Hallo!
Super, dass Du Dich mit Nachtfotografie beschäftigst!
Mond mit Landschaft oder auch Mond mit nächtlicher Stadt zusammen ablichten ist schwierig. Auf dem Mond scheint nämlich "volle Kanne" die Sonne, wenn er da so liebreizend am Himmel hängt, und ringsrum alles so schön nächtlich dunkel ist. Diesen Helligkeitsunterschied verarbeitet kein Film und kein Sensor der Welt.
Variante 1
Der Königsweg.

Praktisch halbwegs im Belichtungs-Gleichgewicht kriegste Landschaft und den fast vollen Mond ungefähr ein bis zwei Tage
vor Vollmond zur Zeit des Sonnen
unterganges. Himmel und Landschaft sind dann von der untergehenden, gedämpften Sonne beleuchtet, und der Mond steht tief ungefähr am Osthorizont, ebenfalls durch die Atmosphäre gedämpft. Du brauchst: Stabiles Stativ, Teleobjektiv, Horizontsicht und Dein Motiv auf der der Sonne gegenüber liegenden Seite.
Vermutlich klappt das auch etwa ein- bis zwei Tage
nach Vollmond am westlichen
Morgenhimmel, um die Zeit des Sonnen
aufganges. Da schlief ich bisher jedoch immer...
Variante 2
Lauere dem Mond als ganz schmale Sichel etwa 2 Tage vor (Morgenhimmel) oder nach (Abendhimmel) Neumond auf. Dann fügt sich die Sichel sehr schön in den Dämmerungshimmel ein.
Zufällig kam mir so eine Konstellation Ende Oktober 2011 vor die Linse:
aus dem Strang
http://www.bilderforum.de/t9073-daemmerung-auf-der-moorwiese.html
Variante 3
Halbe oder "dickere" Mond lassen sich manchmal mit Weitwinkelobjektiven während der Dämmerung in die Landschaft integrieren, wirken so aber leider etwas klein und verloren, und brennen belichtungstechnisch auch schonwieder aus, weil sie sehr hoch stehen, und dadurch ihr Licht wenig von der Atmospäre behindert wird. Hier ein Bildbespiel dafür aus dem letzten November:
Bin heute total begeistert von unserem Mond. Der erscheint so riesig und hängt so tief.
...
Irgendwie schien er mir in echt viel größer...
Jaja.

Das die rote Sonne und der fette Mond am Horizont ach gar so groß sind, ist ein derart überzeugender
menschlicher Wahrnehmungs-Fehler, dass ganz viele Menschen glauben, das sei die Realität. Real sind Sonne und Mond am Horizont genau so kleine Scheibchen, mit etwa einem halben Grad Winkeldurchmesser, wie wenn'se ganz oben am Himmel stehen.
Hier gibt es tieferen Lesestoff zu diesem Phänomen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mondt%C3%A4uschung
Besonders hier sehr ausführlich und wissenschaftlich...
http://facstaff.uww.edu/mccreadd/
Herzlichen Gruß, und schöne Mondfotos wünscht Dir und allen Lesern - der Waldschrat
