Klaus-R
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Hallo zusammen,
Die Pentax 17 ist eine ganz neu konstruierte klassische FILM-Kamera.
Produktvorstellungen findet man z.B. hier:
Lange angekündigt und nun umgesetzt ... Pentax kommt tatsächlich in 2024 mit einer Kamera für den
klassischen Kleinbildfilm ... aber .... es ist tatsächlich keine Kleinbild, sondern eine sog. Halbformat-Kamera.
Halbformatkamera – Wikipedia
Neu ist diese Idee nun überhaupt nicht, denn sie stammt noch aus den späten 1950er Jahren, als solche
Kameras sehr beliebt waren, gingen sie doch besonders sparsam mit dem teuren Filmmaterial um.
"Half-Frame" Kameras bringen nämlich mindestens 72 Aufnahmen auf einen 36er Kleinbild-Film ... meistens
ein paar mehr.
Die neue Pentax 17 belichtet Frames im Format 17x24mm und daraus leitet sich wohl auch der Name
"Pentax 17" ab.
Klassisch korrekt ist das nicht ganz! In den 1950ern und bis in die 1970er Jahre waren tatsächlich 18x24mm
das übliche Halbformat, so dass sich das Seitenverhältnis 4:3 ergab.
Warum jetzt 17x24mm???
Ich habe da eine logische Erklärung für! Wer nämlich heute eine "richtige" Halbformat-Kamera mit 18x24mm
Frames nutzt, darf eines nie vergessen, wenn er die Entwicklung in Auftrag gibt ..... NICHT SCHNEIDEN!!! sollte
immer auf dem Auftrag dick notiert werden ... ansonsten werden die Negative leider gnadenlos mitten durch die
Aufnahmen geschnitten! Die Stege zwischen den einzelnen Frames sind bei 18x24mm Belichtung nämlich dann
so schmal, dass die Automaten sie nicht erkennen und daneben schneiden!
Bei 17x24mm entstehen deutlich breitere Stege zwischen den einzelnen Aufnahmen.
Wenn wir die neue Pentax in Augenschein nehmen, müssen wir schon auch berücksichtigen, dass Halbformat
nicht nur historisch belegt ist, sondern tatsächlich auch schon wieder "modern" wurde, bevor es die Pentax 17
gab. So gibt es schon länger z.B. auch die KODAK EKTAR H35 ....
Analogkamera Kodak Ektar H35 - 36 Posen - Kodak offizielle
...., die qualitativ aber in einem ganz anderen "Film" spielt, als die Pentax ... ganz klar!
Die Pentax 17 tritt als Qualitätsprodukt an und wie man sieht, produziert sie auch Bildqualität, die sich
gut sehen lassen kann.
KURZ: Die Kamera wird ja oben in den VIDEOS ausführlich gezeigt und in allen Details beleuchtet ... ich kann's
nicht besser .... nur meine Gedanken dazu:
Pentax geht hier einen SEHR GEWAGTEN Weg, von dem ich nicht weiß, ob er Erfolg haben wird ... ich hoffe es mal.
Wie soll man es machen??! Man muss viele Menschen vom Smartphone abholen, die wenig über Photographie
wissen, insgesamt wohl gar nichts über Film-Photographie. Klar, dass diese Zielgruppe Vorrang hatte.
Die Konstrukteure hatten ganz sicher das Ziel, eine Film-Kamera zu machen, die möglichst keinen Ausschuss
produziert .... und das ist wohl gelungen!!!
Alle Tester konstatieren, dass die "17" praktisch keinen Ausschuss produziert, sondern richtig belichtete Filme, die
ja (insbesondere Farbfilme!) zur Zeit nicht ganz preiswert sind! Nicht auszudenken, wenn ein Erstnutzer durch
Fehlbedienung der Kamera gleich mal einen ganzen Film versaut (oder mehrere) und das dann erst Wochen später
merkt, wenn die Sachen dann aus dem Labor zurück kommen.
Die "schnelle" Lernkurve, die mit der Digitalphotographie kam, hat man mit Film maximal dann, wenn man selber
entwickelt und so kurzfristige Ergebnisse bekommt ... die man aber auch beurteilen können muss.
Die PENTAX 17 ist maximal fehlbedienungssicher und auf schnelle und gute Bildergebnisse optimiert!
Ich sage es mal so .... Wenn man Film wieder ins Rennen bringen will, dann geht es wohl auch nur so! Von daher
gesehen, ist die Pentax 17 eine sehr vernünftige Entscheidung des Herstellers!
Nachteile hat das natürlich auch!
