Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP?

Diskutiere Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? im Sigma Digitalkameras Forum im Bereich Sigma Forum; Da die DP2 Quattro nun am Markt ist, wird in Foren heftig über den Quattro Look diskutiert und darüber wie sehr sich dieser vom Merrill Look...
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #1
Jab
Jab
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Da die DP2 Quattro nun am Markt ist, wird in Foren heftig über den Quattro Look diskutiert und darüber wie sehr sich dieser vom Merrill Look unterscheidet. Die nach Mikrokontrasten süchtigen Merrill Fans sehen den Ersteren als einen Schritt in die falsche Richtung und lasten ihn zu gerne dem neuen Sensor an. Dabei wird aber übersehen, dass nicht nur ein Sensor, sondern auch eine Software dazugekommen ist. Vergleicht man SPP 5.5.3 mit 6.0.5, wie es einer getan hat, bemerkt man sofort dass vieles in der neuen Version völlig anders ist. Kaum ein Regler scheint sich auf die gleiche Art oder im gleichen Ausmaße wie in der Vorgängerversion auf das Foto auszuwirken. Was lässt sich also mit Gewissheit über den neuen Sensor sagen, wenn die RAW-Entwickler unter der Haube so unterschiedlich sind?
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #2
Hi,

ich hatte schon damit gerechnet das bei einen neuen Sensor Aufbau und der damit verbundenen neuen Berechnungsmethoden sich auch der RAW Konverter und das Verhalten bei der Entwicklung ändern wird.

Die Signalgrundlagen für die Entwicklung sind nun mal zwangsläufig andere als beim alten Sensoraufbau wo die Anzahl der Pixel für jede Farbe gleich wahren was beim neuen Aufbau ja nicht mehr der Fall ist hier muss kräftig gerechnet und Interpoliert werden.

Deshalb verwundert mich das Ergebnis des Ergebnisses des SPP Vergleiches nicht.

Die Frage ist in wie weit Sigma durch Anpassungen von SPP und der Kamera Firmware das Ergebnis der Entwicklung an den gewohnten Sigma Look anpassen kann oder will.

Aktuell ähneln die ersten Bilder die man sieht doch sehr stark dem Ergebnis einer Kamera mit Bayer Sensor.

Aber vielleicht ist das auch das was Sigma will und der bisherige einzigartige Sigma Look gibt es in Zukunft nicht mehr.

Hier heißt es abwarten und Tee trinken, bei Sigma hat es in der Vergangenheit immer etwas mehr Zeit gebraucht bis eine Kamera in der Kombination Firmware und SPP zufriedenstellend funktionierte.

Gruß

Stephan
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #3
die fehlenden Pixel kann die beste Software nicht herbeizaubern, 20 MP sind 20 MP und 5 sind 5.
Die Merrillfans sind solchige nicht wegen des Microkontrastes sondern wegen der feinen und feinsten Details die dieser Chip aufzeichnet.
Was dieser Quattro Chip wirklich taugt sieht man zB
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #4
Dank an den TO endlich ein neues Thema
aufgemacht zu haben, der andere quatro-Fred war total abgeglitten, wollen wir doch hier versuchen sachlich und am Thema zu diskutieren....
..
Was meinst Du MIT 20 MP bleiben 20 MP ...
Im Bezug auf die Quatro..

via handy
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #5
Hi,

wie von balkanese schon geschrieben wurde geht es nicht um Microkontrastes.

Hier mal einen Vergleich zwischen einer SD15 und einer Pentax K5 zur Verdeutlichung was ich meine. Die bisherigen Bilder der neuen Sigma ähneln halt eher den Bildern der K5 als der SD15.

SD15
Vergleich_SD15.jpg
K5
IMGP2906.jpg





Gruß

Stephan
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #6
Ich denke schon, dass teilweise auch SPP mit in die Beurteilung des quattro-Sensors eingeflossen ist. (zum Beispiel von mir :D )
Immerhin wird ja auch immer wieder betont, dass SPP sich noch verbessern kann. Frühestens (oder spätestens?) mit SPP 6.1 kommen wir der Sache einen Schritt näher.
Das mit dem Mikrokontrast könnte durchaus eine softwareseitige Entscheidung gewesen sein von Sigma. Derjenige der Merrills war teilweise wirklich an der oberen Grenze, aber nur bei Farbentwicklungen. Bemüht man den Monochrom Modus oder Iridient Developer, sieht man, wie viel die Software ausmacht, das Rendering ist viel weniger hart.
Das Gute ist, bei den Merrills kann man dies selber beeinflussen. Starke Mikrokontraste zum Beispiel für alte Fassaden/Häuser oder Landschaften, und feinere Kontraste bei Menschen/Haut.

