1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU---

Diskutiere 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- im Analoge Fotografie Forum Forum im Bereich FOTOGRAFIE FORUM; In der Sache bin ich NICHT ganz einverstanden ......😊 Jeder "Spannungsfall" kann im Grunde NUR in Abhängigkeit vom fließenden Strom definiert...
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #21
Hallo zusammen,

Ich habe die Durchlassspannung aus dem Datenblatt: (Vf (forward voltage))
Und sie spielt tatsächlich eine Rolle. Die Durchlassspannung ist die Spannung, die abfällt, wenn eine Diode in Durchlassrichtung vorgespannt wird. Bei einer Siliziumdiode beträgt sie typischerweise 0,7 V. Das bedeutet, wie Sie richtig bemerkt haben, dass die Diode bei einer geringeren Spannung nicht leitet. Liegt jedoch beispielsweise 1 V an, und die Durchlassspannung fällt ab, beträgt die Spannung hinter der Diode 0,3 V.

Ich scheine mich in meiner vorherigen Bemerkung geirrt zu haben, dass 0,6 V keine konstante Durchlassspannung der Schottky-Diode ist, sondern der Maximalwert. Der tatsächliche Wert hängt laut Datenblatt vom Strom ab (und ist nicht konstant, wie Sie anmerken):
Anhang anzeigen 192215
Das bedeutet wahrscheinlich, dass es Glück ist, dass es bei diesem Bauelement funktioniert, dessen Stromverbrauch zu einer Durchlassspannung nahe den erforderlichen 1,5-1,35 = 0,15 V führt.

Warum interessieren mich solche Details? Neugier, Dinge zu verstehen.

Schönen Tag noch.
In der Sache bin ich NICHT ganz einverstanden ......😊

Jeder "Spannungsfall" kann im Grunde NUR in Abhängigkeit vom fließenden Strom definiert bzw. betrachtet werden!

legt man an eine beliebige Diode eine zulässige Spannung (also unterhalb der Drchburuchspannug an), dann fließt GAR KEIN STROM
und alles verhält sich wie bei einem "Ohmschen Widerstand" .... OHNE STROMFLUSS eben kein Spannungsfall!
Erfreulicherweise verhält sich das aber ANDERS, wenn man Dioden in DURCHLASSRICHTING und oberhalb ihrer Durchlassspsnnung mit variabelen Amperezahlen "durchströmt" 😊
Sie folgen dann eben NICHT dem OHMSCHEN GESETZ (U=RxI) bzw. (R=U/I) sondern sie verhalten sich (innerhalb der hier geforderten Grenzen) wie (DELTA U = KONSTANT) .... will sagen ... sobald die Kamera Stromfluss fordert, bleibt der Spannungsfall von 150 mV (Shottky Diode) oder 300mV (Silicium Diode) stromflussunabhängig fast gleich.👍

Wer das als Lösung für das Alcaline/Quecksilber- Batterieproblem erkannt hat (Ich war's nicht!), dem gebührt Ehre an dieser Stelle!
Bis zu dieser Erkenntnis waren viele historische Kameras nicht ... oder nur eingeschränkt nutzbar.

Grüße und rettet Film😊

Klaus
 
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #22
Hallo zusammen,

Ich habe die Durchlassspannung aus dem Datenblatt: (Vf (forward voltage))
Und sie spielt tatsächlich eine Rolle. Die Durchlassspannung ist die Spannung, die abfällt, wenn eine Diode in Durchlassrichtung vorgespannt wird. Bei einer Siliziumdiode beträgt sie typischerweise 0,7 V. Das bedeutet, wie Sie richtig bemerkt haben, dass die Diode bei einer geringeren Spannung nicht leitet. Liegt jedoch beispielsweise 1 V an, und die Durchlassspannung fällt ab, beträgt die Spannung hinter der Diode 0,3 V.
(.....)

Das ist die THEORIE für deutlich HÖHERE Stromstärken, als sie tatsächlich von unseren Kameras gefordert werden!!!😊😊
Demnach erzeugen Germaniumdioden ca. 300mV stromflussunabhängigen Spannugsfall, Siliciomdioden dann 700mV Spannungsfall

Soweit die THEORIE:

Schau mal bitte HIER:



Der Gossen Lunasix 3 wird mit 2,7V Quecksilbe-Power betrieben .... und muss heute mit realisierbaren 3V betrieben werden!

Der Theorie nach müsste hier EIGENTLICH eine Germaniom Diode ideal sein .... ist sie aber nicht .... bei den SEHR geringen Stromflüssen des Gerätes passt die Theorie leider nicht .... da half nur "Trial end Error" .... VOLTREFFER wurde die 1N 4007 ...

