Klaus-R
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Hallo zusammen,

HIER.....
Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz ....
hatte ich ja schon dazu angeregt, mal selber (qua Umkehrentwicklung) knackig schöne SW-Dias selber
und PREISWERT herzustellen ....und ganz ehrlich .... so eine klassische DIAVORFÜHRUNG hat wirklich
was ... führt insbesondere zum STAUNEN bei jungen Leuten, die das gar nicht mehr kennen ....
es ist ein Erlebnis .... insbesondere dann, wenn die DIAS mal eben nicht "bunt" sind, sondern
Schwarzweiß ... gut gemacht schwarzweiß und da will ich mal ansetzen DENN .....
KLASSISCH ERZEUGTE DIAS KÖNNEN GAR NICHT BILDBEARBEITET WERDEN!!!
Stürzende Linien müssen akzeptiert werden, unbegradigte Aufnahmen bleiben schief,
Fehlbelichtungen gehen bei Dias gar nicht, Bildausschnitte sind nachträglich nicht mehr möglich
usw.....
Jeder, der mal DIAS photographiert hat, kennt ja die klassischen DIA-Einschränkungen sehr gut!
Nun waren auch "DAMALS" gestaltete Dias zwar machbar, aber eben nur auf dem Wege der Reproduktion.
Die Aufnahmen mussten zuerst ausbelichtet werden (möglichst groß!) in dem Zuge konnten dann
Bildausschnitte, Korrekturen der Perspektive oder Retouchearbeiten von Hand durchgeführt werden.
Auch Nachbelichtungen oder das sog. "Abwedeln" (das sind klassische Ausbelichtungstechniken klassischer
Photolaborarbeiten) konnten so quasi auf Papier erledigt werden und dienten dann als REPRO-Vorlage für
dann GESTALTETE Dias.

Kleinserien konnten von solchen Vorlagen dann auch vervielfältigt werden, Alternativen waren
Diakopiergeräte (praktisch durch Abphotographieren von Master-Negativen/Dias) oder Kontaktkopien
(für Großserien!) auf sog. Printfilm .....
Ich lasse mal die GESCHICHTE hier kurz ....
JEDE FORM, DIAs ZU GESTALTEN, WAR UNENDLICH AUFWENDIG UND TEUER!
Ich habe nachgedacht, wie das HEUTE mit Hilfe der Digitaltechnik viel einfacher gehen kann und
ich war erfolgreich.
Wer mit hybrider ANALOG / DIGITAL-Technik klassische SW-Dias erzeugen möchte
(für praktisch Taschengeld) der ist hier auf dem richtigen Sender!
Ich kann jetzt beides! Digitale Aufnahmen in klassische Dias umwandeln oder (viel authentischer!)
Analog aufgenommene Aufnahmen digital gestalten und anschließend in
DIAs verwandeln .... "viel authentischer" deswegen, weil dann der "analoge Look" tatsächlich
erhalten bleibt!
Als Resultat entsteht ein Dia, das zwar gestaltet ist, dennoch aber den analogen Look beibehält.
KURZVIDEO:
Anhang anzeigen 20251116_122950.mp4
Dieses Dia ist analog auf FOMAPAN 100 aufgenommen (negativ entwickelt also) dann digitalisiert worden,
dann DIGITAL bearbeitet worden und anschließend (wieder auf dem preiswerten Fomapan 100) zum
Diapositiv entwickelt worden. Ich zeige die Projektion auf Leinwand.
Ich will es vorwegnehmen ..... die Bildqualität und die RETRO-Anmutung der Dias übertraf alle meine
Erwartungen .... ich bin im Nachhinein froh, dass ich das einfach mal ausprobiert habe
Ich versuche mal, über ein kurzes Video zu zeigen, wie KNACKSCHARF und vom Projektionskontrast
plastisch ein solches DIA in der Projektion dann kommt, um Interesse zu erzeugen,
hier überhaupt weiterzulesen:
Und so sehen die Dias dann auf dem DIA-Lichtpult aus .......

VORGEHENSWEISE:
1) Analoge Aufnahme ganz normal negativ entwickeln und Digitalisieren.
2) Aufnahme nach Belieben digital bearbeiten
3) Aufnahmen in das 3:2 Seitenverhältnis (Kleinbild-Seitenverhältnis) bringen
4) Hochformat-Aufnahmen ins Querformat drehen und so speichern
(das ist wichtig, damit man später beim Reproduzieren nicht Kamera oder Bildschirm
drehen muss)
5) BILDER DIGITAL INVERTIEREN (also digital in Negative umwandeln!)
