Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen?

Diskutiere Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? im Sigma Digitalkameras Forum im Bereich Sigma Forum; Hallo, ich gucke mir immer wieder Tutorials auf YouTube an. Außerdem auch Videos aktueller Kameramodelle der verschiedenen Hersteller. Eines ist...
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #1
Siggi87
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Hallo, ich gucke mir immer wieder Tutorials auf YouTube an. Außerdem auch Videos aktueller Kameramodelle der verschiedenen Hersteller. Eines ist mir aufgefallen. Es gibt so gut wie keine deutschen Videos über Sigma Kameras. Egal ob Kaufempfehlungen beziehungsweise Reviews oder Tutorials. Auch die Trainer von Video2brain oder Foto TV wie zum Beispiel Pavel Kaplun zeigen viele Kameras jedoch keine einzige Sigma Kamera.

Warum ist das eigentlich so?
Gibt es kaum professionelle Fotografen, die mit diesen Kameras arbeiten?

Lediglich Eberhard Schuy hat mal in einem Video mit einer SD15 fotografiert und ein Werbevideo für eine SD1 gemacht.

Ist der Qualitätsunterschied zu anderen Herstellern so extrem?

Also ich persönlich mag meine Kamera, allerdings ist es auch meine erste Spiegelreflexkamera gewesen.
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #2
Derartige Videos werden in erster Linie erstellt um möglichst viele Leute anzusprechen.
Also Canon/Nikon dann kommt lange nichts mehr und dann Pentax/Sony.

Es gibt vermutlich auch sehr wenige Hasselblad-Erklärvideos, das liegt aber daran das die Nutzer dieser Kamera auf so etwas verzichten können. Es kennzeichnet eine Kamera also nicht als Profikamera ob darüber Tutorials zu finden sind.

Beim fotografieren unterscheiden sich die Kameras auch grundsätzlich nicht. Bei Sigma unterscheidet sich die Ausarbeitung der Bilder weil man es sinnvollerweise mit SPP zu tun bekommt.

Es gibt vermutlich auch so viele Videos über 5DMK irgendwas und D800, weil sich Laien diese kaufen um vermeintlich beste Qualität zu bekommen und dank ihrem Unwissen auf Digiknipsniveau Bilder machen. Das ist aber wieder eine andere Geschichte.
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #3
......Warum ist das eigentlich so? .........

Wie Peter schon meinte: Keine Masse, keine Tests/Tutorials/Garnix

......Ist der Qualitätsunterschied zu anderen Herstellern so extrem?..........

Mit Qualität hat das nix zu tun.
Ich hab' zwar keine Sigma, aber man kriegt ja so einiges mit.
Schlecht sind die nicht, nur anders :)

......Also ich persönlich mag meine Kamera.........

Das ist das einzige Statement, das hier zählt.
PUNKT.
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #4
Ja, das ist schon richtig, aber diese Hasselblad Kameras liegen ja auch in einem Preisbereich, so dass sie für einen Privatmann zum Fotografieren im Regelfall überhaupt nicht erschwinglich sind. Bei Sigma sieht das alles schon ganz anders aus.

Sie werden mit Canon, Nikon u.co bei Amazon und eBay vertrieben und die SD15 in einem Preisbereich, der im Rahmen der Einsteigerkameras liegt. Auch die SD1 Merrill ist ja mittlerweile für unter 1000 Euro zu bekommen.

Da wird es doch sicherlich einige geben die sich eine Sigma Kamera kaufen.

Und Sigma hat durch seine Objektive doch auch einen gewissen Bekanntheitsgrad.

Auch die SD1 würde mich interessieren, was mir aber überhaupt nicht gefällt an dieser Kamera, ist dass sie kein Schulter Display hat.
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #5
Sie werden mit Canon, Nikon u.co bei Amazon und eBay vertrieben und die SD15 in einem Preisbereich, der im Rahmen der Einsteigerkameras liegt. Auch die SD1 Merrill ist ja mittlerweile für unter 1000 Euro zu bekommen.
Ich denke das mehr "User" als man meint nur JPG nutzen und weit weg von den echten Möglichkeiten ihrer Kamera agieren.
Wenn man so mit Sigma fotografiert hat man nur Nachteile und keinerlei Vorteile.
Ebenso hat auch SPP die besten Voraussetzungen einen Einsteiger abzuschrecken. Schnell mal einen grünen Farbstich entfernen klappt gar nicht so einfach.

