KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait)

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  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #42
Ich wollte noch mal hierauf zurückkommen...
Wichtigster Unterschied der VORGÄNGERIN KIEV 6C zur hier vorgestellten K60 war ihr LINKSAUSLÖSER!
[...] Mit dem Wechsel von der KIEV 6C zur KIEV 60 (ab 1984) wurde das geändert [...] die ganze Kamera überarbeitet, konstruktiv verbessert und endlich dann auch zuverlässig gemacht.
... da ich als langjähriger Exakta❤️-Fotograf mit der Seite des Auslösers noch nie Probleme hatte 😉, wäre der andere Punkt für mich relevant: Ich lese bei dir raus, daß die 6C in Sachen Zuverlässigkeit signifikant hinter der 60 zurückbleibt?

Michael
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #43
Guten Morgen und wünsche Allen eine schöne Woche.

Die KIEV 6C gab es auch als 4.5x6 Variante. Da war eine Filmmaske eingeschweißt.
Diese wurde aber so nicht serienmäßig
gefertigt.
.
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #44
Ich wollte noch mal hierauf zurückkommen...

... da ich als langjähriger Exakta❤️-Fotograf mit der Seite des Auslösers noch nie Probleme hatte 😉, wäre der andere Punkt für mich relevant: Ich lese bei dir raus, daß die 6C in Sachen Zuverlässigkeit signifikant hinter der 60 zurückbleibt?

Michael
Hallo Michael,

ich kann dazu (aus Erfahrung) nichts sagen, da ich keine 6C besitze. Ich habe nur gelesen, dass bei der Überarbeitung der Kamera
zur Kiev 60 die "Zuverlässigkeit" verbessert worden sein soll.
Wie ja oben schon geschrieben .... wenn man eine Kiev 60 einmal "funktionierend" hat, dann bleibt das i.d.R. auch so .... schreiben eigentlich alle damit erfahrenen Nutzer. Man kann nur leider nicht (beim Auspacken einer unbenutzten) davon ausgehen, dass die sicher in Ordnung ist.
Meine war ja noch "neu" und nie benutzt .... und ich schreibe ja oben, was da alles so zu tun war.
Jetzt macht sie jedenfalls Spaß!
Wenn ich nicht wüsste, wie unzuverlässig eine Pentacon Six ja leider ist oder werden kann, dann wäre mir letztere lieber .... aber
aus genannten Gründen ...... 😊

Grüße und viel Spaß mit Film😊

Klaus
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #45
Inzwischen ist es hier "passiert" - bei meinem jüngsten Kurzaufenthalt in Prag lief mir in einem der dortigen formidablen Fotoläden eine Kiev 6C von 1980 über den Weg. Und im Verbund mit einem Zebra-50-mm-Flektogon landete sie dann bei mir und steht neben dem 180-mm-Zebra-Sonnar, das ich schon seit Mitte der 80er (mit Adaptern für meine Exaktas und M42er) habe.

Der erste Testfilm ist durch - mit für den Mittelformat-Anfang gaaaar nicht so schlechten Ergebnissen 😊 (nur beim Belichten habe ich kräftig danebengelangt und öfters unterbelichtet). Meine Vorurteile gegenüber sowjetischen Kameras sind angenehm enttäuscht worden.
Nur eins wundert mich: Die berüchtigten Bildüberlappungen treten nicht bei den ersten Bildern auf - wo ich es ob des dünneren Durchmessers der Aufwickelspule erwartet hätte - sondern auf dem letzten Film-Drittel.
findet man in den Kommentaren eine Erklärung: der dickere Wickel bringe einen größeren Widerstand, den der Transportmechanismus überwinden müsse.

