Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling

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  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #1
Klaus-R
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Hallo zusammen,

die Idee, Kleinbildkameras extrem klein also wirklich für die "Westentasche" zu bauen ist uralt und nicht erst mit
späteren Klassikern wie der Rollei 35 oder der MINOX 35 Wirklichkeit geworden.
Nicht viel größer ist diese kleine "Kleinbildkamera", die (meinen Recherchen nach) wohl aus dem Jahr 1950 stammt
und in Dresden beim VEB-"Belca-Werk" gefertigt wurde.
Ich stelle die BELCA-Beltica (1950) vor, die mir auf einem berliner Trödelmarkt auffiel .... in einem traumhaft
schönen Zustand für wenig Geld .....

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Nun denke ich bei solchen "schönen" Sachen ja immer auch darüber nach, ob ich damit auch "schöne" Photos
machen kann und da ist diese Zeiss Tessar 50mm/F:2,8 Optik ... die mit dem roten "T", das damals für "vergütet"
stand ....
EIN ADLERAUGE .... wie das bekannt scharfe vierlinsige Spitzenobjektiv seiner Zeit gerne genannt wurde.
Die Kamera soll im "Westen" damals für 260,-DM den Eigentümer gewechselt haben .... sehr viel Geld, etwa
ein Momats-Nettogehalt für einen Durschschnittsverdiener.
Die KLEINE Belca ist klein, durch den beliebten Trick mit dem Faltbalg. Zusammengeklappt passt sie tatsächlich in
meine Hemdtasche ... so weit, so klein und gut!

So "glanzvoll", -wie die Optik- ist allerdings NICHT ihr Zentralverschluss aus ostdeutscher Fertigung. Der "CLUDOR"
Zentralverschluss ist zwar mit einem Langzeitenwerk ab einer ganzen Sekunde unterwegs, kann aber "kürzestens"
nur 1/200s ... das ist entfernt von den westdeutschen Spitzenprodukten von Gauthier oder Deckel, die für die kleine
Verschlussgröße die 1/500s boten .... "schlecht"? ... Wir werden mal gucken bzw. messen, was er heute noch kann ...
der "CLUDOR" Zentralverschluss.

Die Kamera kann NICHT alles, was um 1950 technisch schon möglich war. Leider haben erst spätere Modelle (wohl ab
1952?) eine Doppelbelichtungssperre, die versehentliche Doppelbelichtungen sicher verhindern würde. Verschluss-
Aufzug und Filmtransport sind hier noch getrennt. Der automatische Filmtransportstopp muss mit einem Druck-
knopf am Kameraboden vor jedem Filmtransport entriegelt werden. Der Filmtransport Knopf (auch unterhalb
angeordnet) kann dann bis zum nächsten Frame-Stop gedreht werden.

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Man muss sich also konzentrieren und sich angewöhnen, den Film nach jeder Auslösung sofort
zu transportieren. Den Zentralverschluss spannt man dann sinnvollerweise vor der nächsten
Auslösung ... erstens, weil das das Federwerk schont und zweitens, weil es keine Auslösesperre
gibt!
Ferner gibt es und auch kein Vorlaufwerk (Selbstauslöser) wohl aber schon X-Blitzsynchronisation!
Die Kamera hat einen ganz passabelen optischen Sucher, der sogar einen einstellbaren
Sucherparallaxenausgleich hat:

Bild - 10.jpg

Bild - 14.jpg

Die Beltica hat (leider) einen Linksauslöser (ich mag das nicht) immerhin mit Anschluss für einen
Standard-Drahtauslöser.
Rechts sieht man dann den Entriegelknopf für das federnd selbstöffnende Ausklappobjektiv.
Rechts das gut ablesbare Bildzählwerk, das vorwärts zählt. Es ist nicht selbstrückstellend ... man muss
es also "nullen" bevor man Frame 1 aufzieht.,
Es gibt KEINE Entfernungsmessung! Wer keinen separaten Entfernungsmesser benutzt (für den es auch
keinen Zubehörschuh gibt) muss die Entfernung also schätzen (um so schwieriger, je näher fokussiert
werden soll!)

