)

Das ganze natürlich durchaus mit unterschiedlichen Werten in verschiedenen Bildpartien. Jetzt hört sich das ganze nach schrecklich viel Arbeit an - ist es aber nicht. Jeder Schritt ist in PS als Aktion hinterlegt (Knopfdruck genügt und die diversen Ebenen und Filter werden automatisch generiert - mit den entsprechenden Basiswerten, die passen bei 90% der Bilder und können jederzeit modifiziert werden). Die ganzen Schärfungsschritte (wobei nicht jeder zwingend notwendig ist, je nach Bild) dauern nicht länger wie 1 Minute.

"ausgehen vom grundsatz der 100% regelung ist der erste schritt vor dem schärfen- und das ist in der regel der letzte schritt in der ebv, also nach allen anderen veränderungen- das die bildgröße so eingestellt wird, wie die ausgeabgröße ist!!!!!!!!!!!!!!!!!"

Bei mir ist das Bild wärend der gesamten Bearbeitung in der Ausgabegröße, alles andere macht keinen Sinn. Das die Schärfung der letzte Schritt einer Bearbeitung ist wird zwar so überall propagiert, ist aber als pauschale Aussage so nicht richtig. Bei mir können es in Summe bis zu 7 Schärfungsschritte (bei partieller Schärfung noch mehr) werden und die kommen eigentlich zu ganz unterschiedlichen Bearbeitungszeitpunkten zur Anwendung.

"allerhäufigster fehler! alle schärfen irgendwie im bild rum und dann: verkleinern sie für web oder vergrößern für druck oder so. alles quatsch! JEDE AUSGABEGRÖßE BRACUHT IHRE EIGENE SCHÄRFUNG."

Stimmt im Prinzip, da aber letztendlich jedes bearbeitete Bild als Druck enden sollte wird bei mir nur für den Druck geschärft.

"für druck etc. muß jeder mal selbst erfahrung sammeln, ich schreibe jetzt mal hier weiter im nächsten post was für die webschärfung sinnvoll sein könnte."

Für Druck sollte idR deutlich überschärft werden, Druck braucht ua Schärfe.

"schärfung für web: also....wir haben das bild bearbeitet, die bildgröße angepasst- hier im web meist zwischen 800 oder 1000 pixel breite.

wie stelle ich die schärfung ein?

wenn das bild scharf ist, reicht meistens ein radius von 0,5 bis maximal 1 pixel. schwellenwert bei sigmadateien so um die 10 rum und die stärke kann auch zwischen 120 und 180 liegen.

das wichtigste ist der radius, damit bestimme ich welche kanten alles nachgezogen werden und, bzw. ob artefakte auftreten. wenn haare, fasern, linien anfangen sich mit einem halo zu umgeben, dann ist es zuviel....;-) "

Wenn ich ein fertig bearbeitetes Bild fürs Web verkleinere (bikubisch glatter) erfolgt eine pauschale Nachschärfung (Du weißt schon, Aktion aufrufen ... verkleinern, schärfen,....) per Hochpaß, Radius 0,3-0,4, Modus Weiches Licht - gf mit Staub&Kratzer (1-1) und Gauß (0,3-0,4). Das macht im wesentlichen das verkleinerte Bild etwas klarer, USM bringt an dieser Stelle aus meiner Erfahrung wenig.

"schärfung für web, wenn das bild nicht ganz scharf ist:

für den fall, daß unser bild nicht ganz scharf ist, müssen wir 2mal schärfen.
einmal moderat so, daß wir über die verstärkung gröbere kanten den schärfeeindruck stärken, um dann wie gewohnt noch auf 0,5 pixelebene die feinzeichnung griffig zu machen."

Die Grundlegende Schärfebearbeitung erfolgt im "Vollformat", Schärfen speziell fürs Web ist nur etwas aufpolieren des durchs verkleinern verschlechterten Schärfeeindrucks.

"die reglerstellung hängt bei der ersten schärfung stark vom bild ab. bei einem porträt könnte z.b. ein radius von 2 pixel, stärke 80-100%, schwellenwert muß man sehen, aber meist auf keinen fall unter 6, ganz gut helfen die konturen von augen,lid etc. zu betonen und klarer zu machen. auch hier artefakte beachten!"

Das ist der allgemein propagierte, klassische Schärfungsansatz per USM,wobei mir ein Radius von 2 deutlich zu kräftig ist (kommt bei mir extrem selten vor) - meine etwas progressivere, mehrstufige Schärfungskette erzielt im Vergleich deutlich diffizielere Ergebnisse.

"bei vögeln sollten da nicht die federn vermatschen."

