AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait

Diskutiere AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait im Analoge Fotografie Forum Forum im Bereich FOTOGRAFIE FORUM; Hallo zusammen, ich habe das "Problem" (festgegangener Fokusgang) ja nun ausgiebig "ergründet" und ich darf immer noch sagen, dass meine Methode...
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #21
Hallo zusammen,

ich habe das "Problem" (festgegangener Fokusgang) ja nun ausgiebig "ergründet" und ich darf immer noch sagen, dass meine Methode mit den ZWEI "Lens Wrenches", die IMHO wirklich einzig erfolgversprechende und die SCHONENDSTE Methode ist, um so eine alte AGFA mit größter Sicherheit zu retten. Jede radilale Krafteinwirkung (Stichwort Zange) wird die AGFA leider fast schon mit Sicherheit zerstören.
Wirklich!😊
Das Anschleifen der kleinen GRIP-Kerben als Ansatz für die Spezialwerkzeuge ist die minimalinvasive, schonenste und imho einzige
Option, wenn das "MISTFETT" den Fokusgang festkorrodiert hat!😞

Lösungsmittel! GEDULD! Wärme und dann wie gezeigt vorgehen .... dann hat die AGFA eine Chance!

Zum definierten Aufwärmen (70 Grad!) nehme ich inzwischen eine Heißluftfriteuse. Ein Haarfön geht auch, ist aber nicht so präzise zu temperieren.

GEDULD ist das Alllerwichtigsrte, um die schönen Kameras zu retten .... bitte KEINE Hast ... das kann tödlich sein!

Grüße und viel Erfolg😊

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #22
Hallo zusammen ,mein schneller Tip zu verharzten Agfa Entfernungs Ringen:Kontak Entfetter Spray ca 5mm in eine kleine Creme Dose schütten , die Kamera senkrecht mit der Frontlinse über Nacht in die Dose stellen, durch Kappilar Wirkung löst sich das Harz in den Gewindegängen, es dringt auch nichts zum Verschluss vor.Das Harz lässt sich eben durch Öle nicht lösen.Der Erfolg war verblüffend!, Viel Spaß, Heinz
Hallo und JEIN!

Wenn das Fokusgewinde RICHTIG vergammelt ist .....und ich weiß, was "richtig" bedeutet .... dann geht das so leider nicht mehr ... dann braucht es Wärme, die ungut für den Zentralverschluss ist und nur bei ausgebauter Einheit anwendbar ist.
Sobald das Feingewinde der Frontlinseneinheit losgerissen ist (Standardfall) geht das leider sowieso nicht mehr auf diese Weise,
weil man so gar kein Drehmoment mehr auf das Fokusgewinde ausüben kann.

Ich sage mal VORSICHTIG .... nachdem ich mich mit einigen Kameras und diesem AGFA Problem befasst habe...., dass die
Kameras dankbar sind, wenn Ihr das mal nach meiner Methode angeht .... zwei solcher "Lens Wrenches" und ein Dremel-Trennscheiben-Tool muss es Euch wert sein, wenn Ihr die Kameras SAFE retten wollt .... eine lohnende Investition .... nicht nur dafür!

Grüße😊

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #23
Hallo zusammen , ist ja ok , jeder machts wie er es gut findet , eine Lösung im wahrsten Sinne ist eben Kontakt Spary Entfetter 65,
wer will kann es ja gerne ausprobieren , mit Öllösung bleibt ein Wattestäbchen farblos , mit diesem Spray wird es dunkel blau / grün ,
d.h. es löst wirklich diese Verharzung .

Grüße und viel Erfolg !
Heinz
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #24
Hallo Heinz,

ich bin ja dankbar für JEDE Alternative Idee in der Sache und ich wäre NICHT sooo BESTIMMT und nachdrücklich an dieser Stelle, wenn ich nicht wirklich VIELE dieser AGFA-Kameras hier auf dem Tisch gehabt hätte!!! 😊

Es gibt LEICHTE Fälle ..... so wie diesen hier!


LEIDER ist das OFT so aber NICHT möglich! Du kannst Dir vielleicht gar nicht vorstellen, wie stark die Fokussierung so einer AGFA korrodiert sein kann! Da ist dann nix mehr mit Diffusion und Kapillarwirkung.
Nochmal ... in aller Regel reißt sich beim kräftigeren Drehen an der Fokussierung das Feingewinde der Frontlinsengruppe ja schon los!
Die Kameras kommen so dann rein!😞
Wie willst Du dann noch das betroffene Gewinde mit Drehmoment beaufschlagen?? 😊 Du hast keine andere Chance, wenn das wie
oben beschrieben fest sitzt! Da geht KEINE Löseflüssigkeit mehr durch! Ich habe das alles probiert!

