@fluuu
Da hast Du sicher recht.
Die öffentliche Wahrnehmung wird sehr von der Journalismus-Fotografie und deren spezifischen Ansprüchen geprägt, während Kunstfotografen in der Regel ganz andere Ansprüche haben.
Als Paparazzo muss man seine Kamera halt auch mal als Schlagwaffe einsetzen können, daher gibt es dort nur eine Kombi: Nikon D3 (Zweitkamera D700) und MacBookPro - ansonsten gibt es nichts. Vereinzelt einige Canon.
Umgekehrt bei Sportfotografen.
Kunstfotografen bevorzugen eher umständliche und langsame Modelle. Gestern erst habe ich einen Bericht über Rana Effendi gesehen, die eine zweiäugige Rolleiflex benutzt.
Die Kamera würde heute in jedem Vergleichstest jämmerlich versagen, trotzdem macht es mir Spaß mit ihr zu fotografieren. Man wird einfach gezwungen mehr Zeit pro Bild aufzubringen.
So geht es mir auch mit den Sigmas. Gerade weil sie keine schnellen Kameras sind, habe ich vergleichsweise wenig Ausschuss.
Eine schnelle Vollformatkamera wäre für mich der Tod. Das Sichten und Aussortieren von Bildern wäre bei mir weit zeitaufwändiger, als das Konvertieren der gelungenen x3f-Bilder.
Mir sind technische Parameter, wie Rauschfreiheit und ISO-Tauglichkeit relativ schnurz. Eine Bildaussage haben sie noch nie beeinflusst und insgesamt ist die Fototechnik heute auf so hohem Niveau, dass man nahezu alles technisch in den Griff bekommen kann, unabhängig von der verwendeten Kamera.
Gruß
Frankg