Steffen1207
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Die hier besprochene Linse gibt es ja für viele verschiedene Kamerabajonette, daher lasse ich es unter "Systemübergreifende Objektive" laufen. 
Moin zusammen,
ich habe ja mal wieder ein paar von meinen Sachen verkauft. Das schafft Geld und Platz für Neues.
Bei mir gibt es einen Neuzugang aus Korea, das Samyang 85/1,4 AS IF UMC. Meins trägt den Markennamen "Walimex". Alle für den deutschen Markt bestimmten Samyangs werden exklusiv von einem Fotozubehörhändler vertrieben, der den Linsen diesen Markennamen verpaßt.
Egal wie das Ding heißt, man bekommt jedenfalls eine sehr gute, hoch lichtstarke, vollmanuelle Porträtbrennweite für einen günstigen Preis. Die große Anfangsöffnung von f/1,4 war auch der Grund, mir das Teil zuzulegen, denn ich habe ja schon ein 100mm. Das geht aber erst bei f/2,8 los.
Nun mag ich ja bei meinen manuellen Linsen diese Fokusbestätigung, vor allem bei dieser Brennweite und dieser Offenblende macht sie doch Sinn. Nun hat aber die Canon-Version des Samyang keine elektrische Verbindung zur Kamera. Das heißt Fokusbestätigung=Fehlanzeige. Was ist zu tun in dieser Lage? Ganz einfach: Als Canon-Besitzer kauft man die Nikon-Variante der Optik und macht nen Adapter mit Chip dran, Problem gelöst:

Viel komfortabler sind übrigen Nikon-Besitzer mit dieser Optik (und anderen Samyangs auch) bedient. Die Nikon-Variante besitzt ne CPU. Somit geht nicht nur die Fokusbestätigung und die Belichtungsdaten werden in die Exifs geschrieben, vielmehr kann man auch die Blendensteuerung der Kamera überlassen. Heißt, es wird bei Offenblende scharfgestellt und die Blende erst bei der Aufnahme geschlossen. Dafür muß man nur den Blendenring auf die rot eingefärbte 22 drehen. Ähnlich wie man es von D-Nikkoren her kennt. Warum Ähnliches bei der Canon-Ausführung nicht geht weiß wohl alleine der Hersteller.
Was mir am Samyang 85/1,4 gefällt: Es liefert wirklich sehr gut ab und die Blende 1,4 ist nicht nur einstellbar, sondern auch nutzbar:


Aber auch sonst können die Bilder sich sehen lassen, hier bei F8:

Natürlich gefällt das Preis-Leistungs-Verhältnis, das dürfte kaum zu schlagen sein. Wie es sich für ein manuelles Objektiv gehört, hat der Meterring einen langen Verstellweg (ca. 1/2 Umdreheung) und läuft geschmeidig und mit fühlbarem, aber nicht zu hohem Widerstand. Das sorgt für die nötige Präzision beim Fokussieren. Der Meterring ist dazu noch mit einer griffigen Gummiauflage versehen. Bis auf den Ring vorne, der das Filtergewinde trägt, und die Streulichtblende, die aus Kunstoff bestehen, ist das komplette Gehäuse aus Aluminium gefertigt. Das findet man heutzutage auch in viel höheren Preisklassen kaum noch. Das sorgt für einen wertigen Gesamteindruck.
Was mir an dieser Optik weniger gefällt: Zumindest bei der Nikon-Version ist der Blendenring im Durchmesser kleiner als der Meterring, nicht allzu breit und sitzt sehr nahe am Kameragehäuse. Dadurch ist bei der Bedienung etwas Fingerspitzengefühl nötig. Der mitgelieferte Frontdeckel ist eine Zumutung. Er läßt sich bei angesetzter Streulichtblende nicht aufsetzen und hält nicht sonderlich gut. Er wird demnächst gegen einen Snap-In Deckel ersetzt. Aber diese beiden Kleinigkeiten sind das Einzige, was mir negativ aufgefallen ist.
Ansonsten ist dieses 85/1,4 eine klare Empfehlung für alle, die mit manuellem Fokussieren kein Problem haben. :daumen::daumen::daumen:
(Einen anderen Adapter muß ich mir noch besorgen. Der den ich habe, ist für die Canon 5D nicht geeignet. Fokusbestätigung geht zwar, aber der Belichtungsmesser arbeitet nicht korrekt und es werden im Modus AV überbelichtete Bilder produziert. An Claudias 700D allerdings funktioniert dieser Adapter absolut einwandfrei....)
Moin zusammen,
ich habe ja mal wieder ein paar von meinen Sachen verkauft. Das schafft Geld und Platz für Neues.
Bei mir gibt es einen Neuzugang aus Korea, das Samyang 85/1,4 AS IF UMC. Meins trägt den Markennamen "Walimex". Alle für den deutschen Markt bestimmten Samyangs werden exklusiv von einem Fotozubehörhändler vertrieben, der den Linsen diesen Markennamen verpaßt.
Egal wie das Ding heißt, man bekommt jedenfalls eine sehr gute, hoch lichtstarke, vollmanuelle Porträtbrennweite für einen günstigen Preis. Die große Anfangsöffnung von f/1,4 war auch der Grund, mir das Teil zuzulegen, denn ich habe ja schon ein 100mm. Das geht aber erst bei f/2,8 los.
Nun mag ich ja bei meinen manuellen Linsen diese Fokusbestätigung, vor allem bei dieser Brennweite und dieser Offenblende macht sie doch Sinn. Nun hat aber die Canon-Version des Samyang keine elektrische Verbindung zur Kamera. Das heißt Fokusbestätigung=Fehlanzeige. Was ist zu tun in dieser Lage? Ganz einfach: Als Canon-Besitzer kauft man die Nikon-Variante der Optik und macht nen Adapter mit Chip dran, Problem gelöst:

