OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait

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Klaus-R
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Hallo zusammen,


Bild - 41.jpg


die Olympus PEN Kameras (Sucherkameras mit Festoptik ab 1959) sollten sich so einfach hantieren lassen, wie ein Pen "engl. STIFT".
Klein, leicht, reisetauglich und das, was damals als "bezahlbar" für eine solche Kamera galt.
Tatsächlich war "bezahlbar" damals in Japan der Gegenwert eines Durchschnitts-Monatsgehaltes für die UR-Pen.

HALBFORMAT KLEINBILD-KAMERAS

Alle Olympus PEN-Kameras sind sog. Halbformat Kameras. Die Idee dabei war, nicht nur eine "preiswert" zu erwerbende Kamera anzubieten, sondern auch die Film-Kosten dadurch zu reduzieren, dass man das ohnehin schon kleine "Kleinbild" Aufnahmeformat nochmal halbierte, also vertikal in zwei gleiche Teile schnitt.

Es entsteht so ein im Hochformat stehendes Filmfenster der Größe 18x24mm.

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Halbformat Kameras verwenden also den normalen 35mm Kleinbildfilm (TYP 135), belichten aber pro Aufnahme immer nur ein "halbes" Kleinbildformat und das immer hochformatig. Will man ein Querformat aufnehmen, so geht das natürlich auch, man muss die Kamera dann nur um 90 Grad drehen .... eben umgekehrt zu normalen Kleinbild-Gepflogenheiten.

Auch wenn die Idee grundsätzlich nicht neu war und es mehrere Hersteller solcher Halbformat-Kleinbildkameras gab, war Olympus mit der PEN-Baureihe
der wohl erfolgreichste Hersteller und hatte solche Kameras am längsten in Produktion (1959-83).

DAS HALBFORMAT:

Das Standard-Kleinbildformat (34x36mm) hat ein Seitenverhältnis von 3:2.
Teilt man ein 3:2 Format über die lange Kante in zwei gleiche "Hälften" entsteht ein 4:3 Seitenverhältnis. Teilt man (umgekehrt) ein 4:3 Format über die lange Kante in zwei gleiche Hälften, dann entsteht wieder ein 3:2 Seitenverhältnis.
Das Kleinbild-Halbformat ist also ein 4:3 Format, also etwas quadratischer als Kleinbild.
Mit 18x24mm Bildfläche entsteht also ein Aufnahmefeld, das sogar etwas größer ist, als das digitale 3:2 APS-C Sensorformat und eben etwas "quadratischer", was die Aufnahmen dadurch etwas "weitwinkeliger" macht.

Will man einen "Crop-Faktor" zu normalen KB-Kameras formulieren, dann liegt dieser also etwas kleiner als 1,5.
Als "Normalbrennweite" haben die meisten Hersteller also 35mm Objektive in die Sucherkameras eingebaut (Für APS-C Digitalkameras gelten ja 30mm als "normal").
Mit der Verwendung einer Halbformat-Kamera verdoppelt sich also die Aufnahmezahl des jeweils verwendeten Kleinbild-Filmes.
Auf einen 36er KB-Film gehen also in einem Halbformater nominal 72 Aufnahmen drauf .... in der Paraxis (zumal wenn selber entwickelt) lässt sich da noch mehr machen. Ich habe tatsächlich mit meiner PEN-FT satte 78 Aufnahmen auf einen KODAK-COLOR Film "gezaubert"

HALBFORMAT -Vorteile und Nachteile:

Klasse natürlich, dass sich mit den Halbformatern die FIlmkosten halbieren lassen! Aber hat das auch Nachteile?
Kein Vorteil, ohne Nachteil ..... eine Liste:

Vorteile:

-geringere Film-Kosten
-kleinere Kameras (insbesondere kleinere Objektive) möglich
-höhere Lichtstärken einfacher realisierbar
-geringere Brennweiten für Teleobjektive notwendig (nur Systemkameras)
-weniger "Verschnitt", weil das 4:3 Seitenverhältnis viel besser zu den
klassischen Photopapierformaten (beim Ausbelichten) passt

Nachteile:

-generell weniger gute Bildqualität
-viel höhere Anforderungen an das Filmmaterial (für gute Bildqualität)
-deutlich körnigerer Bildeindruck insbesondere bei hochempfindlichenFilmen
-Höhere Anforderungen an die Grundschärfe der verwendeten Objektive
-keine Aufnahme von DIAS möglich

Beim heutiger Verwendung solcher HALBFORMATER gibt es weitere Schwierigkeiten, die ich weiter unten nennen werde, wenn es um meine Erfahrungen mit der PEN-FT (1966) gehen wird.

OLYMPUS PEN-F 1963

Die Pen-F ist die einzige in großen Stückzahlen gefertigte Halbformat System-Spigelreflexkamera mit speziell dafür konstruierten Wechselobjektiven. Auch wenn es noch andere Halbformat-SLRs anderer Hersteller gab, waren das immer nur wenig erfolgreiche umgebaute "normale" Spigelreflex-Systemkameras ..... nicht selten übrigens Spezielanfertigungen für Behörden und die Polizei, um damit preiswertere Portrait-Aufnahmen machen zu können.

