Sensorreinigung SD9/10 ... die Anleitung!

  • Autor des Themas Klaus-R
  • Erstellungsdatum
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
20.233
Hallo zusammen,

das ewige Thema, die ewige Sorge ... "Wie kriege ich meinen Bildsensor wieder schön sauber?" ... die Antwort in Form einer bebilderten Anleitung ...:rolleyes::rolleyes: JETZT HIER!

Kurz: Ich mach's jetzt auf vielfachen Wunsch noch einmal ganz ausführlich, zunächst nmal für SD9/10 ... bei nächster Gelegenheit, sobald meine 14 wieder fällig ist, werde ich das auch noch einmal für die SD14 ausführlich beschreiben und auch bebildern.

Anmerkung: Ich schließe ausdrücklich NICHT aus, dass auch andere Wege zum gewünschten Ziel führen. Diese Methode aber klappt mit Sicherheit, nach etwas Übung, ist für den Foveon-Bildsensor mit Sicherheit unschädlich und kostet praktisch nix .... etwas Zeit maximal.

Wann sollte man einen Bildsensor reinigen?!

Naja .... besonders, wenn die Kamera noch neu ist, sollte man sich nicht über allerkleinste Kleinigkeiten aufregen. Der allermeiste Sensordreck entsteht durch Verschlussabrieb, der mit der Zeit stark nachlässt. Erfahrungsgemäß ist nach ca. 5.000 Auslösungen die Sache so ziemlich durch. Danach dürfte lange Zeit Ruhe sein.
Ich selber habe mich mit Sensordereck nie lange herumgeärgert ... es geht sowieso kein Weg daran vorbei ... ran an die Sache also.

Welche Methode?!

Ganz klar ... meine, bzw. diejenige, die ich hier gleich zeigen werde.
Herumgoogeln hilft nämlich nix ... da habt ihr hunderte von Meinungen, hohe Kosten, viel Zeitverlust und im WORST CASE sogar einen beschädigten Bildsensor bzw. eine kaputte Kamera.

Ich will das mit diesem Beitrag mal vehindern!

Vorher:

Nun spätestens, wenn ein Bildsewnsor sooo aussieht, ist ACTION angesagt.

Sample 20.jpg

Solange warte ich übrigens NIE. So dreckig wurde der Bildsensor meiner SD9 während der Photoaufnahmen für diesen Thread ... natürlich konnte ich nicht zügig arbeiten, der Sensor war viel zu lange dem Feinstaub der Luft ausgesetzt ... mit so einem Bildsensor hätte ich garantiert nicht bis zuletzt photographiert.

Testaufnahme:

Eine Testaufnahme muss mit möglichst kleiner Blendenöffnung gemacht werden, damit kleinere Partikel nicht überstrahlt werden. eine Möglichkeit ist es, den Himmel mit möglichst geschlossener Blende abzulichten.

Habe ich diese Möglichkeit gerade mal nicht, kann ich auch ein weißes Blatt Papier ablichten ... natürlich auch mit möglichst geschlossener Blende ... dann aber (sehr wichtig!) unscharf fokussiert, damit ich nicht noch eine Krümmel, der sich scharf abzeichnet, für Sensorschmutz halte. Übrigens sollte auch der Monitor ganz sauber sein, damit nichts Falsches unter Verdacht gerät..:eek:

Und so geht's bei SD9/10 Kameras:


Sensorschutzglas ausbauen:

Sample 3.jpg Sample 4.jpg

Sample 5.jpg

Die winzige Kreuzschlitzschraube mit einem Uhrmacher-schraubendreher herausdrehen, mit einer Pinzette greifen und an einem ganz sicheren Ort ablegen... ich nehm da immer den Deckel des Werkzeigkästchens.

Sample 6.jpg Sample 7.jpg

Das Sensorschutzglas nicht mit den Fingern anfassen, sondern, wie gezeigt, mit der Pnzette greifen und ebenfalls sicher so ablegen, dass das Glas selber unberührt bleibt.

Fortsetzung folgt!
 