Viel komfortabler sind übrigen Nikon-Besitzer mit dieser Optik (und anderen Samyangs auch) bedient. Die Nikon-Variante besitzt ne CPU. Somit geht nicht nur die Fokusbestätigung und die Belichtungsdaten werden in die Exifs geschrieben, vielmehr kann man auch die Blendensteuerung der Kamera überlassen. Heißt, es wird bei Offenblende scharfgestellt und die Blende erst bei der Aufnahme geschlossen. Dafür muß man nur den Blendenring auf die rot eingefärbte 22 drehen. Ähnlich wie man es von D-Nikkoren her kennt. Warum Ähnliches bei der Canon-Ausführung nicht geht weiß wohl alleine der Hersteller.
Was mir am Samyang 85/1,4 gefällt: Es liefert wirklich sehr gut ab und die Blende 1,4 ist nicht nur einstellbar, sondern auch nutzbar:


Aber auch sonst können die Bilder sich sehen lassen, hier bei F8:

Natürlich gefällt das Preis-Leistungs-Verhältnis, das dürfte kaum zu schlagen sein. Wie es sich für ein manuelles Objektiv gehört, hat der Meterring einen langen Verstellweg (ca. 1/2 Umdreheung) und läuft geschmeidig und mit fühlbarem, aber nicht zu hohem Widerstand. Das sorgt für die nötige Präzision beim Fokussieren. Der Meterring ist dazu noch mit einer griffigen Gummiauflage versehen. Bis auf den Ring vorne, der das Filtergewinde trägt, und die Streulichtblende, die aus Kunstoff bestehen, ist das komplette Gehäuse aus Aluminium gefertigt. Das findet man heutzutage auch in viel höheren Preisklassen kaum noch. Das sorgt für einen wertigen Gesamteindruck.
Was mir an dieser Optik weniger gefällt: Zumindest bei der Nikon-Version ist der Blendenring im Durchmesser kleiner als der Meterring, nicht allzu breit und sitzt sehr nahe am Kameragehäuse. Dadurch ist bei der Bedienung etwas Fingerspitzengefühl nötig. Der mitgelieferte Frontdeckel ist eine Zumutung. Er läßt sich bei angesetzter Streulichtblende nicht aufsetzen und hält nicht sonderlich gut. Er wird demnächst gegen einen Snap-In Deckel ersetzt. Aber diese beiden Kleinigkeiten sind das Einzige, was mir negativ aufgefallen ist.
Ansonsten ist dieses 85/1,4 eine klare Empfehlung für alle, die mit manuellem Fokussieren kein Problem haben. :daumen::daumen::daumen:
(Einen anderen Adapter muß ich mir noch besorgen. Der den ich habe, ist für die Canon 5D nicht geeignet. Fokusbestätigung geht zwar, aber der Belichtungsmesser arbeitet nicht korrekt und es werden im Modus AV überbelichtete Bilder produziert. An Claudias 700D allerdings funktioniert dieser Adapter absolut einwandfrei....)