So weit, so gut. Aber nun rätsle ich über den Tip, den man im Netz finden kann - : nach dem Filmeinlegen zwei Leeraufnahmen machen, dann kurz die Rückwand auf- und zumachen, damit sich das Zählwerk wieder nullt, und dann wieder Film zweimal mit Leeraufnahmen transportieren (schon nach der ersten dieser beiden Aufnahmen müßte man schon auf dem Film beim nominalen Bild 1 sein) und Fotos machen.
Ich frage mich, was sich hier gegenüber dem normalen Filmeinlegen ändert außer dem Punkt, daß man nur das Zählwerk zurückstellt ?
Daß die Kiev dermaßen ausgefuchst konstruiert sein sollte, daß sie bei kleineren Zahlen auf dem Zählwerk denkt: "Aha, der Wickel auf der Aufwickelspule ist kleiner, also muß ich die Umdrehungszahl dort um ein paar Mµ steigern" - das kann ich mir nicht recht vorstellen... oder doch? 🫢

Um keine Mißverständnisse usw.: Die Kamera wird früher oder später zu Arax zur Überholung gehen - aber ich traue mich bei der derzeitigen traurigen Situation dort noch nicht, sie dorthin zu schicken...
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #46
Einfacher ist es, die Aufwickelspule etwas dicker zu machen.

IMG_20221124_215847.jpg
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #47
(....)
Ich frage mich, was sich hier gegenüber dem normalen Filmeinlegen ändert außer dem Punkt, daß man nur das Zählwerk zurückstellt ?
(...)
Die Kiev 60 (so auch die 6C!) hat kein "genaues" Filmschritt-Zählwerk, wie die Pentacon Six! Die P6 "misst" quasi bei jedem Filmtransport den tatsächlichen Transportweg des Filmes (bzw. des Filmträgers). Leider fuinktioniert das ja bei der P6 NICHT und verursacht große und unlösbare Probleme.

Bei der KIEV ist das viel simpeler gelöst und zwar NUR über den Drehwinkel der Nehmerspule.
je mehr Film nun aufgewickelt wird, desto KLEINER muss logischerweise der Drehwinkel ja werden, weil der WIRKDURCHMESSER
bei zunehmendem Wickeldurchmesser ja zunimmt!
In anderen Worten: Wäre der Drehwinkel pro Filmtransport immer gleich groß, dann würden die Abstände zwischen den Aufnahmen ja zum Filmende immer größer werden.
ERGO: Über das Filmzählwerk werden den jeweiigen Filmtransportvorgängen abnehmend KLEINER WERDENDE Drehwinkel der Nehmerspule zugeordnet.
Wenn ich jetzt das Filmzählwerk ÜBERLISTE, indem ich nach zwei Filmtransportvorgängen (wenn der Film noch vom Träger geschützt ist) nochmal NULLE, indem ich den Kameradeckel kurz öffne, denn werden die Drehwinkel entsprechend GRÖßER je Filmtransport und die Sache kann hinkommen! LOGISCH IST DAS!😂

Es gibt Anleitungen im Netz, wie man den Filmschritt größer einstellen kann, damit das passt! Ich selber habe das Problem ja nicht, meine K60 überlappt nicht ... auch mit den "dünnen" FOMA-Filmen nicht .... aber....HIER wird z.B. gezeigt, wie man den Filmschritt vergrößern kann! Ich nehme an, dass das bei einer 6C nicht anders ist, kann es aber nicht garantieren!


Grüße und viel Erfolg

Klaus

P.S. Die Lösung, die Christof oben vorschlägt (Nehmerspule aufpolstern😂) funktioniert logischerweise auch, ist aber natürlich nur für "Selbermacher in Sachen Entwicklung" sinnvoll .... ansonsten ist natürlich jedes Mal die modifizierte Spule WEG .....😂
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #48
Inzwischen ist es hier "passiert" - bei meinem jüngsten Kurzaufenthalt in Prag lief mir in einem der dortigen formidablen Fotoläden eine Kiev 6C von 1980 über den Weg. (....)
Da ist was gutes "passiert". Viel Spaß mit der Kamera .... an ihren Linksauslöser wirst Du Dich dann gewöhnen müssen ....
Die Objektive sind klasse .... übrigens auch die "russischen", die eigentlich ja ukrainisch sind .... nix erzählen lassen.... die taugen sehr ... zeige ich ja oben auch.

