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Ich habe heute endlich mal Gelegenheit gehabt (weil mal Wetter!), mal wieder einen Typ 120 Film durch meine 70 Jahre alte Voigtländer zu jagen. Sagenhafte 8 Aufnahmen gehen ja 6x9 auf einen solchen Film.
Er trocknet gerade .... mal gucken, wenn ich ihn heute noch getrocknet kriege, zige ich evtl. noch was.
entwickelt ist er jedenfalls ... hängt gerade am Haken.
Nun passt das nicht zu 100% in diesen Faden, weil ich ja wieder einen Farb-Negativfilm belichtet und entwickelt habe. KODAK Ektar 100.
Wir sind hier aber gerade so nett im Talk ....man möge mir die Ungenauigkeit einfach verzeihen .... ich stell' dann auch in SW ein .....
Grüße
Klaus
..... ich nochmal ....
Die C-41 Entwicklung bei 20 Grad Zimmertemperatur ist wirklich gar kein Problem. Dass das insgesamt 'ne knappe Stunde dauert hört sich wie ein Nachteil an .... ich denke da anders.
Die langen Prozesszeiten bringen Entspannung in die Photochemie-Panscherei. Da kommt es dann nämlich nicht mehr auf wenige Sekunden an, man kann sehr entspannt und ruhig vor sich hin machen.
Ich find's immer noch toll, dass das inzwischen so einfach geworden ist.
Es bleibt auch genug Zeit, nach jedem Bad ordentlich zwischenzuwässern ... so verpanscht man sich die Chemikalien nicht.
Wie es chemisch möglich ist, das STOPPEN und BLEICHEN in einem Schritt zu machen interessiert mich wirklich ... Fakt ist, dass es prima funktioniert.
Grüße und schöne Photos
Klaus
ALTER FALTER
.... Voigtländer Bessa 1 (anno 1949).
Die Kamera taugt ganz offensichtlich. Heute würde man sie als spartanisch ausgestattet betrachten, damals hatte sie praktisch allen Luxus, der in dieser Faltkamera-Klasse möglich war.
Keine Elektronik vorhanden ... kein eingebauter Belichtungsmesser ... das kam erst später.
Dafür ausgefeilte Präzisions-Feinstmechanik (made in Germany ... schon vier Jahre nach Kriegsende)
Kein integrierter Entfernungsmesser ... man braucht ihn IMHO ... ich kann für die geringe Tiefenschärfe einer 6x9er nicht genau genug schätzen ..... Es gab/gibt einen aufgesetzten sog. Mischbild-Entfernungsmesser ... kostet bald mehr als die Kamera .... sollte IMHO sein.
Das 105mm/f:4,5 VASKAR Objektiv gehört zu den schärfsten seiner Zeit ... wobei es für die 1949er Voigtländer Bessa I auch noch ein F:3,5 gab .... ob es besser oder schwächer ist, kann ich leider nicht herausfinden ... es gibt leider nicht sehr viel Material über so alte Sachen.
Meine Bessa hat nicht nur das zweit-"beste" Objektiv der Serie, sondern auch den zweit-"besten" Zentralverschluss.
Der Prontor-S kann Zeiten von 1/250s bis 1s (mehr als 1s ist mit einem Drahtauslöser und einer Stoppuhr (oder Zählmethode) sowieso kein Problem.
Der "Compur Rapid" Verschluss (sehr selten und noch seltener funktionstüchtig) kann eine 1/400s oder sogar eine 1/500s auslösen.
Beide, Prontor-S und Compur-Rapid haben jeweils Selbstauslöser .... KEINE Selbstverständlichkeit damals.
Die Alte Voigtländer Bessa hat eine sog. Doppelbelichtungssicherung!!
Wer sich vielleicht einmal für so eine historische Faltkamera im Mittrelformat interessiert, sollte auf dieses Feature DRINGEND achten!!!
Die Bedienung einer solchen Kiste ist ja sowieso schon sehr kompliziert und erfordert für heutige Maßstäbe enorme Konzentration .... Film ist ja teuer!