6) Aufnahmen auf einen USB-Stick speichern
7) Einen wertigen Flachbildschirm 4K als Reproschirm nutzen und eine Kleinbildkamera
auf ein SOLIDES Stativ so montieren, dass sie exakt lotrecht zum Flachbildschirm
diesen mit einem guten 50mm-Objektiv ablichten kann
8) Die Kamera so ausrichten, dass sie die Negativen Vorlagen VOLL
(das heißt OHNE Rand erfasst. Das so belichtete Dia DARF keinen unbelichteten
Bildrand haben ... ist sonst wertlos, wäre beim Einrahmen zu klein! Dabei ist zu beachten,
dass die meisten Kleinbild-SLRs keine 100%ige Sucherbild-Abdeckung haben!
Das unbedingt berücksichtigen! Die Kamera nimmt etwas mehr auf, als man sieht!
9) Die Belichtung bestimmen (ausführlich dazu unten)
10) Die digitalen Negative einzeln vom USB-Stick laden und vom Bildschirm ablichten
(dazu genauer unten Filmwahl usw..)
11) Den Film NEGATIV entwickeln, in Einzeldias schneiden und rahmen.
Zu 1)
Das Entwickeln und Digitalisieren von Negativen soll hier jetzt nicht thematisiert werden.
Dazu gibt es im FORUM hier schon ALLES und noch mehr. Konkrete Fragen dazu aber
gerne auch hier im Faden!
Zu 2) Auch zum Thema Bildbearbeitung gibt es hier im Forum alles und noch mehr!
Wenn es speziell um die Bildbearbeitung digitalisierter Analogaufnahmen zum Zwecke
der späteren Umwandlung zu Dia-Positiven geht, dann gerne auch unten hier im Faden.
Zu 3)
Wichtig ist, dass alle DIA Vorlagen exakt in ein 3:2 Seitenverhältnis gebracht werden!
Stimmt das nicht, lassen sich später die Aufnahmen nicht vernünftig reproduzieren bzw.
die Kamera muss permanent neu am Bildschirm ausgerichtet werden .... das macht keinen Spaß!
Zu 4)
Auch die Hochformate müssen "liegen" ansonsten müsste man den Bildschirm und die
Aufnahmekamera ja drehen!
Zu 5)
Warum es VIEL sinnvoller ist, die Aufnahmen DIGTAL zu invertieren (ins Negativ zu setzen),
erläutere ich ausführlicher unten.
Zu 7)
Unsere derzeitigen großen Flach-Bildschirme eigen sich ab einer Auflösung von 4K
hervorragend als Repro-Bildschirme. Für Bewegtbilder schon fast unsinnig hoch,
kann man so deren Auflösungsvermögen auch mal tatsächlich nutzen!
Ich verwende einen 85" Bildschirm als Reproschirm ... kleinere Bildschirme eignen sich genau so .....
bei eben dann etwas geringerem Aufnahmeabstand. Für meinen Aufbau ergibt sich mit
Einem 50mm Normalobjektiv ein Aufnahmeabstand von 270cm.
ES IST nicht NÖTIG ODER sinnvoll, die digitalen REPRO-Vorlagen exakt auf Bildschirmauflösung
zu rechnen! Die Geräte können das selber wirklich bestmöglich auf dem Screen darstellen!
Zu 8)
Die verwendete Spiegelrefelexkamera (bitte NUR eine SLR nutzen ... nix anderes geht!) ganz
präzise lotrecht (vermittelt) gegen den Bildschirm ausrichten und auf ein WIRKLICH standfestes
Stativ montieren!! Wenn mit manuellem Filmtransport gearbeitet werden soll (was kein Problem ist!),
dann darf sich die Kamera beim Spannen und Transportieren des Filmes NICHT auf dem Stativ verstellen!
Die Kamera wird ja nur EINMAL für ALLE Repros ausgerichtet und fokussiert.
Dabei daran denken, den Bildrand NICHT zu eng zu setzen ... also daran denken, dass man bei praktisch
allen Kameras WENIGER sieht, als am Bildrand tatsächlich aufgenommen wird!!!
Ist der Aufnahmeausschnitt zu ENG gewählt, sind alle Dias wertlos, weil dann zu KLEIN aufgenommen!
Sie lassen sich dann nicht ohne schäbbigen Rand rahmen!!!
DAS IST SEHR WICHTIG!
Die Kamera offenblendig anhand einer dazu gut geeigneten Aufnahme (am besten mit Schnittbildhilfe)
fokussieren und die Fokussierung für alle Ablichtungen beibehalten.
Achtung!
Nach dem Fokussieren den Bildausschnitt prüfen ... er ändert sich bei Fokussieren möglicherweise relevant!