Grüße und viel Spaß

Klaus
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #49
Strenggenommen bis Ende 1991 "sowjetisch", Klaus 😉 - aber das haben wir im Westen damals ja auch schon seit '45 verbal fröhlich durcheinandergeschmissen. Zur Entstehungszeit meiner 6C war jedenfalls sogar Breschnew noch am Ruder.

Ich muß zugeben, daß ich bei den Objektiven zumindest derzeit noch Zeiss-Snob 😉 bin: Meinte das nächste aus Jena (Normalobjektiv) schon geschossen zu haben, aber das ersteigerte Stück entpuppte sich als pilzbehaftet mit defekter Springblende - ging zurück.
Jedenfalls deuten meine ersten Mittelformat-Versuche darauf hin, daß kontrastreiche Wiedergabe hier durchaus ihren Charme hat: habe parallel zwei Testfilme mit einer geliehenen Rolleiflex Automat von 1938 mit unvergütetem Tessar vollgemacht. Auf meinen Kleinbild-Fomapan-R haben die unvergüteten Contax-Sonnare sehr schöne Effekte bewirkt.
Auf den beiden Mittelformat-Filmen sah es dann doch etwas mehr nach flauen Kontrasten aus, auch auf korrekt belichteten Bildern. Das gewisse Etwas hat hier gefehlt.

Falls es andere Neueinsteiger interessiert: Für einen Kleinbild-Gewohnten ist es motorisch/ergonomisch erst mal gar nicht so einfach, mit einer zweiäugigen Rolleiflex aus der Hand verwacklungsfrei aufzunehmen. Der Auslöser liegt nun mal an ungewohnter Stelle, und man hält die Kamera anders.
Mit der Kiev hingegen als (sozusagen) aufgeblasener Kleinbild-SLR ging es zwar noch nicht problemlos, aber doch um einiges besser, sogar mit dem 180-mm-Sonnar.
Was den Links-Auslöser angeht: wie oben beschrieben, spielt für einen Exakta-Vertrauten keine Rolle. 😎

Danke für den Hinweis auf den Erläuterungsfilm und vor allem für die erhellende technische Erklärung! Da ich als Grobmotoriker (seit erfolglosem Gefrickel vor Jahren an einer Contax RTS II) die Finger vom Innenleben der Kameras lasse, ist die Version mit dem Zählwerk-Überlisten gleich beim nächsten Film einen Versuch wert. Sicherheitshalber im Wechselsack.
Genau das, was du beschrieben hast, meinte ich mit der "Mitdenk-Funktion" - die ich der Kiev gar nicht zugetraut hatte 🫢. Soviel zum Thema Vorurteile...
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #50
Die Kiev 60 "denkt" noch an einer anderen unerwarteten Stelle mit: Stellst du eine kürzere Verschlusszeit ein als die Blitz-Synchronzeit, wird der Blitz nicht ausgelöst! Das kenne ich von keiner anderen Kamera mit Schlitzverschluss.
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #51
Na, kannzemasehn 😲. Hätte ich mir genausowenig gedacht wie das mit dem Zählwerk.
Soll noch einer sagen, die Sowjets hätten damals technisch nix außer SS-20 zuwegegebracht... 🫢🙃

Blitzsynchronzeit müßte vermutlich die 1/30 sek. sein?
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #52
Letzter "Trick" in Sachen Filmtransport-Überlappungen ....😂

Wenn die Überlappungen "gering" sind, dann hat sich ein anderer Trick auch noch für die KIEV 60 (oder 6C)
herumgesprochen .....
Man hat bei "engen" Stegen ja am Filmende reichlich Platz (in Grunde sogar für die 13. Aufnahme!).