So wurden viele der Dresdener SLRs (So auch diverse Parakticas) als sog. "Täterkameras" als Halbformat-Umbauten gefertigt. Ich kenne diese seltenen Kameras nur über Berichte darüber. Zum Verkauf habe ich noch nie ein Angebot gesehen.

Als Consumer Half Frame Camera sollte die OLYMPUS PEN-F die einzige Spiegelreflex Kamera dieser Bauart bleiben

Bild - 3.jpg

(Pen FT mit TOKINA RMC 35-105mm F:3,5-4,5 MACRO auf KODAK COLOR)

MODELLE:

Pen-F (1963)

Die Ur- Pen-F (1963-66) hatte noch kein Vorlaufwerk (Selbstauslöser) und auch noch keinen eingebauten Belichtungsmesser.
Im Unterschied zu ihren Folgemodellen hatte sie noch einen DOUBLE STROKE Film Advance (man muss den Schnellspannhebel also bei der UR-Pen-F noch zweimal betätigen um einmal zu transportieren.

PEN FT (1966 ff.)

Die Pen-FT (hier vorgestellt) wurde ab 1966 mit TTL-Belichtungsmessung, einem mechanischen Vorlaufwerk und dem verbesserten SINGLE-Stroke Film Advance verbessert. Die Mechanik der Kamera blieb komplett batterieunabhängig, lediglich der nun verbaute TTL-Belichtungsmesser wird von einer 1,35V PX-625 Knopfzelle versorgt. Nachteil war allerdings, dass das Sucherbild etwas dunkeler ausfiel, weil für den Belichtungsmesser etwas Licht ausgespiegelt werden musste.
Nur die PEN-FT gab es (gegen Aufpreis) auch in schwarzem Design "PEN FTbl".... "bl" für Black. Heute sind die wenigen "bl"s teurer im Handel als die silbernen Versionen .... technisch macht das natürlich keinen Unterschied.

PEN FV (1967 ff.)

Die PEN FV ist wie die PEN FT. Nur wurde (alternativ zur FT) der Belichtungsmesser wieder weggelassen, zugunsten des dann wieder helleren Sucherbildes.

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(Olympus PEN FT - Panorama aus 5 Hochformat Aufnahmen mit SOLIGOR T4 21mm / F:3,8 auf KODAK Color)

ENTSCHEIDUNG FÜR EINE "FT":

Bild - 32.jpg

Ich habe mich explizit für eine FT entschieden. Bei Kameras mit Festobjektiven kann ich problemlos auf TTL-Belichtungsmessung verzichten. TTL-Lichtmessung wird aber schon sehr wichtig, wenn man auch mal mit Zwischenringen oder einem Balgengerät arbeiten möchte. Entsprechende Belichtungs-Zuschläge müssten ansonsten recht umständlich und endlich genau ausgerechnet werden. TTL-Lichtmessung ist da natürlich viel einfacher.

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(PEN-FT mit Tokina 35-105mm auf KODAK Color)

Olympus PEN-F FEATURES:

Alle Modelle haben ein genial konstruiertes extrem eng bauendes SLR-Suchersystem, das ganz exakte Bildkomposition und Fokussierung zulässt.
Auch wenn das Sucherbild der FT ja durch den Belichtungsmesser etwas abgedunkelt sein soll, bin ich damit sehr zufrieden. Eine Mikroprismen Fokussierhilfe macht das Scharfstellen sehr einfach.
Besonders ist bei allen Modellen der einzigartige Rotationsverschluss, der Verschlusszeiten von einer Sekunde bis zur 1/500s ermöglicht. Im Gegensatz zu den damals vorherschenden Tuchschlitzverschlüssen der SLRs öffnet der Verschluss bei allen Zeiten das Filmfenster immer vollständig, so dass Blitzsynchronisation bei wirklich allen Verschlusszeiten möglich ist.
Die Konstruktion des Rotationsverschlusses hat damals erhebliche Schwierigkeiten verursacht, da sich die Rotationsscheibe bei den schnellen Zeiten
wirklich "affenartig" schnell bewegen muss.
Schließlich gelang es dann doch noch mit einer Titanscheibe.
Wenn man ganz ehrlich ist, muss man leider zugeben, dass die 1/500s etwas "geflunkert" ist. Messungen offenbaren, dass nur eine 1/350s bis bestenfalls 1/370s erreicht wurde und wird.
Wird also die 1/500s geschaltet, dann kommen Negative minimal dichter, als sie sollten. Letztlich ist das ja aber bei Negativ-Filmmaterial immer innerhalb deren Fehlbelichtungstoleranz .... bei Diafilmen wäre das schon ein Thema .... die aber können in einer Halbformat-Kamera ja sowieso nicht sinnvoll verwendet werden.

Das Sucherbild der PEN-FT wird vom eingespiegelten Belichtungsmesszeiger flankiert:

Bild - 34.jpg

Mit einem Trick hat man sich die Offenblendabtastung der einzelnen Wechselobjektive (zur Offenblendmessung erforderlich und technisch schwierig) gespart.
An den Objektiven können alternativ zu den gewohnten Blendenwerten auch die angezeigten Zahlenwerte eingestellt werden. Dabei ist die "0" immer die jeweilige Offenblende der angesetzten Optik. Die Zahlenwerte sind also "Abblendewerte".
Eine "3" bedeutet also, dass man drei Blenden von der Offenblende abblenden muss ODER, dass man die Zahl "3" am Objektiv einzustellen hat.