Bei der Quattro habe ich noch keinen Weg gefunden, die Mikrokontraste/den Look der Merrill zu generieren.
Es gibt zwar Filter oder Bearbeitungs-Methoden in Photoshop, diese verstärken aber auch Artefakte und Rauschen der Quattro.

Dem mit den ausgefressenen Lichtern, vor allem weisse Wolken, würde ich gerne auf den Grund gehen. Ich konnte diese jedenfalls in den mir zur Verfügung stehenden RAWs nicht wiederherstellen, weder mit der Belichtung, Fill-Light oder dem Highlight Regler. Sie waren schlichtweg "tot", obwohl die Lichtsituation völlig unkritisch war. Das erinnert mich stark an die SD15.
Hätte ich eine Quattro zur Verfügung, würde ich ausgiebige Vergleiche mit der DP2m erstellen um dem auf den Grund zu gehen.
Was hat die Belichtungs-Messung/Belichtungszeit für einen Einfluss, was haben verschiedene ISO Eistellungen für einen Einfluss etc.
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #7
...Was meinst Du MIT 20 MP bleiben 20 MP ...
ich meine damit dass der erste Layer 20 MP hat und die anderen je 5MP und dass deshalb diese Pixel entsprechend klobig sind und dann zurechtinterpoliert werden, womit natürlich feine Details verloren gehen; wie dramatisch sich die Riesenpixel auswirken können siehst du wenn du meinem obigen link folgst.

Ich plag mich schon einige Zeit mit SPP ab und glaube nicht dass weitere Versionen entscheidend zur Bildverbesserung bei der Quattro beitragen werden, bisher hat sich die Entwicklung im Großen&Ganzen immer um Stabilität und Geschwindigkeit gedreht.
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #8
die fehlenden Pixel kann die beste Software nicht herbeizaubern, 20 MP sind 20 MP und 5 sind 5.
Die Merrillfans sind solchige nicht wegen des Microkontrastes sondern wegen der feinen und feinsten Details die dieser Chip aufzeichnet.
Was dieser Quattro Chip wirklich taugt sieht man zB

Das ist das einzige mir bekannte Bild, wo man die Nebenwirkungen des neuen Designs zu sehen bekommt. Gibt es noch weitere? Und was ist mit den "feinsten Details"? Ich habe mir schon einige Vergleiche der Quattro mit den Merrills reingezogen und für mich steht fest dass die Quattro messbar und fühlbar höher auflöst. Details im Sinne von Auflösung sind also keine Kategorie, in der sich der neue Sensor dem alten geschlagen geben muss. Wie schon gesagt, es sind die Mikrokontraste, die bei den Merrills extrem hoch, für manche Motive zu hoch, sind.

Das mit dem Mikrokontrast könnte durchaus eine softwareseitige Entscheidung gewesen sein von Sigma. Derjenige der Merrills war teilweise wirklich an der oberen Grenze, aber nur bei Farbentwicklungen. Bemüht man den Monochrom Modus oder Iridient Developer, sieht man, wie viel die Software ausmacht, das Rendering ist viel weniger hart.
Das Gute ist, bei den Merrills kann man dies selber beeinflussen. Starke Mikrokontraste zum Beispiel für alte Fassaden/Häuser oder Landschaften, und feinere Kontraste bei Menschen/Haut.
Und wie? Man kann Fill-Light etwas ins Negative ziehen, das war's aber auch schon. Aber auch so bleibt der Merrill-Sensor das falsche Werkzeug für Porträts. Der Quattro-Sensor scheint dafür deutlich besser geeignet.

Bei der Quattro habe ich noch keinen Weg gefunden, die Mikrokontraste/den Look der Merrill zu generieren.
Es gibt zwar Filter oder Bearbeitungs-Methoden in Photoshop, diese verstärken aber auch Artefakte und Rauschen der Quattro.
Hier müsste Sigma mit SPP nachliefern. Quasi einen "Merrill Modus" für die Quattro RAWs einführen.