Zu 9)
Die Belichtung ALLER Aufnahmen muss UNVERÄNDERT beibehalten werden!!! Alle Aufnahmen sollen ja EXAKT
so auf das Dia, wie am Monitor zuvor gestaltet! Auf gar keinen Fall darf hier mit einer Belichtungsautomatik
vorgegangen werden!
Die exakte Belichtung findet man, indem man den Bildschirm mit einem Testbild 50% GRAU beschickt und
dann mit einem Handbelichtungsmesser oder einer zuverlässigen TTL-Kamera die Belichtung am Bildschirm ausmisst!
Achtung!
Keinen Denkfehler machen ... (Testbild bitte 50% GRAU und nicht 18% GRAU denn wir messen KEIN reflektiertes Licht!)
Anhaltspunkt: Ich habe mit meinem GOSSEN Lunasix 3 für ISO 100 zwischen Blende 5,6 und 8
Bei 1/8s Verschlusszeit ermittelt und damit AD HOC den Volltreffer gelandet!
Auf keinen Fall KURZ belichten ... die 1/8s verhindert, dass sich die Bildschirmantaktung (60HZ)
mit einer zu kurzen Verschlusszeit "beißt" und dann zu Interferenzen mit dem Kameraverschluss
führt! Bei langen Verschlusszeiten ist das devinitiv ausgeschlossen!
Ferner führt die IDALE Abblendung der Aufnahmeoptik zu bestmöglicher Schärfe und maximalem
Repro-Kontrast.
Zu 10)
Die Filmwahl für gute DIAS ist ein Thema, das wir unter dem Link oben im Zuge der Umkehrentwicklung
von SW-Filmen schon ausführlich diskutiert hatten. Neben den TEUREN und speziellen ausgewiesenen
SW-DIA-Umkehrfilmen eignet sich im Grunde JEDER normaleSW-Negativfilm mehr oder weniger gut
auch für die DIA-Verwendung. (auch wenn hier NEGATIV entwickelt wird!)
Wichtig ist, dass der Film gutes Kontrastverhalten zeigt und dass er einen möglichst hellen, klaren
Filmträger hat. Bei speziellen DIA-Filmen ist das garantiert, bei "normalen" NEGATIV-SW-Filmen ist
das NICHT immer so ....
Ich habe hier den FOMAPAN 100 (den normalen günstigen Negativfilm) verwendet, der den geforderten
hellen Filmträger bietet.
Zu 11)
SO wird also der Flachbildschirm "beschickt":
(ich habe mir für Affinity Photo ein "MACRO" editiert! Auf einen Klick
verwandelt dann der BATCH-Processor die Bildinhalte eins ganzen Verzeichnisses in
digitale Negative!)

WARUM NEGATIV UND NICHT POSITIV-Umkehrentwickeln???
Klare Antwort ... weil's wider meine eigentliche Erwartung HERVORRAGEND funktioniert,
viel einfacher und preiswerter ist!
DIAS sind normalerweise VIEL kontraststärker (man sagt "steiler") als Negative. Das ist notwendig,
weil für die Diaprojektion deutlich härtere Kontraste erforderlich sind, als für ein Negativ! Das Negativ
ist deshalb und mit voller Absicht viel flauer, weil man einen viel größeren Zeichnungsumfang
(heute sagt man eine größere Eingagsdynamik) haben will und den Ansichtskontrast (also das,
was man später sieht) variabel mit geeignetem Photopapier oder im Zuge der Digitalisierung
SPÄTER erst erzeugt! Auch dieses Thema behandelt unser Faden oben zur DIA-Umkehrentwicklung
sehr viel sorgfältiger!
KURZ: Meine "Vorahnung" war zunächst, dass ich bei einer Negativentwicklung mit KEINEN
brauchbaren Projektionskontrasten gerechnet hatte! Ich hatte darauf getippt, dass eine
Negativentwicklung zu viel zu flauen, also "verwaschenen" DIAs führen würde und war eigentlich
davon ausgegangen, mein Versuch würde scheitern und ich würde dann dazu übergehen
müssen, POSITIV zu arbeiten und die übliche DIA-Umkehrentwicklung zur Erzielung von
Projektionskontrasten anwenden müssen ODER ... je nach Ausmaß evtl. kontraststeigernde
Maßnahmen bei der Negativerzeugung ergreifen müssen!
DIE GROßE ÜBERRASCHUNG .... Eine SIMPLE Standard-Negativentwicklung Passt zu 100%
GENAU!