BEISPIEL: Ist die Offenblende des Objektives 2,8 und zeigt der Lichtmesser die "3" an, dann muss am Objektiv Blende 8 (oder alternativ eben die Zahl "3") eingestellt werden. Die selben Zahlen bedeuten also an verschiedenen Obkjektiven verschiedene Arbeitsblenden .... nicht einfach zu verstehen aber einfach in der Durchführung.

Wichtig zu wissen: Wer mit angesetzten Fremdobjektiven (also ohne Springblendenfunktion) mit Arbeitsblendenmessung arbeitet, muss so stellen, dass der Belichtungsmesser so gerade von der "0" abhebt ..... das funktioniert tatsächlich einwandfrei.

Alle PEN-F Modelle arbeiten grundsätzlich batterieunabhängig (bis auf den Beli-messer der FT).

BATTERIEPROBLEM der "FT"

Auch die FT hat das klassische Batterieproblem der PX-625. Die PX-625 Zelle war eine 1,35V Quecksilber Knopfzelle, die wegen ihrer Giftigkeit seit 1990 VERBOTEN ist.
Ersatz kann heute die gehäusegleiche VARTA V625U bieten, die allerdings eine geringfügig höhere Nennspannung (1,5V) hat. Speziell die PEN-FT kann aber auch mit der viel günstigeren LR44 Zelle "gefüttert" werden .... die hat zwar ein etwas anderes Gehäuse, passt aber dennoch.

Die PEN-F hat leider keine eingebaute "Brückenschaltung" (Spannungskonstanthaltung), die die höhere Betriebsspannung automatisch korrigieren würde. Andererseits ist die "moderne" Überspannung von gerade einmal 11% so moderat, dass es Lösungen gibt:

-Einbau einer DIODE (TYP: BAT-46) in die PLUS-Spannungsversorgung der Kamera .... eher was für geschickte Kamerawerker, die auch mit einem Lötkolben
umgehen können ... oder ....

- Neuabgleich des Belichtungsmessers über eine geänderte ISO-Einstellung an der Kamera.

Aufgrund der leichten Überspannung der der modernen Knopfzellen wird der Belichtungsmesser etwas zu "viel" Licht anzeigen, was zu Unterbelichtung führen wird.
Stellt man aber nun eine angepasst geringere ISO-Zahl an der Kamera ein, dann
resultiert wieder eine "korrekte" Anzeige.
Der Abgleich sollte mit einem Handbelichtungsmesser bei GUTEN LICHTVERHÄLTNISSEN gemacht werden.

Wichtig:

Auf sog. Brückenschaltungen konnte bei der damaligen PX-625 Batterie verzichtet werden, weil diese über ihre Lebensdauer nahezu konstante Spannungsabgabe hatte und soz. "schlagartig" ausfiel.

Moderne Batterien verhalten sich leider so, dass deren Spannung ganz allmählich nachlassen und so kann es zu ärgerlichen Fehlbelichtungen kommen.
Erfahrungswert ist, dass man die "Ersatzlösungsbatterie" ganz einfach einmal im Jahr erneuert und das Problem so gar nicht erst aufkommen lässt.

Wichtig:

Der Belichtungsmesser der FT ist IMMER an! Er wird nicht durch Antippen des Auslösers erst eingeschaltet. Bei vollkommener Dunkelheit ist der sog. Ruhestrom aber so winzig klein, dass er kaum zur Batteriealterung beiträgt.
Auch das durch das Sucherokular einfallende Licht kann also die Batterie entladen.

ERGO: Objektivdeckel immer drauf und Kamera in die dunkele Phototasche, wenn sie länger nicht gebraucht wird. Alternativ: Batterie herausnehmen!

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PEN-FT (mit PENTACON 135mm/F:2,8 auf KODAK Color)

OBJEKTIVE FÜR DIE PEN-F (alle Modelle):

Die PEN-F Objektive für die OLYMPUS Pen-F sind allesamt über jeden Zweifel erhaben, sie sind das sicherlich Beste ihrer Zeit und ganz sicher ähnlich gut, wie die Olympus OM-Zuiko Vollformat (Kleinbild) Objektive.
Das "Problem" sind nur die Zahlen, die "dranstehen", wenn man sowas kaufen möchte.......

Kurz .... ich habe kein einziges PEN-F-Originalobjektiv ......

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(PEN FT mit SOLIGOR T4 21mm/F:3,8 auf KODAK Color)

Fremdobjektive an der Olympus PEN-F:

Bevor ich mir überhaupt die Kamera zugelegt hatte, habe ich zunächst nach einem (für mich) viel wichtigeren Teilchen gefahndet ....nach einem der wenigen M42-Objektivadaptern.

Vor Jahren hatte ich mal vor, mich auf (wenige) Kamerasysteme zu beschränken .... und bin gescheitert.😔

Nun ist aber die PEN-F die wirklich einzige Halbformat-Kleinbild-Systemkamera und von daher ja sowieso alternativlos, wenn man es WILL. Aber schon wieder NOCH ein neues Kamerasystem komplettieren?? Und ich kenne mich .... ich will es sowieso wieder komplett.

