Hallo zusammen,
bei den zuletzt eingestellten Crops ist zwar ein erkennbarer Unterschied zwischen Nikon und Hasselblad zu verzeichnen, wobei aber die Frage entscheidend ist, wo dieser herrührt?!
Mit Auflösung hat das IMHO nix zu tun, hier ist die NIKON optisch unterlegen. Da reicht ein minimaler Fehlfokus oder eine ganz leichte Mikroverwackellung und ihr könnt den kompletten "Vergleich" in die Tonne kloppen. Das ist wie mit den hier schon oft diskutierten Vergleichen von Langtelebrennweiten (ich sag mal nur Samyang 650-1300mm). Die übelen Aufnahmen, die man im Netz diesbezüglich fast ausschließlich findet, basieren fast ausschließlich auf mangelhafter Handhabung.
Bei den hier gezeigten Crops handelt es sich um enorme TELE-Blickwinkel und da spielen (mögliche) handwerkliche Fehler die entscheidende Rolle ... daher ja auch der Vorschlag meinerseits, mit verwackelungssicheren Verschlusszeiten zu experimentieren, ehe man abschließende Schlüsse zieht.
Bei mehreren unterschiedlichen Ergebnissen "zählt" daher immer nur das beste. Bei den von mir gezeigten Crops oben liegt die NIKON gleichauf. Warum sollte sie also bei den Folgecrops nachgelassen haben?
Ist hier übrigens mit Spiegelvorauslösung bei der NIKON gearbeitet worden?:ausrufezeichen:
A3 und 300DPI:
Also, wenn ich die SD15 mal anführen darf:
Die Abmessungen des Bildes in Bildpunkten sind 2640 x 1760. Bei 300dpi entspricht das einer Wiedergabe auf 8,8 x 5,86 Zoll oder 22,35 x 14,8 cm. DIN A3 hat aber 42 x 29,1 cm Abmessungen, in Zoll 16,53 x 11,45. Demnach müsste eine Ausgangsdatei, um DIN A3 formatfüllend mit 300dpi bedrucken zu können, eine Auflösung von 4959 x 3435 Pixel haben. Das wären dann notwendige 17,03 MP. Die erreicht die SD 15 dann eher nicht...
Sorry, die alte und immer wieder repetierte Banane ...
Jede Bayerkamera produziert deutlich mehr Pixel, als Auflösung! Sie gibt ein schon hochgerechnetes Bild aus, das dann eine bestimmte Pixelzahl ausmacht. Die von ihr erzeugbare Linienzahl (auch bei den sehr laschen Kriterien von lachhaften 10% Restkontrast zwischen zwei Linien) liegt immer niedriger, als die Anzahl ihrer Pixelreihen.
Eine SIGMA SD15 generiert exakt eine Realauflösung (Liniendifferenzierung bei einem Restkontrast von
55% Luminanz) in Höhe der auf dem Sensor untergebrachten Pixelreihen, so ein Objektiv das zu leisten vermag (offensichtliches Problem bei der SD1).
Sigma Bilddaten sind also noch nicht hochgerechnet und
dürfen es daher im Vergleich außerhalb der Kamera werden.
Wer ferner meint, dass jede Ausbelichtung (egal, welche Größe) auf einem Pixelinput von dann 300DPI Output basieren muss (Quatsch schon für A3 IMHO), der rechne dann bitte mal ein DINA1 durch, ob da dann 50MP Input wohl ausreichen?!
Wäre das so, dann hätte man wohl nie ein Kleinbild-Negativ auf mehr als 18x24cm vergrößern dürfen.
Wenn man sich die Crops oben genau anschaut, merkt man, dass hier Auflösungsreserven hinsichtlich der Pixelzahlen reichlich vorhanden sind.
Bei beiden Kameras ist die Grenze der Optik erreicht, so oder so.
Schön, wenn es weitere Verbesserungen geben wird, Leute. Mich regen die
nicht mehr wirklich auf. Bildqualität ist inzwischen genau so selbestverständlich geworden, wie die Audioqualität in der HIFI-Technik.
Der letzte Urknall war auch da Anfang der 80er Jahre die Digitaltechnik, namentlich die AUDIO-CD. Was danach kam war sicherlich irgendwie auch noch "besser" aber irgendwann hat fast jeder gemerkt, dass es nicht mehr wirklich zu wahrnehmbar war.
Grüße und schöne Photos
Klaus