Hallo Micha,
das ist eigentlich ganz simpel.
Sensorempfindlichkeiten, Blendenstufen und Verschlusszeitenstufen sind in sog. Reihen gestaffelt.
Öffnet man die Blende um eine Stufe, z.B. von 5,6 auf 4,0 um genau eine Normstufe, dann verdoppelt man die Lichtmenge, die dem Film oder Bildsensor dann zur Verfügung steht. Die Verlängerung der Verschlusszeit (Belichtungszeit) um eine Normstufe, z.B von 1/125s auf 1/60s bewirkt das Gleiche ... ebenfalls eine Verdoppelung der Lichtmenge also.
Die ISO Stufe regelt den Lichtbedarf des Bildsensors/des Films, der verwendet wird.
Die Erhöhung der Sensorempfindlichkeit um jeweils eine ISO-Stufe z.B von ISO 100 auf ISO 200 halbiert den Lichtbedarf des Bildsensors also.
Gedankenexperiment:
Du machst eine Aufnahme bei gegebenem Umgebungslicht, das sich im Folgenden nicht ändert!
Möglichkeit 1: ISO 200 / Blende 5,6/ ... 1/250s
Möglichkeit 2: ISO 200 / Blende 4,0/ ... 1/500s (Lichtmenge objektivseitig verdoppelt, verschlusseitig wieder halbiert ... selbe Lichtmenge also
Möglichkeit 3: ISO 400 / Blende 11/ ... 1/500s (Lichbedarf des Sensors halbiert ... folglich auch die Lichtmenge durch Abblenden bei unveränderter Verschlusszeit halbiert.
Möglichkeit 4 ISO 400 /Blende 5,6 / .... 1/500s Verschlusszeit (Halbierung der Lichtmenge gemäß des halbierten Lichbedarfs durch Verkürzung der Verschlusszeit um eine Stufe.
Möglichkeit 5: ISO 800 / Blende 8 / ....1/1000s (Minderung des Lichtbedarfes auf 1/4 des ursprünglichen durch Erhöhung des ISO-Wertes um 2 Stufen. Reduzierung der Lichtmenge entsprechend durch Schließen der Blende um eine Stufe UND gleichzeitiges Verkürzen der Verschlusszeit um auch eine Stufe.)
Du siehst ... es ist alles nur ein Rechenexempel ... es gibt unzählige Möglichkeiten ... die man natürlich gestalterisch nutzen kann und sollte.
Grüße und schöne Photos
Klaus