Mein erstes OLY-FT Teil wurde also dieser original P-Adapter.

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Bild - 39.jpg


Das "P" steht für "Pentax-Mount" ... denn 1963 hatten die Pentaxen alle noch M42-Universal-Objektivanschlüsse.

Und genau so wollte man damals bei Olympus den Verkauf der PEN-F erleichtern .... man wollte auch Kunden gewinnen, die zunächst mal ihre vorhandenen Objektive nutzen wollten. Es wurden anfangs also Adapter für alle möglichen Kamerasysteme angeboten ... natürlich auch für die hauseigenen OM-Objektive.

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(FT mit VIVITAR 28mm/F:2,5 auf KODAK Color)

Der "P" Adapter hat allerdings ein Problem ... er hat leider keinen "Kragen" für die Springblendenbetätigung von M42 Objektiven, die man nicht MANUELL abblenden kann.
Überlegungen, den Adapter dementsprechend umzubauen, habe ich schnell verworfen. Ich habe so viele M42 Objektive, das genügend viele sehr gute dabei sind, die sich manuell abblenden lassen.

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(FT mit TOKINA RMC 35-105mm F:3,5-4,5 MACRO auf KODAK COLOR)

Fazit:

Ich kann mit dieser Aufstellung an M42 Linsen ziemlich gut gegen das original-Objektiv-Angebot an PEN-F Objektiven "anrudern":

Bild - 42.jpg

M42 VERGLASUNG:

21mm: VIVITAR T4 / 3,8
28mm: Vivitar / 2,5
35mm: PORST / 2,8
58mm: Helios 44-2 / 2,0 (Baugleich Zeiss Jena BIOTAR 58mm 2,0)
85mm: Jupiter 9 /2,0
135mm: Pentacon / 2,8
35-105mm TOKINA RMC / 3,5-4,5 MACRO
M42 Zwischenringe

Dazu muss gesagt werden, dass Olympus damals AUCH keine Weitwinkelobjektive unterhalb des hauseigenen 20mm im Programm hatte.
Mit 21mm komme ich also ziemlich nahe an die damalige Weitwinkel-Untergrenze
des PEN-F Kamerasystems auch mit meiner Komplettfremdverglasung heran.

Natürlich habe ich aus meinem "M42 Arsenal" möglichst kompakt bauende Objektive herausgesucht, um der IDEE der PEN-F nicht völlig in den Rücken zu fallen. Fakt aber ist, dass meine M42 (eigentlich ja Kleinbild-Objektive) doch etwas unhandlicher ausfallen, als die originalen PEN-F Optiken .... natürlich!

Die Originale sind selten und sehr teuer .... mit viel Geduld aber zu beschaffen.
Allerdings rechne ich für eine Vergleichs-Originalverglasung mal mit mindestens 2.500,-€.

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(Pen FT mit TOKINA RMC 35-105mm F:3,5-4,5 MACRO auf KODAK COLOR)

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(PEN FT mit VIVITAR 21mm / 3,8 auf Kodak COLOR)

Was spricht gegen die Verwendung von Fremdoptik an einer PEN-F?

Nicht eben viel:

-baugrößere Objektive (meine M42 Sachen sind schon klein gegenüber moderner Optik)
-keine Springblendenfunktion (nicht wirklich mein Problem ... kennt jeder, der manuelles Glas an einer D-SLR nutzt .... die Arbeitsblendenmessung an der PEN-FT klappt erstklassig!

HALBFOREMAT AM HAKEN:

Und so sieht er aus, der KODAK GOLD 200 Farbfilm frisch entwickelt, noch nass zum Trocknen:

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(Entwicklung: C41 Standard bei 38 Grad in FUJI HUNT-COLOR)

Es sieht ungewöhnlich aus! Tatsächlich habe ich 78 Aufnahmen statt nominell 72
auf den "36er" Farbfilm aufnehmen können.
Das klappt allerdings wohl nur in Eigenregie .... der Dienstleister würde wohl einfach automatisiert "abschneiden".
Fehlbelichtungen hatte ich gar keine .... die "alte Dame" hat tadellos abgeliefert!

Nunja .... die alte Dame ist exakt genau so alt, wie ich .... wirklich alt ... und doch .... sie hat sich wohl besser gehalten, als ich ... steht für ihr Alter sehr gut da ... doch dazu zum Schluss!

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(FT mit dem Tokina)

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MEINE OLYMPUS PEN-FT bl


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Ich hatte nicht wirklich nach einer "Black" gesucht (ich finde die "normale" ähnlich hübsch), aber schon nach einer wirklich guten, ordentlich erhaltenen und technisch einwandfreien PEN-FT.
Nach langem Suchen hatte ich dann endlich einen solchen "P" Objektivadapter gefunden und dann nach einem solchen Gehäuse Ausschau gehalten.
Die meisten Angebote kommen tatsächlich aus Japan. Sicher ist aber, dass die Kameras nicht selbstverständlich in gutem Zustand angeboten werden. Teilweise offenbaren schon die Produktphotos den schlechten Pflegezustand der Kameras.
Meine war sicher nicht die "billigste", aber ich denke, dass ich nicht zu viel bezahlt habe.
Meine "Black" ist revidiert, tadellos gereinigt eingemessen und auf erhältliche 1,5V Batterien umgerüstet.