Die Kamera produziert gute und scharfe Aufnahmen, die dem Nutzer zunächst mal ein positives Feedback
einbringen wird und sie produziert den FILM-LOOK natürlich auch. Gleichzeitig schränkt die vollelektronische
(fehlbedienungssichere) Steuerung der Kamera natürlich die Kreativität damit stark ein. Ein erfahrener Film-
Photograph kann die Pentax-17 ja nichtmal "überlisten", weil sie nichtmal anzeigt, welche Blende oder
Verschlusszeit sie verwenden wird. Die Kommunikation Kamera-Nutzer geht da über blinkende LEDs, die
vor Verwackelung oder anderen Extremwerten warnen.
Technische Details:
-Sucherkamera (kein Messsucher!) Croplines für den Nahbereich zum Parallaxenausgleich
-Sehr scharfes 25mm /f:3,5 Objektiv. Das entspricht KB= 37mm .... eine gute Überlegung! Genau meine
Brennweite für eine Festbrennweite.
-elektronisch gesteuerter Zentralverschluss (4s bis 1/350s). Der klassische Nachteil jedes Zentralverschlusses ist, dass damit
keine sehr kurzen Verschlusszeiten möglich sind! Das bedeutet, dass die Kamera bei Sonnelicht nicht mehr als ISO 400
belichten kann, weil man dann mit Blende 16 schon an der Überbelichtungsmarke "kratzt".
-eingebauter Elektronenblitz .... nur über Programme automatisch steuerbar.
-Keine ISO-Abtastung der Filmpatronen!!! Praktisch einzige Fehlermöglichkeit ... man muss die Filmempfindlichkeit (ISO 50-3200)
manuell selber einstellen.
HALBFOREMAT grundsätzliche Überlegungen:
Ich photographiere SEHR GERNE Halbformat, nur nicht mit jedem Film und auch nicht in Verbindung mit jedem Entwickler!
Wie man ja auch in den YT-Rezensionen gut erkennen kann, kann Halbformat wirklich gute Bildqualität abliefern (bei
halbem Filmverbrauch)! Dabei Ist gar kein Problem, rasiermesserscharfe Optik zu bauen, das ging immer schon, aber viele
Filmemulsionen sind auf so kleiner Fläche einfach überfordert, antworten mit grenzwertig zu geringer Auflösung bzw. grobem
Filmkorn.
Die Qualität der Filmemulsion und die gezielte Entwicklung (insbesondere SW!) werden bei Halbformaten besonders wichtig:
Ich selber setze für Halbformat auf meine Olympus PEN TF, die ich hier vorgestellt habe:
OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait
Die Kamera liefert gut ab, wenn das Gesagte oben Berücksichtigung findet:
Gute Ergebnisse sind möglich mit nicht zu hochempfindlichen feinkörnigen SW-Filmen (dann auch feinkornentwickelt!)
oder niedrig empfindlichen Farbfilmen, die man auf gar keinen Fall noch pushen sollte!
FAZIT:
Ich find's gut, dass Olympus hier mutig an den Start geht und es mit der Pentax 17 versucht! Die Kamera ist hübsch,
wertig gemacht und garantiert schon fast ordentliche Bildergebnisse, weil sie ja so gebaut ist, dass nicht gerade viel
falsch gemacht werden kann.
Wer also möglichst einfach und "HIPP" Film erleben will, bekommt zumindest Qualiutät für's Geld!
ÜBRIGENS GELD: Sie wird so um die 500€,- liegen!
Meiner Olympus PEN FT wird sie nicht gefährlich!
auch wenn die PEN aus 1963 ist .... sie kann einfach viel mehr
(nicht nur wegen der Wechselobjektive und Spiegelreflex) ... aber .... sie fordert auch viel mehr ... denn eines ist die
PEN garantiert NICHT .... FEHLBEDIENUNGSSICHER!
Ich glaube, dass Pentax hier alles richtig gemacht hat und mit einem "erfolggarantierenden" Produkt gut am Start liegt.
Wer zufrieden ist .... astrein! Wer mehr möchte und Interesse bekommt, kann sich mit anderen Kameras problemlos
versorgen .... noch ist der Gebrauchtmarkt praktisch unendlich und vielleicht setzt PENTAX ja später auch noch
mit "kreativeren" Film-Kameras nach. ..... wenn der Probeschuss erfolgreih wird .... was mich sehr freuen würde.
Grüße und rettet Film
Klaus
P.S. Dass die Kamera für Querformat gewendet werden muss, ist kein Ding ... da gewähnt man sich sehr schnell daran.
