Hallo zusammen,
der Link ist IMHO klasse, auch dann, wenn (zum Ende) der Fokus auf Kompaktkameras gelegt wird.
Folgende Aussagen entsprechen genau meiner Meinung, bzw. Beobachtung ... unabhängig von der Bildsensorfläche.
Landläufige Meinung: Je größer das gedruckte Foto, desto mehr Pixel braucht man. Falsch! Für ein in optimalem Abstand betrachtetes Foto, egal ob es sich um ein Poster oder um ein Passbild handelt, werden nicht mehr als 6 Megapixel benötigt, damit es uneingeschränkt scharf wirkt.
Wer (zum Henker!) hat den Unsinn in die Welt gesetzt, dass 300DPI Pixelmasse gegeben sein müssen, bei jedem Bild, gleichgültig, wie groß ausbelichtet? Nase vor Plakatwand ergibt nunmal kein Bild, weil man kein Bild mehr aufnehmen kann. Abgesehen davon ... richtig erkannt ....
Eine nicht vernachlässigbare Randbedingung für die 6-Megapixel-These liefert eher der unscheinbare Passus "optimaler Betrachtungsabstand". Der sollte bei üblicher Foto-Handhabung nicht geringer als die Bilddiagonale werden – sonst kann das Auge das Bild nicht mehr als Ganzes erfassen und verliert sich in Details, vergleichbar mit einem Kinobesucher in der ersten Reihe.
Hier stimme ich grundsätzlich zwar zu ....
Von dem, was der Hersteller an Megapixel-Zahl auf die Kamera druckt, kann man getrost ein Drittel abziehen, um auf eine "echte" Megapixel-Zahl mit randscharfen Bildpunkten zu kommen. Grund ist die bei fast allen neuzeitlichen Digitalkameras verwendete Farbfilter-Matrix (Bayer-Pattern), die den eigentlich farbenblinden Sensorzellen erst ein farbiges Sehen ermöglicht: Jedes Pixel einer Digitalkamera sieht nicht die schärferelevante Helligkeit, sondern nur den durch das Filter vorgegebenen Primärfarbanteil in rot, grün oder blau.
Auflösungsvergleiche mit den Foveon X3F-Bildsensorleistungen haben gezeigt, dass "echte" Pixel-Abtastung (ohne Bayer-Algorithmus) erheblich mehr an Auflösungsvorteil bringt. Selbst stärkste Kritiker konstatieren echten Pixel das doppelte Auflösungsvermögen verglichen mit Bayer Bildwandlungstechnik.
Demnach reichen die "echten" 3,4 Megapixel z.B. einer SIGMA SD9 ebenfalls für beliebig große Ausdrucke aus ... sofern ... und das wird zum Ende des referenzierten Aufsatzes deutlich .... das Objektiv auch diesem Anspruch genügt hat!
Ob die verwendeten Objektive aber ebenfalls so hoch auflösen, steht auf einem anderen Blatt. Carsten Meyer
Gesetzt den Fall:
1) Die gegebene Sensorfläche steht in einem physikalisch möglichen und dann sinnvollen Verhältnis zur Pixelzahl ....
2) Die verwendete Photooptik hält dem enormen Abbildungsanspruch stand ....
dann gibt es ein bislang enorm DÜNN untersuchtes Problem ....
Verwackellungsunschärfen beim Ablichten aus der Hand!
Praktisch jede Aufnahme aus der Hand IST verwackelt! Die Frage ist nur, ob es sichtbar ist bzw. ob es der Bildqualität irgndwie abträglich ist.
Sagen wir mal, dass eine "Verwackellung" bei einer 18 MP SLR Aufnahme einen Verwackelungsradius von 4 Pixeln habe, dann garantiere ich mal, dass das praktisch niemand von uns zu merken in der Lage ist! Nur dann ... ja dann .... wäre eine 4MP-Kamera (Bayer natürlich) in der Lage, ein gleichwertiges Bildergebnis zu liefern ... sie würde das quasi gar nicht "merken".
Die Grundregel für "Verwackelungstauglichkeit" von Verschlusszeiten:
Brennweite x Cropfaktor = 1/Verschlusszeit (in 1/s) .... müsste stark relativiert werden, wenn solche Pixelzahlen WIRKLICH Auflösung wären ... Ich denke, dass das nicht so ist.
Das Megapixelrennen bleibt für mich beendet.
Grüße und schöne Photos
Klaus