Wenn das so, wie Du schreibst noch möglich ist, dann Glückwunsch .... aber sobald sich die Frontlinseneinheit schon losgerissen hat, geht es IMHO nur noch so, wie ich es oben zeige ......😊

Grüße😊

Klaus
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #25
HIER:



Bei dieser ISOLETTE-3 mit wundervollem SOLINAR Objektiv (eine TESSAR-Rechnung) hatte ich eben das Problem mal wieder auch!
Ich habe "Stunden" gebraucht ... trotz meines "Tricks" um da den Fokusgang wieder lösen zu können .... das kann wirklich
HAMMERHART festsitzen ...... Lösemttel, Wärme und ein Lösemoment, wie beschrieben ... dann kann klappt das auch in "harten" Fällen.....😊

Grüße und vieol Erfolg😊

Klaus
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #26
Lieber Klaus ,
Du unterschätzt mich leider , ich habe alles schon hinter mir : Backofen , Rohrzange , Öl , ich bin in diese Forum eingestiegen , um anderen Interessierten einen Kick zu geben , auch mal anders an die Sache ranzugehen . Ich war ja selbst baff , dass sich die zuvor
unlösbare Verbindung auf dies Art ohne jede mechanische Trickserei öffnen lies . Ich selbst bin immer dankbar wenn plötzlich von
Aussen eine Anregung kommt , die dann auch noch hilft ..... was will man mehr ,

Grüße , Heinz
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #27
Klasse!!

Wir wissen dann tatsächlich BEIDE, dass ROHRZANGE der ganz falsche Ansatz ist.🤣

Und nein! Ich unterschätze keine interessierten Mitdenker und Helfer! Ich lobe und schätze Dich (wenigbekannterweise)
ausdrücklich und ich danke Dir NOCHMAL für Deinen Beitrag.

Wir wollen doch BEIDE, dass möglichst viele dieser wirklich guten und erhaltenswerten Kameras überleben dürfen!
Da hilft KNOW HOW .... dazu tragen wir beide an dieser Stelle bei ..... as said .... es gibt leichte Fälle und leider viele sehr schwere
Fälle .... wer geschickte Hände hat und sich gut informiert, hat eine reelle Chance und dafür schreiben wir hier beide ......😊

Grüße und RETTET FILM🤣

Klaus
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #28
.... schätzungsweise ist es so, dass sich "leichte Fälle" ergeben, wenn die Kamera einfach bei normaler Luftfeuchte jahrzehntelang gelegen hat .... dann gehen vergleichsweise einfache Lösungen des Problems. 😊
Wenn die Kamera aber mal auf Naheinstellung fokussiert war und dann der Fokusgang feucht auf unendlich "eingeschraubt"
wurde, dann nahm die Katastrophe ihren Lauf. Wenn in Verbindung mit diesem ungeeigneten schon selber korrosiven Fett
auch noch Feuchtigkeit eingeschleppt wurde (und da reichte wohl schon Kondensat), dann wurde daraus ein "schwerer Fall".
So wie sich mir die später gelösten Gewinde darstellten, hat das mit Verharzung nichts mehr zu tun ... das sieht nach elektrochemischer Korrosion aus.
Ich schätze leider festsitzende Fokussierungen bei AGFA Kameras der 50er und 60er Jahre auf bis zu 50 % aller Kameras ....
sehr schade, denn das sind zum großen Teil sehr gute und erhaltenswerte Kameras .... gerade die Mittelformat Falter.

Grüße und rettet Film😊

Klaus
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #29
Lieber Klaus, danke für den Hinweis auf totale Korrosion , das ist was für Chemiker, (Spannungsreihe..derElemente), sagen wir mal so: Ich weiss nicht wie schlimm der Fall ist, aber ich bin froh wenn er nicht bei den 50 % hoffnungslosen liegt, was ich ja nicht voraussehen kann , und freue mich wenn das Gewinde so aufgeht.Ich fand einen Chemiker Thread der erklären konnte, das das blaue "Zeug" mit Öl nicht zu lösen ist aufgrund der Zusammensetzung, Kontakt 65 tut es jedenfalls, also ist der Tip für viele eventuell eine Hilfe, dieses Spray steht bei mir stets parat und jeder müde Verschluss erholt sich..
Also: gönne Dir mal ein Solches Spray, sprühen würde ich es nicht
 