Unsere modernen Flachbildschirme arbeiten heutzutage mit solch extrem hohen Kontrastverhältnissen,
dass die Normalansteuerung (also das Beschicken mit unveränderten Bilddaten) bei Normaleinstellung des
Bildschirmes einen wundervollen, genau passenden Projektionskontrast im fertigen DIA ergeben,
indem GANZ STINKNORMAL AUSGLEICHEND NEGATIV entwickelt werden kann ... in meinem Fall
mit KODAK D76 1+1 ... das ist ein sehr beliebter klassischer Feinkornentwickler ...
Rezeptur aus den frühen 1960er Jahren.
Eine totale POSITIVE Überraschung!
Es ist natürlich VIEL einfacher, am Rechner zu invertieren, als POSITIV abzulichten und dann
aufwendig Umkehr-zu-entwickeln.
FAZIT:
So schön die klassische DIA-Umkehrentwicklung ja tatsächlich ist, so vergleichsweise preiswert
sie Dank unserer gemeinsamer "Entwicklungsbemühungen" im oben verlinkten Faden jetzt (wieder)
möglich ist .......
Der Traum, DIAs gestalten und bearbeiten zu können, erfüllt sich im Zuge der klassischen DIA-Photoraphie leider NICHT!
Ich stelle HIER die Option vor, klassisch/nostalgische SW DIAs aus gestalteten Vorlagen zu erstellen.
Natürlich können die Vorlagen auch DIGITAL sein (also mit Digitalkameras aufgenommen) ... aber ich bin hier ja
einen anderen Weg gegangen.
Ich habe tatsächlich klassische Negative photographiert, diese unter Beibehaltung ihres Film-Looks am Rechner
bearbeitet und dann daraus DIAs gemacht.
Faszinierend ist dabei die Bildqualität der DIAs, die unvorstellbar gut ist! Wer es nicht weiß, wird
nicht merken (können), dass da ein Computer zwischengeschaltet war. Ich bin selber total überrascht,
was die Ergebnisse betrifft.
Es ist JETZT möglich, nicht nur analoge Bilddaten zu digitalisieren, sondern auch digitale Bilddaten
höchstwertig zu analogisieren ... das sind ganz neue Optionen für HYBRIDE Überlegungen zwischen
beiden Welten, der digitalen und der analogen Welt der Photographie!
FASZINIEREND!
Natürlich geht das auch in Farbe ... Farbstiche können most EASY dann DIGITAL korrigiert werden ...
allerdings muss DANN wirklich POSITIV mit Diafilmen gearbeitet werden, weil sich Farbnegativfilme
(wegen ihrer Orangemaskierung) nicht für DIA-Zwecke nutzen lassen.
Man kann tatsächlich bei einzelnen Dienstleistern DIAs aus Digitaldaten fertigen lassen!
Das kostet ca. 4,-€ pro DIA .... ein teurer Spaß ... aber Zeit und Material müssen bezahlt werden.
Was ich hier mache, kostet NUR Zeit (vergleichseise WENIG ZEIT) ... das Material kostet nur Peanuts
... der verwendete SW-Film ist der weltgünstigste, den man derzeit kaufen kann.

Was kostet die erfordrliche Hardware?
Diaprojektoren (auch hochwertige) werden fast schon verschenkt ... gibt es auf jedem
Trödel ... man muss die Geräte fast schon dem Sperrmüll entreißen!
Das Leuchtpult (speziell um Dias zu sichten und zu sortiren) habe ich für 3,€ vom Trödel,
das DIA-Schneidegerät irgendwas unter 10,-€ ... man kann auch eine Schere nehmen.

Einen 4K Flachfernseher dürfte so ziemlich JEDER haben ... den rechne ich mal raus!
Diarahmen gibt es sogar noch NEU .... man kriegt sie in großen Säcken zu 1.000'enden gebraucht bei Ebay ....
kurz .... es kostet nur Zeit und Engagement ... am wenigsten Geld.
Kurz und knapp:
Wer einen Kleinbildfilm SW-entwickeln kann, der hat im Grunde AB SOFORT auch seine eigene SW-Diaschow.
Ich verspreche ... DIE SEHEN IN DER PROJEKTION GENAU SO AUS, WIE AUF DEM PC-BILDSCHIRM ...
KEIN ZEICHNUGSVERLUST IN SCHATTEN ODER LICHTERN.
Ich hatte bei diesem PROJEKT mit einigen Schwierigkeiten gerechnet, die sich überhaupt nicht
eingestellt haben.
Dass das SO einfach und SO gut geht, war gestern, als ich die erste Projektion sah eine
Riesenüberraschung. Die ersten 60 so erzeugten DIAs sind nun fertig ...
ICH FIND's gut und möchte das hier mit Euch teilen!
Grüße und einen schönen nostalgischen Diaabend ...
Klaus
Klaus

HIER.....