Dem mit den ausgefressenen Lichtern, vor allem weisse Wolken, würde ich gerne auf den Grund gehen. Ich konnte diese jedenfalls in den mir zur Verfügung stehenden RAWs nicht wiederherstellen, weder mit der Belichtung, Fill-Light oder dem Highlight Regler. Sie waren schlichtweg "tot", obwohl die Lichtsituation völlig unkritisch war. Das erinnert mich stark an die SD15.
Hast du das auf dem Blog vorgeschlagene 1:1 Verhältnis von negativer Belichtung zu positivem Fill-Light bereits versucht?

Hätte ich eine Quattro zur Verfügung, würde ich ausgiebige Vergleiche mit der DP2m erstellen um dem auf den Grund zu gehen.
Was hat die Belichtungs-Messung/Belichtungszeit für einen Einfluss, was haben verschiedene ISO Eistellungen für einen Einfluss etc.
Falls ich einen solchen Vergleich finde, werde ich ihn hier verlinken.
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #9
Das ist das einzige mir bekannte Bild, wo man die Nebenwirkungen des neuen Designs zu sehen bekommt. Gibt es noch weitere?

Bei bestimmten Farbkombinationen scheint der Quattro seine Probleme zu haben:
(Sorry, extern verlinkt, da es wichtig ist, das Beispiel in einer guten Qualität anzuschauen)


Und wie? Man kann Fill-Light etwas ins Negative ziehen, das war's aber auch schon. Aber auch so bleibt der Merrill-Sensor das falsche Werkzeug für Porträts. Der Quattro-Sensor scheint dafür deutlich besser geeignet.
In dem man für die Luminanz das Monochrom Bild nimmt, welches viel weniger hart ist, und auf ein normal entwickeltes Farbbild überlagert:

Das ist etwas mehr Arbeit aber man kann das Resultat nach eigenem Gusto beeinflussen.

Hier müsste Sigma mit SPP nachliefern. Quasi einen "Merrill Modus" für die Quattro RAWs einführen.

Das wäre eine nette Funktion, aber zutrauen tu ich dies Sigma nicht.
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #10
Bei bestimmten Farbkombinationen scheint der Quattro seine Probleme zu haben:
(Sorry, extern verlinkt, da es wichtig ist, das Beispiel in einer guten Qualität anzuschauen)

Ich würde mich nicht wundern, wenn dieses Problem durch Firm- und Softwareupdates beseitigt werden wird.
Es sei denn, die Sensorlagen des Quattro sind so dünn geworden, so dass die spektralen "Signaturen" dieser Wellenlängenbereiche durch die erste und zweite Lage zu ähnlich sind. Was eher unwahrscheinlich sein dürfte, da immer noch die dritte (unterste) Lage herangezogen werden kann, um das Signal "blau" und "grün" sauber zu charkterisieren.

Mal abwarten...
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #11
Hallo,

meiner Meinung nach spekulieren wir hier auf hohen Niveau.

Vielleicht habt ihr auch mehr Informationen als ich über den neuen Sensor Aufbau.
Die wenigen Informationen die ich bisher lesen konnte lassen nicht wirklich erkennen wie der Sensor aufgebaut ist.

Es ist eigentlich nur klar das ich auf der oberen Ebene etwa 4 mal mehr Pixel als auf den beiden unteren habe.

Wie die Pixel auf Ebene 2 und 3 angeordnet sind habe ich bisher noch nicht gesehen, eine 1 zu eins Zuordnung gibt es ja nicht mehr.

Eine Möglichkeit währe es die unteren Pixel in die Lücke zwischen einem 4 Cluster der oberen Ebene zu setzen, das ergebe theoretisch einen höheren Signalpegel als wenn ich die unteren Reihen unter einen der oberen Pixel setze.

Des weiteren währe bei einer solchen Anordnung eine bessere Interpolarisation der Farbinformation für dieses 4 Cluster möglich.

Aber das ist wie gesagt alles Spekulation solange Sigma hierzu keine genaueren Daten veröffentlich.

Gruß

Stephan
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #12
..
meiner Meinung nach spekulieren wir hier auf hohen Niveau...
Das glaub ich auch, Quattro ist sicherlich besser als eine "bayrische", aber Fortschritt ist es für Foveon eben keiner. Wer vorher noch keine Sigma gehabt hat ist beeindruckt, wer aus dem Sigma- Lager kommt etwas enttäuscht.
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #13
Das ist das einzige mir bekannte Bild, wo man die Nebenwirkungen des neuen Designs zu sehen bekommt...
Das ist aber ein derartiges Disaster dass man eigentlich gar nicht weiter diskutieren muß.
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #14
Lese interessiert mit. ;)



Hallo,
...Vielleicht habt ihr auch mehr Informationen als ich über den neuen
Sensor Aufbau.
Die wenigen Informationen die ich bisher lesen konnte lassen nicht wirklich erkennen wie der Sensor aufgebaut ist.
...