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  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #30
Lieber Klaus, danke für den Hinweis auf totale Korrosion , das ist was für Chemiker, (Spannungsreihe..derElemente), sagen wir mal so: Ich weiss nicht wie schlimm der Fall ist, aber ich bin froh wenn er nicht bei den 50 % hoffnungslosen liegt, was ich ja nicht voraussehen kann , und freue mich wenn das Gewinde so aufgeht.Ich fand einen Chemiker Thread der erklären konnte, das das blaue "Zeug" mit Öl nicht zu lösen ist aufgrund der Zusammensetzung, Kontakt 65 tut es jedenfalls, also ist der Tip für viele eventuell eine Hilfe, dieses Spray steht bei mir stets parat und jeder müde Verschluss erholt sich..
Also: gönne Dir mal ein Solches Spray, sprühen würde ich es nicht
WOW! Ich sehe SCHÖNE AGFAS ..... habe ich alle auch .... besonders die AGFA RECORD III und die SILETTE III sind klasse ......



Viel Spaß damit und unbedingt aucch schöne Photos damit!

Grüße und rettet Film 😊

Klaus
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #31
Die Verwendung von GELB- / ORANGE- / und ROT-Filtern dient(e) in der SW-Photographie dazu,
bei der Verwendung von panchromatischen SW-Filmen die Himmelszeichnung zu betonen.

Faustregel: Gelb Filter = eine Blende +Korrektur
Orange Filter = zwei Blenden + Korrektur
Rot Filter = drei Blenden + Korrektur

Sinnfrage:

Es kommt HEUTE darauf an, was mit den SW-NEGATIVEN einer 6x9 Faltkamera im weiteren passieren soll????

Schließt sich eine Hybridbearbeitung an (Scannen und digitale Weiterbearbeitrung), dann würde ich die Nachteile (Lichtverlusst) dieser Filter NICHT inkauf nehmen und den Himmel im POST-Processing digital nachzeichnen.

Soll das NEGATIV aber klassisch ausbelichtet werden, dann bieten sich diese klassischen Filterstrategien nach wie vor an.

In der SW-Landschaftsphotographie kann graduell über GELB / ORANGE / ROT der Himmel nachgezeichnet "betont" werden.

Grüße, schöne Photos und rettet Film

Klaus

P.S. Für die AGFA-Record gibt es solche Aufsteckfilter ....
Hallo Klaus, ich bin ein neuer hier - wie schön, dass es einen Fachmann für AGFA hier gibt. Mein Neuzugang ist eine Record 3 mit Solinar. Ich hatte schon zwei Vorgänger, bei denen der Fokus fest war oder schon mit Gewalt übergedreht war. Bei der jetzigen ist der Fokus zwar recht schwergängig, aber in Ordnung. Dafür ist die Optik des Meßsuchers deutlich schlechter als bei den beiden anderen. Hier Linien deckungsgleich einzustellen, ist schon deutlich schwieriger. Das Thema Filter interessiert mich besonders. Wo gibt es diese Aufsteckfilter? AGFA schreibt in seiner Original-Bedienungsanleitung "Fassung 37 mm" Das ist aber nicht das Schraubgewinde. Herzliche Grüße und Danke für alle Tipps. Andreas
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #32
....nach "Aufsteckfilter" googlen und hoffen, dass es ein Angebot gibt.😊
Viel Erfolg!
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #33
Hallo Klaus, ich bin ein neuer hier - wie schön, dass es einen Fachmann für AGFA hier gibt. Mein Neuzugang ist eine Record 3 mit Solinar. Ich hatte schon zwei Vorgänger, bei denen der Fokus fest war oder schon mit Gewalt übergedreht war. Bei der jetzigen ist der Fokus zwar recht schwergängig, aber in Ordnung. Dafür ist die Optik des Meßsuchers deutlich schlechter als bei den beiden anderen. Hier Linien deckungsgleich einzustellen, ist schon deutlich schwieriger. Das Thema Filter interessiert mich besonders. Wo gibt es diese Aufsteckfilter? AGFA schreibt in seiner Original-Bedienungsanleitung "Fassung 37 mm" Das ist aber nicht das Schraubgewinde. Herzliche Grüße und Danke für alle Tipps. Andreas
Natürlich ist es möglich, aus mehreren Kameras eine "optimale" zu bauen! Das Problem ist weniger der Umbau eines optimalen Objektives in ein optimales Messsuchergehäuse sondern die anschließend IMMER erforderliche Fokus-Kalibrierung.
Wie das grundsätzlich geht, schreibe ich ja....Wenn das technische Verständnis, das handwerkliche Geschick, Werkzeuge und Messzeuge da sind, dann ist das sehr wohl möglich und kein Hexenwerk!
Ein schwergängiger Fokusgang ist viel besser, als ein festgegangener, erfordert aber ebenfalls ACTION, sonst geht er bald fest!
Auch dafür ist dann aber eine Unendlichfokus-Kontrolle zwingend notwendig, wenn das Solinar wie Solinar abliefern soll.😊
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #34
Hallo, ich hatte vor einigen Wochen eine Billy record I und eine II erworben. Ich gehe davon aus, dass es Nachkriegsobjekte sind, trotz "billy".