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Praktisch und sinnvoll ist, dass sich die Beltica NUR mit auf UNENDLICH eingestellter Fokussierung
zuklappen lässt! Unendlich ist IMMER die Grundeinstellung für alle Kameras, die keine gekoppelten
Messsucher haben. Versehentliche Fehleinstellungen können so reduziert werden. Unendlich passt
dann nämlich am häufigsten!
Auch wenn ich den Umgang mit "schwierigen" Kameras gewöhnt bin, können Fehlbedienungen bei
der Baltica schnell passieren!

Bild - 17.jpg

So eine typische "Fehlerquelle" ist auch der sehr ungünstig angeordnete Verschlussspannhebel, der
bei der Kamera so ungünstig liegt, dass man beim Spannen sehr leicht as Zeitenstellrad mit verdreht
Es gilt also, die Verschlusszeiten Einstellung bei dann gespanntem Verschluss immer noch einmal zu
checken, um versehentliche Fehlbelichtungen zu vermeiden.
Die Beltica hat auch KEINEN eingebauten Belichtungsmesser. Wer keinen Handbelichtungsmesser nutzen
möchte, kann natürlich die kostenlose und sehr genaue "Lightmeter-APP" am Smartphone nutzen ....
klassisch oder "stilecht-nostalgisch" 'isses ja nicht .... ich habe natürlich einen Handbelichtungsmesser
genutzt (Gossen Lunasix 3).😂
Die Beltica hat noch die "alten" (nicht linearen) Vorkriegs-Verschlusszeiten. Mich stört das gar nicht ..kein
Problem damit!
Lineare Zeiten werden erst dann interessant, wenn mit Lichtwerten gearbeitet werden soll (eh nicht meins!)
Dann haben die "neuen" Zeiten natürlich den Vorteil, dass sie immer EXAKT 1EV gestuft sind und somit genau
zum Blendenabstand passen. Mir (as said) Hupe!

Bild - 19.jpg

Kommen wir zum "CLUDOR" Verschluss .... kurz .... so, wie er war, hätte er nicht funktioniert ... da stimmte NIX mehr.
Jetzt muss ich aber dazu sagen, dass das bei vielen westdeutschen Zentralverschlüssen auch so ist, denn wir
haben es hier mit 75 Jahre alter Technik zu tun. Ich "behandele" im Grunde alle alten Zentralverschlüsse immer
gleich indem ich die NIE zerlege, weil die schönen Verschlüsse NIE wirklich was haben sondern nur mal eine
kleine Pflege benötigen. Natürlich müssen sie neu geschmiert werden und natürlich kann man dabei NIE verhindern,
dass auch die Verschlusslamellen dabei verölen ... so vorsichtig man auch mit einer feinen kleinen Spritze versucht, das
zu verhindern. Ich baue deswegen immer gleich die Verschlusslamellen frei (nicht aus!), um sie anschließend wieder
entfetten zu können. Auch wenn die Optik sehr sauber ankam, war das die Gelegenheit, auch die Optik komplett zu
reinigen bzw. die 4 Linsen mit einem weichen Lappen erst nass, dann trocken vorsichtig zu polieren.

Die Verschlusszeiten NACH der Wartung:

