SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später

Diskutiere SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später im Sigma Digitalkameras Forum im Bereich Sigma Forum; Da bin ich auf einen Bericht von Dir gespannt:daumen:
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #41
Werde mal Aufnahmen mit RAW LOW machen (4-Pixel-Binning). Ich vermute, dann hat man eine sehr flotte, spiegellose SD15. Kein schlechter Gedanke.

Da bin ich auf einen Bericht von Dir gespannt:daumen:
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #42
Nachvollziehen kann ich aber nunmehr auch Uwe, der die SD-Quattro für spezielle Anwendungen verwendet, welche sich aus anderen technischen Gründen (Auflösungslimits von Projektoren z.B.) günstig auf die Wahrnehmung der gemachten Bilder auswirken. Dann stimmt das "Paket" voll und ganz und die Bilder wirken sehr gut.

Das trifft es ziemlich genau. Ich kann mich mit den bei 100% sichtbaren Bildfehlern sehr gut arrangieren, weil ich diese Ansicht nahezu nie brauche. Allerdings sind größere Zoomfahrten in das Bild sicher limitiert.
Ich habe füher so gut wie nie Pixepeeping betrieben. Jetzt habe ich es auch mal gemacht und stelle fest, es ärgert mich schon, dass SIGMA 1. den Megapixelwahn unbedingt mitmachen muss und 2. das auf den ersten Blick sehr clever wirkende Quattro-Prinzip nicht richtig in den Griff bekommt. Selbst wenn es meine Nutzung nicht beeinträchtigt. Werde mal Aufnahmen mit RAW LOW machen (4-Pixel-Binning). Ich vermute, dann hat man eine sehr flotte, spiegellose SD15. Kein schlechter Gedanke.

Oh absolut. Ich möchte auch niemandem die Kamera madig machen. Die Q ist sicher ein feines Stück Technik, und wenn sie für jemanden die Anforderungen erfüllt, ist das doch super. Am Ende des Tages wollen wir doch alle einfach nur fotografieren.

Was den Pixelcount angeht, ich habe die verwegene Hoffnung von Sigma in der Zukunft einen Sinneswandel zu sehen. Die Einführung dieses Binning-Features nehme ich als Indiz, dass man sich durchaus gewisser Nachteile bewusst ist, und die H lässt auch verdächtig lange auf sich warten. Alles reine Spekulation natürlich. Eine FF-Kamera mit schlanken 20 MP aber dafür grossen Pixeln wäre eine schöne Sache.
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #44
Danke für den umfassenden Bericht über die Sigma SD Quattro. Ich finde es gut, dass du die technischen Details nicht nur nach Profi-Maßstäben betrachtest, die für die meisten User irrelevant sind und den Ruf der Kamera heruntersetzen, obwohl sie tolle Bildergebnisse erzielt. Mir persönlich taugt die SDQ sehr gut und ich finde die Farben und Bildqualität ist top!
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #45
Werde mal Aufnahmen mit RAW LOW machen (4-Pixel-Binning). Ich vermute, dann hat man eine sehr flotte, spiegellose SD15. Kein schlechter Gedanke.

Ein sehr lohnenswerter Gedanke glaube ich.

Nachfolgend zwar "nur" ein DP-Quattro-Bild (keine SD-Quattro-Bilder gefunden), aber das Ergebnis ist toll:




Vielleicht vergisst man den HI-RES Modus einfach besser.
SD-Quattro = Super SD14/15.

Gruß,
Oz
 
Zuletzt bearbeitet:
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #46
Ein interessanter Aspekt - würden mich weitere Ergebnisse mit der SDQ interessieren.
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #47
Jo, das ist eine gute Sichtweise. Ich bin auch gespannt, einige RAW LOW Fotos zu sehen.

Dann aber lieber nicht draussen mit ner Sigma:D
Spaß

Sooo schlecht sind sie gar nicht, wenn es dunkel wird :)
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #48
  1. Hat mal jemand versucht, die beschriebenen Rauschprobleme mit einem individuellen Rauschprofil anzugehen, zum Beispiel mit NIK Dfine 2?
  2. Nicht nur der Sensor und die Elektronik sind ausschlaggebend für die Bildqualität. Bei bestimmten, gar nicht so seltenen Anwendungen ist es der Schlitzverschluss, der durch seine Erschütterungen die Schärfe begrenzt . Wie sieht es denn bei der SD quattro in dieser Hinsicht aus? Noch kurz vor Weihnachten war auf der Sigma-Website von einem "elektronischen Verschluss" die Rede; inzwischen ist das geändert auf "elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss".
    Zwischen den Verschlusserschütterungen einer SD14 und einer SD1 liegen Welten, jedenfalls bei meinen Exemplaren. Perfekt ist die SD1 aber auch (noch) nicht.
  3. Wie schlau ist es überhaupt - herstellerunabhängig - eine neu entwickelte Kamera aus der ersten Serie zu kaufen?

