Digitalphotos selber auf Photopapier ausbelichten .... geht das?

Diskutiere Digitalphotos selber auf Photopapier ausbelichten .... geht das? im Analoge Fotografie Forum Forum im Bereich FOTOGRAFIE FORUM; Nun .... ob das Sinn macht oder nicht, soll da bitte jeder selber für sich entscheiden .... 😊 ich finde die Option, digital bearbeitete...
  • Digitalphotos selber auf Photopapier ausbelichten .... geht das? Beitrag #21
Nun .... ob das Sinn macht oder nicht, soll da bitte jeder selber für sich entscheiden .... 😊

ich finde die Option, digital bearbeitete Aufnahmen selber in wirklich guter Qualität ausbelichten zu können schon mal interessant und überlegenswert!

Die meisten von uns gucken gerade auf einen RIESIGEN photofähigen Monitor, der ein sehr ansehnliches Bild abliefert und bei normalem (sinnvollem) Betrachtungsabstand ja eben auch nicht mehr als Full HD abliefert! (Punkt)

Digitalphotos liefern inzwischen Auflösungen, die selten oder nie wirklich genutzt werden (können), weil unser Sehvermögen da den Bremsklotz wirft.

Interessant werden dann allerdings Bildausschnittsvergrößerungen ... genau da wird die hohe native Auflösung der Kameras wirklich interessant und ganau da hat die "Handynegativ-Methode" gar kein Problem!

Sinnvollerweise schraube ich nämlich jetzt nicht den Vergrößerer hoch, um am eigentlich guten Auflösungsvermögen des Smartphonedisplays zu scheitern, sondern wähle meinen Bildausschnitt DIGITAL am Rechner und schicke den passenden Bildausschnitt dann gleich auf das Display zum Ausbelichten.

Ich schaue hier gerade auf meinen riesigen ULTRA-WIDE Monitor mit 2560 x 1080 Pixeln Auflösung und vermag mit sinnvollem Betrachtungsabstand wirklich keinen Pixel zu erkennen. (niemand kann das).

Eine ähnliche Lage ergibt sich folglich, wenn ich mit eben dieser Auflösung ausbelichte.

Wenn ich für "lupenreine" Plakatwände tatsächlich dann doch D-A gewandelte Ausberlichtungen benötigen würde, wäre tatsächlich ein Druck beim Ausbelichter eine von drei Möglichkeiten, mein HP DESIGNJET A0 Photdrucker ist die zweite Möglichkeit oder ein Internegativ auf Mittelformat von meinem 85 Zoll 4k Flachpanel wäre die dritte Möglichkeit.😊

Allerdings ...... 😊 .... 13x18cm Ausbelichtungen für das Photoalbum sind mir im Moment viel lieber .... das geht nun wirklich tadellos und ist (meinen Überlegungen und Versuchen nach) noch lange nicht größtmöglich mit dieser Methode.

Skalierbarkeit:

Na klar! Ich habe inzwischen drei Großformat Kameras. Klar kann ich die auch umdrehen und dann ein Tablet in die Filmebene legen .... allerdings habe ich keines mit höherer Auflösung als mein Handydisplay.... es würde also wenig Sinn machen. 😊

Und ja .... Negative (SW wie Farbe) sind traditionell und sinnvollerweise kontrastarm (ich habe das "flau" genannt ... so sagte man früher ... "flau" für kontrastarm und "hart" für kontraststark.)

Das ist volle Absicht und sinnvoll!

Auf dieser relativ kontrastarmen Abbildungseigenheit beruht ja gerade der enorme Belichtungsspielraum und die enorme Zeichnungsfähigkeit von Negativ-Filmmaterial.

Anders gesagt sorgt dieses kontrastarme Verhalten ja eben gerade auch für die relative Fehlbelichtungstoleranz von Negativ-Material ... ebenfalls erwünscht! 😊

Das Photopapier ist (ausgleichnederweise) dann wieder relativ kontraststark in seinem Verhalten, um die flauen Negative dann wieder ansehnlich im Kontrast aufzusteilen.

Genau das geht ja eben bei Umkehrfilmen "DIAS" nicht ... da kann man das so nicht machen, weil's nicht aussehen würde. Das Dia muss in der Projektion ja eben gleich kontrsaststark und brillant in der Bildwirkung sein .... man kann da die überlegene Tonwertdynamik eines Negatives nicht nutzen, wie das bei der Digitalisierung oder der Ausbelichtung auf Photopapier mit Negativen möglich ist!

Man sieht das (wie oben schon gezeigt) mit dem bloßen Auge:

Bild - 20.jpeg

Links ein natives Color Negativ (vor den Bildschirm gehalten und durchleuchtet und rechts ein (positiv optimierter) also korrekt lichtwertverteilter SCAN dieses Negatives, den ich nur invertiert und orange-maskiert habe.