Richtig, aber jetzt leg doch einfach mal die Foveonauflösung für einen fliegenden Reiher zu Grunde. Der Vogel kommt in gestreckter Flughaltung locker auf 2 m, d.h. auf dem Foveon werden runde 2650 mm abgebildet. Dafür stehen rund 2650 Pixel zu Verfügung, dh jeder Foveonpixel bildet ca 1mm des Originalvogels ab. Für einzelne Details einer Feder hat hier der Foveon keine Chance (12 MPix Bayer auch nicht, hier vermatscht der Bayeralgorythmus) und wenn Du Dir jetzt mal die Federstrukturen eine Reiherbrust oder einer ordinären Ente anschaust, die sind sowas von fein .....
Das wird erst mit 20 MPixel Sensoren besser, speziell mit der neuen SD1 (hoffe ich mal, vielleicht matscht die SD1 ja auch alles zu - siehe Lichter der SD15 iV zur SD14)

Zurück zum Ausgangsthema, Schärfen. Früher hab ich auch nach dieser sehr konserativen Methode gearbeitet, inzwischen habe ich dazugelernt, selektives USM und den Hochpaß habe ich inzwischen auch als wesentliches Werkzeug schätzen gelernt (nicht nur beim schärfen)

Morgen düse ich erst mal mit dem WOMO für 5 Tage ins Wochenende, bin dann am Montag wieder hier.
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #9
????

ich verstehe bahnhof...
wenn ich mir deine fotos ansehe (hier) und jetzt dazu deine irrsinnigen schärfevorgehensweisen dazu lese, dann weiß ich nicht ganz was ich sagen soll...also ehrlich jetzt.
wie weiter?

mein ganz pragmatischer rat (auch ehrlich): vergiß all den gauss, hochpasskram etc.
ich bin mir nicht sicher, ob du das wirklich alles verstehst?. ausgabegröße hat nix mit 100% ansicht zu tun! und daß du für den druck relativ stark nachschärfst ist goldrichtig, aber daß bei eienr verkleinerung quasi die schärfe von selbst irgendwo kommt ist grundfalsch.
ich sehe nur was ich sehe. und bei deinen bildern sehe ich eine artefaktbehaftete überschärfung die zudem unglücklich gemacht ist. und spp ist bei mir grundvoraussetzung für gute sigmafotos.
wie kommen wir nun voran? deinen schärfungsrafinessen kann ich nichts entgegensetzen, außer evtl. einem ergebnis (nach meiner methode) wo unabhängige forenbegutachter sagen was dann in ihren augen besser ist.

deshalb: ich will eigentlich nicht über smartobjekte,ebenen,hochpass und luminanzfilterung reden (das ist alles ne feine sache wenn richtig angewendet). ich will gute bilder sehen. am einfachsten deshalb: irgendwie mal so ein bartgeierfoto hier zum download stellen.

lg
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #10
klaus: im prinzip hast du recht bei normalen verhältnissen. aber sowohl bei heutigen originaldateigrößen als auch bei vielen nicht gaanz scharfen fotos (in der 100% ansicht) ist es so, daß die verkleinerung auf webgröße so eine gravierende veränderung mit sich bringt, daß man a) nachschärfen muß und b) im original etwas unscharfe bilder durchaus in der reduzierung auf wenige pixel absolut bracuhbar sein können. man muß sie nur richtig schärfen.

die beste schärfung ist natürlich immer ein sauber getroffener fokus und verwackiungsfrei ausgelöst. und gerde bei vögeln ist das schon mal was, was gar nicht soo leicht zu machen ist.
lg
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #11
Oh... was für Beiträge hier.
Da wird einem ja ganz schwindelig.
Jetzt mal meine Vorgehensweise:
NIK Sharpener auf ca. 20 - 40% und gut is. :D

Da kann man auch fix etwas partiell nachschärfen. ;)

Hier ein Beispiel mit 30%:

vorher...
1a.jpg

nachher...
1b.jpg

Ob es der Dame nun besser gefällt??? :rolleyes:
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #12
Ja, den benutze ich auch. Alles andere ist mir den Aufwand nicht Wert. Da sind aber die Ansprüche auch verschieden.