Andreas
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #49
Hallihallo!

Habe den Fred letzte Nacht in Ruhe durchgearbeitet, und möchte mich zunächst einmal für die sehr detaillierte Vorstellung bei Uwe, und die fundierte pro/contra-Diskussion
bei allen Diskutanten bedanken. :daumen: Eine Verständnisfrage: Diese SD/Q lässt sich also mit dem "Binning"-Modus als farblich exakt pixeldefinierte 4,9MPix-Kamera betreiben?
Funktioniert dies auch bei ISO100, oder nur ab höheren ISO-Werten? Über eine kurze Antwort auf die zwei Verständnis-Fragen würde ich mich freuen. :)

Grüße in die Runde
vom Waldschrat!
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #50
Diese SD/Q lässt sich also mit dem "Binning"-Modus als farblich exakt pixeldefinierte 4,9MPix-Kamera betreiben?
Funktioniert dies auch bei ISO100, oder nur ab höheren ISO-Werten? Über eine kurze Antwort auf die zwei Verständnis-Fragen würde ich mich freuen. :)

Das funktioniert auch bei ISO 100, und zwar so, dass wirklich nur das 4.9 MP Bild aufgenommen wird. (Lässt sich in SPP dann nachträglich nicht mehr ändern)
Das "high-ISO Binning" ist eine andere Option. Diese wird (auf Wunsch) in SPP auf ein zuvor voll aufgelöstes high-ISO Bild angewendet.
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #51
Das funktioniert auch bei ISO 100, und zwar so, dass wirklich nur das 4.9 MP Bild aufgenommen wird. (Lässt sich in SPP dann nachträglich nicht mehr ändern).
...

Hmmm, das klingt ja schonwieder nicht bis ganz zu Ende gedacht, :( dem Nutzer hier nicht in SPP die Wahlfreiheit zu lassen (einmal lowRes, immer lowRes).
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #52
Hmmm, das klingt ja schonwieder nicht bis ganz zu Ende gedacht, :( dem Nutzer hier nicht in SPP die Wahlfreiheit zu lassen (einmal lowRes, immer lowRes).

Da werden offensichtlich wirklich elektronisch (in der Kamera) 4 Pixel des Top Layers zusammengeschaltet zu einem Pixel.
Man kann aber auch immer in der vollen Auflösung fotografieren und dann in SPP die 4.9 MP Speicheroption wählen. Das ist dann aber eine softwareseitige Verkleinerung. Aber ehrlich gesagt, die Unterschiede sind marginal.
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #53
Interessant! Danke stoneage für die Erhellung. :)
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #54
Da werden offensichtlich wirklich elektronisch (in der Kamera) 4 Pixel des Top Layers zusammengeschaltet zu einem Pixel.
Man kann aber auch immer in der vollen Auflösung fotografieren und dann in SPP die 4.9 MP Speicheroption wählen. Das ist dann aber eine softwareseitige Verkleinerung. Aber ehrlich gesagt, die Unterschiede sind marginal.

Hallo Stoneage,

gibt es gesicherte Erkenntnisse, dass im LO-RES Modus Pixel elektronisch verschaltet werden? Kann man das irgendwo nachlesen?

Ich hätte jetzt gedacht, dass sich Sigma die Mühe nicht macht und dass einfach eine kamerainterne Verrechnung erfolgt.

Gruß,
Oz
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #55
Hallo Stoneage,

gibt es gesicherte Erkenntnisse, dass im LO-RES Modus Pixel elektronisch verschaltet werden? Kann man das irgendwo nachlesen?

Ich hätte jetzt gedacht, dass sich Sigma die Mühe nicht macht und dass einfach eine kamerainterne Verrechnung erfolgt.

Gruß,
Oz

Nein, da ist mir in der Tat keine gesicherte Quelle bekannt. Es gibt aber (marginale) bildqualitative Unterschiede zwischen einem in der Kamera erfolgten Low Res Bild und einem in SPP runter gerechneten High Res Bild.
Das alleine ist aber natürlich kein Beweis.
Sowas müsste man den Rudy Guttosch mal fragen an einem Interview.
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #56
Ältere Foveon Sensoren haben eine Technologie namens Variable Pixel Size (VPS) implementiert:

• Neighboring pixels can be grouped together on-chip to obtain the effect of a
larger pixel.