Ein fehlen des Schulterdisplays finde ich in dieser Preisklasse auch unüblich.
Das hatte meine D70 und zuvor meine Analogen schon und ich kenne keinen Grund der gegen ein Schulterdisplay sprechen würde.

Als der große SD14 Ausverkauf, das war 2008, begann waren alle total begeistert und nach kurzer Zeit hatten die meisten ihre Ausrüstung wieder abgestoßen. Entweder kann eine Sigma langfristig begeistern oder sie nervt nur noch.

Wir haben hier im Forum nicht so wenige Foveonabhängige die auch schon sehr gute Bearbeitungsstrukturen entwickelt haben um die Unzulänglichkeiten der Kamera zu umschiffen.

Ich bin bei Sigma raus weil:
-SPP
-sehr unzuverlässiger AF
-Kamera hängt sich manchmal auf
-Kamera hängt sich bei Serienbilder prinzipiell auf
-man braucht mehr Akkus als Speicherkarten
-höhere ISO nicht so toll
-Farbstiche, grün und das Rot-Problem
-Vollformat Spaß macht

Trotzdem hoffe ich das irgendwann einmal.. da hoffen aber viele mit, entweder ein großes Softwarehaus sich der X3F annimmt oder Sigma eine Software auf den Markt wirft die Spaß macht. Davon ist aber nicht mal ein Silberstreif am Horizont zu sehen.
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #6
Moin,
also die X3F der SD15 lassen sich hervorragend mit Photoshop (CS6, geht bestimmt auch mit anderen Versionen) bearbeiten. Das mache ich nur so, da mir SPP mächtig auf die Nerven geht...
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #7
Hallo - ich schätze seit Jahren meine DP's, erst DP1 + DP2 und seit einem Jahr die DP1 Merrill und würde die Merrill gegen keine andere Kamera tauschen. Konkurrenzlose Farbwiedergabe, konkurrenzlose Schärfe bis in die Bildränder dank des hervorragenden Objektivs (Foveon Sensoren benötigen auch keinen schärfereduzierenden AAL-Filter, wie die Bayersensoren)
Die Kamera ist handlich und mit einem Akku schaffe ich mindestens 100 Fotos. Für eventuelle weitere 200 bis 400 Fotos habe ich stets 3 oder 4 Reserveakkus dabei.
Da ich fast ausschließlich nur mit ISO 100 fotografiere, verwende ich bei schlechtem Licht eben ein Stativ, was anscheinend leider etwas außer Mode geraten ist.
Für Sportfotografie, was mich aber nicht interessiert, ist eine Sigma tatsächlich nicht das richtige Instrument.
Es ist für mich nicht ganz verständlich, was an SPP eigentlich schlecht sein soll.
Zu langsam? zu wenig Korrekturmöglichkeiten? - verstehe ich nicht. Bei mir ist eine RAW-Datei in 3-4 Sekunden entwickelt und falls überhaupt nötig, danach noch etwas korrigiert, in 16 Bit Tiff abgespeichert, was ebenfalls in ein paar Sekunden erledigt ist. Dann perfektioniere ich die Fotos anschließend in CS6 (Sturzkorrektur, ev.anderer Ausschnitt, Geradestellung....)
Voraussetzung hierfür ist allerdings ein zeitgemäßer Computer (z.B Macbook Pro 15 Retina, Quad-core i7, 16 GB Arbeitsspeicher, SSD)
Aufgehängt haben sich meine DP's bisher noch nie und gelegentliche Farbstiche sind in SPP schnell korrigiert.
Dass Sigma-Kameras auch in Zukunft Randerscheinungen bleiben werden, liegt hauptsächlich daran, dass die meisten Hobby-"Fotografen" eigentlich nur bequeme Knipser sind - zu faul, um in RAW zu fotografieren, und mit der Notwendigkeit der Nachbearbeitung leben zu können.
Die einzige wirkliche Alternative für die Merrill wäre für mich nur die Leica M9, welche allerdings genauso eine seltene Randerscheinung ist, vor Allem auch wegen des Preises - und dabei auch nicht wirklich bessere Bilder produziert.

Gruß, Christoph
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #8
Voraussetzung hierfür ist allerdings ein zeitgemäßer Computer (z.B Macbook Pro 15 Retina, Quad-core i7, 16 GB Arbeitsspeicher, SSD)

Ich hoffe sehr, dies war ein verspäteter Aprilscherz!?

Grüße,
Eule
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #9
Ich hoffe sehr, dies war ein verspäteter Aprilscherz!?

