Hallo,
meiner Meinung nach spekulieren wir hier auf hohen Niveau.
Das kann ich so nicht in allen Belangen teilen.
Natürlich muss man zu einem gewissen Grad Vermutungen anstellen, aber ganz so nebulös ist es dann doch nicht, da man vieles einkreisen kann.
Wenn man sich eine Weile mit den einschlägigen Publikationen (Theses und Literatur) zum Foveon befasst, geht einem recht schnell ein Licht auf, wie Richard Francis Lyon diesem Sensor das Farbensehen beigebracht hat. Die Details zum Funktionsprinzip sind problemlos recherchierbar.
Glücklicherweise bricht der Quattro auch nicht mit dem zugrundeliegenden (Grund-)Funktionsprizip.
Die Pixelanordnung 4:1:1 wird auch in vielen Vorträgen von Yamaki dargestellt.
Was den Quattro betrifft, hatte ich mir erlaubt, ein paar erste Gedanken darzulegen:
http://www.bilderforum.de/t19318-sigma-dp2-quattro-angekuendigt.html#post200456
Eine Menge der dargelegten Dinge, beschreibt auch Lyon in ähnlicher Form. Nachfolgend ein hochinformativer Link, in dem er sich über den Quattro äußert:
http://www.dpreview.com/forums/post/53098094
Selbstverständlich gibt es in den Erörterungen keine 100%-ige Sicherheit, da Lyon seit Jahren nicht mehr für Foveon arbeitet und auch Sigma nur sehr bedingt seine Geheimnisse preisgeben wird.
Aber fügt man die Informationsbausteine zusammen, kommt man m.E. recht weit.
Die Frage, die mich umtreibt (und wo es noch an Informationen mangelt), ist, welche Methodik Sigma in der 4:1:1-Farbcharakterisierung gewählt hat:
- Wird zunächst ein Grundbild (auf Basis der Auflösung der unteren Lagen -unter "Binning" der 4er-Pixelblöcke der obersten Ebene) erstellt, auf dessen Basis, dann mit Hilfe des hochauflösenden Signals der obersten Lage doch in der Ebene interpoliert wird?
- Oder ist die "spectral responsivity" der obersten Lage über das relevante optische Spektrum doch charakteristisch genug (->wellenlängenabhängig unterschiedlich genug) um so über die Signalkombination obere/mittlere/untere Lage Farben eindeutig zum charakterisieren (eindeutiges Signaltripel)? Dann wäre eine Interpolation überflüssig.
Letzteres hatte ich in meinen o.g. Äußerungen (
->Link) vermutet.
Es deutet aber einiges darauf hin, dass wohl ersteres zum Zuge kommt, da die "
Verschmierungen" bei manchen Farbkombinationen (Blau-Grün,
Blau-Gelb) m.E. nicht sensorphysikalisch erklärbar sind.
Haut die Interpolation "in den Sack", so ist das zumindet eine klar lokalisierbare Fehlerquelle, die man ggf. durch angepasste Algorithmen angehen kann.
Mal sehen, was zukünftige FW- und SPP-Updates bewirken...
Grüße,
Oz