In Hamburg gibt es jemanden, der die alten OLY Sachen seit Jahrzehnten repariert und pflegt ... und da ist sie auch her ... meine alte Dame.

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HEUTIGER GEBRAUCH einer Classic PEN-F mit Film:

PROBLEME:


-Verarbeitung der belichteten Filme:

Selbermacher haben mit den Halbformatern die wenigsten Probleme, da sich die eigene LABOR-Hardware ja nicht von "normaler" Kleinbild-Hardware unterscheidet.
Ich selber habe ja seit Jahrzehnten keine Erfahrungen mit den Dienstleistern, habe aber von den folgenden Problemen beim "machen lassen" gelesen:
So berichtet Steffen Schüngel, dass Halbformate bei den Discountern gnadenlos mitten durch das Bild zugeschnitten werden, weil die Automaten die Halbformate nicht erkennen!!!
Wer also einen Halbformat belichteten Film zum entwickeln in ein Großlabor gibt, sollte auf seinen Kundenauftrag FETT mit einem Edding schreiben:
BITTE NICHT SCHNEIDEN!!! (HALBFORMATBELICHTUNG!)
..... und hoffen, dass es gelesen wird.

Wenn es um das Ausbelichten, Scannen usw. von solchen seltenen Halbformaten geht, dann ist Kommunikation vor Auftragserteilung unerlässlich!
Ich befürchte, dass die Discounter da raus sind, weiß es aber nicht definitiv! Bei DM wird aber kaum jemand wissen, was eine Halbformatbelichtung überhaupt ist.
Besser ist es da, ein Kleinlabor zu beauftragen, wo noch selber Hand angelegt wird und Fachleute wissen, was zu tun ist.

Kompetenz ist übrigens ihr Geld dann auch wert!

Wenn man sich die Freude macht, klassisch, umständlich, teuer, mal ganz anders, LANGSAMER zu photographieren, dann sollte man ggfls. nicht all diese Mühe durch automatisierten PFUSCH zerstören lassen.

NICHTS aber ist besser und schöner, als gerade solche besonderen Filme auch selber zu verarbeiten! ES IST KEIN HEXENWERK und ich berate da gerne .... und wir haben ja auch andere Photolaboranten hier im Forum, die selber auch kein BETRIEBSGEHEIMNIS aus ihren Erfahrungen machen!

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(FT auf KODAK Color)

DIGITALISIERUNG:

Und hier liegt die ganz große Herausforderung:

Normale Kleinbild Negative auf einem Photo-Flachbett Scanner zu digitalisieren ist sowieso schon grenzwertig suboptimal, denn dann bestimmt der Scanner die Bildqualität und nicht die Kamera oder der Film.
Bei den Halbformaten geht das auf gar keinen Fall mehr. Da braucht es ein sehr gutes auf KB-Film spezialisiertes Gerät, das auch in der Lage ist, die winzigen Negative auf das Filmkorn genau abzutasten.
Im Netz kursieren leider auch wenig vorteilhafte PEN-F Scans, aufgrund derer zu unrecht dann auf die Kamera rückgeschlossen wird.
Wer mit einer PEN-F hybrid arbeiten will, also alternativ zur Ausbelichtung digital weiterverarbeiten möchte, der braucht auch einen fähigen Filmscanner.
Natürlich ist das ein anderes Thema .... da gibt es bei uns im Forum schon mehrere Fäden 'drüber.

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(Olympus PEN-FT auf KODAK Color)

Geeignete Filme:

Ich komme zum Schluss meines PEN-F Kameraportraits, muss aber noch ein wichtiges Thema ansprechen:
Nicht unebdingt JEDER Film ist für die PEN-F geeignet! Bei der Kamera BEGRENZT DER FILM DIE BILDQUALITÄT .... nicht die Photooptik!

DIAFILME machen IMHO kaum Sinn in einer PEN-Halbformat. Es gibt keine Halbformat Diarahmen oder Diaprojektoren.
Das einzige Argument, was für die Verwendung von Umkehrfilmen spricht, wäre deren etwas höhere Auflösung, erkauft mit erheblich geringerem Dynamikumfang.
Diafilme haben gar keine Fehlbelichtungstoleranz .... Negativfilme (besonders SW aber auch Farbe) haben reichliche Fehlbelichtungsreserven!

Die PEN-F braucht möglichst feinkörnige und hoch auflösende Filme, um gut abzuliefern. Beim Auflösungsvermögen liegen SW-Filme vor den Farbfilmen.

Die PEN-FT kann belichtungstechnisch bis maximal ISO (ASA) 400 eingestellt werden! Höher empfindliche Filme hat man sich (für die PEN) damals sicher nicht vorstellen können, weil 1966 (insbesondere Farbfilm) noch erheblich grobkörniger war, als heute.

Dennoch würde ich auch jetzt lieber die LOW-ISO Filme für die PEN-F empfehlen!
Sicher ... Filmkorn gehört schon zum Film-Look ... aber zu viel ist zu viel!!
Halbformat-Negative kommen eben aufgrund der doppelten Vergrößerung deutlich körniger an, als Kleinbild Negative.

FAZIT:


Eine tolle Kamera, die 1963 ganz sicher ihrer Zeit voraus war.