11.08.2009
#1

Anzeige

Guest

Schau mal hier: Sensorreinigung SD9/10 ... die Anleitung! . Dort wird jeder fündig!
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
20.233
SD9/10 Kameras wurden mit einem Netzteil ausgeliefert, welches man unbedingt anschließen sollte, bevor man anfängt. Zusätzlich sollte ganz frisch geladene Akkus versendet werden .... dann ist man auch dann auf der sicheren Seite, wenn gerade mal der Strom ausfallen sollte. Bricht nämlich während der Sensorreinigung die Spannungsversorgung der Kamera -aus welchem Grund auch immer- zusammen, dann klappt der Spiegel herunter und (noch schlimmer!) der Lamellenverschluss schnackt zu, während man mit Werkzeig am Bildsensor zugange ist ... die Folge ist dann ein sicherer Verschlussschaden!:eek::eek::eek:

Sample 8.jpg

Kontrolle:


Sample 11.jpg


Das Display der SD9 MUSS (eingeschaltet!) beide Akkutypen mit voller Ladung anzeigen, sonst fangen wir gar nicht erst an!
(Das Display einer SD10 zeigt natürlich nur die horizontalen AA Akkus an .... die CR-123A Akkus hat sie ja nicht). Netzstecker zur Sicherheit ziehen .... jetzt muss immer noch volle Akkuladung angezeigt werden, da die Akkus jetzt übernehmen .... Netzstecker wieder einsetzen!;)

Kamera auf Sensorreinigung schalten:

Sample 9.jpg Sample 10.jpg

Zunächst mal das Haupt-Wählrad der Kamera auf "AB" schalten ... (eigentlich die Einstellung für die Spreizung bei Belichtungsreihen). Dann die äußeren beiden Taster (wie gezeigt) gleichzeitig drücken. Mit einem vernehmlichen "Klock" klappt der Spiegel hoch und der Verschluss öffnet sich. Das Display zeigt nur "CL" für CLEAN an ... der Blick auf den Bildsensor ist frei!

Sample 12.jpg Sample 14.jpg

Fortsetzung folgt:
 
Zuletzt bearbeitet:
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
20.233
Reinigungsvorgang:

Jetzt benötigt man möglichst wasserfreies Iso-Propanol aus der Apotheke. Kostenpunkt ... fast nix ... und ein Wattestäbchen. Wie Ihr seht, verwende ich hier nicht einmal Markenware, sondern habe auch hier noch Geld gespart.


Sample 1.jpg Sample 16.jpg

Sample 15.jpg

Wichtig ist nun:

1) Das reinigende Ende des Wattestäbchens NICHT mit den Fingern anfassen! Handschweiß kann schon zum Misserfolg führen!

2) Das Wattestäbchen nur ganz "flüchtig" mit Isoprop andippen ... das darf auf keinen Fall in dem Zeug schwimmen!!!:eek:

3) Den Sensor zeilenweise von oben nach unten in EINE RICHTUNG abwaschen!

4) Die Kamera mit der linken Hand (bei Rechtshändern) ankippen und mit der rechten Hand das Wattestäbchen mit leichtem Druck über den Sensor ziehen ... wie hier gezeigt! Die Kamera NICHT auf den Rücken legen, damit von oben nicht neuer Staub hineinrieselt!

5) Das Wattestäbchen "schleppend" nicht "stechend" führen, damit es schön gleitet und nicht "rattert".

Sensorschutzglas wieder einbauen:

Sample 17.jpg Sample 18.jpg

Wieder gilt es, das Sensorschutzglas nicht mit den Fingern zu berühren, sondern, wie gezeigt, mit der Pinzette anzusetzen.

Dann das Schräubchen mit der Pinzette ansetzen und MIT GEFÜHL FESTZIEHEN!!!

Bitte nicht das Schräubchen überziehen und das Gewinde beschädigen!!!

Testaufnahme NACHHER:

Mit viel Glück führt schon ein einziger Reinigungsvorgang zu diesem Ergebnis.