Nun meine Probleme:

1. Die Entfernungseinstellungen sind schwergängig, aber laufen. Wie mache ich diese leichtgängig?
2. Die Rückwand von dem II lässt sich nicht öffnen. Offensichtlich kriegte der Verkäufer diese auch nicht so ohne weiteres auf, weil die "Belederung" zu erkennen gibt, dass er versuchte zu hebeln.

Noch eine Frage am Schluss: Kann man mit der Agnar 3.5 oder Steinheil 3.5 Farbfotos machen, oder wird es matschig ?
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #35
Hallo, ich hatte vor einigen Wochen eine Billy record I und eine II erworben. Ich gehe davon aus, dass es Nachkriegsobjekte sind, trotz "billy".

Nun meine Probleme:

1. Die Entfernungseinstellungen sind schwergängig, aber laufen. Wie mache ich diese leichtgängig?
2. Die Rückwand von dem II lässt sich nicht öffnen. Offensichtlich kriegte der Verkäufer diese auch nicht so ohne weiteres auf, weil die "Belederung" zu erkennen gibt, dass er versuchte zu hebeln.

Noch eine Frage am Schluss: Kann man mit der Agnar 3.5 oder Steinheil 3.5 Farbfotos machen, oder wird es matschig ?
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #36
Hallo, ich hatte vor einigen Wochen eine Billy record I und eine II erworben. Ich gehe davon aus, dass es Nachkriegsobjekte sind, trotz "billy".

Nun meine Probleme:

1. Die Entfernungseinstellungen sind schwergängig, aber laufen. Wie mache ich diese leichtgängig?
2. Die Rückwand von dem II lässt sich nicht öffnen. Offensichtlich kriegte der Verkäufer diese auch nicht so ohne weiteres auf, weil die "Belederung" zu erkennen gibt, dass er versuchte zu hebeln.

Noch eine Frage am Schluss: Kann man mit der Agnar 3.5 oder Steinheil 3.5 Farbfotos machen, oder wird es matschig ?
Hallo Reinhard .... zunächst einmal mein herzliches Willkommen im Forum. Viel Spaß mit und und bei uns!

Zu 1)

Ich zeige in meinem Eingangspost ja sehr genau, wo dieses "Standardproblem" praktisch aller AGFA-Record zu verorten ist, und
wie LEIDER aufwendig es ist, solche festgegangenen Fokussierungen zu lösen bzw. "zerstörungsfrei" zu retten!
Mit entsprechenden Kenntnissen und Werkzeugen GEHT DAS IMMER .... ein weiteres Problem ist dann das Neueinmessen (Neukalibrieren) des Unendlichfokus' der Kameras ... auch wie DAS DANN mit vertretbarem Hobbyaufwand und ohne Kosten
zu machen ist, erkläre und zeige ich an mehreren Stellen im Forum.😊

Du hast es einfacher, weil sich die Fokussierung ja noch bewegen lässt ... Du musst aber handeln, bevor es dafür zu spät wird ... wie
bei vielen meiner RCORD-Modelle.