Gruß Sven
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #13
Ich kann jetzt wirklich nicht sagen ob Foveon-Bilder anders geschärft werden müssen als Bayer-Bilder.
Im Rückschluß würde das aber bedeuten, dass jeder Sensor eine andere Vorgehensweise bedarf.
Ich mag das nicht so recht glauben.
Tatsächlich ist das "unscharf maskieren" in PS die sicher professionellste Art ein Foto zu optimieren.
Ich darf das sagen, weil ich seit über 15 Jahren junge Leute zu Mediengestaltern in Print und Digital ausbilde.
USM gehört natürlich, neben der Tonwertkorrektur zu den ersten Dingen die gelehrt werden.
Ich habe immer noch einen riesigen Spaß am nachbearbeiten der Bilder.
Aber zu 90% kann man sich durch ein paar gute Tools das Leben auch etwas leichter machen.
Man gewinnt wieder etwas mehr Freizeit um raus zu gehen. Mit der Kamera versteht sich! ;)
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #14
hmm ... bedenkt Bitte bei den verschieden Vorgehensweisen das es nach meiner Ansicht 2 Typen von Bildbearbeiter gibt ....

für den ersten gehört auch der Weg mit zum Ziel .... er will wissen und steuern was gerade mit seinem Foto geschieht ... so natürlich auch beim Schärfen ... das sieht evtl. nach einem großen Aufwand aus ist aber für denjenigen Pflicht .... sollte auch immer OK sein ...

dem zweiten ist das alles total egal ... am liebsten ein Kopf drücken und Fertig ist das Perfekte Bild (am liebsten hatte ich geschrieben, geht leider nicht so einfach) hier kommen vielleicht lieber Tools zur Anwendung usw.

ich möchte damit sagen ... das dieses bei der Diskussion berücksichtigt werden sollte ...
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #15
Völlig richtig Wolfgang.
Ich gehöre auch nicht zu denen, die nach zweistündiger Tour mit 1200 Bilder auf der Karte zurückkehren.
Ganz wenige Bilder bleiben dann meist übrig... und für die lasse ich mir dann auch gerne Zeit sie möglichst optimal zu bearbeiten.
Nichts von dem ist nun verkehrt was hier geschrieben wurde und letztlich macht es ja so ein Bilderforum aus um genau über solche Dinge zu diskutieren.
Aber immer mit kühlem Kopf und immer schön freundlich bleiben. :D
Das sind wir hier aber zum Glück bislang alle. ;)
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #16
Ich optimiere meine Bilder auch so gut ich das eben kann. Da ich meine Zeit aber auch für mein Hobby sinnvoll begrenze, wird eben der bequeme Weg genommen. Früher wurde auch meinerseits mehr gschraubt. Wenn es jedoch eine Möglichkeit gibt denn Aufwand bei guten Ergebnissen zu reduzieren, dann nutze ich diese auch.

Gruß Sven
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #17
so...nachdem jacobis beitrag bei mir gesackt ist, dämmert es mir nun;-)


jacobi: deine art zu schärfen kommt aus einer zeit der digitalfotografie wo die dateien oft noch etwas blass und "flau" waren. artefakthaltig und und.
im prinzip macht du alles richtig, wenn du als ausgangmaterial solche dateien hättest. deine bilder sehen vom "look" teilweise so aus, wie die bilder von kompakt- oder bridgekamera, besonders die fehlenden gefiederstrukturen zeigen dies. ich möchte gar nicht groß ins detail gehen.

fakt ist: eine sigmadatei ist (wenn technisch richtig gemacht) von natur aus scharf und plastisch! man verschlimmbessert hier nur, wenn man das material durch luminanz,gauss- und hochpassfilter würgt.

aus diesem grunde unterstreiche ich mich nochmal selbst: entwickle deine dateien unbedingt mit spp, dort auch in 100% ansicht (!!) so schärfen, wie es das bild verträgt und dann bei der weiterverarbeitung in der ausgabegröße jeweils nochmals in der 100% ansicht mit USM (richtige einstellung vorausgesetzt) soweit schärfen bis es für das ausgabemedium passt.

wenn an zweigleins und federn halos und artefakte entstehen, waren die regler zuviel oder auch falsch angewendet;-)

lg

p.s. danke auch an alle anderen. niksharpener ist auch wunderbar.diese ganzen schärfegeheimnisse bracuht man eigentlich nur bei dateien von schlechtne sensoren (cmos z.b.)
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #18
@Sven: Ich optimiere meine Bilder auch so gut ich das eben kann. Jopp, ich auch

@ultraprimel: fakt ist: eine sigmadatei ist (wenn technisch richtig gemacht) von natur aus scharf und plastisch! man verschlimmbessert hier nur, wenn man das material durch luminanz,gauss- und hochpassfilter würgt. Jopp, das ist auch meine Erfahrung, wenn der Fokus sitzt und nichts verwackelt ist - dann sind die Dinger scharf. Gut, dass du den Thread hier aufgemacht hast! Ich hab das sehr interessiert hier gelesen.
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #19
"ich bin mir nicht sicher, ob du das wirklich alles verstehst?"