Sample 19_1.jpg

Wie oben schon angedeutet .... diesmal hat es nicht sofort geklappt. Dadurch, dass der Spiegelkasten meiner DIVA wegen der Demophotos recht lange geöffnet war, habe ich mir den Staub eingefangen, denn man ganz oben bestaunen kann. Zwei weitere Reinigungsvorgänge waren nötig, bis ich nun zufrieden bin.

Wichtig: Ich würde für die Testaufnahmen nicht jedesmal den Sensorschutz extra einbauen. Bei der SD9 ist das sowieso unnötig, da es sich nur um Glas handelt. Bei SD10 und SD14 ergeben sich scheußliche Falschfarben, da das Sensorschutzglas gleichzeitig das IR/UV-Shot beinhaltet.

Zur Diagnose der Sensorflecken spielt das aber eigentlich keine Rolle.

Grüße und saubere Bildsensoren

Klaus

P.S.

Nicht unwichtig ist es, vor der ganzen Aktion mal einen Blick durch den Sucher zu werfen, ob nämlich die Mattscheibe auch sauber ist. Der dort sichtbare Schmutz kommt zwar nicht aufs Bild ... nervt mich aber dennoch.
Ich habe solchen Schmutz immer sehr einfach mit etwas Pressluft aus meinem Kleinkompressor beseitigen können .... dazu nur das Sensorschutzglas ausbauen, den Spiegel unten lassen (den Verschluss natürlich auch geschlossen) und dann mit leichter Briese ausblasen.

Bitte nie mit 8 bar Druck an eine empfindliche DSLR gehen ... ist doch klar!!:D:D

P.S.2.: Alle Demo-Photos - Polaroid X530!
 
Zuletzt bearbeitet:

MartinB82

Beiträge
330
Schöne Anleitung wie immer ;) :klatschen:

Viele Grüße
Martin
 
Daniel

Daniel

Beiträge
144
Hallo Klaus,

wie auch viele andere hier kann ich bestätigen, dass Deine Beschreibung wirklich zum gewünschten Erfolg führt. Also ruhig zu, da kann wirklich nichts - oder wenig - schiefgehen!
Ich hatte bei der SD14 ohne externe Stromversorgung gearbeitet und davor testweise die beiden oberen Taster gedrückt. Nach einer Stunde war der Spiegel immer noch hochgeklappt und ich habe mich dann ohne externe Stromversorgung rangewagt, mit frischem Akku natürlich.

Schöne Grüße
Daniel
 
netzuser

netzuser

Beiträge
3.408
Hallo Klaus,
danke für die ausführliche und bebilderte Anleitung.:klatschen::klatschen::klatschen:
Gruß
Uwe
 
Zuletzt bearbeitet:
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
20.233
Hallo zusammen,

danke für das Lob ... ich hatte mir das schon lange mal vorgenommen, hatte aber sehr lange Ruhe mit Sensordreck. Wie oben ja beschrieben ... Wenn die Kameras mal "eigeschossen" sind, dann ist das kein sehr häufiges Thema mehr. Die Idee mit dem Sensorshutzglas klappt dann wirklich gut.

Bei Gelegenheit werde ich dann das Gleiche auch noch mal für die SD14 machen ... mich dann aber nur auf die Unterschiede zur SD9/10 beschränken, die eigentlich nur im Aus- und Einbau des Sensorschutzglases besehen ... im Grunde ja noch einfacher als bei den beiden alten Damen!

Wenn natürlich jemand anderer mal Lust hat, sich hier Arbeit zu machen;);) gebe ich das Thema auch sehr gerne ab ... kurze PN dann bitte an mich!

Grüße und schöne Photos

Klaus

P.S. Nur zur Sicherheit ....:D:D:D:D DIESE SENSORREINIGUNG klappt nur, wenn der Totalverlust der Kamera inkauf genommen werden kann.
 
-GABY-

-GABY-

Beiträge
1.324
...Lieber Klaus....

Ich überlasse diese REINIGUNG dem Ulli :klatschen:,
sonnst gibt es wieder eine kalte Dusche...:D

Liebe Grüße Gaby:psst:
 
Robert

Robert

Moderator
Beiträge
11.325
Hallo Klaus,

:D auch wenn mir Ullis Methode persönlich irgendwie richtig gut gefällt - tausend Dank für Deine Schritt-für-Schritt - Anleitung!