Grüße,
Eule

Das war es wohl nicht. Ich nutze seit Jahren SD14, SD15, DP1s und 2s und seit kurzem SD1M. Was Christoph schreibt kann ich 100%ig bestätigen.

Das RAW bearbeiten der Merill-Dateien ist zwar deutlich langsamer geworden vgl. mit SD15, aber für mich immer noch erträglich (Quad-core i7, 16 GB Arbeitsspeicher, SSD).

Mit entsprechendem Handling ist SPP für die RAW-Konvertierung sehr gut brauchbar und erzielt m. E. die besten Ergebnisse. Für die Bildbearbeitung sind andere Programme vorgesehen, ich nutze hier CS5.

Nachdem ich beruflich einige Wochen intensiv eine Sony A7 testen konnte, habe ich mir privat die Merill gekauft. Obwohl ich einige Objektive ersetzen musste, obwohl ich mittlerweile den Spiegelkasten eigentlich für überholt halte, obwohl das Gehäuse mir viel zu groß, viel zu schwer, viel zu klobig ist, obwohl ich weiss, dass bei ISO 400...800 Ende der Fahnenstange ist, obwohl ich SILKY-Pix nicht mehr für diese Kamera nutzen kann, obwohl ich für jede 16GB-Karte einen Akku brauche (oder zwei...), obwohl die rote Lampe der Speicherfunktion praktisch nie aus geht und und und.

Die erzielten Bildergebnisse lassen mich all das ganz schnell vergessen.

Ach ja, ich nutze zusätzlich auch andere Kameras, selbst eine NEX7 und beruflich Canon DSLR und wie gesagt Sony A7. Und ich nutze auch andere RAW-Konverter. Wenn man ein breiteres fotografisches Spektrum abdecken will, sollte man sich im klaren sein, dass wahrscheinlich ein 2. System sinnvoll ist. Für meine Motive (Landschaft, Architektur, Porträt, Tiere, Pflanzen, Makros) ist Sigma das erste System. Für den Rest (Innenraum, Street, High-Iso) habe ich das Zweitsystem NEX. Action und Sport fotografiere ich selten oder nie. Die NEX ist zusätzlich noch leicht und klein, also für Tracking, Kanu und Städtetourismus besonders geeignet.

Zum Topic: SIGMA-Kameras überzeugen durch Bildqualität bei geeigneten Bedingungen. Ich wüsste deshalb nicht, was man auf Youtube darüber berichten sollte. Wie langsam sie sind? Was sie alles nicht haben? Wer sich für diese Kameras interessiert, sollte sich ein paar RAWs herunterladen und im SPP daran rumspielen, das ist sinnvoller als ein Youtube-Tutorial anzuschauen.

Frohe Ostern.

Fo_SDIM0370.jpg

Man kann auch unter ungeeigneten Bedingen mit der SD1M Bilder machen...
SD1M, 1/200, f5.6, 120-400 bei 297mm (445mm KB), ISO 800
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #10
Die AF-Probleme aufgrund hoher Produktionstoleranzen sowie das langsame SPP bei Merrill-Dateien ist das Kernproblem meiner Meinung nach.

Dirk
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #11
Hallo Dirk,
mich geht das ewige Gejammer um SPP langsam an.
Wenn Dir 3-4 Sekunden für die Konvertierung in SPP zu langsam sind, dann würde mich interessieren, ob die RAW-Konverter von Canon oder Nikon oder Adobe LR tatsächlich viel schneller sind. Und ob ich nun 1 oder lange 3 Sekunden geduldig warten muß, ist mir persönlich egal. Ein wenig Muße tut doch auch gut. In CS 6 dauert eine umfassendere Sturzkorrektur übrigens auch ein paar Sekunden und darüber hat sich noch niemand beschwert.
Warum sind wir denn so verwöhnt geworden? Geht es beim Bearbeiten von Fotos wirklich nur noch um maximale Geschwindigkeit - auch beim Autofokus, bei den Merrills könnte man den Fokus schließlich auch manuell bedienen - aber - freche Frage - wer kann das heute überhaupt noch?
Seid doch bitte etwas toleranter und schätzt die wirklich überragenden Qualitäten der Sigmas und auch die Vorteile des SPP, welches m.E.wirklich in Ordnung ist und denkt nicht immer nur an schnell, schneller und noch schneller.
Wir in diesem Forum sind doch überwiegend Amateure und müssen nicht täglich hunderte Fotos bearbeiten. Dann müsste es doch möglich sein, für die gelegentliche Bearbeitung von ein paar Hundert Fotos auch ein paar Stunden zu opfern. Falls die jemandem zuviel ist, dann sollte er sich ernsthaft überlegen, ob fotografieren eigentlich für ihn das richtige Hobby ist.