Screenshot_20251119_171002_Shutter-Speed.jpg

Das sieht jetzt klasse aus! Alle Zeiten liegen in der allgemein akzeptabelen 1/3-Stop Toleranz!
Allein die 1/200s liegt außerhalb .... wobei .....????
Bei den kurzen Zeiten bin ich mir bei meiner (einfachen) Messtechnik nicht ganz sicher, ob die Messergebnisse die
Realität da wirklich treffen. Die Lamellen sind ja träge und bei sehr kurzen Zeiten ergibt sich für die tatsächliche
Belichtungszeit irgendwas, was die Öffnungs-Aufblendung und die Schließ-Abblendung irgendwie "
"MITTIG" berücksichtigen müsste. In anderen Worten ... die Zeit, die der Verschluss wirklich KOMPLETT über
die Gesamtbelichtung geöffnet ist, liegt bei kurzen Zentralverschuss-Zeiten immer weiter von 100% entfernt,
als bei langen.
Auffällig ist, dass mit 1/200s belichtete Frames zumindest nicht merklich überbelichtet aussehen??!
Diskutiert wird aber in "Fachkreisen" seit JEHER schon, dass die "Jungs" mit ihren kürzesten Zeiten ähnlich
"geflunkert" haben sollen, wie die anderen "Jungs" mit ihren Offenblenden .... 😂.....
Ich lass es mal so stehen .... der "CLUDOR" ist für mich jetzt in Ordnung und liefert wieder präzise
Belichtungsergebnisse.
Film eingelegt!!!
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Das ist sehr einfach! Man sieht jetzt sehr schön, dass man eine KB-Kamera wirklich gar nicht viel kleiner kriegen kann!
Später hat man bei ROLLEI und MINOX noch das Filmschrittwerk und damit auch die Nehmerspule rechts direkt an
das Filmfenster rangezogen ... das brachte auch nochmal "was".😂
Die Beltica kann keinen Ärger mit Lichtdichtungen machen, denn sie hat KEINE ... eine komplett umlaufende Lichtfalle
sorgt zuverlässig für Lichtdichtigkeit ... auch nach 75 Jahren!
Klappe zu und los!
Die Kamera kam zu mir in ihrer originalen neuwertig erhaltenen Ledertasche ... ein Schmuckstück ... I like it!😍

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Irgendwie ist es NICHT verwunderlich, wenn ein Tessar "Adlerauge" performt! Der Vierlinser war damals einfach
eine der besten Rechnungen für verschiedenste Aufnahmeformate:

Der Testfilm:

Tatsächlich stand hier auch der Film zum Test an ... ein überlagert erstandener BULK-Cinefilm ... 26 Jahre alt ... der
Händler versprach, dass er noch prima in Ordnung sei .... und so kam er aus der "alten Dame" heraus:

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Ein KODAK Double-X (1999 abgelaufen) .... war mit einer REAL-ISO von 100 angepriesen ...
Ich SEHE den sogar noch bei ISO 160 ... also fast noch "neuwertig" ... nach 26 Jahren!
Die Kamera hat teilweise etwas "großzügig" transportiert, was Aufnahme Nr. 36 zum Verhängnis wurde!
Ich habe den Film im Stockdunkelen etwas zu kurz an der Patrone (die ich wieder befülle) abgeschnitten.
Ich denke, ich habe den Fimtransport inzwischen wieder hinbekommen ... der nächste Film
wird das hoffentlich zeigen.

Die Testaufnahmen .....bei traurigem unphotogenem Sauwetter im Nieselregen ... aber ich wollte
es ja einfach nur wissen ... also wirklich NUR Testaufnahmen ohne künstlerischen Anspruch!

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Nun .... das'schonn'nen TESSAR .... ! 😂 😊
Die Kamera wurde damals mit verschiedenen Objektiven angeboten ... auch mit einem unvergüteten 3,5er Tessar ...
wahrscheinlich auch noch mit anderen günstigeren Objektiven! Das 2,8er "T" war die TOP-Motorisierung

FAZIT:

Die Kamera erfordert KONZENTRATION! Oben sieht man, dass ich keinen Fehler gemacht habe ... keine
Fehlbelichtungen und keine versehentlichen Doppelbelichtungen. Fehlfokussierungen habe ich zwar nicht,
wohl aber Verwackelungen ... es war einfach stockfinster und teilweise lag ich da wohl unterhalb der
Verwackelungsgrenze. Man kann die kleine Kamera und ihren sehr "gefühllosen" LINKS-Auslöser leider nicht so
SICHER mit einer 1/25s halten, wie eine griffigere CANON FD (oder ähnlich schöne Sachen!)

Wer aber SPAß an nostalgischer Photographie hat und sich mit der "schwierigen" Bedienung der Kamera
anfreunden kann (will), der hat da eine wirklich schönes SUPERKLEINES Spielzeug an der Hand.