- Fokussierung auf unendlich stellen und ein MACRO-Photo machen, wie dann GENAU die Gravur der Optik steht! Dafür Aufnahmekamera (HANDY!) und RECORD-Optik genau auf 12-Uhr ausrichten!!!! Das hilft Dir, OHNE Einmessung, später den unendlich-Fokus wiederzufinden!!!
-12 Uhr mit einer Reißnadel auf der Frontlinsengruppe an unauffälliger Stelle anreißen! Noch ein Sicherungsphoto machen!
-Den äußeren Stellring mit einem Mikro-Schraubendreher lösen (drei feine Madenschrauben!) und abnehmen!
-Jetzt die Frontlinse gegen die Uhr herausdrehen (wenn sehr schwergängig, dann eine gepolsterte Zange mit viel Gefühl
zur Hilfe nehmen!
-Umdrehungen bis zum Gewindeausgang mitzählen (zur späteren Rejustage!) (notieren!)
-Beide Gewindegänge (innen, wie außen) mit Lösungsmittel (ISOPROP z.B.) reinigen und neu einfetten ... mit einem modernen
Synthetikfett ... es gibt da kaum noch solchen MIST, wie AGFA damals verkleisterte ... alles ist besser!
Frontlinsenbaugruppe wieder einschrauben (Umdrehungen, wie gezählt) und genau auf 12 Uhr stellen!
Stellring wieder aufsetzen (ebenfalls 12 Uhr gegen den Unendlichanschlag!), 12 Uhr-Stellung beider Bauteile überprüfen und dann
die drei Madenschrauben wieder festziehen!
VORSICHT!!!! Nach fest kommt kaputt! Diese drei Schräubchen müssen mit äußerstem Feingefühl festgeshraubt werden .... von "KRAFT" wage ich da nicht zu reden ... aber von GEFÜHL dafür!!!

Zu 2) Keine Ahnung, was Du da meinst ... da muss ich was sehen! Bitte Photos dazu!

Objektive: Die Record wurde mit mindestens vier (1952er Modell) und zahlreichen früheren Objektiven geliefert.
Für die 1952er RECORD sind alle Objektive F:4,5 und sie taugen alle wirklich gut .... nicht nur das 4-linsige SOLINAR (wie oft falsch
behauptet wird!) .... Dein AGNAR ist eine durchaus scharfe, vergütete und hochwertige Optik!
Alle RECORD-Objektive sind für Farbfilm gut geeignet und vorgesehen!

Grüße und viel Erfolg (guten Rutsch ins neue Jahr!!)

Klaus
 
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  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #37
Danke für Deine Antwort. Dein Tutorial habe ich zur Kenntnis genommen. Allerdings nimmt dieses auf worst cases Bezug und da scheint es ja nur noch extreme Lösungen zu geben, die Du beschreibst und ich gerne vermeiden würde.

Ich bin zwar ein Technik-affiner Jurist und gehe in letzter Konsequenz tatsächlich an alles ran, was mit Hilfe von Tutorials machbar ist. Aber in diesem Fall würde ich nicht nur neues Terrain betreten, sondern müsste mir auch noch neues Werkzeug besorgen.

Die KI schlägt im übrigen vor, den Tubus mit einem Fön zu erwärmen, mit wenig Waschbenzin die Mechanik zu reinigen und im Anschluss maßvoll mit Graphit-Staub zu schmieren. Ich könnte mir vorstellen, den bis zum Anschlag herausgedrehten Tubus in diesen drei Schritten entsprechend zu behandeln, dabei durch wiederholtes Hineindrehen die Materialien an den Wirkungsort zu bringen. Wie stehst Du dazu ?

Wegen der hinteren Klappe habe ich Dir ein Bild angefügt. Die Klappe lässt sich mit Hilfe der Entriegelung nicht öffnen. Die Spuren auf der Klappe belegen, dass das Problem bekannt war (und mir verschwiegen würde). Ich werde mir später nochmal den Mechanismus an der Record I anschauen.

Was die Qualität der Bilder angeht, bin ich anspruchsvoll. Viele Farbbilder von Faltern im Internet sind in der Farbdarstellung einfach nur schrecklich. Sie wirken matschig und unscharf. Für mich hat die analoge Farbfotografie nur Sinn, wenn Schärfe, Kontrast und Farbe erfreulich sind. Irgendwie würde es auch keinen Sinn machen, wenn ich auf das teure 6x9 gehe und die Qualität stimmt nicht. Allerdings wird im Internet unter dem Begriff "lomography" auch viel Unesthetik als Kunst publiziert. Hast Du vielleicht eine URL zu Farbfotos von Agfas Records ?

Was mich wundert, dass Du das Agnar so wertschätzt. Ich habe irgendwo gelesen, es sei ein unverguetetes Triplet. Ich wäre froh, wenn es anders wäre, denn meine Record I ist in einem besseren Zustand als die Record II mit dem Steinheil 4.5 105mm Objektiv.

