Sigmas L-Mount Vollformat Kamera wird kein Quattro

othello8

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Und ich kann den Tipp von OZ bestätigen: And der SD1 Weißabgleich auf „Tageslicht“ eingestellt erspart einiges an Nacharbeit. Aber im Vergleich zur Quattro bedurfte es (fast) immer Arbeit, die Farben „richtig“ zu bekommen.
Das ist leider nur eine recht halbgare Lösung.
Nimmt man bei der SD-1 zum manuellen Weißabgleich kein weißes Papier sondern eine leicht hellblaue Fläche, so ist die Farbcharakteristik der SD-1 deutlich wärmer. Das heißt konkret, daß man der SD-1 durch die Wahl der Weißabgleichfläche die Farbcharakteristik "verpaßt" die man persönlich bevorzugt. Und diesen so definierten Weißabgleich, kann man dann für fast alle natürliche Lichtsituationen verwenden. Das erspart eine Menge Arbeit bei der RAW Bearbeitung!
Bei der SD-14 mit ihrer deutlich warmen, gelb-grünen Farbverschiebung im AWB ist es genau umgekehrt. Dort nimmt man am besten ein vergilbtes Stück Papier um beim manuellen Weißabgleich eine neutrale Farbabstimmung zu erhalten.
Ich habe mir ein kleines Mäppchen mit zart gefärbten Weißflächen hergestellt, um der Sigma genau die Farbcharakteristik zu verschaffen, die ich mir jeweils vorstelle.

viele Grüße

Dieter
 

Mutas

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Bei Einstellung „Tageslicht“ war der Weißabgleich bei meiner SD1 nie ein Problem und passte in den meisten Fällen.
Nacharbeit bedeutete für mich eher die generelle Farbabstimmung der SD1, da sie zu gedeckteren, „schmutzigeren“ Farben tendiert. Vor allem bei Hauttönen machte sich das bemerkbar, da diese gerne ins bräunliche abrutschten.
Hier scheinen mir die Sigmas mit AFE, sei es die SD15 oder die Quattro, im Vorteil, da sie per se schon sehr gute Farben abliefern - wiederum erkauft mit dem großen Nachteil der deutlich geringeren Dynamik, so dass man bei ihnen unheimlich auf die Spitzlichter achtgeben muss.
 
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pquattro

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Mutas,

ich bin komische weise auch Sigma _SD Quattro Besitzer und was du hier schreibst, nämlich das diese Sigma eine geringe/geringere Dynamik hat und die Spitzlichten durchbrennt, wenn man nicht unheimlich achtgibt, ist einfach nicht so, wie du es interpretierst. 😉

Die Quattro hat sehr gute Dynamik, viel besser als die Merrill ohne AFE, welche Kamera freilich habe auch gehabt....
Nur die ersten SD15 waren auf Überbelichtung sehr empfindlich, dass man in der Regel die Belichtung auf Minus -0,7 bis -1 EV einstellen muss. Diese Kamera habe selbstverständlich auch im Besitz, aber, komische weise meine SD15 war in Ordnung und die Überbelichtungen waren sehr selten und vor Allem meine Schuld. 🤫🥰

Ich vermute also, dass du möglich mit der Quattro keine persönliche Erfahrungen hast und wenn ja (😉😌), dann holt diese Quattro nicht in Ordnung war usw....... :)

Liebe Grüße,
Peter
 
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Stoneage

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Die Quattro hat sehr gute Dynamik, viel besser als die Merrill ohne AFE, welche habe auch gehabt....
Das ist nicht korrekt. Ich habe diese Thematik lange genug studiert. Die Quattro hatte zu Beginn ein Highlight "Roll-off" Problem, das hat dazu geführt, dass Spitzlichter abrupt ausbrannten, also keinen schönen Verlauf darstellen konnten. Nachtszenen mit Lampen waren richtig problematisch. Dieses Problem wurde mit SPP 6.4 behoben oder verbessert:

Bei SPP 6.4.0 ist der Übergang besser und nicht mehr so ausgefranst:
155808

155809

Des Weiteren hatte die Quattro zu Beginn ein Rauschproblem mit Gelb und Rottönen, wenn diese im Schatten waren. Dies wurde auch verbessert.

Trotzdem tendiert die Quattro auch heute noch dazu, bei selber Belichtung, die Spitzlichter eine Spur früher auszubrennen als die Merrill. Es ist minimal, vielleicht 1/3 Blendenstufe. Bei der DP Quattro ist es wiederum umgekehrt, da diese sogenannte "Highlight-Pixel" auf dem Sensor hat, welche teilweise ausgebrannte Stellen wie Himmel korrigieren können. Das funktioniert aber unzuverlässig so dass ich mich darauf nicht verlassen würde.
Sobald man ISO 200 oder 400 verwendet, hat die Quattro in Sachen Highlight Recovery keinen Stich mehr, da die Merrill (quasi ISO-los) einfach unterbelichtet und kein AFE vorhanden ist.
Wer seine Merrill also prinzipiell mit ISO 200 betreibt, kommt zwangsweise zum Schluss, dass deren Möglichkeiten Spitzlichter zu retten, viel besser sind als mit der Quattro. Aber das geht dann eben zulasten der Schatten.

