Erstaunlich wie beharrlich hier versucht wird, offenkundiges zu ignorieren.
Daß bei Merrills, unabhängig von Neu- oder Altlinsen, Linsenprofile zur Farbverschiebungskorrektur erforderlich sind, ist offenkundig.
Selbst bei exzellenten, maßgeschneiderten Linsen, wie jener der DP2M, ist beim Fremdprogramm IR-Developer die Farbverschiebung erkennbar. Wunderschön erkennbar an Stoneages Bild im Bereich des grauen Asphalts.
Da hat wohl Sigma an der "digitalen" Vergütung der rückwärtigen Linse gespart.
Der Farbverschiebungseffekt mildert sich unabhängig von Neu- oder Altlinsen bei Verwendung von Telelinsen mit langem Tubus, wie z.B. dem Beroflex 500/f8 (welche einen weitgehend lotrechten Strahlengang zum Sensor ermöglichen) stark ab. So stark, dass man mit einem Custom-WB aus der Sache herauskommt.
Man kann natürlich Linsen konzipieren, die den bildseitigen Strahlengang näherungsweise lotrecht zur Sensoroberfläche einfallen lassen (bildseitige Telezentrie), um Probleme zu
mildern. Dieser Aufwand ist bei älteren Bestandslinsen natürlich nicht möglich, da ältere Foveondesigns diesbezüglich kaum Ansprüche gestellt haben. Ebenso sind solche Linsenkonstruktionen nicht immer räumlich und preislich darstellbar.
Wie die Farbverschiebung bei Linsen mittels Linsenprofilen herausgerechnet werden kann, wurde im Forum bereits hinreichend erörtert.
@Knipskarl: Wer sagt Dir, dass Linsenprofile nicht auch in der Firmware hinterlegt sind? Sie
müssen hinterlegt sein, gerade damit es bei jpeg OOC zu keinen Problemen kommt.