Ähnlich ist es ja mit den 4,5x6cm Faltkameras im Mittelformat auch .......
Die Pentax 17 ist eine ganz neu konstruierte klassische FILM-Kamera.
Produktvorstellungen findet man z.B. hier:
Lange angekündigt und nun umgesetzt ... Pentax kommt tatsächlich in 2024 mit einer Kamera für den
klassischen Kleinbildfilm ... aber .... es ist tatsächlich keine Kleinbild, sondern eine sog. Halbformat-Kamera.
Halbformatkamera – Wikipedia
Neu ist diese Idee nun überhaupt nicht, denn sie stammt noch aus den späten 1950er Jahren, als solche
Kameras sehr beliebt waren, gingen sie doch besonders sparsam mit dem teuren Filmmaterial um.
"Half-Frame" Kameras bringen nämlich mindestens 72 Aufnahmen auf einen 36er Kleinbild-Film ... meistens
ein paar mehr.
Die neue Pentax 17 belichtet Frames im Format 17x24mm und daraus leitet sich wohl auch der Name
"Pentax 17" ab.
Klassisch korrekt ist das nicht ganz! In den 1950ern und bis in die 1970er Jahre waren tatsächlich 18x24mm
das übliche Halbformat, so dass sich das Seitenverhältnis 4:3 ergab.
Warum jetzt 17x24mm???
Ich habe da eine logische Erklärung für! Wer nämlich heute eine "richtige" Halbformat-Kamera mit 18x24mm
Frames nutzt, darf eines nie vergessen, wenn er die Entwicklung in Auftrag gibt ..... NICHT SCHNEIDEN!!! sollte
immer auf dem Auftrag dick notiert werden ... ansonsten werden die Negative leider gnadenlos mitten durch die
Aufnahmen geschnitten! Die Stege zwischen den einzelnen Frames sind bei 18x24mm Belichtung nämlich dann
so schmal, dass die Automaten sie nicht erkennen und daneben schneiden!
Bei 17x24mm entstehen deutlich breitere Stege zwischen den einzelnen Aufnahmen.
Wenn wir die neue Pentax in Augenschein nehmen, müssen wir schon auch berücksichtigen, dass Halbformat
nicht nur historisch belegt ist, sondern tatsächlich auch schon wieder "modern" wurde, bevor es die Pentax 17
gab. So gibt es schon länger z.B. auch die KODAK EKTAR H35 ....
Analogkamera Kodak Ektar H35 - 36 Posen - Kodak offizielle
...., die qualitativ aber in einem ganz anderen "Film" spielt, als die Pentax ... ganz klar!
Die Pentax 17 tritt als Qualitätsprodukt an und wie man sieht, produziert sie auch Bildqualität, die sich
gut sehen lassen kann.
KURZ: Die Kamera wird ja oben in den VIDEOS ausführlich gezeigt und in allen Details beleuchtet ... ich kann's
nicht besser .... nur meine Gedanken dazu:
Pentax geht hier einen SEHR GEWAGTEN Weg, von dem ich nicht weiß, ob er Erfolg haben wird ... ich hoffe es mal.
Wie soll man es machen??! Man muss viele Menschen vom Smartphone abholen, die wenig über Photographie
wissen, insgesamt wohl gar nichts über Film-Photographie. Klar, dass diese Zielgruppe Vorrang hatte.
Die Konstrukteure hatten ganz sicher das Ziel, eine Film-Kamera zu machen, die möglichst keinen Ausschuss
produziert .... und das ist wohl gelungen!!!
Alle Tester konstatieren, dass die "17" praktisch keinen Ausschuss produziert, sondern richtig belichtete Filme, die
ja (insbesondere Farbfilme!) zur Zeit nicht ganz preiswert sind! Nicht auszudenken, wenn ein Erstnutzer durch
Fehlbedienung der Kamera gleich mal einen ganzen Film versaut (oder mehrere) und das dann erst Wochen später
merkt, wenn die Sachen dann aus dem Labor zurück kommen.
Die "schnelle" Lernkurve, die mit der Digitalphotographie kam, hat man mit Film maximal dann, wenn man selber
entwickelt und so kurzfristige Ergebnisse bekommt ... die man aber auch beurteilen können muss.
Die PENTAX 17 ist maximal fehlbedienungssicher und auf schnelle und gute Bildergebnisse optimiert!
Ich sage es mal so .... Wenn man Film wieder ins Rennen bringen will, dann geht es wohl auch nur so! Von daher
gesehen, ist die Pentax 17 eine sehr vernünftige Entscheidung des Herstellers!
Nachteile hat das natürlich auch!