Der Filmtransport ist bei den FALTERN grundsätzlich NICHT automatisch, sondern manuell.
Der Film wird so weit vorgespult, bis die Zahl des jeweils neuen (unbelichteten) Filmfensters in einem Schaufenster zu sehen ist. Man muss aufpassen! Zurückspulen geht NICHT! Wer zu weit transportiert, hat eine Aufnahme verpasst!
Das aber ist halb so wild .... man gewöhnt sich schnell daran.
Bei Kameras OHNE Doppelbelichtungssicherung, muss man genau wissen, ob man schon transportiert hat, oder noch transportieren muss!! Das ist MIST, weil man sich da schnell vertun kann.
Kameras mit Doppelbelichtungssicherung lösen nicht aus, wenn noch nicht transportiert wurde ... die Bessa zeigt das sogar mit einer Anzeige an, ob noch transportiert werden muss, oder schon transportiert wurde ... ein kleiner Luxus, den ich sehr wichtig finde.
Zur Belichtungsmessung empfehle ich einen Handbelichtungsmesser!
Ich habe eine GOSSEN Sixtomat aus dieser Zeit. Der Sixtomat ist ein sehr genauer und zur Kamera passender Belichtungsmesser .... wenn schon RETRO, dann doch auch richtig.
Man kann die Belichtung auch mit einer Smartphone-APP messen ... LIGHT-METER-FREE z.B.
Dabei ist aber zu beachten, dass das Dingen nur dann genau ist, wenn man das Dings kalibriert .... z.B. mit einer Digitalkamera abgleicht und einen Korrekturwert einstellt. Passt es einfach so, dann ist das Zufall!
Stilecht ISSES natürlich nicht ....Uraltknipse und dann mit Handy das Licht messen?! JANÖÖ!
Grüße und schöne RETRO PHOTOS
Klaus
Irgendwie schon faszinierend!
Sind diese Aufmnahmen wirklich von HEUTE?? Die könnten irgendwie auch 70 Jahre alt sein?!
Voigtländer Bessa 1 6x9 auf KODAK EKTAR 100 Color:
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Grüße und schöne Photos
Klaus

Gerne Klaus.
Keiner will ihn haben, da muß ich doch irgendwann selber dran. Ich nehm mir das für dieses Frühjahr fest vor.... ich muß dann nur wieder üben, wie man den Film einlegt![]()
Hallo Gehrad,
danke für das Interesse!
Du meinst natürlich diese schöne Seite ... klar, dass ich die kenne:
Monatsbild
Zitat: (.....) das Vaskar ist ein farbtüchtiges Objektiv. "
Ich kann's nicht anders sagen .... Farbe ist kein Problem damit:
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Kodak Negativfilme sind ja meistens etwas rotlastig ... klar .... könnte ich digital natürlich abregeln. Hier passt's aber.
Auch hier sieht man's schön .... Farbe ist mit dem Vaskar 105mm/4,5.
Der Zufall wollte es, dass mich gerade mein Uralter HP-Flachbett Scanner "verlassen" hat.
Was lag da näher, als eine neuen zu bestellen, der auch Negative kann ... natürlich dann auch Mittelformat.
Ich hoffe, dass heute Abend noch ein EPSON V600 Photo hier eintrudelt ... mal sehen, was damit geht ... das Dingen wird ja im Netz sehr gelobt.
Grüße und schöne Photos
Klaus
P.S. Man kann (meinen Recherchen nach) bei fast allen Nachkriegs-Kameras annehmen, dass deren Objektive farbfilmtauglich sind.
Bei Vorkriegs-Modellen ist das fraglich, aber auch nicht ausgeschlossen. Die ersten Farbnegativ 120er Filme gab es SPÄTESTENS ab 1934 ... wahrscheinlich sogar noch früher.
P.S.2. Ich hatte Herrn Schöbel übrigens letzte Woche mal angeschrieben und zu uns ins Forum eingeladen .... leider bisher keine Antwort.![]()