So jetzt habe ich vielleicht manchen beleidigt, aber möglicherweise auch zum Umdenken angeregt.

lg/Christoph
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #12
Dass Sigma-Kameras auch in Zukunft Randerscheinungen bleiben werden, liegt hauptsächlich daran, dass die meisten Hobby-"Fotografen" eigentlich nur bequeme Knipser sind - zu faul, um in RAW zu fotografieren, und mit der Notwendigkeit der Nachbearbeitung leben zu können.

bei den Merrills könnte man den Fokus schließlich auch manuell bedienen - aber - freche Frage - wer kann das heute überhaupt noch?

Falls die jemandem zuviel ist, dann sollte er sich ernsthaft überlegen, ob fotografieren eigentlich für ihn das richtige Hobby ist.

Eine reichlich selbstgefällige Predigt - womit du Dir übrigens keinen Gefallen tust.

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Dass das SPP Merrill-Langzeitaufnahmen zerstört ist in diesem Forum hinlänglich dargelegt. Ja, SPP macht technisch einwandfreie Merrill-Aufnahmen kaputt - seit mehreren Versionen, ohne das der Hersteller der Software abhilft.

Aktuelles Ärgernis: Mein SPP stürzt bei der intensiven Bearbeitung (Regler+100%-Ansicht, o.ä.) nach ein paar bearbeiteten Bildern ab.
2014-04-17_221216.jpg

Nein, das passiert nicht auf einer "Gurke", sondern auf einem 8-Kern-i7-Rechner mit 8GB RAM und Windows7 64Bit.

Es steht natürlich jedem frei, sich mit SPP zufriedenzugeben. Ich persönlich hätte gerne die Wahl zwischen Programmen zur Merrill-X3F-Bearbeitung.

So bin ich als Windows-Merrill-Nutzer eine SPP-Geisel (welches übrigens bei nicht-Merrills gut funktioniert, dabei allerdings noch locker von Silkypix übertroffen wird - und das in so ziemlich jeder Hinsicht).
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #13
Hallo Dirk,
mich geht das ewige Gejammer um SPP langsam an.
Wenn Dir 3-4 Sekunden für die Konvertierung in SPP zu langsam sind, dann würde mich interessieren, ...
lg/Christoph

Das Öffnen mit SPP dauert 40 s in voller Auflösung, das Speichern als JPEG 30 s.
Und dann das völlig undurchschaubare Bediendurcheinander bei Batchkonvertierung, wo man nie weiß, welche Einstellungen SPP nimmt.

Ansonsten finde ich SPP gut, aber die genannten Probleme nerven.
Und sonst: Ich benutze normalerweise Kameras, wo die eingebaute JPEG-Engine so gut ist, daß ich keine Raw-Verarbeitung benötige. :daumen:
Da ist mir nämlich die Zeit zu schade für. Andere Kameras kommen mir nicht ins Haus. Und jetzt sage mir nicht, daß es ohne Raw einfach nicht geht. Es geht!

Bei Sigma mache ich extra eine Ausnahme! :klatschen:

Viele Grüße

Dirk
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #14
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #15
Pro Sigma

Die SD14/SD15/SD1 sind haptisch erste Wahl. Verarbeitung, Auslösegeräusch sind hervorragend. Da machen schon SD14 und 15 echt Spaß. Manche Canons, wohlgemert manche, sind dagegen Plastikgurken. Am besten und ungetoppt ist die SD1. Da stört das fehlende Oberlicht-Display fast nicht.
Nur leider ist bei meiner SD15 und SD1 der AF dejustiert, und das ist einscheinend nicht in Deutschland "justierbar".

Gruß

Dirk
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #16

Angeber :D

Achso, deshalb stellt mein AI-Objektiv nicht automatisch scharf! Deshalb habe ich auch schnell wieder mein Voigtländer verkauft.... da war der AF auch kaputt. :eek:


Manche Canons, wohlgemert manche, sind dagegen Plastikgurken.
Ab und zu darf man hier auch Markenbashing machen aber nicht vor und nach Ostern.