Schwarzweiß Umkehrentwicklung mit Selbstansatz ....
hatte ich ja schon dazu angeregt, mal selber (qua Umkehrentwicklung) knackig schöne SW-Dias selber
und PREISWERT herzustellen ....und ganz ehrlich .... so eine klassische DIAVORFÜHRUNG hat wirklich
was ... führt insbesondere zum STAUNEN bei jungen Leuten, die das gar nicht mehr kennen ....
es ist ein Erlebnis .... insbesondere dann, wenn die DIAS mal eben nicht "bunt" sind, sondern
Schwarzweiß ... gut gemacht schwarzweiß und da will ich mal ansetzen DENN .....
KLASSISCH ERZEUGTE DIAS KÖNNEN GAR NICHT BILDBEARBEITET WERDEN!!!
Stürzende Linien müssen akzeptiert werden, unbegradigte Aufnahmen bleiben schief,
Fehlbelichtungen gehen bei Dias gar nicht, Bildausschnitte sind nachträglich nicht mehr möglich
usw.....
Jeder, der mal DIAS photographiert hat, kennt ja die klassischen DIA-Einschränkungen sehr gut!
Nun waren auch "DAMALS" gestaltete Dias zwar machbar, aber eben nur auf dem Wege der Reproduktion.
Die Aufnahmen mussten zuerst ausbelichtet werden (möglichst groß!) in dem Zuge konnten dann
Bildausschnitte, Korrekturen der Perspektive oder Retouchearbeiten von Hand durchgeführt werden.
Auch Nachbelichtungen oder das sog. "Abwedeln" (das sind klassische Ausbelichtungstechniken klassischer
Photolaborarbeiten) konnten so quasi auf Papier erledigt werden und dienten dann als REPRO-Vorlage für
dann GESTALTETE Dias.

Kleinserien konnten von solchen Vorlagen dann auch vervielfältigt werden, Alternativen waren
Diakopiergeräte (praktisch durch Abphotographieren von Master-Negativen/Dias) oder Kontaktkopien
(für Großserien!) auf sog. Printfilm .....
Ich lasse mal die GESCHICHTE hier kurz ....
JEDE FORM, DIAs ZU GESTALTEN, WAR UNENDLICH AUFWENDIG UND TEUER!
Ich habe nachgedacht, wie das HEUTE mit Hilfe der Digitaltechnik viel einfacher gehen kann und
ich war erfolgreich.
Wer mit hybrider ANALOG / DIGITAL-Technik klassische SW-Dias erzeugen möchte
(für praktisch Taschengeld) der ist hier auf dem richtigen Sender!
Ich kann jetzt beides! Digitale Aufnahmen in klassische Dias umwandeln oder (viel authentischer!)
Analog aufgenommene Aufnahmen digital gestalten und anschließend in
DIAs verwandeln .... "viel authentischer" deswegen, weil dann der "analoge Look" tatsächlich
erhalten bleibt!
Als Resultat entsteht ein Dia, das zwar gestaltet ist, dennoch aber den analogen Look beibehält.
KURZVIDEO:
Anhang anzeigen 20251116_122950.mp4
Dieses Dia ist analog auf FOMAPAN 100 aufgenommen (negativ entwickelt also) dann digitalisiert worden,
dann DIGITAL bearbeitet worden und anschließend (wieder auf dem preiswerten Fomapan 100) zum
Diapositiv entwickelt worden. Ich zeige die Projektion auf Leinwand.
Ich will es vorwegnehmen ..... die Bildqualität und die RETRO-Anmutung der Dias übertraf alle meine
Erwartungen .... ich bin im Nachhinein froh, dass ich das einfach mal ausprobiert habe
Ich versuche mal, über ein kurzes Video zu zeigen, wie KNACKSCHARF und vom Projektionskontrast
plastisch ein solches DIA in der Projektion dann kommt, um Interesse zu erzeugen,
hier überhaupt weiterzulesen:
Und so sehen die Dias dann auf dem DIA-Lichtpult aus .......

VORGEHENSWEISE:
1) Analoge Aufnahme ganz normal negativ entwickeln und Digitalisieren.
2) Aufnahme nach Belieben digital bearbeiten
3) Aufnahmen in das 3:2 Seitenverhältnis (Kleinbild-Seitenverhältnis) bringen
4) Hochformat-Aufnahmen ins Querformat drehen und so speichern
(das ist wichtig, damit man später beim Reproduzieren nicht Kamera oder Bildschirm
drehen muss)
5) BILDER DIGITAL INVERTIEREN (also digital in Negative umwandeln!)