Die 1N 4007 ist eine universelle SILICIUM-Gleichrichterdiode (kann man aus fast jedem Steckernetzteil gewinnen) und sie MÜSSTE eigentlich auf 2,3V reduzieren ..... MACHT SIE ABER NICHT! Sie reduziert IDEAL auf 2,7V, wenn sie dem Gossen Lunasix 3 dient!

Theorie ist GUT .... und so fange ich IMMER an .... aber letztlich muss man verifizieren, was wirklich WIE geht .... dabei gibt es unselten
Überraschungen, die ebenso erstaunlich, wie unerklärlich sind ..... zumindest so lange, bis jemand die Erklärung liefert .... bis dahin FUNKTIONIERT's einfach .......😂😂

Grüße und rettet Film😂

Klaus
 
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #23
Interessant zu lesen.
Mein Weimar Lux cds braucht nämlich auch die 1,35 Volt .
Als ich ihn auf dem Flohmarkt erstanden habe war die Quecksilber-Zelle noch drinn und außergewöhnlich gut im Saft.
Ich habe ihn mit den Werten der EOS 500n verglichen und es passte auch noch.
Die Bauanleitung mit LR44 ist sehr cool.
Die Zink-Luft Geschichte ist wirklich nicht dauerhaft und auch teuer .
 
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #24
Interessant zu lesen.
Mein Weimar Lux cds braucht nämlich auch die 1,35 Volt .
Als ich ihn auf dem Flohmarkt erstanden habe war die Quecksilber-Zelle noch drinn und außergewöhnlich gut im Saft.
Ich habe ihn mit den Werten der EOS 500n verglichen und es passte auch noch.
Die Bauanleitung mit LR44 ist sehr cool.
Die Zink-Luft Geschichte ist wirklich nicht dauerhaft und auch teuer .
Der Weimarlux ist ein SONDERFALL .... der hat ein ungewöhnlihes Kunststoff-Batteriefach.
Sein Batterieproblem und "meine" wirklich minimalinvasive Lösung behandele ich hier....



Grüße und viel Erfolg 😊

Klaus
 
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #25
Der Weimarlux ist ein SONDERFALL .... der hat ein ungewöhnlihes Kunststoff-Batteriefach.
Sein Batterieproblem und "meine" wirklich minimalinvasive Lösung behandele ich hier....



Grüße und viel Erfolg 😊

Klaus
Es ist für mich interessant, welches Fotogerät es in der DDR gab. In die BRD wurde ja nicht soviel exportiert. Als junger Fotofreund wollte ich gerne eine PENTACON SIX kaufen. Meine ROLLEI CORD steht jetzt in der Vitrine. Sollte mal wieder einen Rollfilm einlegen !
 
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #26
Es ist für mich interessant, welches Fotogerät es in der DDR gab. In die BRD wurde ja nicht soviel exportiert.
Stimmt, je tiefer die Teilung in zwei Welten wurde, desto weniger bekam man von "drüben" auch an Fototechnik mit.

Bis in die 60er hinein allerdings hatte die bundesdeutsche Kameraindustrie den SLRs aus Dresden - Exakta Varex und Praktina an der Spitze - nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Die Contaflex war dagegen nur ein netter Versuch, und die Edixa... joa: eine Liga unter der Exakta.
Meines Wissens schaffte das auf ihre Art erst die Leicaflex, fast zwei Jahrzehnte nach Kriegsende.
Und die verunglückte Contarex wurde von der Pentacon Super nach meinem Eindruck technisch in den Schatten gestellt, jedenfalls habe ich von der Pentacon - auch wenn sie zu spät kam - nicht gehört, daß sie so schräge konstruiert gewesen wäre. Auch wenn die Oberkochener Contarex-Objektive vielleicht noch besser waren als die Jenaer zur P-Super.

Das erste Pentaprisma (in der Contax S), das die SLR erst zu dem machte, was sie später wurde - die erste System-SLR (die Exakta Varex als Vorläuferin der Nikon F) - wenn ich richtig sehe, möglicherweise auch Neuerungen bei der in den Objektivanschluß integrierten Springblende und bei der Offenblendmessung - das kam alles aus Dresden. Bei den Kameragehäusen hat der Westen dagegen nicht viel Vergleichbares zuwege gebracht.
Es wäre reizvoll gewesen zu sehen, was z.B. aus der Ihagee mit ihrer Exakta geworden wäre, sofern man sie in der DDR ungezügelt so hätte machen lassen, wie sie hätte wollen können, wenn denn ihr Ausnahme-Konstrukteurskopf Karl Nüchterlein den Krieg überlebt hätte...
 
