Der Reihe nach:
Die Kalibrierungskurven:
-Hat der Zweitmonitor die Möglichkeit, die Farbbalence (RGB-Gleichgewicht) im Zuge der Vormessung einzustellen?! Hast Du diese Vormessung durchgeführt?
Es wird wärmer, und zwar alles.
Genau das ist nach den Kalibrierunggskurven auch zu erwarten ... das muss aber nicht falsch sein. Viele Monitore (schrieb ich ja) sind einfach viel zu kalt und man gewöhnt sich schnell daran.
Nachdem ich das Profil installiert habe, sieht das Bild ähnlich warm aus wie der Laptop
Das zumindest beweist, dass der Ganze Vorgang funktioniert und zu gleichen Ergebnissen führt.
Wenn Du dir Gewissheit verschaffen willst, das das Colorimeter richtig misst, dann solltest Du die beiden Filter vielleicht doch mal feucht abwischen (wie gezeigt) und dann mal nur die Vormessung mit einem modernen (nicht zu alten) Desktop-Monitor durchführen, der auf 6500K voreingestellt war.
Du hast vielleicht oben gelesen, wie gering die Abweichung bei unserem Kopllegen noch war, als die Filter gereinigt waren ... nur 4% Abweichung! Da kann man davon ausgehen, dass das Gerät auch genau misst.
Was mich etwa stutzig macht .... Dein Syncmaster ist doch ein Standalone-Desktop-Monitor?! Der sollte eigentlich etwas mehr als 90% Gradationen anzeigen können. Zumindest differenziert er aber besser, als das Notebook, was ebenfalls zu erwarten war.
Mmh.. nachdem was ich jetzt so alles gelesen habe, ist es gerade umgekehrt der Fall ?!? Das deckt sich auch mit dem, was bei mir am Bildschirm passiert, wenn der Loader das Profil aktiviert: Es wird wärmer, und zwar alles.
Wenn das Profil vom OS nicht geladen werden würde, hätte ich doch auch keine Auswirkungen auf die Textverarbeitung, oder?
Ja ... das ist das Dauerproblem mit den falschen Übersetzungen ins Deutsche....
Ich versuch's noch mal ... und es ist auch nicht einfach zu verstehen ... habe da selber für gebraucht, weil's leider auch im Netz ständig verwechselt wird.
Eine fähige Bildschirm-Messsoftware macht voneinander im Grunde unabhängig zwei Dinge Parallel (oder auch separat einzeln ...DispCalGui kann das auch separat).
Profilierung: Das Ausmessen und Erstellen eines ICC-Monitor-Profils. Dieses Profil ist eine Datei, die quasi hinterlegt wird und keinen Einfluss auf die Darstellung der Windows-Oberfläche hat.

Du startest Deine Textverarbeitung und die Bildschirmanzeige ist vom ICC-Profil völlig unabhängig.
Das ICC-Profil wirkt sich aber sehr wohl auf die Bildschirmanzeige einer ICC-Fähigen EBV-Software (natürlich Photoshop, sämtliche RAW-Konverter usw...)
Die ICC-Software greift also auf die ICC Datei zu und korrigiert ihre eigene Darstellung abhängig von den Messwerten, die die Einmesssoftware in der Datei abgelegt hat.
Das nennt man PROFILIEREN!
Man kann sich übrigens für diverse Monitore auch Standard-ICC-Profile herunterladen und installieren .... ist natürlich eine Notlösung.
Profilieren alleine reicht aber nicht aus! Was nützt es, wenn z.B. Photoshop korrekt anzeigt, die Bilder dann aber in Deinem Browser, in Deiner Textverarbeitung oder auch schon in der Windows Bildanzeige oder in einfachen ICC-unfähigen EBV-Programmen dann trotzdem falsch wiedergegeben werden?!
Kalibrieren:
Beim Kalibrieren werden die ermittelten Korrekturdaten beim Bildschirm-Treiberstart praktisch auf die GraKa geladen!
Durch die Kalibrierungsdaten wird die komplette WINDOWS bzw. OS-Umgebung hinsichtlich der Messergebnisse die mit dem Colorimeter ermittelt wurden angepasst.
Beispiel: Das System steuert die GRAKA mit (152/80/98) RGB an. Nach Kalibrierung kriegt die GRAKA jetzt einen Korrekturwert von vielleicht (157/87/102) RGB, um die Monitorabweichung auszugleichen.
Photoshop z.B. juckt die Kalibrierung Deines Bildschirmes nicht die Bohne!

Das Bild, das PS anzeigt stützt sich NUR auf die Profilierung durch das ICC Profil, das sich PS sofort automatisch lädt, sobald es vorhanden ist. Das Einzige, was der
Kalibrierung unterliegt, ist die farbliche Darstellung der Werkzeuge usw.. Das Bild selber ist davon absolut unabhängig!
Das Problem ist also, dass Kalibrierung und Profilierung eines Systems absolut übereinstimmen sollten. Deswegen macht man gescheiterweise immer beides ... Profilieren und Kalibrieren!
Ist beides kongruent, dann zeigt Photoshop genau das Gleiche an, wie Dein Browser oder das Bild, das Du in Deine Textverarbeitung geladen hast. Auch Dein ICC-unsensibeler Browser zeigt (kalibriert) nun die "Wahrheit

" an.
Deswegen mein Screenshot oben PS-Darstellung vs. WINDOWs Bildbetrachter ... da darf es keine Abweichungen geben!!!
Grüße
Klaus