6) Aufnahmen auf einen USB-Stick speichern
7) Einen wertigen Flachbildschirm 4K als Reproschirm nutzen und eine Kleinbildkamera
auf ein SOLIDES Stativ so montieren, dass sie exakt lotrecht zum Flachbildschirm
diesen mit einem guten 50mm-Objektiv ablichten kann
8) Die Kamera so ausrichten, dass sie die Negativen Vorlagen VOLL
(das heißt OHNE Rand erfasst. Das so belichtete Dia DARF keinen unbelichteten
Bildrand haben ... ist sonst wertlos, wäre beim Einrahmen zu klein! Dabei ist zu beachten,
dass die meisten Kleinbild-SLRs keine 100%ige Sucherbild-Abdeckung haben!
Das unbedingt berücksichtigen! Die Kamera nimmt etwas mehr auf, als man sieht!
9) Die Belichtung bestimmen (ausführlich dazu unten)
10) Die digitalen Negative einzeln vom USB-Stick laden und vom Bildschirm ablichten
(dazu genauer unten Filmwahl usw..)
11) Den Film NEGATIV entwickeln, in Einzeldias schneiden und rahmen.
Zu 1)
Das Entwickeln und Digitalisieren von Negativen soll hier jetzt nicht thematisiert werden.
Dazu gibt es im FORUM hier schon ALLES und noch mehr. Konkrete Fragen dazu aber
gerne auch hier im Faden!
Zu 2) Auch zum Thema Bildbearbeitung gibt es hier im Forum alles und noch mehr!
Wenn es speziell um die Bildbearbeitung digitalisierter Analogaufnahmen zum Zwecke
der späteren Umwandlung zu Dia-Positiven geht, dann gerne auch unten hier im Faden.
Zu 3)
Wichtig ist, dass alle DIA Vorlagen exakt in ein 3:2 Seitenverhältnis gebracht werden!
Stimmt das nicht, lassen sich später die Aufnahmen nicht vernünftig reproduzieren bzw.
die Kamera muss permanent neu am Bildschirm ausgerichtet werden .... das macht keinen Spaß!
Zu 4)
Auch die Hochformate müssen "liegen" ansonsten müsste man den Bildschirm und die
Aufnahmekamera ja drehen!
Zu 5)
Warum es VIEL sinnvoller ist, die Aufnahmen DIGTAL zu invertieren (ins Negativ zu setzen),
erläutere ich ausführlicher unten.
Zu 7)
Unsere derzeitigen großen Flach-Bildschirme eigen sich ab einer Auflösung von 4K
hervorragend als Repro-Bildschirme. Für Bewegtbilder schon fast unsinnig hoch,
kann man so deren Auflösungsvermögen auch mal tatsächlich nutzen!
Ich verwende einen 85" Bildschirm als Reproschirm ... kleinere Bildschirme eignen sich genau so .....
bei eben dann etwas geringerem Aufnahmeabstand. Für meinen Aufbau ergibt sich mit
Einem 50mm Normalobjektiv ein Aufnahmeabstand von 270cm.
ES IST nicht NÖTIG ODER sinnvoll, die digitalen REPRO-Vorlagen exakt auf Bildschirmauflösung
zu rechnen! Die Geräte können das selber wirklich bestmöglich auf dem Screen darstellen!
Zu 8)
Die verwendete Spiegelrefelexkamera (bitte NUR eine SLR nutzen ... nix anderes geht!) ganz
präzise lotrecht (vermittelt) gegen den Bildschirm ausrichten und auf ein WIRKLICH standfestes
Stativ montieren!! Wenn mit manuellem Filmtransport gearbeitet werden soll (was kein Problem ist!),
dann darf sich die Kamera beim Spannen und Transportieren des Filmes NICHT auf dem Stativ verstellen!
Die Kamera wird ja nur EINMAL für ALLE Repros ausgerichtet und fokussiert.
Dabei daran denken, den Bildrand NICHT zu eng zu setzen ... also daran denken, dass man bei praktisch
allen Kameras WENIGER sieht, als am Bildrand tatsächlich aufgenommen wird!!!
Ist der Aufnahmeausschnitt zu ENG gewählt, sind alle Dias wertlos, weil dann zu KLEIN aufgenommen!
Sie lassen sich dann nicht ohne schäbbigen Rand rahmen!!!
DAS IST SEHR WICHTIG!
Die Kamera offenblendig anhand einer dazu gut geeigneten Aufnahme (am besten mit Schnittbildhilfe)
fokussieren und die Fokussierung für alle Ablichtungen beibehalten.
Achtung!
Nach dem Fokussieren den Bildausschnitt prüfen ... er ändert sich bei Fokussieren möglicherweise relevant!