Doch liebe ultraprimal, ich bin mir ganz sicher das ich das alles ganz richtig verstehe :D :D :D :D :D :D

"so...nachdem jacobis beitrag bei mir gesackt ist, dämmert es mir nun;-)"

Schön .......

"jacobi: deine art zu schärfen kommt aus einer zeit der digitalfotografie wo die dateien oft noch etwas blass und "flau" waren. artefakthaltig und und. im prinzip macht du alles richtig, wenn du als ausgangmaterial solche dateien hättest. deine bilder sehen vom "look" teilweise so aus, wie die bilder von kompakt- oder bridgekamera, besonders die fehlenden gefiederstrukturen zeigen dies. ich möchte gar nicht groß ins detail gehen. fakt ist: eine sigmadatei ist (wenn technisch richtig gemacht) von natur aus scharf und plastisch! man verschlimmbessert hier nur, wenn man das material durch luminanz,gauss- und hochpassfilter würgt."

Sorry, gibt keinen Smiley für GRÖÖÖÖÖÖÖÖL
Zunächst mal kenne ich keine Kamera die als RAW gestochen scharfe Ergebnisse liefert, jedes RAW kann und muß nachbearbeitet werden - das ist ganz einfach Systembedingt, alles andere ist Stammtisch Halbwissen.

Du weißt schon was eine Luminanzschärfung bedeutet? Dir ist auch bewußt das der USM Filter einzig und allein auf dem dem Gaußschen Weichzeichner beruht, halt in unterschiedlichen Stärken und Verrechnungsmodi? Dir ist auch bewußt wie der Hochpaßfilter funktioniert? Was ist schlecht daran Tiefen und Lichter unterschiedlich zu schärfen? Momentan zweifle ich da etwas, nein, ich zweifle ziemlich stark!

"aus diesem grunde unterstreiche ich mich nochmal selbst: entwickle deine dateien unbedingt mit spp, dort auch in 100% ansicht (!!) so schärfen, wie es das bild verträgt und dann bei der weiterverarbeitung in der ausgabegröße jeweils nochmals in der 100% ansicht mit USM (richtige einstellung vorausgesetzt) soweit schärfen bis es für das ausgabemedium passt"

Allein den Anfang Deines Satzes finde ich ja sowas von ....... geil
Du hast nichts von dem von mir geschriebenen getestet und trotzdem propagierst Du Deine Methode als allein seeligmachend - somit also vollkommen Beratungsresistent. Unwissen und Halbwissen gepaart mit dem Missionseifer diverser Sekten, genau das ist die Mischung die ich über alles liebe.
Wenn ich ein Stück Eisen absäge muß ich die Schnittstelle auch entgraten, genau das passiert mit dem homöopatischen Einsatz von Staub&Kratzer und Gauß. Mit dem USM Filter ist es genauso wie mit einem Hammer, ich kann Häuser damit einreißen, ich kann Metall damit spalten und ich kann feinste Ziselierarbeiten damit erzeugen - kommt eben immer darauf an. Natürlich ist USM ein grundlegendes Schärfungswerkzeug in der Bildbearbeitung, aber es kommt eben immer darauf an wie man den Hammer führt!

Liebe ultraprimel, hättest Du jetzt irgendwas "neues" zum Schärfen gebracht hätte ich das sofort ausprobiert und versucht für mich umzusetzen. Mit dem Standart USM Filter, uralten Standartwerten und -verfahren lockst Du allerdings heutzutage keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor.

ganz entspannte Grüße nach einem herrlichen Weekend
 
  • schärfen von Sigma-Fotos Beitrag #20
jacobi: ich hatte schon befürchtet, daß wir uns verbal nicht einigen werden. dehalb möchte ich wirklich nur mein angebot wiederholen:
lass mir mal ne rawdatei zukommen von deinen bartgeiern oder so und ich entwickel und schärfe das nach meiner fasson iund das forum mag dann entscheiden, welches foto die bessere schärfung hat.

mir geht es überhaupt nicht drum wer hier die raffinierteren kunststückchen kann-das foto allein entscheidet. wenn du alles verstehst (gauss, luminanz etc.)dann ist ja alles bestens. dann ist das am ende eine frage der persönlichen sichtweise und des auges- deshalb dann mal mein vorschlag, hier eine größere augenschar zum abgleich unseres unterschiedlichen schärfeziels heranzuziehen.


lg
 
Thema:

schärfen von Sigma-Fotos

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