Liebe Grüße

Reinhard
 
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  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #38
Lieber Reinhard,

ich habe Dir doch dezidiert und kleinschrittig genau beschrieben, wie ich Deinem "leichten Fall" begegnen würde?!?
Weiter oben habe ich ferner schon andere Quellen referenziert, die "leichtere Fälle" angehen und "lösen" ... im doppelten
Wortsinne. Du erwartest jetzt aber bitte nicht, dass ich mit der "KI" in Konkurrenz trete .....🤣😂😅....

Was Du "Worst Case" nennst, ist leider nicht die erfreuliche Ausnahme, sondern die traurige Regel!

Leider hat AGFA das für den Schlamassel verantwortliche (offensichtlich zu Korrosion führende) Schmierfett nicht nur bei
den Modellen RECORD und ISOLETTE eingesetzt, sondern auch bei vielen Kleinbild-Modellen ... mit genau dem selben
"Erfolg" und bei gleichem meinerseitigem Lösungsansatz.

"Wegen der hinteren Klappe" hast Du ein Bild "angefügt"......????

Sorry ....kannst Du da selber irgendetwas erkennen??? Weiter unten sprichst Du von Deinen hohen Ansprüchen an die
Bildqualität klassischer 6x9 Photographie??? Wie kann Dir denn sowas genügen???😂

Was die BQ von Faltkameras betrifft??! Habe ich nicht GENAU HIER im Faden (EINGANGSPOST!), -den Du bestätigst, gelesen zu haben-, Schärfe und Auflösung eines TRIPLETS unter Beweis und Anschauung gestellt?!

HIER (Link folgend) vergleiche ich zwei 6x6 Faltkameras ziemlich aufwendig in Sachen BQ .... einen Vierlinser (Tessar-Typ) mit einem ebenfalls hochwertigen Triplet.... die Ergebnisse sprechen für sich!



HIER im Forum befinden sich ferner so zahlreiche technisch überzeugende Farbphotos von Faltkameras (nicht nur
von mir), dass ich jetzt ganz bestimmt keine externen Quellen suchen werde, die die Bildergebnisse von FÄHIGEN
Photograph(inn)en unter Beweis stellen, die auch hochwertig digitalisieren können müssen, damit die BQ der alten
Kameras überhaupt verifizierbar wird.

ZITAT Reinhard: "Viele Farbbilder von Faltern im Internet sind in der Farbdarstellung einfach nur schrecklich.
Sie wirken matschig und unscharf."

ZITAT KLAUS: "Alle RECORD-Objektive sind für Farbfilm gut geeignet und vorgesehen!"

ZITAT REINHARD: "Was mich wundert, dass Du das Agnar so wertschätzt. Ich habe irgendwo gelesen,
es sei ein unverguetetes Triplet."

ZITAT AGFA: Werksinfo!

Agfa Billy Record II Anastigmate.jpg

Ich schätze "andere Meinungen" sehr und immer dann, wenn Meinung möglich ist!
Dankbar bin ich immer dann, wenn ein sog. "Faktencheck" die Meinungsfreiheit einschränkt.😂

Zuvorletzt ein Hinweis für Dich als Juristen😊 ..... Was treibt eigentlich so eine "KI"?
Nun .... sie liest "irgendwo" im Internet, sammelt und bewertet Aussagen und MEINUNGEN .......

Und zuletzt noch eine Empfehlung ..... Einen (FARB)film kaufen, einlegen und mal gucken, ob der Klausi
ja vielleicht doch recht hat .... wäre ja vielleicht möglich .....😊

Grüße und viel Spaß

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #39
Lieber Klaus,
Lieber Reinhard,

ich habe Dir doch dezidiert und kleinschrittig genau beschrieben, wie ich Deinem "leichten Fall" begegnen würde?!?
Weiter oben habe ich ferner schon andere Quellen referenziert, die "leichtere Fälle" angehen und "lösen" ... im doppelten
Wortsinne. Du erwartest jetzt aber bitte nicht, dass ich mit der "KI" in Konkurrenz trete .....🤣😂😅....

Was Du "Worst Case" nennst, ist leider nicht die erfreuliche Ausnahme, sondern die traurige Regel!