Zu 9)
Die Belichtung ALLER Aufnahmen muss UNVERÄNDERT beibehalten werden!!! Alle Aufnahmen sollen ja EXAKT
so auf das Dia, wie am Monitor zuvor gestaltet! Auf gar keinen Fall darf hier mit einer Belichtungsautomatik
vorgegangen werden!
Die exakte Belichtung findet man, indem man den Bildschirm mit einem Testbild 50% GRAU beschickt und
dann mit einem Handbelichtungsmesser oder einer zuverlässigen TTL-Kamera die Belichtung am Bildschirm ausmisst!
Achtung!
Keinen Denkfehler machen ... (Testbild bitte 50% GRAU und nicht 18% GRAU denn wir messen KEIN reflektiertes Licht!)
Anhaltspunkt: Ich habe mit meinem GOSSEN Lunasix 3 für ISO 100 zwischen Blende 5,6 und 8
Bei 1/8s Verschlusszeit ermittelt und damit AD HOC den Volltreffer gelandet!
Auf keinen Fall KURZ belichten ... die 1/8s verhindert, dass sich die Bildschirmantaktung (60HZ)
mit einer zu kurzen Verschlusszeit "beißt" und dann zu Interferenzen mit dem Kameraverschluss
führt! Bei langen Verschlusszeiten ist das devinitiv ausgeschlossen!
Ferner führt die IDALE Abblendung der Aufnahmeoptik zu bestmöglicher Schärfe und maximalem
Repro-Kontrast.
Zu 10)
Die Filmwahl für gute DIAS ist ein Thema, das wir unter dem Link oben im Zuge der Umkehrentwicklung
von SW-Filmen schon ausführlich diskutiert hatten. Neben den TEUREN und speziellen ausgewiesenen
SW-DIA-Umkehrfilmen eignet sich im Grunde JEDER normaleSW-Negativfilm mehr oder weniger gut
auch für die DIA-Verwendung. (auch wenn hier NEGATIV entwickelt wird!)
Wichtig ist, dass der Film gutes Kontrastverhalten zeigt und dass er einen möglichst hellen, klaren
Filmträger hat. Bei speziellen DIA-Filmen ist das garantiert, bei "normalen" NEGATIV-SW-Filmen ist
das NICHT immer so ....
Ich habe hier den FOMAPAN 100 (den normalen günstigen Negativfilm) verwendet, der den geforderten
hellen Filmträger bietet.
Zu 11)
SO wird also der Flachbildschirm "beschickt":
(ich habe mir für Affinity Photo ein "MACRO" editiert! Auf einen Klick
verwandelt dann der BATCH-Processor die Bildinhalte eins ganzen Verzeichnisses in
digitale Negative!)

WARUM NEGATIV UND NICHT POSITIV-Umkehrentwickeln???
Klare Antwort ... weil's wider meine eigentliche Erwartung HERVORRAGEND funktioniert,
viel einfacher und preiswerter ist!
DIAS sind normalerweise VIEL kontraststärker (man sagt "steiler") als Negative. Das ist notwendig,
weil für die Diaprojektion deutlich härtere Kontraste erforderlich sind, als für ein Negativ! Das Negativ
ist deshalb und mit voller Absicht viel flauer, weil man einen viel größeren Zeichnungsumfang
(heute sagt man eine größere Eingagsdynamik) haben will und den Ansichtskontrast (also das,
was man später sieht) variabel mit geeignetem Photopapier oder im Zuge der Digitalisierung
SPÄTER erst erzeugt! Auch dieses Thema behandelt unser Faden oben zur DIA-Umkehrentwicklung
sehr viel sorgfältiger!
KURZ: Meine "Vorahnung" war zunächst, dass ich bei einer Negativentwicklung mit KEINEN
brauchbaren Projektionskontrasten gerechnet hatte! Ich hatte darauf getippt, dass eine
Negativentwicklung zu viel zu flauen, also "verwaschenen" DIAs führen würde und war eigentlich
davon ausgegangen, mein Versuch würde scheitern und ich würde dann dazu übergehen
müssen, POSITIV zu arbeiten und die übliche DIA-Umkehrentwicklung zur Erzielung von
Projektionskontrasten anwenden müssen ODER ... je nach Ausmaß evtl. kontraststeigernde
Maßnahmen bei der Negativerzeugung ergreifen müssen!
DIE GROßE ÜBERRASCHUNG .... Eine SIMPLE Standard-Negativentwicklung Passt zu 100%
GENAU!