Solche Kameras ziehen immer neugierige Blicke auf sich, sind IMMER Ansatz für nette Photo-Gespräche
und VIELLEICHT auch TRIGGER für NOCH JEMANDEN, der sich (die sich) in die klassische Film-Photographie
noch verlieben wird ......🥰

Grüße und rettet Film😊

Klaus

NCHTRAG!!!

Hinzugekommen ist gerade die Beltica II (ab 1952), die ich hier mal noch hinzunehmen möchte!

(HIER MODELL 1955 mit GEHÄUSE-INTEGRALSUCHER) 1952 -1954 hatte die Beltica II noch einen
Aufklappsucher.)

Bild - 45.jpg

Die Beltica II (LINKS!) löst die Vorgängerin (ab 1952) ab und kommt mit einem neuen Gehäuse und
verbesserter Technik an den Start.

Auch hier die TOP-Version mit dem CZJ 50mm /F: 2,8 TESSAR.

Ferner war die Kamera auch mit einem

-CZJ 50mm / F:3,5 Tessar
-Trioplan 50mm / F:2,9
-Meritar 50mm / F: 2,9


.....günstiger zu haben.

Das neue Modell klappt jetzt nach unten (nicht mehr zur Seite), hat einen integralen Gehäusesucher
(ebenfalls mit Parallaxenkorrektur), hat Rechtsauslösung und Doppelbelichtungssperre.
Ferner gibt es jetzt ein automatisch rückstellendes Bildzählwerk und der Filmtransport
wechselte auf die obere rechte Kameraschulter.

Bild - 43.jpg

Die Gehäuserückwand ist ab 1952 nicht mehr gelenkig angeschlagen, sondern komplett abnehmbar,
ein Feature, dass an Praktica-Kameras bis 1964 erinnert. Wieder können KEINE morschen Lichtdichtungen
den Spaß bremsen, denn es gibt immer noch keine ... auch diese Beltica hat eine umlaufende Lichtfalle, die
auf Lichtdichtungen verzichten kann.
Die Kamera kam KOMPLETT in ihrer schönen 1a erhaltenen Ledertasche zu mir ... im Grunde in
gutem Zustand ... auf den ersten Blick!

Bild - 34.jpg

Fungus in Innreren der 50mm Tessar Optik ... befallen waren zwei Linsenoberflächen des bekannt
scharfen Vierlinsers.
Das sind absolut typische "Keller-Schäden", die regelmäßig dann auftreten, wenn Photosachen
in luftfeuchten Kellerräumen dem TODE geweiht sind. BITTE IMMER WARM UND TROCKEN
ABLEGEN!!!


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ERLEDIGT!

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Bild - 40.jpg

Erfreulicherweise nur leichter Pilzbefall, der sich dadurch beheben ließ, dass man beide Oberflächen
eine halbe Stunde lang in Isopropanol (immer wieder befeuchten!) badet und dann mit einem Wattestäbchen
bei geringem Andruck kreisend bewegend poliert.
Hier hat sogar die Vergütung überlebt ... aber auch dann, wenn sie (bei starkem Befall) nicht mehr zu retten ist,
ist das natürlich viel viel besser, als den Pilz zu dulden! Verpilzte Objektive performen nie gut ....logisch!
Ferner hatte der Filmtransportstop "Ladehemmung" ... kein Schaden ... nur Schmierungsmangel ... läuft
alles wieder, wie geschmiert!


Auch der Zentralverschluss ......

Bild - 46.jpg

... hier ein Vebur (kein CLUDOR, wie beim Vormodell) wäre (so wie er kam) nicht mehr brauchbar gewesen
Bitte oben vergleichen ... ich hab's genau so gemacht!

(Ich habe mehrere Beltica II gefunden, die auch noch den älteren CLUDOR Zentralverschluss haben!)