Hallo Stephan!

Hier

gab Stoneage in #11 diesen Link

zum Besten. Dort findest Du eine sehr schematisierte Skizzierung des Quattro Sensordesigns.




...
Eine Möglichkeit währe es die unteren Pixel in die Lücke zwischen einem 4 Cluster der oberen Ebene zu setzen, das ergebe theoretisch einen höheren Signalpegel als wenn ich die unteren Reihen unter einen der oberen Pixel setze.
...

Keine Ahnung, wieviel Licht die Dotierungen und Kontaktierungen der
drüberliegenden Vollfarb- und Rot-Grün-Ebene der untersten nur-Rot-
Schicht wegnehmen.

Ein Design nach Deinem Vorschlag würde vielleicht den Signalpegel der
unteren Ebenen, besonders rot, etwas erhöhen.
Bei seitlichem Versatz der verschiedenen Farb-Pixel wäre es dann aber
für das Rauschen wohl besser, die Rotebene und die Rot-Grün-Ebene
gleich ganz an die Oberfläche des Siliziums zu legen.
Farbfilter draufgepappt. Und fertig ist der Bayer-Sensor. ;) ;) ;)

Ich verstehe die grundsätzliche Idee des Quattro-Sensors so, dass die unteren Ebenen absichtlich
erheblich größere Pixel als die obere Vollfarb-Ebene bekommen haben, um mehr Photonen
zu fangen = größere Quanteneffizienz = weniger Rauschen. In der Theorie klingt das
zunächst mal schlüssig.

Gruß vom Waldschrat... :)
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #15
Hallo,

meiner Meinung nach spekulieren wir hier auf hohen Niveau.

Das kann ich so nicht in allen Belangen teilen.
Natürlich muss man zu einem gewissen Grad Vermutungen anstellen, aber ganz so nebulös ist es dann doch nicht, da man vieles einkreisen kann.

Wenn man sich eine Weile mit den einschlägigen Publikationen (Theses und Literatur) zum Foveon befasst, geht einem recht schnell ein Licht auf, wie Richard Francis Lyon diesem Sensor das Farbensehen beigebracht hat. Die Details zum Funktionsprinzip sind problemlos recherchierbar.

Glücklicherweise bricht der Quattro auch nicht mit dem zugrundeliegenden (Grund-)Funktionsprizip.
Die Pixelanordnung 4:1:1 wird auch in vielen Vorträgen von Yamaki dargestellt.

Was den Quattro betrifft, hatte ich mir erlaubt, ein paar erste Gedanken darzulegen:



Eine Menge der dargelegten Dinge, beschreibt auch Lyon in ähnlicher Form. Nachfolgend ein hochinformativer Link, in dem er sich über den Quattro äußert:



Selbstverständlich gibt es in den Erörterungen keine 100%-ige Sicherheit, da Lyon seit Jahren nicht mehr für Foveon arbeitet und auch Sigma nur sehr bedingt seine Geheimnisse preisgeben wird.

Aber fügt man die Informationsbausteine zusammen, kommt man m.E. recht weit.

Die Frage, die mich umtreibt (und wo es noch an Informationen mangelt), ist, welche Methodik Sigma in der 4:1:1-Farbcharakterisierung gewählt hat:

  • Wird zunächst ein Grundbild (auf Basis der Auflösung der unteren Lagen -unter "Binning" der 4er-Pixelblöcke der obersten Ebene) erstellt, auf dessen Basis, dann mit Hilfe des hochauflösenden Signals der obersten Lage doch in der Ebene interpoliert wird?
  • Oder ist die "spectral responsivity" der obersten Lage über das relevante optische Spektrum doch charakteristisch genug (->wellenlängenabhängig unterschiedlich genug) um so über die Signalkombination obere/mittlere/untere Lage Farben eindeutig zum charakterisieren (eindeutiges Signaltripel)? Dann wäre eine Interpolation überflüssig.
Letzteres hatte ich in meinen o.g. Äußerungen () vermutet.