Egal, ob ich nun digital oder konventionell dieses Negativ umsetze, ich werde immer den Kontrast
anheben. 😊

Nun habe ich bei SW Papier einige Möglichkeiten, den Kontrast definiert anzuheben (Festgradation oder Multigrade), bei RA4 Color Papier aber kann ich mir die Garadation nicht aussuchen.

Wie "hart" RA4 Papier sich benimmt, durfte ich erfahren, als ich damals versucht hatte, RA4-Farbpapier als Negativ zu verwenden ... in meiner Großformat-Knipse:



Die damaligen Versuchsergebnisse bestätigen genau das, was wir gemeinsam hier sehen .... So weich, wie Nagative sich benehmen, so hart zeichnet (im Ausgleich) das Photopapier.😊

Genau das macht ja auch Sinn ... ich habe beim Ausbelichten einigen Spielraum, mir über eine passende Ausbelichtung genau den Luminanzbereich "herauszuvergrößern", den ich haben möchte.

Umgekehrt geht das leider gerade mit Farbmaterial nicht! Verwende ich Photopapier als Negativ, sensen mir die zu harten Kontraste Lichter und Schatten an den Rändern des Histogrammes total ab.

Mit SW Papier geht das übrigens etwas besser, in dem ich festgraduiertes weiches Papier verwende und das dann nicht in Papierentwickler, sondern in satrk verdünntem Rodinal entwickele.

Tipp: Wer bildschirmoptimiertes Bildmaterial nach der gezeigten Methode ausbelichten möchte, der sollte den Kontrast der Aufnahmen um etwa 80% reduzieren um so das (wie ich es nenne) "flaue" Negativ digital nachzubauen.

Ich erreiche so SW wie Farbe sehr natürliche Tonwertverteilung und Zeichnung .... man sieht's ja glaube ich auch ganz gut?!

Danke für Euer Interesse und viel Spaß beim "Nachbauen" und Experimentieren ... wie gesagt ... nach der Fernsteuerung des Handydisplays habe ich noch weitere Ideen .... insbesondere den Workflow zu verbessern.

Das Photoalbum füllt sich derweil ......

Grüße und rettet Film

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Digitalphotos selber auf Photopapier ausbelichten .... geht das? Beitrag #22
Erfahrungswerte für Belichtungszeiten:

Wie ich auch erwartet hatte liefert das Handydisplay (bei natürlich maximal eingestellter Hintergrundbeleuchtung) eine nur geringe Lichtstärke.

Ich habe das Kameraobjektiv leicht auf Blende 5,6 abgeblendet und komme bei 13x18 Ausbelichtung SW auf etwa 18s Ausbelichtungszeit.

Das ist im Vergleich zu einer Negativ-Ausbelichtung im selben Maßstab relativ lange.

In Farbe wird das alles noch VIEL EXTREMER! Das LED-Backlight harmoniert nun gar nicht mit dem RA4 Color Papier, weil es extrem kalt (blaulastig) im Vergleich zur Glühfadenlampe eines Vergrößerers kommt.
Zusätzlich muss dann ja auch noch die Orangemaskierung des Farbnegatives "nachgebaut" werden und zwar optisch. Das geht nicht mehr innerhalb des Regelbereiches des Displays über digitale Einfärbung.
Schließlich kommt dann noch die digitale Feinanfilterung (Weißabgleich) am Rechner, so dass nur noch wenig Ausbelichtungslicht übrig bleibt.

Ich muss dann genau 2 min. lang ausbelichten.

Für ein 18 x 24cm Bild ergeben sich dann folglich 4 min. für ein 30 x 40cm Bild etwa 9 min Belichtungszeit.
Ein lichtstärkeres Objektiv würde bei Blende 4 die Belichtungszeiten jeweils um die Hälfte verkürzen.

Grüße und rettet Film😊

Klaus
 
  • Digitalphotos selber auf Photopapier ausbelichten .... geht das? Beitrag #23
Hallo nochmal,

hier ein weiterer Erfahrungswert zu den Smartphone "DIGITAL-C-Prints".😊

Ich habe hier mal 30x40cm Aufnahmen mit dem Handy als NEGATIV-Geber ausbelichtet.
Dabei konnte ich erfreulicherweise durch eine ganz andere neue optische Filterung die Lichtausbeute
deutlich erhöhen und die lange Ausbelichtungszeit mehr als halbieren.

Alledings habe ich der Einfachheit halber nicht die oben gezeigte umgebaute 6x9 Faltkamera verwendet,
sondern das Smartphone mit einem angefertigten Adapter in das Vergrößerungsgerät eingelegt.

