Jetzt habe ich mir doch ein paar Nylon-Kunstmaler-Pinsel für kleines Geld bestellt (kamen aus China, wußte ich vorher nicht, macht auch nix)
Pinsel in Wasser ausgewaschen. Anschließend in Selectipur 2-Propanol im Ultraschallbad einmal gereinigt (gut, man hätte auch zwei Stufen machen können).
Zwei Größen habe ich genommen, einmal einen mit ca 10 mm Breite und einen ganz ganz spitzen mit 0,5 mm Spitze.
Dann habe ich meinen schon mal gekauften Milschschäumer gesucht. Hab ihn verlegt :klatschen: :klatschen:
Gut, dann ohne.
Testobjekt rausgesucht: Eine alte Fuji S3Pro.
Sensor freigelegt und die beleuchtete Sensor-Check-Lupe benutzt:
http://www.amazon.co.uk/gp/product/B0010CM0D2
(auch überteuert, aber preiswerter als die anderen).
Die Pinsel habe ich vorher mit dem Blasebalg noch einmal angeblasen, so daß sich der Staub löst und der Pinsel statisch aufgeladen wird.
Vorsichtig habe ich mit dem kleinen Pinsel getestet. Er hinterließ keinerlei Rückstände (kann man nach Selectipur-Reinigung auch erwarten). Leider konnte ich damit die Partikel, die ich mit der Lupe sah, nicht entfernen. Ich nahm dann den breiten Pinsel für etwas festere Pinselstriche. Auch dieser löste die Partikel nicht. Da muß wohl eine Naßreinigung ran.
Dann habe ich mich der SD9 gewidmet: Und siehe da, der ganz spitze Pinsel reichte, um selektiv unter Lupenbeobachtung die einzelenen Staubpartikel abzunehmen.
Bei der SD10 hat es auch funktioniert.
Insgesamt brauchte ich aber bei jede Kamera zwei Versuche (mit Testaufnahmen), da man mit der Lupe die Partikel nicht so ohne weiteres sah. Macht man eine Testaufnahme, kann man sie (sie sind natürlich spiegelverkehrt) auf dem Sensor lokalisieren und mit dem kleinen Pinsel abheben.
Wenn man also Angst hat, den ganzen Sensor zu verschmieren, dann kann man es mal zuerst selektiv mit einem ganz spitzen Pinsel probieren.
Bei den Sigma-Kameras hat es geklappt. Bei der Fuji war wohl noch Öl oder ähnliches dabei, was den Partikel kleben ließ.
Dirk