Die Kamera produziert gute und scharfe Aufnahmen, die dem Nutzer zunächst mal ein positives Feedback
einbringen wird und sie produziert den FILM-LOOK natürlich auch. Gleichzeitig schränkt die vollelektronische
(fehlbedienungssichere) Steuerung der Kamera natürlich die Kreativität damit stark ein. Ein erfahrener Film-
Photograph kann die Pentax-17 ja nichtmal "überlisten", weil sie nichtmal anzeigt, welche Blende oder
Verschlusszeit sie verwenden wird. Die Kommunikation Kamera-Nutzer geht da über blinkende LEDs, die
vor Verwackelung oder anderen Extremwerten warnen.
Technische Details:
-Sucherkamera (kein Messsucher!) Croplines für den Nahbereich zum Parallaxenausgleich
-Sehr scharfes 25mm /f:3,5 Objektiv. Das entspricht KB= 37mm .... eine gute Überlegung! Genau meine
Brennweite für eine Festbrennweite.
-elektronisch gesteuerter Zentralverschluss (4s bis 1/350s). Der klassische Nachteil jedes Zentralverschlusses ist, dass damit
keine sehr kurzen Verschlusszeiten möglich sind! Das bedeutet, dass die Kamera bei Sonnelicht nicht mehr als ISO 400
belichten kann, weil man dann mit Blende 16 schon an der Überbelichtungsmarke "kratzt".
-eingebauter Elektronenblitz .... nur über Programme automatisch steuerbar.
-Keine ISO-Abtastung der Filmpatronen!!! Praktisch einzige Fehlermöglichkeit ... man muss die Filmempfindlichkeit (ISO 50-3200)
manuell selber einstellen.
HALBFOREMAT grundsätzliche Überlegungen:
Ich photographiere SEHR GERNE Halbformat, nur nicht mit jedem Film und auch nicht in Verbindung mit jedem Entwickler!
Wie man ja auch in den YT-Rezensionen gut erkennen kann, kann Halbformat wirklich gute Bildqualität abliefern (bei
halbem Filmverbrauch)! Dabei Ist gar kein Problem, rasiermesserscharfe Optik zu bauen, das ging immer schon, aber viele
Filmemulsionen sind auf so kleiner Fläche einfach überfordert, antworten mit grenzwertig zu geringer Auflösung bzw. grobem
Filmkorn.
Die Qualität der Filmemulsion und die gezielte Entwicklung (insbesondere SW!) werden bei Halbformaten besonders wichtig:
Ich selber setze für Halbformat auf meine Olympus PEN TF, die ich hier vorgestellt habe:
OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait
Die Kamera liefert gut ab, wenn das Gesagte oben Berücksichtigung findet:
Gute Ergebnisse sind möglich mit nicht zu hochempfindlichen feinkörnigen SW-Filmen (dann auch feinkornentwickelt!)
oder niedrig empfindlichen Farbfilmen, die man auf gar keinen Fall noch pushen sollte!
FAZIT:
Ich find's gut, dass Olympus hier mutig an den Start geht und es mit der Pentax 17 versucht! Die Kamera ist hübsch,
wertig gemacht und garantiert schon fast ordentliche Bildergebnisse, weil sie ja so gebaut ist, dass nicht gerade viel
falsch gemacht werden kann.
Wer also möglichst einfach und "HIPP" Film erleben will, bekommt zumindest Qualiutät für's Geld!
ÜBRIGENS GELD: Sie wird so um die 500€,- liegen!
Meiner Olympus PEN FT wird sie nicht gefährlich!
(nicht nur wegen der Wechselobjektive und Spiegelreflex) ... aber .... sie fordert auch viel mehr ... denn eines ist die
PEN garantiert NICHT .... FEHLBEDIENUNGSSICHER!
Ich glaube, dass Pentax hier alles richtig gemacht hat und mit einem "erfolggarantierenden" Produkt gut am Start liegt.
Wer zufrieden ist .... astrein! Wer mehr möchte und Interesse bekommt, kann sich mit anderen Kameras problemlos
versorgen .... noch ist der Gebrauchtmarkt praktisch unendlich und vielleicht setzt PENTAX ja später auch noch
mit "kreativeren" Film-Kameras nach. ..... wenn der Probeschuss erfolgreih wird .... was mich sehr freuen würde.
Grüße und rettet Film
Klaus
P.S. Dass die Kamera für Querformat gewendet werden muss, ist kein Ding ... da gewähnt man sich sehr schnell daran.
Ähnlich ist es ja mit den 4,5x6cm Faltkameras im Mittelformat auch .......
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