Es deutet aber einiges darauf hin, dass wohl ersteres zum Zuge kommt, da die "" bei manchen Farbkombinationen (Blau-Grün, ) m.E. nicht sensorphysikalisch erklärbar sind.

Haut die Interpolation "in den Sack", so ist das zumindet eine klar lokalisierbare Fehlerquelle, die man ggf. durch angepasste Algorithmen angehen kann.

Mal sehen, was zukünftige FW- und SPP-Updates bewirken...

Grüße,
Oz
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #16
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #17
Hallo,

Danke erst mal an Waldschrat und OZ für eure Erklärungsversuche. Mir ist als das Prinzip des Foveon Sensors und die entsprechende Literatur und Funktionsweise bekannt.
Ich gehöre wie Klaus noch zur 1 Generation der SD 9 Nutzer und Fotografiere jetzt gut 10 Jahre mit dieser Technik.

Was ich mit Spekulation auf hohem Niveau meinte ist das es bis heute keine wirklich Aussagefähige Literatur gibt wie der Sensor Aufgebaut ist und wie die Daten gewonnen und aufgearbeitet werden.

Die ganzen Schematischen Darstellungen die man sieht erklären zwar das theoretische Prinzip, mehr aber nicht.

Wenn wir uns die ersten Generationen des Foveon Sensors ansehen wiesen wir das die selbe Anzahl Pixel auf den drei Schichten untereinanderliegen. Diese sollen wie Waldschrat beschrieben hat unterschiedliche Pixel Größen haben um, vereinfacht ausgedrückt, die Verluste die durch die oberen Schichten entstehen auszugleichen.

Schon bei diesen Prinzip ergeben sich viele Fragen, bei gleicher Fläche der drei Sensor Ebenen und Unterschiedlichen Pixel Größen muss es auf Ebene 1 und Ebene 2 größere Pixel Lücken geben in denen keine Information aufgenommen wird. Das ist natürlich im fertigen Bild nicht zu sehen, was bedeutet das diese Information im nachhinein berechnet wurde.

Wenn man jetzt noch bedenkt das jeder Pixel auf jeder Ebene noch Signalleitungen hat die den darunterliegenden Schichten ja auch Licht / Farbinformation wegnehmen.

Ist es schon hohe Kunst und viel Mathematik die es ermöglichen das hier so gute Bilder entstehen.

Das macht das ganze ja auch so Aufwendig im Verhältnis zu Bayer Sensor.

In dieser Richtung ist das neue Sensor Designe nur konsequent ich brauch auf der oberen Ebene keine Pixellücken mehr zu Berechnen ich habe hier jetzt die volle Information vorliegen. Ich habe aber auf Grund der Pixel Zahl deutlich mehr Signalleitungen die mir auf den Unteren Ebenen das Licht bzw. auch die Farbinformation wegnehmen.
Dem entgegnet man in dem man auf den unteren Ebenen mit deutlich weniger aber größeren Pixeln arbeitet.


Die Farbe des einzelnen Pixels berechne ich dann mit den Informationen aus den Unteren Ebenen die muss zwar auf Grund der geringeren Pixel Zahl Interpoliert werden, sollte aber im Ergebnis deutlich genauer sein wie das starre Bayer Filter System.

Die ersten Ergebnisse sehen ja nicht schlecht aus, die Pixel Schärfe ist im Vergleich mit entsprechenden Bayer Sensor Kameras deutlich höher.

Die Differenziertere Farbwiedergabe im Vergleich zu einen Bayer Sensor kann ich noch nicht beurteilen da mir hier Aussagefähige Vergleichs Bilder Fehlen.

Gruß

Stephan
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #18
Hallo Stephan,

Mir ist als das Prinzip des Foveon Sensors und die entsprechende Literatur und Funktionsweise bekannt.
Ich gehöre wie Klaus noch zur 1 Generation der SD 9 Nutzer und Fotografiere jetzt gut 10 Jahre mit dieser Technik.

es wäre sehr interessant, wenn Du Links und Literatur nennen könntest, die Deine Informationsbasis untermauern. Insbesondere der Passus, dass die beim (konventionellen?) Foveon untereinanderliegende Pixel unterschiedliche Größen haben sollen, interessiert mich.

Was ich mit Spekulation auf hohem Niveau meinte ist das es bis heute keine wirklich Aussagefähige Literatur gibt wie der Sensor Aufgebaut ist und wie die Daten gewonnen und aufgearbeitet werden.