Eigentlich ist das schöne hier das die Betriebsblindheit nicht obsiegt. Das hatten wir bisher ganz gut im Griff und ich hoffe das bleibt so.

mich geht das ewige Gejammer um SPP langsam an.
Mir geht das schön beten auch auf die Nuss. Aber jeder führt sich hier anders ein.
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #17
Wollte mich hier eigentlich raushalten. ;)

... bei den Merrills könnte man den Fokus schließlich auch manuell bedienen - aber - freche Frage - wer kann das heute überhaupt noch?
...

Auch bei der SD15 und sogar bei meinen zwei Kompakten der Sigma DP-Serie kann ich den Fokus manuell bedienen. :p

Alle Sigmas, die ich bisher in der Hand hatte (SD9, SD14, SD15, DP1x, DP2s) hatten sehr spannende Eigenschaften in Sachen Farbwiedergabe und Schärfedefinition. Als ich vor Jahren mal vom Foveon-Sensor las, war mir auch sofort klar: Dieses Konzept macht technisch den meisten Sinn, pro Pixel alle Farben zu erfassen. :daumen:



Es ist nur wirklich ein Jammer, wie die Firma Sigma eine an sich tolle ingenieurtechnische Meisterleistung wie den Foveon-Sensor so verloddern lässt. :(

Das geht bei an mehreren Ecken unfertig programmiertem SPP los. (Auch hier stürzt es ab, spätestens wenn die Farbsaumkorrektur ins Spiel kommt).

Dann dieses unselige viel diskutierte "Ausreißer-Phänomen" bei DP1x und SD15. Also das plötzliche und äußerst hässliche Klippen "böser" Farben wie Gelb, Brauntöne, Hauttöne, wohl lange bevor der Sensor selbst in die Sättigung geht. Auch wenn Einzelne glaubhaft machen, Ihre Kamera verhalte sich nicht so. Ein derartiger Treffer in der Sigma-Lotterie ist mir bei fünf SD15-Gehäusen nicht geglückt. Scheinbar ein Problem der Signalverarbeitung, und wäre als solches vielleicht durch ein Firmware- und/oder SPP-Update behebbar. Nix tut sich.



Qualitäts-Endkontrolle? Das machen doch die Kunden! :psst:

Ich berichte nur mal kurz die letzten zwei Umläufe hier:

Nagelneues 105mm Macro gekauft - AF immer daneben und "beidseitig überschießend".
Ungefähr gleichzeitig ging das Einstellrädchen am Auslöser von SD15 Gehäuse Nr.4 kaputt. Das kann passieren. Zum Glück Garantie.
Also beides nach Rödermark in die Werkstatt.

Zurück kamen:
Ein nagelneues Tauschgerät 105er Macro: AF war viel ruhiger, lag dafür konsistent ein gutes Stück daneben... Halt gar nicht abgeglichen. :confused:
Ein nagelneues Tauschgerät SD15 Nr.5: der Belichtungsmesser wurmstichig, Mattscheibenfokus ein gutes Stück neben dem Sensorfokus


Also alles wieder eingepackt und in die nächste Runde nach Rödermark. :rolleyes:
Auf meine eindringliche schriftliche Bitte, diesmal bitte *nicht* wieder nur zu tauschen, und dann neue Geräte mit neuen Fehlern zu senden, sondern bitte die Geräte einfach zu justieren, wurde dies dann tatsächlich gemacht. :cool: :klatschen:

Eigentlich scheint mir der Anspruch nicht sooo vermessen, dass Neugeräte ab Werk auch einfach benutzbar sind. Bei Sigma ist das offensichtlich eine Ausnahme. Bin ich da irgendwie altmodisch? :ups:


Meine 2 cent.
Trotzdem liebe ich die Sichmas, und hätte bei entsprechender Finanzlage wahrscheinlich schon was in Richtung Merrill an Land gezogen. ;) Ich danke nochmal allen Unterstützern hier im Bilderforum, die mich damals in Richtung Sigma "gestupst" hatten. :D

Herzlicher Gruß vom Waldschrat! :)
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #18

Och nöö, das mit dem manuellen Fokusieren kann doch eigentlich jeder, der ein bißchen Konzentrationsfähigkeit und etwas Fingerspitzengefühl hat. Ach ja, Lust, sich darauf einzulassen wäre auch nicht verkehrt.
Übrigens: sehr oft bin ich dem Erfinder des AF überhaupt nicht böse.;) Seine Erfindung verwende ich natürlich auch gerne.:D
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #19
Ruhig bleiben Männer!;);) (ich denke, dass bislang keine Damen hier gepostet haben).