Unsere modernen Flachbildschirme arbeiten heutzutage mit solch extrem hohen Kontrastverhältnissen,
dass die Normalansteuerung (also das Beschicken mit unveränderten Bilddaten) bei Normaleinstellung des
Bildschirmes einen wundervollen, genau passenden Projektionskontrast im fertigen DIA ergeben,
indem GANZ STINKNORMAL AUSGLEICHEND NEGATIV entwickelt werden kann ... in meinem Fall
mit KODAK D76 1+1 ... das ist ein sehr beliebter klassischer Feinkornentwickler ...
Rezeptur aus den frühen 1960er Jahren.
Eine totale POSITIVE Überraschung!
Es ist natürlich VIEL einfacher, am Rechner zu invertieren, als POSITIV abzulichten und dann
aufwendig Umkehr-zu-entwickeln.
FAZIT:
So schön die klassische DIA-Umkehrentwicklung ja tatsächlich ist, so vergleichsweise preiswert
sie Dank unserer gemeinsamer "Entwicklungsbemühungen" im oben verlinkten Faden jetzt (wieder)
möglich ist .......
Der Traum, DIAs gestalten und bearbeiten zu können, erfüllt sich im Zuge der klassischen DIA-Photoraphie leider NICHT!
Ich stelle HIER die Option vor, klassisch/nostalgische SW DIAs aus gestalteten Vorlagen zu erstellen.
Natürlich können die Vorlagen auch DIGITAL sein (also mit Digitalkameras aufgenommen) ... aber ich bin hier ja
einen anderen Weg gegangen.
Ich habe tatsächlich klassische Negative photographiert, diese unter Beibehaltung ihres Film-Looks am Rechner
bearbeitet und dann daraus DIAs gemacht.
Faszinierend ist dabei die Bildqualität der DIAs, die unvorstellbar gut ist! Wer es nicht weiß, wird
nicht merken (können), dass da ein Computer zwischengeschaltet war. Ich bin selber total überrascht,
was die Ergebnisse betrifft.
Es ist JETZT möglich, nicht nur analoge Bilddaten zu digitalisieren, sondern auch digitale Bilddaten
höchstwertig zu analogisieren ... das sind ganz neue Optionen für HYBRIDE Überlegungen zwischen
beiden Welten, der digitalen und der analogen Welt der Photographie!
FASZINIEREND!
Natürlich geht das auch in Farbe ... Farbstiche können most EASY dann DIGITAL korrigiert werden ...
allerdings muss DANN wirklich POSITIV mit Diafilmen gearbeitet werden, weil sich Farbnegativfilme
(wegen ihrer Orangemaskierung) nicht für DIA-Zwecke nutzen lassen.
Man kann tatsächlich bei einzelnen Dienstleistern DIAs aus Digitaldaten fertigen lassen!
Das kostet ca. 4,-€ pro DIA .... ein teurer Spaß ... aber Zeit und Material müssen bezahlt werden.
Was ich hier mache, kostet NUR Zeit (vergleichseise WENIG ZEIT) ... das Material kostet nur Peanuts
... der verwendete SW-Film ist der weltgünstigste, den man derzeit kaufen kann.

Was kostet die erfordrliche Hardware?
Diaprojektoren (auch hochwertige) werden fast schon verschenkt ... gibt es auf jedem
Trödel ... man muss die Geräte fast schon dem Sperrmüll entreißen!
Das Leuchtpult (speziell um Dias zu sichten und zu sortiren) habe ich für 3,€ vom Trödel,
das DIA-Schneidegerät irgendwas unter 10,-€ ... man kann auch eine Schere nehmen.

Einen 4K Flachfernseher dürfte so ziemlich JEDER haben ... den rechne ich mal raus!
Diarahmen gibt es sogar noch NEU .... man kriegt sie in großen Säcken zu 1.000'enden gebraucht bei Ebay ....
kurz .... es kostet nur Zeit und Engagement ... am wenigsten Geld.
Kurz und knapp:
Wer einen Kleinbildfilm SW-entwickeln kann, der hat im Grunde AB SOFORT auch seine eigene SW-Diaschow.
Ich verspreche ... DIE SEHEN IN DER PROJEKTION GENAU SO AUS, WIE AUF DEM PC-BILDSCHIRM ...
KEIN ZEICHNUGSVERLUST IN SCHATTEN ODER LICHTERN.
Ich hatte bei diesem PROJEKT mit einigen Schwierigkeiten gerechnet, die sich überhaupt nicht
eingestellt haben.
Dass das SO einfach und SO gut geht, war gestern, als ich die erste Projektion sah eine
Riesenüberraschung. Die ersten 60 so erzeugten DIAs sind nun fertig ...
ICH FIND's gut und möchte das hier mit Euch teilen!
Grüße und einen schönen nostalgischen Diaabend ...
Klaus
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