Leider hat AGFA das für den Schlamassel verantwortliche (offensichtlich zu Korrosion führende) Schmierfett nicht nur bei
den Modellen RECORD und ISOLETTE eingesetzt, sondern auch bei vielen Kleinbild-Modellen ... mit genau dem selben
"Erfolg" und bei gleichem meinerseitigem Lösungsansatz

ich habe den gestrigen Samstag mit der Reparatur der Pentacon Six , dem Biometar 80mm, Leica iiif und den beiden Agfa verbracht. Alle hatten sie Verklebungen wegen alter Öle. Alle ließen sich mit Uhren-Öl wieder beweglich machen. Die verklebten Objektive waren mit Abstand am einfachsten zu lösen. Ich habe die Entfernung jeweils auf Unendlich eingestellt und dann bei den Agfa in die entstandene Lücke wenig Öl eingetragen und im Anschluss das Objektiv hinein- und hinausgedreht. Das habe ich mehrfach wiederholt bis es endlich weich lief. Zumindest bis heute Abend ist der Zustand erfreulich. Das Biometar lief heute auch bei Minusgraden weich, nachdem ich sie ähnlich behandelte. Die meiste Zeit ging im übrigen für die Pentacon Six drauf, die ich doch ziemlich weit ausziehen musste, um den Schlitzverschluss in Gang zu setzen.

Für mich ist es vorerst nicht angezeigt, die Agfas massiven Eingriffen auszusetzen, solange es deutlich mildere Mittel gibt. Weil mindestens die ältere Kamera schon vom Fachbetrieb saniert wurde, ist es mir auch nicht undenkbar, dass schon Reinigungen vorgenommen worden sind. Ebenso erscheint es mir nicht abwegig, dass das jüngere Steinheil-Objektiv von Steinheil geölt wurde. Es ist zwar alles nachweihnachtlich Spekulatius, das gilt aber auch für den gegenläufigen Vortrag.

Aber selbst wenn ich an das Öffnen der Kameras gehen würde, würde ich substantielle Eingriffe möglichst vermeiden wollen und erst einmal auf meine Gripzangen zurück greifen. Wie der Name es schon sagt, steht im Gegensatz zur Rohrzange nicht Druck oder Gewalt, sondern der Grip im Vordergrund, damit sich die zu verbindenden Materialien nicht verschieben, und zum Beispiel verschweißt werden können, aber auch nicht durch die Zangen in der Form verändert werden.

"Wegen der hinteren Klappe" hast Du ein Bild "angefügt"......???
Das Problem hat sich erledigt. Ich verstehe nicht, wer warum an der "Belederung" herumhebelte. Die Klappe ist aus Metall und das Gehäuse lässt sich durch ziehen am Metall öffnen. Das Gehäuse ist wohl ein bisschen verzogen und die Klappe ist deshalb schwergängig und springt nicht von allein auf. Vielleicht legt sich das Problem noch.

Sorry ....kannst Du da selber irgendetwas erkennen??? Weiter unten sprichst Du von Deinen hohen Ansprüchen an die
Bildqualität klassischer 6x9 Photographie??? Wie kann Dir denn sowas genügen???😂
Ich versichere Dir, dass ich das Foto nicht mit einer 6x9 gemacht habe. Im übrigen kann ich das Foto sowohl mit Smartphone als auch mit Tablet erkennen.

Was die BQ von Faltkameras betrifft??! Habe ich nicht GENAU HIER im Faden (EINGANGSPOST!), -den Du bestätigst, gelesen zu haben-, Schärfe und Auflösung eines TRIPLETS unter Beweis und Anschauung gestellt?

Dein Sehvermögen scheint Dir aber wirklich reichlich Verbesserungspotential zu lassen. Allerdings dürfte die Hersteller-Bezeichnung des von Dir verwandten Fotomaterials auch für Dich ein klarer Indikator sein, dass es sich bei Deinen Fotos nicht um Farbfotos handeln können. Schwarz-weiß ist ja nun einmal nicht Farbe (natürlich deshalb auch durchaus nicht schlechter).

HIER (Link folgend) vergleiche ich zwei 6x6 Faltkameras ziemlich aufwendig in Sachen BQ .... einen Vierlinser (Tessar-Typ) mit einem ebenfalls hochwertigen Triplet.... die Ergebnisse sprechen für sich!

Vergleich habe ich gelesen und die fehlende "Colourierung" ebenfalls.
HIER im Forum befinden sich ferner so zahlreiche technisch überzeugende Farbphotos von Faltkameras (nicht nur
von mir), dass ich jetzt ganz bestimmt keine externen Quellen suchen werde, die die Bildergebnisse von FÄHIGEN
Photograph(inn)en unter Beweis stellen, die auch hochwertig digitalisieren können müssen, damit die BQ der alten
Kameras überhaupt verifizierbar wird.
Es mag sein, dass sich irgendwo welche verbergen. Über Suchmaschinen komme ich allerdings zu anderen Quellen und die zeugen nicht von den Farbqualitäten.
ZITAT Reinhard: "Viele Farbbilder von Faltern im Internet sind in der Farbdarstellung einfach nur schrecklich.
Sie wirken matschig und unscharf."