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #27
Stimmt, je tiefer die Teilung in zwei Welten wurde, desto weniger bekam man von "drüben" auch an Fototechnik mit.

Bis in die 60er hinein allerdings hatte die bundesdeutsche Kameraindustrie den SLRs aus Dresden - Exakta Varex und Praktina an der Spitze - nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Die Contaflex war dagegen nur ein netter Versuch, und die Edixa... joa: eine Liga unter der Exakta.
Meines Wissens schaffte das auf ihre Art erst die Leicaflex, fast zwei Jahrzehnte nach Kriegsende.
Und die verunglückte Contarex wurde von der Pentacon Super nach meinem Eindruck technisch in den Schatten gestellt, jedenfalls habe ich von der Pentacon - auch wenn sie zu spät kam - nicht gehört, daß sie so schräge konstruiert gewesen wäre. Auch wenn die Oberkochener Contarex-Objektive vielleicht noch besser waren als die Jenaer zur P-Super.

Das erste Pentaprisma (in der Contax S), das die SLR erst zu dem machte, was sie später wurde - die erste System-SLR (die Exakta Varex als Vorläuferin der Nikon F) - wenn ich richtig sehe, möglicherweise auch Neuerungen bei der in den Objektivanschluß integrierten Springblende und bei der Offenblendmessung - das kam alles aus Dresden. Bei den Kameragehäusen hat der Westen dagegen nicht viel Vergleichbares zuwege gebracht.
Es wäre reizvoll gewesen zu sehen, was z.B. aus der Ihagee mit ihrer Exakta geworden wäre, sofern man sie in der DDR ungezügelt so hätte machen lassen, wie sie hätte wollen können, wenn denn ihr Ausnahme-Konstrukteurskopf Karl Nüchterlein den Krieg überlebt hätte...
Danke! Sehr informativ!
 
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #28
(...) und die Edixa... joa: eine Liga unter der Exakta. (....)
😂Einspruch EUER EHREN!😂

Nicht wirklich ernst gemeint .... aber eine FUNKTIONIERNDE Edixa REFLEX ..... SORRY .... sie ist ein
KUNSTWERK ... ein Schmuckstück und ein Erlebnis!❤️



Meine ist eine EDIXA REFLEX ohne den "MAT" Zusatz ..... Die EDIXA-MAT REFLEX scheiterte an ihrem neuen und leider
noch nicht beherrschten Rückschwingspiegel ..... ich habe eine "MAT" als Teilespender ..... bei kurzen Verschlusszeiten ist der Spiegel zu
langsam und schattet ab .... ein bekanntes Problem ... leider nicht lösbar .... 😢

Aber meine EDIXA konnte ich überarbeiten .... die funktioniert zuverlässig .... wie ich zeige ......😊
Meine belichtet sogar die "selten funktionierende" 1/1000s richtig und "rechtslinks" gleichmäßig, weil ich
die Tuchwalzenfedern neu eingestellt habe .... nach CLA. ❤️

EINE GUTE KAMERA wäre aber zuverlässiger und weniger pflegebedürftig .... das ist absolut richtig .... kann als Einsteigerkamera
NICHT empfohlen werden!


Grüße und rettet Film😊

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #29
Gab es nicht die Praktica umgelabelt auf "Porst" oder "Revue" in jedem Quelle-Kaufhaus für einen Appel und nen Ei?
 
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #30
Gab es nicht die Praktica umgelabelt auf "Porst" oder "Revue" in jedem Quelle-Kaufhaus
Ja so war es, die wurden auch in andere Länder verkauft, sogar in die USA. Viele Modelle gab es in der DDR garnicht und wurden ausschließlich für den Export hergestellt.
In der technischen Ausstellung in Dresden, im ehemaligen Pentaconwerk, kann man einiges über die Geschichte erfahren.
Nahezu dreiviertel aller produzieren Kameras gingen in den Export.
Für Fotoapparatliebhaber ein muss dieses mal besucht zu haben.
 
  • 1,35V Batterieadapter für Mallory PX625 --- EIGENBAU--- Beitrag #31
Wollte selber ein Kameramuseum gründen, mit Schwerpunkt deutsche Kameraproduktion, vor allem im Osten. Da gab es um Dresden herum einiges, die bekannteste Firma wahrscheinlich KW Niedersedlitz. Mit Siegfried Böhm ist dort 1948 bei den Kamerawerkstätten aus der Praktiflex die Praktica entwickelt worden.
 
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