78 Aufnahmen auf einen einzigen Farbfilm zu bekommen .... HUT ab .... das ist eine Nummer. Dass solch ein kleines Aufnahmeformat dann auch noch gut abliefert ist um so erfreulicher.

Ich bin mir sicher, dass ich diese schöne Kamera (gerade für Volumenphotos) jetzt regelmäßig nutzen werde.

Fragen und Anmerkungen GERNE HIER IM FADEN!!


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Grüße und rettet FILM


Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #2
Hej...

das ist ja wirklich eine interessante Kamera mit Halbformat. Für 9x13 Abzüge, die zu diesen Zeiten gängig waren, ist die Halbformat bestimmt gut gewesen.

Gruß, der Bü...
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #3
Hej...

das ist ja wirklich eine interessante Kamera mit Halbformat. Für 9x13 Abzüge, die zu diesen Zeiten gängig waren, ist die Halbformat bestimmt gut gewesen.

Gruß, der Bü...
Hallo Bülent,

wie oben schon gesagt .... Olympus hatte für die Pen-F Modelle brillante Objektive, die heute gerne auch an APS-C Digitalkameras adaptiert werden und dann zeigen, wie scharf sie sind.

Damals (wie heute) ist der Film tatsächlich -bei so kleinen Negativen- bildqualitativ das eigentliche Problem.
Allerdings sind moderne Filme heute weitaus besser, als das 1959 möglich war.

Der feinkörnigste und auflösungsbeste Farbfilm ist wohl derzeit der KODAK EKTAR 100 ... sicher genial für die PEN-F ....ODER.... ein feinstkörniger LOW-ISO SW-Film ....

Mein Eindruck ist:

Filmlook bei durchaus ansprechender Bildqualität zum halben Preis ..... zumindest mit geeigntem Filmmaterial.😊

Grüße und schöne Photos

Klaus
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #4
Hallo Klaus,

und wieder mal eine Kamera und ein System, von dem ich noch nie etwas gehört habe!
Vielen Dank für deine Mühen uns hier im Forum immer wieder mit solch tollen Schätzchen zu überraschen! Spannend und informativ. Und motivierend, sich mehr mit dem "alten Kram" zu beschäftigen.

Viele Grüße

Dieter
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #5
Ein tolles Portrait über eine außergewöhnliche Kamera / ein außergewöhnliches Format. PEN...klar, hatte ich mal irgendwo aufgeschnappt, aber mich nie damit näher befasst.

Besten Dank! 👍👍👍
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #6
Hochinteressant — Danke für dieses spannende und informative Kameraportrait, Klaus 🏆👍
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #7
....immer gerne .... freut mich, wenn es euch interessiert!😊

Grüße und rettet Film!😊

Klaus
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #8
Als geeigneten Farbfilm möchte ich hier den Kodak Pro Image in den Hut werfen. ISO100 und für mich ein farblich sehr fein abgestimmter Film für relativ wenig Geld. Alternativ ginge auch der Fuji C100 der hierzulande (Japan Import) zwar erhältlich- aber leider viel zu teuer ist.
Eine PEN FT mit einem 40mm 1.4 habe ich auch im Einsatz und kann dieses System ebenfalls wärmstens empfehlen. Danke, Klaus, für dieses tolle Kameraportrait!
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #9
Hallo Klaus, warum sollte man mit der Kamera keine Dias machen können? Früher haben wir nur Dias gemacht, auch mit der Certo SL100 (24x24)und Penti (18x24) auf sogenannten SL-Filmen, und es gibt wohl auch jetzt noch Rahmen für 24x24 und 18x24.
Gruß Micha
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #11
Nach meinen Informationen gibt es noch oder wieder welche.

Es gibt nichts, was es nicht gibt! 😊
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #12
In der Theorie gibt es noch Diafilme. Aufgrund der weltweit anhaltend hohen Nachfrage nach Filmen sind seit vielen Monaten nur noch wenige Farbnegativfilme und fast gar keine Diafilme im Kleinbildformat lieferbar. In Deutschland kommt einfach nichts mehr an. Im Mittelformat ist Lage etwas entspannter.
Ich befürchte mittlerweile, dass demnächst die ersten Großlabore die C41-Entwicklung nicht mehr anbieten. Die E6-Entwicklung machen längst nicht mehr alle.
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #13
Hallo zusammen,

tatsächlich ist es so, dass .........😊......
aufgrund des neuerlichen Film-Hypes,-den ich sehr begrüße- Farbfilme erschwert zu bekommen sind.
Leider ist es so, dass nur noch Fujifilm und Kodak überhaupt noch in der Lage sind,. Farbfilm zu produzieren und das machen sie RUND UM DIE UHR in drei Schichten ..... gottseidank ... und nur so ist (bei KODAK zumindest) die erneute Insolvenz noch abzuwenden gewesen, nachdem die Film Sparte schon 2012 ausgegliedert werden musste (heißt jetzt KODAK-ALARIS).

Kodak hat angekündigt, dass das Geld, das jetzt nach extrem mageren Jahren endlich mal verdient werden kann in dringend erforderliche Reparaturen der total maroden Produktionsanlagen und (noch dringender) in die Ausbildung von Mitarbeitern investiert werden soll.