ZITAT KLAUS: "Alle RECORD-Objektive sind für Farbfilm gut geeignet und vorgesehen!"
Wenn ich mich recht entsinne, hattest Du seinerseits Agfa zitiert. Dazu fallen mir zwei Dinge ein: Erstens wirst Du kein Unternehmen finden, dass freiwillig seine Ware negativ bewertet. Zweitens gab es im Bereich der Farbfilmentwicklung im doppelten Wortsinne massive Qualitätsentwicklungen, die nicht in dem Zeitraum der Agfa-Falterverkaeufe lagen. Die Qualität der damaligen Farbfilme wird heute als Vintage verniedlicht.... Qualitätsbewertungen sind nun einmal relativ. Was früher als gut galt, gilt heute als Vintage.
ZITAT REINHARD: "Was mich wundert, dass Du das Agnar so wertschätzt. Ich habe irgendwo gelesen,
es sei ein unverguetetes Triplet."

ZITAT AGFA: Werksinfo!

Anhang anzeigen 195871
Dass ein Triple vergütet oder unverguetet sein kann, geschenkt. Dass gerade die Vergütung in der Farbfotografie Bedeutung hat, müsste sich auch Dir erschlossen haben, denn sie hat sich ja nicht ohne Grund mit der Farbfotografie flott durchgesetzt haben. Warum sind gerade die "Color-"Linsen im Verhältnis zu den Vorgängern vergütet? Z.B. Skolar zu Color-Skolar ? Weil unverguetet so dolle für Farbfotografie ist ?
Ich schätze "andere Meinungen" sehr und immer dann, wenn Meinung möglich ist!
Ich danke Dir für die Blumen....
Dankbar bin ich immer dann, wenn ein sog. "Faktencheck" die Meinungsfreiheit einschränkt.😂
Ich bin ja ein absoluter Fan von Diversität, aber ich erwarte auch von Dir nicht Masochismus. Darüber hinaus habe ich nicht die Intention, Deine Meinung oder Deine Vorlieben einzuschränken. Um ehrlich zu sein, ich hätte hier auch den Thread gar nicht fortgesetzt, wenn ich geahnt hätte, dass ich Dir mit den ehrlich gemeinten Fragen auf die Füße treten würde. Ich bin nur nicht auf diese Idee gekommen.
Zuvorletzt ein Hinweis für Dich als Juristen😊 ..... Was treibt eigentlich so eine "KI"?
Nun .... sie liest "irgendwo" im Internet, sammelt und bewertet Aussagen und MEINUNGEN ......
Eine KI ist ein Werkzeug, wie eine Suchmaschine, eine Datenbank oder ein Forum. Es bewertet allerdings - entgegen der gehypten Medienberichten - nicht selbst, weil es entgegen seines Namens nicht denkt. Es übernimmt die Bewertungen der Trainer, bzw. der Mehrheiten im Internet mit Schwerpunkt der dominanten Institutionen. Mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsberechnungen versucht es die Anfrage des Users wunschgerecht zu erfüllen. Daraus ergibt sich bezüglich der Anwendung eine gewisse Sinnhaftigkeit, aber auch Grenzen. Wenn ich ganz normale 08/15-Fragen habe, dann bekomme ich im Allgemeinen vernünftige Antworten und bei perplexity und Google zudem die Quellen, die allerdings manchmal schon gelöscht sind, gerade sind viele Analog-Kamera-Reparatur-Tutorial-Seiten gelöscht worden.
Und zuletzt noch eine Empfehlung ..... Einen (FARB)film kaufen, einlegen und mal gucken, ob der Klausi
ja vielleicht doch recht hat .... wäre ja vielleicht möglich .....😊
Die Farbfilme behalte ich aus Kostengründen der Pentacon Six vor. Die Agfa-Falter bekommen das, wofür sie prädestiniert sind, nämlich schwarz-weiss; zumal sie deutlich günstiger sind.
Grüße und viel Spaß

Klaus
Ebenso
Reinhard
 
  • AGFA RECORD 1952 - 6x9 Kameraportrait Beitrag #40
WOW!
 
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