Hi Steffen!
Nun fand ich dank Deiner Hilfe

auch diesen Deinen Fred.
Zunächst mal: Klasse IR-Bilder! :daumen:
Besonders #3 finde ich sehr stimmig. Irgendwie passt SW und insbesondere IR fantastisch zu solchen leicht maroden Bahn-Romantiken.

Die Diagonale des Gleises und die Diagonale des Kondensstreifens im Himmel "spielen" schön miteinander und schaffen eine Verbindung zwischen Himmel und Erde, bilden aber auch einen natürlichen Rahmen für den dazwischen befindlichen Bildinhalt. :klatschen:
...Das nächste mal kriege ich die Fukussiererei auch wieder genauer hin.:ups: Versprochen.
...
Ich drehte anfangs einfach gedankenlos, und wie von der Arbeit mit IR-Filmen damals gewohnt, auf den
IR-Index der DDR-M42-Optiken. Stellte dann aber leider fest: Holla, so wirklich knackscharf ist das aber nicht.
http://www.bilderforum.de/t16461-wesensee-brodowin-und-die-choriner-endmoraene-sd15-infrarot.html
Erleuchtung brachte folgende Prozedur letzten Mai:
- mal eine Tag dafür opfern
- Reihe gut dokumentierter (!) Testfotos bei jeweils leicht veränderter Fokuseinstellung (mehrere Schritte je 1...2mm Drehung so zwischen 5m auf der Skala und Unendlich-Anschlag) aus dem Küchenfenster auf die Parkbäume und den Wohnblock gegenüber
- selbstverständlich vom Stativ, mit Spiegelvorauslösung
- Wiederholung mit *jedem* der hier vorhandenen M42-Objektive
- diese Tests natürlich mit einem IR-Filter der gleichen spektralen Durchlässigkeit (hier 850nm), wie nachher bei den "ernsten

" Aufnahmen verwendet wird.
- Testbilder auf 200% Größe entwickeln und vergleichen
- staunen!

- Ja, das ist mit der SD15 und notwendigem Postprozessing insgesamt eine laaaangwierige Prozedur.
So fand ich den genauen Unendlich-Fokus für jedes Objektiv heraus. Dieser lag bei keinem (!) der hier vorhandenen Objektive auch nur annähernd am IR-Index. Vielmehr stellte sich heraus, dass fast immer nahezu genau der Unendlich-Anschlag des Objektives auch den IR-Fokus ins Unendliche brachte. Wie praktisch, und wie unerwartet!
Zur Erklärung sehe ich kombiniert zwei Phänomene:
1. Im Sichtbaren komme ich mit den hier vorhandenen M42-DDR-Objektiven und beiden hier vorhandenen Sigma_SA-auf-M42-Adaptern am Endanschlag der Fokusschnecken mit dem realen Fokus nicht ganz im Unendlichen an.
2. Der "Staubschutz" der SD15 ist gleichzeitig IR-Sperrfilter. Soweit klar. Darum baust Du den ja aus, um IR-Fotos zu machen.

Nun ist das aber eine dünne Glasplatte im Strahlengang des Objektives. Diese Glasplatte wird von den Lichtstrahlen nicht nur im 90°-Winkel durchdrungen, sondern auch schräg.
Diese "Planparallele Platte"
http://de.wikipedia.org/wiki/Planplatte
verlängert somit den Strahlengang ein bisschen bzw. man könnte auch sagen: Das Auflagemaß der Kamera wird durch dieses IR-Sperr-Filter = Staubschutz merklich mitbestimmt (verlängert) bzw. nach Ausbau desselben natürlich - verkürzt. Diesen Effekt "entdeckte"

ich bei experimentellen Fotos ohne den IR-Sperrfilter:
http://www.bilderforum.de/t16774-foveon-sensor-im-vollspektrum.html
weil dort offensichtlich wurde, dass plötzlich ohne den Staubschutz Unendlich-Anschlag des Objektives eine Lage der Fokusebene 5m vor der Kamera bewirkte. Blende 8 und die Tatsache, dass die interessanten Dinge ohnehin meist ca. 5m vor der Kamera sind, halfen zunächst mal darüber hinweg.
Soweit meine Gedanken zum Fokus-Thema.
Da hier nun ein anderes SD15-Gehäuse als letztes Jahr wohnt, und auch neue M42-Objektive dazugekommen sind, steht mir demnächst ein neuer "Eintest-Tag" bevor.
Steffen, ich wünsche Dir vor allen viel Freude bei IR-Aufnahmen,
und bin auf Deine weiteren Ergebnisse gespannt!
Wo liegen bei Dir die Foki der M42-Schätze?
Herzliche Grüße vom Waldschrat!