Beim ersten Mal lasse ich mir aber trotzdem gerne von Dir über die Schulter schauen ;)
 
Telekomiker

Telekomiker

Beiträge
4.828
Hallo Klaus,

nach dieser Anleitung sollte nun wirklich jeder (auch ich) in der Lage sein, seinen Sensor zu reinigen.

[SCHILD]Danke[/SCHILD]

Eine Frage habe ich aber noch:

Im Urlaub habe ich beim Blick durch den Sucher bemerkt, dass ein kleines Tierchen (Gewitterfliege) lustig mittig übers Sucherbild krabbelte. Es war auch nach Abnahme des Objektives noch da, also nicht am Objektiv sondern wohl innerhalb der Cam.
Auf einer Testaufnahme war es allerdings Gottseidank nicht zu sehen.
Nach einiger Zeit habe ich es nicht mehr im Sucherbild gesehen und es ist bis heute nicht mehr aufgetaucht.

Jetzt die Frage:

Hast Du oder ein anderer, soetwas schon einmal erlebt und wie bekommt man so ein lästiges Tierchen wieder weg, wenns nicht von alleine den "Ausgang" findet?


Viele Grüße

Harald
 
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
20.233
Hallo Harald,

üblicherweise befindet sich sichtbarer Dreck nur unterhalb der Mattscheibe und kann, wie beschrieben, mit etwas Druckluft entfernt werden. Einen Pinsel würde ich nicht verwenden, man fängt sich dabei nur noch mehr Schmutz ein.

Wenn Schmutz in das Pentaprisma eingedrungen ist, kann man ebenfalls versuchen diesen vorsichtig durch Druckluft (sehr vorsichtig! von unten gegen die Mattscheibe sprühen) in optisch unsichtbare Bereiche zu bewegen. Wenn das nicht gelingt, dann muss leider die Mattscheibe ausgebaut werden, um den Schmutz zu erreichen. Das ist dann eine Sache, die ich dem Kundendienst überlassen würde. Es ist sehr leicht möglich, beim Aus- und Wiedereinbau der Mattscheibe, diese zu verkratzen oder zu verschmutzen. Bei einer SD9/10 kann man sich da eher noch heranwagen, da es sich um eine Eizelscheibe handelt ... bei einer SD14 ist das noch viel komplizierter, da hier zwei getrennte Scheiben übreeinander angeordnet sind.

Bis jetzt hat's mit DEZENTER Druckluft immer noch geklappt.

TIERCHEN: :D:D:D Da habe ich keine Erfahrungswerte mit! Ob man da mal mit Insektengift ran sollte ... :D:D:D ... ehe Deine SD noch zum Brutkasten für Ungeziefer wird?!

Grüße und sauberes Sucherbild

Klaus
 
Daniel

Daniel

Beiträge
144
Für die Q-tips aus der Apotheke habe ich übrigens 0,85 Eur für 206-Stück hingelegt. Bei den "preiswerten" ist mir das Risiko zu hoch, dass das Plastik zum Vorschein kommen könnte, was bei mir tatsächlich schon vorgekommen ist - aber natürlich nicht beim Sensorputzen!

Grüße
Daniel
 

helmut krauß

Beiträge
6
Klaus, herzlichen Dank für Deine bebilderte Reinigungsanweisung. Bei mir steht immer noch die 10er herum, die noch zu reinigen wäre. Vielleicht wage ich es doch noch selbst und bringe Rödermark um einen Auftrag. Obwohl: Eigentum verpflichtet ... Arbeitsplätze ...

Was meinst Du: Ob nicht ab und zu ein "wänzäger Schlock" aus dem Reinigungsmittelchenfläschlein - immer mal dazwischen genommen - die angespannten Nerven beruhigte? Fragen kann man ja schließlich, oder?

Helmut, sehr angetan von innerer Reinigung
 
Telekomiker

Telekomiker

Beiträge
4.828
TIERCHEN: :D:D:D Da habe ich keine Erfahrungswerte mit! Ob man da mal mit Insektengift ran sollte ... :D:D:D ... ehe Deine SD noch zum Brutkasten für Ungeziefer wird?!