Man kann den "Wirkdurchnesser" der Nehmerspule schon dadurch merklich vergrößern, dass man den Film nicht auf "START"
beim Einlegen stellt, sondern etwa 4cm weiter wickelt und dann den Deckel schließt!
Das reicht bei den meisten KIEVs schon aus, dass der Film ohne Überlappungen belichtet wird. 😊

Ich weiß gar nicht, warum ich als "Nicht Betroffener" all diese Details im Kopf habe .... könnte sein, dass ich ganz einfach
"überinteressiert" bin ....😂😂😂

Grüße und viel Spaß mit Film....😊

Klaus
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #53
Ich habe mir meine Kiev 60 mal genauer angeschaut. Es gibt konstruktionsbedingte Lichtlecks vom Sucher in die Filmebene! Das kann man sehr schön sehen, wenn man den Verschluss auf B stellt und mit einer starken Taschenlampe in den Lichtschacht hineinleuchtet.
[...]
Ob man da was abdichten kann und soll, muss ich noch herausfinden.
Danke für den Hinweis, Christof 👍.

In stark abgeschwächter Form habe ich das bei meiner Kiev 6C auch bemerkt: und zwar gleichfalls an den "vorderen beiden Ecken" des Lichtschachts. Ich habe es hier bei "B" mit mittäglichem Sonnenlicht beäugt, das direkt in den Schacht fällt.
Sobald ich den Schacht zuklappe, sind die Lecks scheint's dicht. 🤔
Ob Zuhalten mit der flachen Hand schon reicht, kann ich nicht 100%ig sehen.

Auswirkungen der Lichtlecks waren mir auf den ersten beiden Testfilmen noch nicht aufgefallen. Glück gehabt.

Michael
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #54
Ich hatte bei einigen wenigen Bildern sichtbaren Lichteinfall. Begünstigt wurde das Problem durch meinen defekten Lichtschachtsucher, der sich wegen eines gebrochenen Blechs weiter öffnet als er soll.
IMG_20250409_180018159.jpg
Ich werde das Problem auf sowjetische Art mit einem Gummiband lösen, bis ich einen neuen Lichtschachtsucher günstig bekomme.
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #55
Die Filmebene ist durch den Tuchverschluss geschützt.
Filmebene wird aber nur für die Belichtungszeit geöffnet.
Sobald der Verschluss gespannt ist wird das Licht ja über den Spiegel nach oben umgeleitet.
Der Lichtschacht ist doch nur um ohne Fremdlicht fokussieren zu können.
Rein Theoretisch kann man auch ohne Lichtschacht die Kamera benutzen.
Wo sind Eure "Lichtlecks" in der Kamera zu sehen und auch wenn der Verschluss gespannt ist?
Euer Problem ist für mich vollkommen Neu.
Danke für weitere Informationen.
.
😊Schwarzes Tuch über die Kamera legen.😀

PS. Schreibe mir bitte eine PN. Ich schaue mal ob noch ein vernünftiger Lichtschacht in meinem Koffer übrig ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #56
Der Lichteinfall erfolgt natürlich nur, während der Verschluss geöffnet ist. Dann kann es zum Problem werden, wenn z.B. direktes Sonnenlicht auf die Mattscheibe fällt. Mir ist das auch nur vereinzelt passiert. Ich konnte mir die Ursache des Lichtlecks zunächst nicht erklären, zumal die Lichtdichtungen der Kamera erneuert wurden. Beispielbilder müsste ich mal heraussuchen.
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #57
Wenn der Lichtschachtin Ordnung ist kann man den ja vor dem Auslösen zusammen falten.
.
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #58
Wahrscheinlich reicht schon die "sowjetische" Problemlösung. Es muss ja nicht 100% lichtdicht sein.

IMG_20250506_185438446.jpg
 
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #59
Moin Christof,

ÖHÖM .... bist Du SICHER, dass es da keine "elegantere / teutonische" Reparatur im Sinne deutscher Wertarbeit gibt?! Soll ich mir das mal ansehen??!😂🤣😂
Ich kann mit Dünnblecchen eigentlich ganz gut ......🧐😂

Grüße und weniger Gummi😂

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • KIEV-60 und das P6-Kamerasystem (Kameraportrait) Beitrag #60
ABER .... wo ich Dein 50er Flektogon gerade sehe .... da war ich heute noch mit zugange .... ich will damit 6x9 photographieren!

BILD - 9.jpg

.... und nicht nur mit diesem P6 Objektiv!😊.....

Grüße und viel Spaß

Klaus
 
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