Messwerte VEBUR nach der CLA:

Bild - 47.jpg

Das Ergebnis ist wieder KLASSE .... (Ausnahme die schnellste Zeit (hier 1/250s)) liegen wieder alle
Messwerte innerhalb der allgemein üblichen 1/3-STOP Toleranz.
Für die 1/250s gilt exakt das, was ich oben für den CLUDOR Verschluss schreibe .... ich sage mal einfach, dass
das so auch noch "drin" ist, weil ich bei den kurzen Zeiten mit meiner einfachen (bezahlbaren) Messtechnik
regelmäßig zu lange Zeiten "messe", keineswegs MERKLICH überbelichtete Negative aber nahelegen, dass da
kein "Problem" besteht.
Die Wahrheit liegt sicher irgendwo in der Mitte ... natürlich wird auch dieser Zentralverschluss mit 73 Jahre
alten Federn vorgespannt .... alles GUT!

Klasse 1 Exportprodukt der DDR!

Bild - 42.jpg

Dieses LOGO stand für "erste Klasse Exportqualität" der damals noch jungen DDR und wurde jahrzehntelang auf
Photoprodukte aus Ostdeutschland graviert ... hatte verdiente Weltanerkennung ... ich glaube in KEINEM anderen
Bereich hat man in der DDR damals wirkliche Welt-Spitzenqualität so lange halten können, wie in der Phototechnik.

Bild - 41.jpg

So steht sie jetzt wieder da und wartet auf ihren Einsatz .... Balgen ist geprüft und lichtdicht, Unendlichfokus
ist geprüft und stimmt!

MODELLVIELFALT:

Es gibt eine weitere Variante der Beltica II (1952-1954), die ich leider nicht besitze und nicht zeigen kann. Diese
Kamera hat keinen Gehäuse-Integralsucher, sondern einen schön gemachten Aufklappsucher.

OZ 75 besitzt die Variante mit Klappsucher ... ich frage ihn mal, ob er sie uns hier auch noch zeigt....
der macht das bestimmt! 😊



Grüße und rettet Film

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #2
Danke, Klaus, für die anregende Vorstellung 🙂.
Ein Tessar ist da schon eine Hausnummer. 💪 Da kannsch net meggere...
Besonders das Mauerwerk auf dem ersten Förderturm-Foto gefällt mir gut.

Die Beltica scheint einige Parallelen zur aufzuweisen, die ich vor Jahren mal als Erbstück verkauft habe. Wirklich eine sehr hübsche Westentaschenkamera. Wie du schon schreibst, sind beide wohl nicht wesentlich größer als eine Rollei 35.
Die Baldini hatte leichte Schwächen beim Sucher - der außerdem keinen Parallaxenausgleich hatte -, und auch dort war der Filmtransport samt Spannen eine merkwürdige Angelegenheit 😉. Ich bin mir ziemlich sicher, daß das Objektiv meiner Baldini - ein Baldanar 3,5/50 - optisch nicht ans Tessar deiner Beltica herangereicht hat.
 
  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #3
Danke, Klaus, für die anregende Vorstellung 🙂.
Ein Tessar ist da schon eine Hausnummer. 💪 Da kannsch net meggere...
Besonders das Mauerwerk auf dem ersten Förderturm-Foto gefällt mir gut.

Die Beltica scheint einige Parallelen zur aufzuweisen, (...)
Ja ... diese Parallelen werden im Netz auch mehreren Stellen aufgezeigt. Es gibt zur Beltica schon einige Alternativen!

In diese Richtung geht ja auch die KODAK Retina 1b:



...., die auch aus der Zeit und schon deutlich "moderner", bzw. besser ausgestattet war. Da sind Filmtransport und Verschlussaufzug schon gekoppelt, Doppelbelichtungssicherheit eingebaut und das XENAR von Schneider-Kreuznach ist im Grunde auch eben die gleiche Tessar-Vierlinsen-Bauweise .... sehr schön "chaaaf"😅🤣

Es gibt schon wirklich schöne alte Sachen ... ist eine Freude damit zu "machen".....😊

Grüße und viel Spaß😊

Klaus
 
  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #4
Hallo Klaus, ich habe hier noch die Beltica von meinem Vati mit einem E. Ludwig Meritar.
Für Linkshänder löst der Auslöser schon Glücksgefühle aus.
Allgemein werden wir von der Kameraindustrie nicht gerade verwöhnt.
 