Grüße und sauberes Sucherbild

Klaus
Habe mir überlegt, wie man so ein Tierchen wieder aus der Cam kriegen könnte, so es noch lebendig ist.
Mein Gedanke wäre, die Cam ohne Objektiv in einen dunklen Karton o.ä. zu packen und nur ein kleines Lichtloch lassen. Wenn man dann Glück hat krabbelt das Tierchen Richtung Licht und aus der Cam raus.
Ist aber nur so ein Gedanke und austesten möchte ich das nicht, bin froh, das nichts mehr im Sucherbild INNERHALB der Cam rumkrabbelt.
Bei mir ist es wohl von alleine aus der Cam gekrabbelt - oder ist vom Spiegel zerquetscht worden. :eek:
War trotzdem ganz schön geschockt, als ich es bemerkt hatte.
Naja, Ende gut - alles gut, jetzt werde ich am Wochenende erst einmal die Cam reinigen.

Saubere Grüße

Harald
 
L*A*B

L*A*B

Beiträge
1.455
Heute habe ich meine SD10 nach langer Zeit wieder einmal gründlich gereinigt.
Obwohl oben zur Sensorreinigung Alles gesagt wurde, will ich den Vorgang noch mal anschaulich am heutigen Beispiel dokumentieren.
Der graue Hintergrund ist übrigens ein düster verhangener Himmel. Die Blende ist natürlich 22 (Carl Zeiss Jena Pancolar 50 / 1.8), damit man die Sensorverunreinigung auch "schön" sehen kann.

Und noch ein heißer Tip: Ich habe das ideale Reinigungsmittel gefunden. Es handelt sich um ein handelsübliches Desinfektionsmittel, welches für knapp 4 Euro in jeder Apotheke zu erstehen ist. Nämlich "Sterilium Virugard". Es ist flüssig und besteht zu 99% aus Alkohol (Ethanol). Der Vorteil gegenüber Iso-Prophylalkohol: billiger und wesentlich ungiftiger. Hinzu kommen als "Werkzeug" Q-Tips. Ich rate von billigeren Produkten ab, da die Gefahr besteht, daß sie fusseln.


Vorher: man sieht deutlich die unzähligen Dreckklümpchen. Eine Sysiphus-Arbeit, sowas mit Photoshop wegzustempeln:

1-vorher-02451.jpg




Mittendrin sieht man langsam den Fortschritt, die Verunreinigungen nehmen ab. Ärgerlicherweise verschwinden sie aber nicht mit einem Durchgang. Immer wieder muß man Alles wieder zuschrauben, eine Probeaufnahme machen und feststellen, daß noch Nachzureinigen ist. Zwischenzeitlich können sich auch wie auf meinem Photo größere Klümpchen bilden. Der Alkohol hat die Flecken aufgelöst, sie ballen sich dann aber wieder zusammen:

2-mitten-2-02451.jpg




Trotz der Fortschritte schleicht sich auch immer wieder ein Fussel ein. Also nochmal ran. Wichtig ist den Wischvorgang mit einem kräftigen Pusten mit einem Blasebalg zu beenden, um mögliche Fussel herauszublasen.

3-oje-5-02458.jpg




Wenn der Sensor so aussieht, kann man sich entscheiden: Aufhören oder zur Perfektion fortschreiten:

4-fast-2--6-02459.jpg




Entscheidend ist es, immer nur in einer Richtung zu wischen und für einen Wischstreifen nur einen Q-Tip-Kopf zu verwenden. Bei einer Sensorreinigung kann durchaus eine Packung verbraucht werden. Zuerst kommt das "Reinigungswischen", dann das Wischen um die eingetrockneten Schlieren des Alkohols zu beseitigen und zuletzt der Einsatz des Blasebalgs.

5-direct-2--6-02459.jpg




Der Mühe Lohn ist so ein Sensor. Blank und sauber. Eigentlich ist es das erste Mal, daß mir eine vollständige Reinigung gelungen ist. Übung macht eben den Meister...

