Bei den Papierkosten komme ich für das HP-Glossy Spezialpapier auf ca. 3,-€ je 70x100cm Print. Man darf nicht vergessen, dass es zu Verschnitt kommt.
Die Preise, die Du für die Druckertinte rechnest sind zu optimistisch! Die hier berücksichtigten Refill-Patronen taugen nicht alle für Photo-Zwecke, da nur 100%ig streifenfreie Patronen zu einwandfreien Druckergebnissen führen. Besonders kritisch ist die Schwarzpatrone, da ihre Streifen besonders störend sind.
Wenn also die ehemalige "Originalpatrone" nachdem sie "alle" war nicht sofort bemerkt wurde und ausgetauscht wurde, dann sind einzelne Düsen schnell verbrannt und dann nützt Nachfüllen der Patrone nix mehr! Du musst bei den Refill Patronen mit ca. 50% Ausschuss kalkulieren, weil die Druckköpfe nicht mehr 100%ig in Ordnung sind.
Da aber Original-Patronen EXTREM ins Portemonnaie kloppen, arbeitet man trotzdem lohnend mit den günstigen Patronen, die man dann selektieren muss.
Hat man einmal einwandfreie Patronen, kann man die Druckkosten enorm dadurch reduzieren, dass man diese Patronen NIE ganz leerdruckt, sondern zeitig selber befüllt.
Hier wird das zwar für die Patrone 15 gezeigt ... die Patronen für die Modelle 650C und 750C sind aber gehäusegleich und werden professionell mit den selben Werkzeugen befüllt.
https://www.youtube.com/watch?v=icLnF4LQBHQ
http://www.octopus-office.de/shop/d.../refilladapter-luftabsauger-fuer-hp-15-hp-45/
Das Nachfüllen der Patronen (ich mache das seit Jahren mit meinem HP-A3 Drucker selber) geht nicht ewig lange gut, aber sehr sehr oft ... so lange nämlich, bis der Druckkopf endgültig mit Farbpigmenten verstopft ist.
Dieses Verstopfen lässt sich oft noch durch Spülen des Druckkopfes mit Isopropanol reparieren.
Gute Tinte für das HP-Vierkopfsystem (alle Patronen haben genormt praktisch die selben Farbtöne) ist im Internet enorm preiswert zu haben und gewährleistet absolut farbstichfreie Ausdrucke in unverminderter "Originalqualität" ... alles andere ist Humbug und Aberglaube!
Das Befüllen der Patronen ist NICHT so kinderleicht einfach, wie im Video suggeriert! Man muss durch das Erzeugen des notwendigen UNTERDRUCKES in der Patrone nämlich ganz dringend verhindern, dass die Patronen auslaufen und das Gerät zerstören. Ist der Unterdruck zu hoch, ziehen sie Streifen. All das muss man sich (wenn man Spaß an der Technik hat) anlesen und ausprobieren.
Der HP Designjet 750C ist zwar das Nachfolgemodell des 650C aber mitnichten besser. Schlecht 'isser zwar auch nicht, aber er gilt als anfälliger als der robustere 650er.
Das Hauptproblem bei diesen Maschinen war und ist der Zahnriemen, der enorm hoch belastet ist. In diesem Zusammenhang lässt sich die Lebensdauer des Riemens um ca. 90%!! dadurch erhöhen, dass man die beiden Schienen für den Kopfschlitten regelmäßig schmiert, um den Riemen zu entlasten.
Die Mechanik des 750ers wurde leider im Zuge des Modellwechsels schwächer ausgelegt (warum nur??)
Der 650er hat einen im Vergleich wesentlich breiteren Zahnriemen und dickere Umlenkrollen (der Riemen wird mechanisch also auf einem größeren Radius geknickt und dadurch zusätzlich geschont.
Das Auswechseln des Riemens ist keine Kleinigkeit und erfordert einiges handwerkliches Geschick. Man kann sich bei Youtube mal ansehen, wie der
Antriebsriemen eines 750ers erneuert wird.
ERGO: Auf den Zustand des Riemens ist besonders beim 750er aber auch beim 650er zu achten.
In der Druckqualität tun sich beide Modelle den technischen Daten nach nix, wobei die neueren Geräte natürlich immer schneller geworden sind, was den Privatanwender aber nicht interessieren muss.
Dienstlich arbeite ich mit einem modernen Designjet 500C. Der druckt nicht sichtbar besser, als mein Oldtimer, aber mindestens doppelt so schnell.
Da der aber feste Druckköpfe hat, möchte ich den privat gar nicht haben.
Ansonsten gilt für den 750er das selbe, was ich oben für meinen schreibe .... keine brauchbaren Treiber nach WINDOWS XP, kein USB-Port usw..
ERGO: Das Dingen macht dann Spaß, wenn man das Problem
Druckkosten (wie ausgeführt) in den Griff bekommt und keine Angst vor Tintenflecken an den Fingern hat ... ich schaffe das trotz Profi-Tools nie ganz ohne Kleckerei.
Hat man die Dinge geregelt, dann kann man nicht nur qualitativ einwandfrei, sondern sogar enorm preiswert damit selber drucken und hat viel mehr Möglichkeiten, als wenn man solche Prints rausgibt.
Übrigens .... das "normale" Plotterpapier kostet so gut wie nichts .. und bietet (zumindest im Bilderrahmen) auch ganz nette Bildqualität.
Grüße und schöne Photos
Klaus