Der Anpruch ist nachvollziehbar, aber leider nicht ganz realistisch.
Was wäre denn aussagekräftig genug? Konstruktionspläne? Softwarecodes?

Details sind nunmal leider Firmengeheimnisse, was nicht heißt, dass man sich kein grundsätzliches Verständnis rekombinieren kann. Es gibt viele Hinweise von den Foveon-Entwicklern zur Funktionsweise.
Weiterhin: Viele Details zum Funktions- und Aufbauprinzip geben Patente von Merrill und Foveon Preis. Dabei muss man glücklicherweise nicht im Detail verstehen, wie Photolithograpie, Dotierung und Co. bei der Herstellung vonstatten gehen, um ein ausreichendes Verständnis über die Grundprinzipien zu entwickeln. Die Prinzipskizzen sind aussagekräftig.


Wenn wir uns die ersten Generationen des Foveon Sensors ansehen wiesen wir das die selbe Anzahl Pixel auf den drei Schichten untereinanderliegen. Diese sollen wie Waldschrat beschrieben hat unterschiedliche Pixel Größen haben um, vereinfacht ausgedrückt, die Verluste die durch die oberen Schichten entstehen auszugleichen.

Beim X3? Das wäre mir neu.

Hast Du eine Quelle hierfür?

Waldschrat bezieht sich bei den Ausführungen zu Pixelgrößen auf den Quattro.

Schon bei diesen Prinzip ergeben sich viele Fragen, bei gleicher Fläche der drei Sensor Ebenen und Unterschiedlichen Pixel Größen muss es auf Ebene 1 und Ebene 2 größere Pixel Lücken geben in denen keine Information aufgenommen wird. Das ist natürlich im fertigen Bild nicht zu sehen, was bedeutet das diese Information im nachhinein berechnet wurde.

Ist es wirklich so, dass das Transmissionsverhalten von Licht durch das Siliziumsubstrat dadurch merklich verbessert werden würde, wenn die obenliegende Schichten kleinere Photodioden "mit Platz an den Rändern" aufweisen sollten?

Schon bei diesen Prinzip ergeben sich viele Fragen, bei gleicher Fläche der drei Sensor Ebenen und Unterschiedlichen Pixel Größen muss es auf Ebene 1 und Ebene 2 größere Pixel Lücken geben in denen keine Information aufgenommen wird. Das ist natürlich im fertigen Bild nicht zu sehen, was bedeutet das diese Information im nachhinein berechnet wurde.

Wenn man jetzt noch bedenkt das jeder Pixel auf jeder Ebene noch Signalleitungen hat die den darunterliegenden Schichten ja auch Licht / Farbinformation wegnehmen.

Ist es schon hohe Kunst und viel Mathematik die es ermöglichen das hier so gute Bilder entstehen.

Es deutet nichts darauf hin, dass beim konventionellen Foveon eine wie auch immer geartete Interpolation der Ebene durchgeführt wird. Auch wenn der Effektivquerschnitt eines Sensorpixels fertigungs- und konstruktionsbedingt etwas kleiner sein sollte als der angegebene Bruttowert (der geometrische Querschnitt = das, was man schlußendlich als Ausgabegröße sieht).

Weiterhin ist die Kombination der 3 lagenbedingten Quantenausbeuten hinreichend, um diesem Tripel eine Wellenlänge zuzuordnen.
Eine Tripel-Wellenlängen-Kalibrierung erfolgt per Monochromator.

...

Wie gesagt, ein paar Quellen, die Deine Aussagen belegen, wären hilfreich.

Gruß,
Oz
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #19
...
Waldschrat bezieht sich bei den Ausführungen zu Pixelgrößen auf den Quattro.
...

Genau. Ich verstehe dieses Detail als die grundlegend neue Herangehensweise
beim "Quattro"-Sensor.
Ob die einzelnen Ebenen bei früheren Foveons genau flächengleich sind,
entzieht sich völlig meiner Kenntnis.
 
  • Der Quattro Look: wieso ist dieser anders? Liegt es am Sensor oder SPP? Beitrag #20
Glaub ich auch nicht dass die Pixel vor dem Quattro verschieden gross gewesen sind, deswegen war ja gottseidank nix interpoliert. Was ich nicht verstehe ist warum nicht alle Firmen Mehrchiptechnologie verwenden, bei Videokameras gibts das ja schon <ewig>, wenn auch nicht als Layer wie in den Foveons; nur am Platzbedarf kanns ja auch nicht liegen.
 
Thema:

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