Ich verstehe den Disput um eine D600 nicht ganz. Jede Kamera, egal welchen Herstellers und egal welcher Klasse, erhält irgendwann einen Nachfolger. Eine FX Kamera mit 24MP Auflösung, einem simpler konstruierten AF als bei der D700 und ansatzweise genauso viele Features (No Video wäre toll, oder?). Wieso nicht? Die D700 wird nicht mehr weiter gebaut werden, die D800 ersetzt sie nicht. Oberhalb der D300s fehlt genau genommen noch etwas, um das Sortiment in der "Mitte" abzurunden. Aber was sollte Nikon oberhalb einer D7000 einführen, um einer eventuellen D400 nicht ins Gehege zu kommen? Richtig, eine verbesserte D7x00 mit 24MP Auflösung mit dem Sensor aus der D3200 (die Masse will es so...). Wozu noch eine D400 mit einem DX Sensor? Dann gleich eine D600 mit FX. Das 24-85VR wird sicher nicht die Masse an Nutzern an ihre D800 schrauben, dafür ist die Kamera zu speziell und zu teuer, als dass sie von "schnödem" Glas geziert wird (ich hoffe, man kann die Ironie aus meinem Nachsatz gerade erkennen). Das 70-300 wurde auch "durchgeschliffen" und das 16-35 ist eine etwas, wirklich etwas, günstigere Alternative zum 14-24 (oder eine Ergänzung, wie man´s sieht).
Doch, eine D600 zum Preis von um die 2000 Euro uvp und einem Strassenpreis von etwa 1600 Euro hätte das Potential, vielen Umstiegswilligen einen Einstieg in FX zu gewähren und damit für eine Weile glücklich zu werden.
Übrigens, gestern per Zufall gelesen:
Verkaufte Digitalkameras 2011 in Deutschland:
1) 15.000.000 Smartphones
2) 7.150.000 Kompaktkameras
3) 2.100.000 Tablet Computer Cams
4) 900.000 DSLRs
5) 130.000 CSC Kameras
Quelle: Profoto für 2011
Die "Masse" wird über kurz oder lang bei den CSC Kameras landen, DSLRs müssen also mit irgendwelchen "Features" und Argumenten den Abwandernden im Gedächtnis bleiben. Wenn es dann ohnehin nur noch "Spezialisten" sind, die sich der DSLR Fotografie zuwenden, warum sich dann nicht in Richtung FX gesund aufstellen? Nikon wäre dann als einziger Hersteller mit FX breit positioniert.