Bei Sigma´s Kamera-Sparte hat man garnicht die Produktionskapazität, um plötzlich ein Massenprodukt produzieren zu können. Dort verdient man das Geld mit den Objektiven. Daher hat man bislang immer fotografische Nischen bedient, wie es mit den Foveonkameras der Fall war.
Es erschließt sich mir nicht, warum man bei Sigma nun mit der FP nun den Mainstreammarkt anzusteuern versucht. Allein die Größe des Gehäuses als zweifelhaftes Alleinstellungsmerkmal kann es doch wirklich nicht sein! Und ein Videofreak wird nie eine FP zu seinem Werkzeug machen. Hier benötigt man zwingend eine motorisches Zoom. Das manuelle zoomen am Objektiv, ruckelt zwangsläufig und macht die Sache daher für ambitionierte Videouser nahezu unbrauchbar.
Meiner Meinung nach hat man bei Sigma mit der SD-Quattro eine Chance vertan. Hätte man dieses hervorragende Gehäuse mit einem Adaptersystem versehen und einen modifizierten 1:1:1 APS-C Foveonsensor eingebaut, so hätte man auf einen Schlag viele andere Kamerabetreiber angesprochen, die immer man mit einem Auge auf die Foveonbilder schauen. Könnte man seine hervorragenden Nikon- und Canonoptiken plötzlich an einer Sigma Foveonkamera betreiben, wäre dies ein äußerst spannender Weg gewesen. Ich könnte mir vorstellen, daß dann viele ambitionierte Fotografen sich eine Sigma zum sehr akzeptablen Preis, als Zweitgehäuse zugelegt hätten. Zumal dann die Foveon APS-C Bilder, zumindest im LOW-ISO-Bereich Vollformatauflösung bei besserer Farbwiedergabe erreicht hätten.