Insgesamt ist es schwierig, zu einem objektiven Urteil zu kommen, da die beiden Kameras sich insbesondere in der Schattenaufhellung sehr unterschiedlich verhalten. Beide sind schlecht darin, verglichen mit modernen Sensoren der Konkurrenz. Persönlich gefallen mir die aufgehellten Schatten der Merrill eine Spur besser, so dass ich zum Schluss komme, dass diese Kamera mir mehr Möglichkeiten der Nachbearbeitung lässt.
Ein nüchterner "DXO" Sensortest im Labor mag das aber wieder anders sehen.
 
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Mutas

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Insgesamt ist es schwierig, zu einem objektiven Urteil zu kommen, da die beiden Kameras sich insbesondere in der Schattenaufhellung sehr unterschiedlich verhalten. Beide sind schlecht darin, verglichen mit modernen Sensoren der Konkurrenz. Persönlich gefallen mir die aufgehellten Schatten der Merrill eine Spur besser, so dass ich zum Schluss komme, dass diese Kamera mir mehr Möglichkeiten der Nachbearbeitung lässt.
Das ist sicher der Punkt. Wenn man schaut, was bezüglich der Schattenaufhellung bei den Sensoren der Konkurrenz inzwischen möglich ist, braucht man die Diskussion, Dynamik Merrill vs. Quattro gar nicht weiterführen.
Dazu kommt noch, dass ich die Quattros ungern mit höheren ISO als ISO 100 betreibe, da mir die digitale Charakteristik ihres Bildrauschens nicht gefällt.
Das Rauschen der Merrill empfinde ich insgesamt als angenehmer, so dass ich in der Tat auch häufiger zugunsten der Dynamik mit ISO 200 unterwegs war. Das kann natürlich schnell zum Urteil führen, die Dynamik der Merrill sei deutlich besser als die der Quattro, auch wenn der Unterschied objektiv und fairerweise, verglichen bei ISO 100, gar nicht so groß ist.
 
pquattro

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Das ist nicht korrekt. Ich habe diese Thematik lange genug studiert. Die Quattro hatte zu Beginn ein Highlight "Roll-off" Problem, das hat dazu geführt, dass Spitzlichter abrupt ausbrannten, also keinen schönen Verlauf darstellen konnten. Nachtszenen mit Lampen waren richtig problematisch. Dieses Problem wurde mit SPP 6.4 behoben oder verbessert:

Bei SPP 6.4.0 ist der Übergang besser und nicht mehr so ausgefranst:
Anhang 155808 betrachten

Anhang 155809 betrachten

Des Weiteren hatte die Quattro zu Beginn ein Rauschproblem mit Gelb und Rottönen, wenn diese im Schatten waren. Dies wurde auch verbessert.

Trotzdem tendiert die Quattro auch heute noch dazu, bei selber Belichtung, die Spitzlichter eine Spur früher auszubrennen als die Merrill. Es ist minimal, vielleicht 1/3 Blendenstufe. Bei der DP Quattro ist es wiederum umgekehrt, da diese sogenannte "Highlight-Pixel" auf dem Sensor hat, welche teilweise ausgebrannte Stellen wie Himmel korrigieren können. Das funktioniert aber unzuverlässig so dass ich mich darauf nicht verlassen würde.
Sobald man ISO 200 oder 400 verwendet, hat die Quattro in Sachen Highlight Recovery keinen Stich mehr, da die Merrill (quasi ISO-los) einfach unterbelichtet und kein AFE vorhanden ist.
Wer seine Merrill also prinzipiell mit ISO 200 betreibt, kommt zwangsweise zum Schluss, dass deren Möglichkeiten Spitzlichter zu retten, viel besser sind als mit der Quattro. Aber das geht dann eben zulasten der Schatten.

Insgesamt ist es schwierig, zu einem objektiven Urteil zu kommen, da die beiden Kameras sich insbesondere in der Schattenaufhellung sehr unterschiedlich verhalten. Beide sind schlecht darin, verglichen mit modernen Sensoren der Konkurrenz. Persönlich gefallen mir die aufgehellten Schatten der Merrill eine Spur besser, so dass ich zum Schluss komme, dass diese Kamera mir mehr Möglichkeiten der Nachbearbeitung lässt.
Ein nüchterner "DXO" Sensortest im Labor mag das aber wieder anders sehen.
 
pquattro

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Stoneage, was du hier schreibst ist wahr! Aber NUR BIS SPP 6.4. Also in der erster kurzer Zeit; die gleichen oder änlichen Geschichten waren auch am Anfang mit der Merrill und seine Schärfe, kein Mikrokontrast, farb. Flecken, etc. .... 😟😌🤫.