  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #5
Tja, was dem einen Freud, ist dem anderen Leid. Aber es ist wohl tatsächlich so, dass Kameras mit Auslöser links selten sind. Ich kenne da nur die Kiev 6C (Vorläufer der Kiev 66).
 
  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #6
Hallo zusammen,

meine (ehrlich sehr geschätzte) Zeiss Super Ikonta 531 A hat LEIDER auch Linksauslösung!



Ist eine tolle Kamera ... trotzdem ISSES MIST .... erfordert Konzentration und Umstellung ....

Und da fällt mir gerade auch noch meie EXA 1b ein .... auch 'son linkes Ding...🤣

Ich habe gerade eine BELTICA II (ab 1952) "geschossen" 🤣 ....natürlich auch mit dem Tessar2,8 (T).
Die hat dann Rechtsauslösung und auch Doppelbelichtungssperre ... ist auch sehr hübsch.....😊

Wenn sie funktioniert, hänge ich die hier noch 'dran.....😊

Grüße und viel Spaß😊

Klaus
 
  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #7
... und die heute viel zu wenig bekannte Mutter der Exa - die Exakta 😍

Varex VX mit Travenar 90 mm.jpg
 
  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #8
... und die heute viel zu wenig bekannte Mutter der Exa - die Exakta 😍

Anhang anzeigen 195369
Ein wundevolles Schmuckstück .... ich hätte LÄNGST eine .... wenn nur damit nicht das X-te "Kameraystem" verbunden wäre ....(HEUL!) 😊

Das EXA-Bajonett ist heute überhaupt kein Problem ... da gibt es tolle und sehr günstige Objektive ... aber ich muss den eigenen
Wahnsinn ja irgendwie begrenzen ... ich kann nicht auch noch EXA-Objektive sammeln ....
Das EXA Bajonett hat einen zweiten "MAGNETEN", der mich immer wieder "schwächeln" lässt .... es wäre die Brücke zu
Topcon .... eine interessante Spiegelreflex, die ebenfalls das EXA-Bajonett nutzt.......aber ...... die (nicht vorhandene) Vernunft
bremst da einfach die ACTION...... 🤣

Meine EXA-1b ....



.... hat den "Vorteil (also für mich!), dass das "b" für M42-Kameraanschluss steht ... die nimmt dann M42-Optik.

Oben sieht man bei der schönen VAREX gut, was man sich bei deren Linksauslösung sinnvolles "gedacht" hatte ... man betätigt so quasi nämlich Verschlussauslösung und Springblende MOST EASILY gleichzeitig über den selben Knoppes an der Objektivperipherie.
Soweit so intelligent .... nur eben leider LINKS ....
Klar ... man gewöhnt sich daran, wenn man die Kamera mag .... das geht genau so ... nur mein antrainierter Automatismus ... Rechts auslösen und mit Links fokussieren ... der geht so natürlich STEIL!🤣

Mir fällt da gerade auch noch meine MAMIYA-Press 6x9 ein, die eigentlich auch Linksauslösung hat .....



.....was ich aber ändern konnte .... meine (inzwischen beiden) Gehäuse haben beide Rechtsauslösung .... der Umbau war es mir einfach wert ... ist für mich einfach eine Behinderung ansonsten.......😊

Grüße und viel Spaß😊

Klaus
 
  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #9
Hallo zusammen,

Hier auch die BELTICA II (Modell 1955) .... Bericht als Nachtrag im Eingangspost OBEN! 😊

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Grüße und rettet Film!😊

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling Beitrag #10
TESTAUFNAHMEN BELCA-BELTICA II (MOIDELL 1955) 😊

Ich habe die Kamera ganz oben in Post 1 nachgereicht .... und beschrieben! 😊

Hallo zusammen,

natürlich ist es KEINE Überraschung, dass die Bildqualoität der BELTICA II KONGRUENT zur Beltica I (Modell 1950) ausfallen muss, da ja das Objektiv (hier die Spitzenverglasung Zeiss Jena tessar 50mm / F:2,8) die selbe ist.😊

Interessant vielleicht aber doch deswegen, weil die Optik (EINGANGSPOST) ja zerlegt und "entpilzt" werden musste ... Reparatur im Eingangspost gezeigt.