HIER MAL EIN EINBLICK BEI KODAK ......😊


Ich muss sagen .... ich war ziemlich erschüttert, wie das inzwischen bei dieser ehemaligen Weltfirma aussieht, bzw. was davon noch übrig geblieben ist.
Da machen ein paar Enthusiasten hochqualitative Farbfilme und Photopapier unter sehr schwierigen Bedingungen ..... FÜR FARB-FILM war's eigentlich schon 5 nach 12 .....

Ich bezahle den Obolus tatsächlich gerne, wenn dann das Material und das KNOW-HOW wenigstens erhalten bleibt!

Erhalten bleibt's nur, wenn die Macher auch davon leben können.

Ich weiß durch Recherche, dass INTENSIV auch in Deutschland wieder an Farbfilmen gearbeitet wird, dass ORWO praktisch soweit ist .... aus Gründen, die keiner versteht, aber nur schleppend ausliefern kann.

Im Moment ist er sogar zu kriegen: ORWO COLOR NC 500



Auch bei ADOX träumt man von einem eigenen Farbfilm, ist aber (nach deren eigenen Angaben) noch weit davon entfernt, das wieder hinzukriegen ..... obwohl die meines Wissens die AGFA-Patente übernommen haben .... es ist wohl unglaublich schwierig und teuer, all das wieder anzukurbeln, was einfach Pleite gehen musste, weil wir alle nur noch DIGITAL unterwegs waren und der FILM Umsatz in der absoluten Talsohle (ca. 2014) auf 1,6% dessen eingebrochen war, was in "guten Zeiten" produziert worden ist.

Es fehlt ganz einfach an Produktionsanlagen UND inzwischen auch am KNOW-HOW, das nur noch wenige (meist ältere) Mitarbeiter haben.

Ich sehe die Zukunft (auch von Farbfilm!) inzwischen aber optimistisch .... und zwar aus folgendem Grund:

Mindestens zwei weitere große Hersteller hatten mal gute Farbfilme und haben deren Produktion mangels Nachfrage einstellen müssen:
ILFORD und FOMA!

Das sind Firmen, die das können müssten!

Wenn das jetzt gestiegene Preisniveau dazu führt, dass sich Farbfilm für die Hersteller wieder lohnt, dann steht doch zu erwarten, dass man das Geschäft nicht schon wieder den Chinesen überlassen wird.

Innovationen:

Ich verfolge die Szene sehr aufmerksam ... und es tut sich vieles! Es gibt wieder sehr seltene Film-Formate, die schon ausgestorben waren .... z.B. Rollfilm Typ 127, Rollfilm Typ 620 und Rollfilm Typ 220.

Wer sich über Typ 220 freut, muss tatsächlich in China einkaufen ..... die Chinesen zaudern nicht lange, die machen!

UMKEHRFILME: Tatsächlich im Moment kaum zu bekommen .... aber .... auch da gibt es seit kurzem auch wieder einen KODAK .... Den Ektachrome 100, nachdem Fuji eine zeitlang Alleinanbieter von Farb- Diafilmen war.

Übrigens .... SW-Diafilme sind gar kein Thema .... man kann nämlich mehrere normale SW-Negativfilme recht einfach umkehrentwickeln .... sehr interessantes Thema.😊

HALBFORMAT-DIAS:

Ja .... gerade mal geguckt .... es gibt immer noch neue Diarahmen für Halbformate. STIMMT!

Ich bin jetzt nicht so der Dia Fan .... aus mehreren Gründen .... aber es gibt auch technische Gründe, die so ein Bisschen dagegen sprechen.😊

Auch wenn es die Rahmen gibt, es gibt -meines Wissens- aber keine dafür optimierten Projektoren.....oder doch??!
Will sagen, es entsteht mit einem Kleinbild-Projektor ein Bild, das nur halb so groß ist UND das leider auch nur halb so hell ist, wie ein KB-Dia.

Ich merke das übrigens auch schon beim Ausbelichten der Halbformat-Negative.😊

Es ist beim Vergrößern der Halbformate gar kein Problem, die auf gleiche Größe, wie KB "aufzufächern" .... ich habe dafür ein 35mm-Vergrößerungsobjektiv. Eine passende Negativbühne habe ich auch ..... nur .... es gibt kein dafür EXAKT gebautes Vergrößerungsgerät ..... will sagen, ich muss das Photopapier mit weniger Projektionslicht entsprechend doppelt so lange belichten.😊

Grüße und rettet Film😊

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #14
Ich nochmal ......

Stichwort Farbfilmmangel .....😊

Ich persönlich bin da gar nicht betroffen .... konfektioniere inzwischen nicht nur SW-Filme selber, sondern
inzwischen auch Farbfilme.
Ich hatte das an anderer Stelle ja schon geschrieben:



Ich nehme einfach CINE-Film.
😊

Das ist tolles Material und gut verfügbar, das ich C-41 entwickele, wobei ich dazu sagen muss, dass man das Material wirklich nur selber entwickeln kann, oder eine ECN-2 Labor beauftragen muss, weil die REM-JET Beschichtung vor der eigentlichen Entwicklung entfernt werden muss .... was aber gar kein Problem ist.

