Vielen Dank, Rainer, Jens-Uwe, Ingo und Robert!
Ingo, ja, das Objektiv hat nen Bessamatic Anschluss, mein Adapter ist von Siolex, gibt noch einige andere die so einen Herstellen, mit dem eingebetteten Blendenring sind die recht teuer, alle so um die 100€. Man findet die vor allem mit der Bezeichnung Retina DKL M42 Adapter.
Ich glaube ich hab auch schon mal alte Versionen dieser Adapter gesehen, aber am Dienstag und auch heute tauchte keiner bei der Suche auf, die könnten gebraucht günstiger sein.
Da ich irgendwann noch vorhab mir ein Skopagon und ein Septon zuzulegen, kann ich den Preis ja dann durch drei teilen.
Robert, das mit den Farben ist mir auch schon aufgefallen, besonders die blauen Press-Bänder im Hühnerbild-Hintergrund sehen wirklich unwirklich blau aus. Auch bei anderen Objektiven mit Farbstich, hatte ich schon den Eindruck, dass auch nach Weißabgleich die Farbzusammensetzung anders ist, als bei einem Objektiv mit neutraler Farbwiedergabe.
Der Zoomring verschiebt die Linsen im Inneren durch drei Stangen, die nach vorne in den dickeren Teil des Objektivs eintauchen, so eine Konstruktion hatte ich bisher auch noch nie gesehen.
Jens-Uwe, CAs (chromatische Aberrationen) gibts als Farbquerfehler (laterale CAs) und Farblängsfeheler (longitudinale CAs).
Farbquerfehler sieht man in der Schärfeebene an hohen Kontrasten, z.B. Architekturaufnahmen dunkles Fenster an weißer Wand, meist ist zur Bildmitte hin ein roter Farbsaum während zum Bildrand hin ein blauer Farbsaum zu sehen ist.
Farblängsfehler treten im Unschärfebereich auf, die Unschärfe hinter dem Fokus wird eher grünlich, während die Unschärfe im Vordergrund eher rötlich wird.
Diese Fehler treten auf, da in den einzelnen Linsen der Brechungsindex für verschiedene Wellenlängen unterschiedlich sind, auch noch Glassortenabhängig, daher ist die Brennweite für die verschiedenen Farben leicht unterschiedlich.
Sphärische Aberration kommt daher, dass besonders bei lichtstarken Objektiven mit großen Linsen der Randebereich des Ojektivs weiter weg vom Sensor ist als der Mittenbereich, daher treffen sich die Randstrahlen schon eher als die Mittenstrahlen.
Abhilfe dagegen schaffen asphärisch geschliffene Linsen, die Brennweite am Rand wird größer durch geringeren Krümmungsradius als in der Mitte.
Hier mal ein krasses Beispiel meines zweiten Holzobjektivs ohne Blende:

Natürlich könnte man nun speziell auf die Fehler zugeschnittene Vergleichsaufnahmen machen (hohe Kontraste im Fokus, vor- hinter Fokus, Ziegelsteinwände,...), aber eher interessant ist doch wie sich die Objektive so im Alltagsgebrauch machen, daher reichts meiner Meinung wenn man ganz "normale" Aufnahmen macht, wie sonst auch.
Viele Grüße,
Andreas