Dann, war es schon O.K. Ich hatte insgesamt drei SD Quattro! Die Erste war wahrscheinlich erste Serie, die habe zur Sigma D. geschickt. Nach ca. 4 Wo. ist zurück zu mir gekommen. Freilich, ich habe sie sofort getestet, aber leider ich war nicht zufrieden wegen dem NR, bei Landschaften war leider der Hintergrund - Wälder stark verschmiert. Auch diese Kamera habe bei der Sigma D. reklamiert.
Nach ca. 2 Wo. hat mir Sigma D. ein Mail geschickt, das die Kamera nicht reparieren können und darum sie zu der Sigma Japan geschickt haben. Nach ca. noch Acht Wo. hat mir Sigma D. eine ganz neue Kamera, mit 7 Bilder auf dem Buckel zurück geschickt . :)

Mit dieser Quattro bin bis jetzt TOTAL ZUFRIEDEN und das was Mutas hier geschrieben hat ist aus meiner eigener Praxis mit der Quattro nicht wahr. :)

Ich habe dem Mutas hier in kurzer Form in der Tat die richtige Wahrheit aus meinen Erfahrungen mit der Quattro geschrieben, also Was ist nicht korrekt?????
Das ich die ganze Geschichte mit meinen Quattro Kameras gleich nicht erzählt habe? Mit SPP 6.4 und jetzt mit der letzter SPP 6.6.1 ist die Quattro TOTAL PERFEKT ZU MEINER VOLLER ZUFRIEDENHEIT und SEINE DYNAMIK UND SCHÄRFE, inkl. Farbigkeit, inkl. Mikrokontrast, SIND FREILICH BESSER ALS DIE M. je machen kann......!!!! 👍😍

Ich habe keine Interesse hier irgendwie meine Erfahrungen mit der Quattro in die Leute mit Druck pressen! Auf keinen Fall nicht! :):):) Ist mir auch völlig wurscht.... oder?! :)

Und noch was; also nur am Rand; Stoneage, mit solchen Bildern die du hier als Beispiel zeigst, kannst du gar nichts beweisen, weil diese Bilder sind auf keinen Fall nicht richtig fotografiert.....😂😇 Sorry.... 😉🥰

Liebe Grüße,
Peter
 
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othello8

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Mir erscheinen diese Überlegungen sehr theoretisch zu sein!
Jede Kamera, unabhängig vom Hersteller, hat spezifische Stärken und Schwächen. Zugegeben, beim Kamerahersteller Sigma sind diese Polaritäten ausgeprägter als bei anderen Marken.
Wenn man sich jetzt für eine Sigma entscheidet geht es genau darum, die spezifischen Stärken und Schwächen zu kennen um im Kontext dieser Erkenntnis die besten Resultate zu erzielen. Ich nutze meine Sigma´s nicht im High ISO Bereich oder für Sportaufnahmen. Da ist jeder Anfängernikon überlegen!
Man sollte Sigmakamera´s nur nutzen, wenn man von den Aufnahmebedingungen her die Möglichkeit hat, die spezifische Überlegenheit der Foveonsensoren einzubringen.
Wenn man also obligatorisch RAW fotografiert, einem das Motiv genügend Zeit gibt, Low ISO möglich ist und beste Farbdifferenzierung und Schärfe gewünscht werden, kommt die Sigma ins Spiel. Ich mache mit Vorliebe Landschaftsfotos, Reisebilder, Makro´s oder historische Architekturaufnahmen. Und für dieses so eingegrenzte Einsatzgebiet waren meine olle SD-14 oder SD-15 meiner Nikon D-850 in der Summe aller Aspekte einfach überlegen! Vorausgesetzt man kennt die Stärken und Schwächen der Sigma´s und ist in der Lage mit ihnen umzugehen. Denn nicht zuletzt war es auch die zermürbende Bearbeitungszeit der RAW´s einer Nikon D-850 oder auch einer SD-1 Merrill.
Zusammenfassend kann man sagen:
Wer seine Kamera als ein Werkzeug begreift, mit denen man kompromißlos eigene fotografische Vorstellungen umsetzten will, sollte einen weiten Bogen um die Sigma´s machen!
Wer aber bereit ist sich uneingeschränkt den Möglichkeiten der Kamera anpassen und diese in die eigene Fotografie einzubringen, ist bei Sigma bestens aufgehoben. Dann schenkt einem seine Sigma Bildergebnisse, die fast allen anderen Kamera´s überlegen sind.

Viele Grüße

Dieter
 
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