Bild - 10.jpg

Die Bildergebnisse sind auch in dieser Größe brauchbar und ansehnlich, wenn man einen sinnvollen
Betrachtungsabstand einhält. Natürlich werden Pixelrasterungen sichtbar, wenn man sehr nahe herangeht.
Das ist aber (zumindest bei Color-Kleinbild-Negativen) auch schon eine Bildgröße, die das Filmkorn
mehr als deutlich sichtbar macht.
Dazu muss gesagt werden, dass ich nicht mehr als ein Billig-No-Name Smartphone habe.
Ich werde beim nächsten Neukauf dann mal in eines mit 4k-Display investieren.
Mit einer solchen Auflösung lassen sich dann auch sehr große Ausbelichtungen
als DIGITAL-C-Prints noch hochwertiger in Eigenregie anfertigen.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Digitalphotos selber auf Photopapier ausbelichten .... geht das? Beitrag #24
Hallo Klaus ich bin auf diesen Beitrag gestoßen weil es genau das ist was ich machen will. Nun wollte ich fragen ob du den Prozess noch weiter optimiert hast. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße
 
  • Digitalphotos selber auf Photopapier ausbelichten .... geht das? Beitrag #25
Hallo Klaus ich bin auf diesen Beitrag gestoßen weil es genau das ist was ich machen will. Nun wollte ich fragen ob du den Prozess noch weiter optimiert hast. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße

Vielen Dank der Nachfrage und ja .... tatsächlich habe ich in Sachen DIGITAL-C-Prints das Verfahren inzwischen weiter optimiert bzw. verbessert.
Die Frage ist ja immer: Wen interessiert das und ist es der Mühe wert, dazu zu schrieben.

Ich bin zur Zeit unterwegs und werde später dann Bilder nachreichen!

Inzwischen habe ich das Smartphone mithilfe einer Freeware so konfiguriert, dass ich es wie einen Zweitmonitor vom Rechner aus direkt "beschicken" kann. Das erspart mir enorm viel Fummel und den Umstand, das Phone immer wieder ausrichten zu müssen, weil ich es ja ansonsten anfassen müsste.

Anstelle der oben gezeigten umfunktionierten 6x9cm Faltkamera nutze ich inzwischen ein 6x9cm Vergrößerungsgerät! Das Smartphone wird da anstelle der Negativbühne eingeschoben. Auch das vereinfacht das Procedere enorm!

Die Ausbelichtungszeit hatte ich damals noch manuell mit einer aufgelegten Abdeckung geregelt, weil ich keine Möglichkeit habe, das Handy ferngesteuert ein- und auszuschalten, um das Belichtungsintervall zu steuern.
Ich habe in den sekundären Strahlengang nun eine Blende eingebaut, die ich über eine normale Laborschaltuhr schalten kann.
Das ganze funktioniert elektromagnetisch mit Hilfe einer umgebauten Türöffnungsmechanik, die ich mit einem Steckernetzteil ansteuere .... also mit Niederspannung, denn die Labor-Schaltgeräte schalten ja nur 230V Netzspannung. So wird eine "Paddelblende" ganz einfach in den Strahlengeng ein- und ausgeschwenkt, um die Belichtung des RA-4-Photopapiers zu starten und exakt zu beenden.

Ich denke auch darüber nach, die umständliche Papierentwicklung (zuletzt habe ich eine Trommelentwicklung gemacht) mit einer Durchlaufentwicklungsmaschine zu automatisieren!

Einen DURST RCP-20 Automaten besitze inzwischen ...... Problem damit ist nur die große Flüssigkeitsmenge (2,5l), die sich nur für große Mengen an Photos lohnen wird.

Bestehende Probleme bleiben: Grobfilterung ist NUR im Strahlengeng mit optisch hochwertigen
Filterscheiben möglich (wie oben beschrieben) Feinfilterung dann digital am Rechner!

Handy-Displays machen extrem kaltes und wenig geeignetes Licht für die Ausbelichtung auf RA-4 Papier, das ja EXTREM Blau sensibel ist, um die ORANGE-Maskierung der Negative zu kompensieren.
Diese ORANGE MASKIERUNG muss ja mit der Grobfilterung im Strahlengang quasi "nachgebaut" werden
und schluckt extrem viel Licht.
Auch wenn das RA-4 Farbpapier im Vergleich zum SW-Papier viel lichtempfindlicher ist, bleibt POST-FILTER nur sehr wenig Belichtungslicht übrig, so dass sich zwangsläufig die recht langen Ausbelichtungszeiten (oben genannt) ergeben müssen. Dafür gibt es leider keine technische Lösung!


Was Schwarz weiß sehr schnell geht, dauert in Farbe leider sehr lange. Es lassn sich aber neutrale Farben und gestaltete Kontraste hinkriegen, wie ich ja zeige. Wichtig ist es, den Bildkontrast nach der digitalen Invertierung der Aufnahmen stark zu reduzieren, weil Negative viel weniger kontrastreich sind, als Handydisplays!
Es kann lange dauern, bis man da ein Optimum gefunden hat ..... das muss klar sein .... ALL DAS GEHT NICHT MAL EBEN SO!!!

Grüße und Genaueres gerne dann, wenn Du soweit bist!

Grüße und rettet Film

Klaus
 
Thema:

Digitalphotos selber auf Photopapier ausbelichten .... geht das?

Zurück
Oben Unten