KURZ: Die Instandsetzug ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen, die optische Leistung überzeugt wieder, die Kamera ist jetzt wieder voll einsatzfähig (eine große Ehre für eine 70 Jahre alte Kamera ... finde ich!

Ich habe einen FOMAPAN 400 (ACTION) SW-Film belichtet ... und kann Folgendes zeigen:

#1

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#2

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#3

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#4

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#5

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#6

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#7



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#8

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#9

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#10

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#11

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#12

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#13

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#14

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#15

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#16

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#17

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#18

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#19

Bild - 19.jpg

FAZIT:

Eine winzige und interessante Kamera ... die Beltica .... BEIDE, die 1950er UR-Beltica, wie auch die später überarbeitete
Beltica II!

Soweit, so gelobt .... aber jetzt das ABER ..... 😊

So GELOBT und sympathisch mir ja solche "VEST POCKET" Kameras auch sind und so genial scharfe Aufnahmen sie (wenn mit
Spitzenoptik ausgestattet) sie ja nun wirklich abliefern .... sie können manches, aber eben NICHT alles .... die folgenden Nachteile
müssen genannt werden:

Kein Messsucher ... Entfernungen unterhalb von 250cm werden schwierig zu fokussieren, weil die Entfernung nur noch
geschätzt werden kann ... und das WIRD nicht genau .... ich kann gut schätzen, aber eben nicht auf 2cm genau, wie das mit einem 50mm Tessar für ein offenblendiges Portrait eben sein muss, wenn das Photo anschließend DER KNALLER werden soll!
Das Objektiv kann das .... die Kamera aber kann das NICHT!
Die Seitenachsensucher solcher VEST-POCKETS haben mäßige Genauigkeit und zudem auch noch mäßig genaue Parllaxenkontrolle
bei kleinen Motivabständen.
Man guckt eben doch immer "schräg" an der optischen Achse vorbei, was präzise Bildkomposition dann leider doch unmöglich macht.
Genaue Portraitphotographie oder perfekt ausgerichtete Architekturphotographie sind naturgemäße FREMDWORTE für solche Kameras ... völlig klar ... sonst wäre das Herumschleppen von schweren Systemkamerakomponenten ja UNSINN ...
ist es aber NICHT!😊

BRENNWEITE 50mm ......🤨🤨...

Nun könnte man sagen .... warum sooo viel Geld für eine "inzwischen hochbeliebte und vergleichsweise teure" Rollei 35 oder MINOX 35 bezahlen, wenn doch so eine kleine Beltica offensichtlich (ja Tessar bewaffnet) solch klasse Bilder abliefert .....????

Meine Antwort ..... Die Beltica ist hübscher und liefert mis SICHERHEIT genau so gut ab .... NUR .... Wenn schon eine einzige Festbrennweite???? ....DANN BITTE WENIGER!!!!🤣

Weniger ist wirklich mehr!!!

Die Rollei 35 ist mit 40mm Brennweite unterwegs und die MOINOX 35 (NOCH BESSER) mit nur 35mm.

Es ist wirklich so .... eine Vest Pocket mit einem leichten Weitwinkel kann IMHO einfach mehr, als eine solche mit einem 50mm
"Normalobjektiv".

Alle oben genannten Nachteile der Sucherproblematik relativieren sich (DEUTLICH) mit einer kürzeren Brennweite .... insofern bleibt
das "FLAIR" einer MINOX oder ROLLEI 35 unbenommen .... dennoch .... die Beltica macht Spaß ... ist ein Erlebnis .... eine
wundervolle Zeitreise in eine Pionierzeit der Reise-, Reportage- und Erlebnisphotographie, die zwar von der Barnack-Leica bestimmt wurde, von solchen Kameras aber erfolgreich mitbestimmt wurde und WIRD!

Grüße, viel Spaß uind rettet Film😊

Klaus
 
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Thema:

Belca Beltica (1950 und Modell 1952) Kameraportrait ...... Kleinbild-Winzling

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