Zu Quattro habe ich allerdings noch nichts gefunden diesbezüglich.
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #57
Besten Dank für Deine Mühen! :daumen:

Grüße,
Oz
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #58
Aus dem Bauch (eines seit fast 23 Jahren nicht mehr aktiven :eek:) Amateurfunkers heraus: Auf jeden Fall sollte ein Aufsummieren der analogen Signale (irgendwo im Bereich des AFE zwischen Sensor und ADC?) noch vor der Quantisierung zu einer etwas besseren Qualität der Daten führen:

- rauschärmer: Das aufsummierte Signal aus vier Pixeln vervierfacht sich bei angenommenem kohärentem Input pro Pixel (zumindest im Bokeh des Objektives wahrscheinlich gegeben), während das Summensignal des stochastischen Rauschens aus 4 im Betrag gleichen Signalen nur um Wurzel aus 4 = 2 ansteigt. Also winkt hier konkret ein SNR-Verbesserung um immerhin 3db, und eine solche ist auf jeden Fall deutlich hörbar/sichtbar/usw.

- etwas feiner in den Tonwerten aufgelöst: Einen linear quantisierenden Analog-Digital-Konverter vorrausgesetzt (das ist die nächste eingeführte Vermutung!) wären durch das höhere Eingangssignal nach ADC deutlich mehr diskrete Werte für den selben Tonwertabstand verfügbar, mit anderen Worten: Die digitale Repräsentanz des ursprünglich analogen Signales ist feiner aufgelöst. Mit feiner aufgelösten Daten lässt sich natürlich nachträglich feiner arbeiten.

Ob das alles relevant ist, und wie weit die Kaffeesatzleserei die Realität trifft, sei dahingestellt. Ich würde es Sigma aber sehr anrechnen, wenn sie sich darum wirklich Gedanken gemacht haben, und das technisch so implementiert hätten. :daumen:


Herzlicher Gruß vom Waldschrat!
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #59
Wie schlau ist es überhaupt - herstellerunabhängig - eine neu entwickelte Kamera aus der ersten Serie zu kaufen?

Meine persönliche, völlig subjektive und auf keiner besonderen Statistik beruhende Meinung ist: Die beste neu entwickelte Kamera ist immer noch die, die man nicht kauft.

Soll heißen: Lieber den Kauf aufschieben und ein paar Monate später neu bewerten, ob man die Kamera mit ihren tollen neuen Features wirklich braucht (Funktioniert auch super mit anderen Anschaffungsideen). Meistens ist die Antwort nein. Bei mir schwächt sich der Kaufimpuls jedenfalls deutlich ab, was mir schon den einen oder anderen Euro gerettet hat.

Was anderes ist es natürlich, wenn man beruflich auf ein bestimmtes Feature angewiesen ist, zweifacher Kartenslot z.B.

In einem anderen Forum habe ich aber auch schon die Meinung gelesen, man solle die Kamera trotz aller Unwägbarkeiten kaufen und bei mangelnder Zufriedenheit einfach nach ein paar Monaten wieder verkaufen.
 
  • SD Quattro - zweiter Eindruck, 2000 Bilder später Beitrag #60
Die beste neu entwickelte Kamera ist immer noch die, die man nicht kauft.

Meine Frage war selbstverständlich auch rhetorisch gemeint.

Aus meiner Zeit als Testredakteur weiß ich, dass es keine Kamera gibt, die nicht anfangs ihre Kinderkrankheiten hat bzw. hatte. Anders ist es auch nicht möglich angesichts der Komplexität des technischen Systems, das sich "Digitalkamera" nennt. Kein Hersteller kann alle Schwachpunkte ohne die "Cloud" der Fotografen aufdecken. Für ein vergleichsweise kleines Unternehmen ist diese Tatsache doppelt zu unterstreichen.

Bei solchen "versteckten" Fehlern handelt es sich in der Regel nicht um generelle Schwachpunkte, sondern um Streuungen und Ausfälle in der Serie, die nur bei einzelnen Exemplaren auftreten. Da eine Unzahl möglicher Fehlerquellen vorhanden ist, ist dann trotzdem oft eine relevante Zahl der ausgelieferten Kameras von Fehlern betroffen. Die "großen", funktionsbeschränkenden Fehler sind dabei nicht so kritisch wie die unauffälligen, die man erst nach einiger Zeit bemerkt.

Das muss man einfach im Auge behalten. Wenn ich mit einer neuen Kamera nicht zufrieden bin, kontaktiere ich zunächst mal den Service. Bei mir jedenfalls konnte in der Vergangenheit jedes Problem gelöst werden.

Ärgerlich bleibt das dann trotzdem, wenn das Geld weg ist und die neue Kamera auch für zwei Wochen. Aber es liegt im System, herstellerunabhängig.

Es gibt Hersteller, die negative Ergebnisse weg"bouncen", d.h. auf kritische Berichte gar nicht öffentlich eingehen, sondern eine Unzahl positiver aus scheinbar neutralen Quellen dagegen setzen, so dass die negativen gar nicht auffallen. Bei Sigma habe ich solches noch nie erlebt. Das sehe ich positiv.

Andreas
 
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