Grüße und rettet Film

Klaus
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #15
Hallo, ich wollte hier keine Lawine über Filmverfügbarkeit lostreten. Es ging mir nur um die Behauptung, daß man mit der PEN keine Dias machen könne.
In der DDR waren Dias die meistgenutzte Möglichkeit, farbige Bilder aufzunehmen und zu zeigen.
Diafilme konnte man auch einfach selbst entwickeln, habe ich auch gemacht. Farbbilder gab es, nur zu hohen Preisen und langen Wartezeiten. SW Bilder oder Diafilme waren in 1-2 Wochen fertig, Farbbilder dauerten mindestens 4 Wochen. Ein 7x10 Bild kostete 1,75Mark ! Ich habe eine Weile in einem sogenannten Großlabor von ORWO gearbeitet. Alles wurde in Handarbeit gemacht. Das Hauptgeschäft war SW, meist 7x10 und 10x15. Die Entwicklungsmaschinen waren von ORWO selbstgebaut. Da gab es zwei Maschinen für SW und eine für "Color". Die Rollenkopierer waren von AGFA, ausgemusterte Geräte aus dem Westen. Ende der 80er bekamen wir noch eine australische GRETAG Maschine für PE-Papier. Da gab es dann Bilder in 9x13 für 2,25 Mark. In der Zeit habe ich auch zu Hause versucht, Farbbilder zu entwickeln, hat aber nie richtig geklappt.
Im Internet findet man heute wieder Filme aller Formate und Ausführungen, aber zu horrenden Preisen, was mir die Lust an analogen Fotografieren nimmt.
ist aber in anderen Bereichen ebenso. Im Audiosektor sind wieder Schallplatten im Kommen, wo es ähnliche Produktionsprobleme und nur alte Technik gibt. Oder Röhrentechnik...
Hat aber alles nichts mit der PEN zu tun.

Schöne Grüße, Micha
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #16
Hallo Micha,

ich habe mich vor vielen Jahren mal aus einem "themenverwandten" Forum verabschiedet, weil da STÄNDIG die OT-Polizei moderiert hat ..... schlimm war das, unfrei habe ich mich da gefühlt. 😊

Wir machen das hier seit 2009 bewusst anders ..... niemand weiß, wo interessante Diskussionen anfangen und wo sie enden .....

WICHTIG IST UNS, DASS SIE ANFANGEN😊

Wenn ein OT zum Thema wird, dann mach' ich in der Sache (gerne auch auf Wunsch der Teilnehmerinnen) einen neuen Faden auf.

Auf die OFF-TOPIC BREMSE treten .....🙁..... bei uns sehr selten ..... ich kann mich kaum daran erinnern.

Grüße und rettet Film

Klaus
 
  • OLYMPUS PEN-F 1963 Kameraportrait Beitrag #17
Hallo, ich wollte hier keine Lawine über Filmverfügbarkeit lostreten. Es ging mir nur um die Behauptung, daß man mit der PEN keine Dias machen könne.
In der DDR waren Dias die meistgenutzte Möglichkeit, farbige Bilder aufzunehmen und zu zeigen.
(....)

Man kann mit der PEN F (und mit den anderen "Half-Framern"😊) bestimmt auch schöne Dias aufnehmen und auch zeigen .... ich hab's "damals" nicht gemacht (hatte damals gar keine Halbformat-Kamera) .... aber wenn Du das sagst und tatsächlich auch gemacht hast, dann lerne ich da sehr gerne hinzu.

Und jetzt bewusster OT....😊

Ich war zu DDR Zeiten nie im "Osten" .... erst nach der "Wende".

Ich habe aber als ganz junger Mann praktisch ausschließlich mit DDR-Photosachen photographiert, die natürlich im Westen viel leichter und preisgünstiger zu haben waren, als in der DDR selber, wo fast NUR für den Export produziert werden musste.

Wenn die "Zonis" eines konnten, dann waren dass spitzenmäßige Photosachen in "weltspitze" Qualität!!!!

Dafür habe ich die allergrößte Hochachtung .... HUT ab! Bis heute!

Es gibt keine zuverlässigere und wertigere Kamera als 'ne Praktica .... die steht meinen Voigtländern in nix nach .... die Voigtländer ist heute teuer ... die Praktica nicht .... völlig unterbewertet, nur, weil es so viele davon gibt.
Wenn ich eine meiner vielen "Prakticanten" mit frischen Film mal wieder ausführe, kriege ich GEFÜHLE .... EGAL, was der Film kostet ..... ist für'n guten Zweck!

Zwei Schachteln Zaretten kosten mehr, als ein Portra!!! Und ich habe ja nie geraucht!😊

Eine srarke Photographin braucht länger für einen 36er Portra, als 'ne srarke Raucherin für zwei Schachteln Zaretten!!!

Grüße und rettet Film

Klaus

P.S. Wenn Du das mit den eigenen Farbphotos damals nicht so hinbekommen hast ......???

HOL DAS NACH!!!

Ich komme gerade aus meinem Photolabor .... habe heute RA4-Farbohotos ausbelichtet ..... man muss es
können wollen .... es ist KEIN HEXENWERK ..... ich unterstütze da gerne!😊

Noch nie konnte man eine Photolabor so preisgünstig einrichten, wie jetzt .... der Markt ist voll mit allem, was man dafür brauch!
 
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