6-nachher-02464.jpg



.
 
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
20.233
Hallo Roland,

so mache ich es ja im Grunde auch .... mit dem kleinen Unterschied, dass ich horinzontal wische ... zeilenweise oben beginnend. So muss man weniger oft neu ansetzen.

Ganz wichig ist ja eben nur, dass nicht zu viel Isopropanol (auch nicht teurer!) / oder -ethanol verwendet wird. Das Wattestäbchen nur ganz leicht anfeuchten .... nicht "klätschnass" machen.
Wie ich oben ja schon schrieb ...ich bin oft schon nach einem Reinigungsvorgang "fertig".
TIPP. Bei der SD9 sowieso unnötig ... aber auch bei SD9/14 Modellen muss das Sensorschutzglas nicht für den Testschot jedesmal montiert werden ... den Dreck sieht man ebensogut auch auf der "stichigen" Testaufnahme.

Grüße und viel Erfolg

Klaus

P.S. Ich denke, dass es wurscht ist, ob man Isopropanol oder -ethanol nimmt. Ich habe mich für -propanol entschieden, weil das von den Zeitschriftenautoren immer empfohlen wurde.
 
L*A*B

L*A*B

Beiträge
1.455
Ich denke, dass es wurscht ist, ob man Isopropanol oder -ethanol nimmt. Ich habe mich für -propanol entschieden, weil das von den Zeitschriftenautoren immer empfohlen wurde.
Im Prinzip ist Isopropylalkohol in seiner Lösefähigkeit besser. Deshalb wird es oft empfohlen. Was die meisten Leute sich aber zu wenig klarmachen ist, daß das Zeug hochgiftig ist. Man sollte tunlichst nichts davon einatmen oder an den Fingern lassen (vorsichtshalber Gummihandschuhe anziehen!). Weiterhin zieht es wie wild Wasser aus der Luft an und ist so schnell "verwässert".
 
Klaus-R

Klaus-R

Moderator
Beiträge
20.233
Hmmm .... Ethanol (der sog. Trinkalkohol .. in vergellter Form auch (Brenn)Spiritus) ist laut Sicherheitsdatenblatt ähnlich gefährlich wie Isopropanol.

http://www.staff.uni-mainz.de/struebig/labor/sicherheit/datenblaetter/propanol.html

http://www.hedinger.de/uploads/media/Ethanol_absolut_v003.pdf

Isopropanol ist ferner Hauptbestandteil von Desinfektionsmitteln. Medizinisches Personal ist ständig den Dämpfen exponiert ... und gilt als ungefährdet.

Die minimalen Dosen, die bei einer Sensorreinigung in die Atemluft gelangen, müssen daher als unbedenklich angenommen werden können.
Auch der Hautkontakt kann als nicht besonders gefährlich angenommen werden, wenn man sich zeitnah die Hände wäscht. Da das Zeug ja eben hochflüchtig ist, hat es kaum Zeit, durch die Haut zu diffundieren.
NATÜRLICH sollte man nicht die Finger darin baden.:ausrufezeichen::ausrufezeichen:

Dennoch bedanke ich mich im Namen aller "Sensorreiniger" für den wichtigen Hinweis ... also das Zeug gut (und dringend auch kindersicher!!) aufbewahren.

Grüße und schöne Photos

Klaus
 

Frankg

Beiträge
578
Also ich habe für meinen Isopropylalkohol 1,90 € bezahlt, und das in einer münchner Apotheke! Teuer finde ich das nicht.
Hochgiftig finde ich was anderes. Trinken sollte man das Zeug halt nicht. Wenn man aber bedenkt das es ein nicht unwesentlicher Bestandteil fast jeden Desinfektionsmittels und Scheibenwaschmittels für Autos ist, scheint es ja nicht ganz so tragisch zu sein. Klar schnüffeln sollte man daran auch nicht unbedingt.
Aber bei den Minimengen die bei der Sensorreinigung zum Einsatz kommen würde ich sagen: vollkommen ungefährlich.

Gruß

Frankg
 

Ähnliche Themen

Neueste Beiträge