Hallo zusammen,
das geht mit jeder alten analogen EOS ... muss ja, denn die Objektivsteuerung ist die selbe!
Wichtig ist, dass man beim Schlachten der Kamera den ganzen Spiegelkasten zerstörungsfrei isoliert. Die Kontaktplatte kann nur dann genutzt werden, wenn man Bajonett und Spiegelkasten als Einheit erhält. Das Kontaktband des Kontaktblockes muss an einer geeigneten Stelle abgetrennt oder abgelötet werden, so dass man es später gut mit einem Datenkabel verlöten kann.
Der Bau eines solchen Balgengerätes ist eine enorme Arbeit, die man nicht unterschätzen sollte. Das erfordert einiges feinmotorisches Geschick und auch Werkzeug ... ich hab's ja oben gezeigt.
Bei der Wahl des umzubauenden Balgengerätes muss man eine grundsätzliche Entscheidung treffen .... wo will man damit später hin?!
Für den Studioeinsatz / Stativeinsatz ist das stabile und große Balgengerät von Uwe sicher besser geeignet.
Will man damit freihand ins "Gemüse", dann ist ein zierliches Balgengerät, ohne Stativhalter (wie meines) die bessere Wahl. Da steht dann vor allem vorne nicht die Schiene über ... das kann nämlich in der Botanik so einige Makros mit geringem Motivabstand verhindern.
Eine wirkliche Alternative zu all dem Aufwand ist die Verwendung eines alten konventionellen Balgengerätes mit geeigneten alten manuellen Objektiven.
Begründung: Den AF kann man im Makro-Bereich generell vergessen. Fokussiert werden muss sowieso manuell.
Dass man mit einem Altbalgen auf die Springblendenfunktion verzichten muss, hat Vor- und Nachteile. Das bei Arbeitsblende dann abgedunkelte Sucherbild hat mich nie wirklich gestört und der Vorteil ist dann, dass man die Tiefenschärfe im Sucher auch sieht und einschätzen kann, was bei einem Offenblendbild so nicht möglich ist. Bis man sich dann nämlich bis zur Abblendtaste durchgetastet hat, ist die "Fliege" entweder weg oder komplett out of focus.
Grüße und schöne Photos
Klaus