Ich habe viele Jahre lang exklusiv NUR mit SIGMA D-SLRs photographiert und besitze auch eine (kaum genutzte) DP1 "Picard".

Die Kameras sind IMHO ausgezeichnete Gerätschaften und waren stets gute Begleiter ... auch bei vielen Auslandsreisen.

Der Mythos bzw. der Hype um die Foveon-Knipsen ist eben NICHT unbegründet, sondern da ist wirklich WAS DRAN. Mit diesen unvollkommenen Knipsen gehen hochbrillante Aufnahmen, wenn man damit umzugehen gelernt hat und bereit ist, sich mit all dem -berechtigt kritisierten- Ärger um die Kameras bzw. deren hauseigene Software herumzukriegen.;):daumen:

Zudem darf ich feststellen, dass ich mit SD9, SD10, SD14 und SD15 keinerlei Fehlfokus- oder sonstige Probleme mit der Hardware habe. Die Kameras haben sich in der Praxis als unverwüstlich und extrem zuverlässig gezeigt.

Ich habe zwei SD14, die sich nicht aufhängen und auch keinen Grünstich produzieren. Beide Sd14 haben immer wiederholsichere WBs und gleichmäßig genaue Belichtungsergebnisse.

Dennoch muss ich gleichzeitig anmerken, dass ich jeweils eine SD14 und eine SD15 habe austauschen lassen müssen!! Die waren so schlecht, bzw. mangelhaft justiert, dass ich mich damals gefragt habe, wie so etwas die jeweilige Endkontrolle hatte überstehen können.

Die anhaltende Kritik über mangelhaften Software-Support IST ABSOLUT BERECHTIGT und ein ganz klares NO GO, wenn es um ein Produkt geht, das nicht ganz viel wenig Geld gekostet hat.

Die SIGMA SD1-M ist eine Kamera (um auf die Eingangsfrage zurückzukommen) die man wohl guten Gewissens nicht "pauschal" empfehlen kann, bei all den Mängeln, die es ja nun unbestreitbar gibt.

Ich sage das nicht gerne, weil ich mir einen Fortbestand der Foveon-Digital-Bildtechnik sehr wünsche .... man sollte aber dennoch nicht betriebsblind solchen Mangel schönreden. Das geht so wirklich NICHT!:ausrufezeichen:

SIGMA sollte in der Lage sein, zum einen einen mängelfreien eigenen RAW-Konverter für Merrill X3Fs zu programmieren und sie sollten zudem in der Lage sein, dafür zu sorgen (und hier stimme ich OZ voll zu), dass das eigene RAW-Format nicht zur Insellösung verkommt und der wichtige Anschluss an z.B. ADOBE DNG fehlend bleibt.
Genau das hatte jehrelang und bei allen SIGMA Vormodellen noch immer geklappt und bleibt nun ein ungelöstes Problem.

Wenn ich sehe, mit welcher Perfektion CANON oder NIKON am Markt operieren, dann bleibt da sehr viel zu tun für SIGMA.

Solange sich die Herrschaften diesbezüglich nicht mehr Mühe machen und mit sichtbaren Erfolgen punkten, kann ich die Marke nicht mehr wirklich empfehlen.:eek:

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • Warum gibt es so wenige, die Sigma Kameras empfehlen? Beitrag #20
Hallo Dirk,
mich geht das ewige Gejammer um SPP langsam an.
Wenn Dir 3-4 Sekunden für die Konvertierung in SPP zu langsam sind...

Also mit 3-4 Sekunden kommt man bestimmt nicht durch.
Wenn man in SPP auf rechenintensive Einstellungen verzichtet, also Weissabgleich, Rauschreduzierung, CA Korrektur, 100% Ansicht, dann lässt es sich einigermassen flüssig bedienen :D
Aber diese Einstellungen sind eben teils wichtig, um das Beste aus den X3F rauszuholen.
Die Abstürze kommen noch hinzu, und dies ist nicht entschuldbar.
Bei der SD1 nervt mich eigentlich nur die lange Speicherzeit und der kleine Buffer. Vor allem bei Panoramas und/oder Belichtungsreihen ist man etwas eingeschränkt.
Ich denke mit der Quattro-Generation werden wir deutliche Verbesserungen erleben und hoffentlich ein komplett neu (und richtig) programmiertes SPP.
 
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