Um die Dinge etwas zu sortieren:
Musst/willst Du eine strikte Budgetgrenze einhalten, dann sind die "Einsteiger"kameras
interessant. Von diesen hat die Nikon die höchste Auflösung, die Sony den schnellsten AF und ein Klappdisplay. Die Canon macht auch sehr schöne, rauscharme Bilder (wird sehr gerne für die Astrofotografie eingesetzt

), auch wenn sie m.E. etwas einfach verarbeitet ist.
Hast Du einen größeren finanziellen Spielraum, so sind Kameras mit mehr Komfortfunktionen interessant.
Sehr gut ausgestattet sind diese Kameras alle. Da wird dann halt nicht am (Klapp-)Display oder der (gefühlten) Verarbeitung gespart.
Die Nikon D5100 und die EOS600d tun sich m.E. nichts - sehr feine Kameras. Alte M42-Objektive sind jedoch am Nikon-Bajonett problematisch. In der Kameraliga der "Fortgeschrittenenkameras" sollte man die Alpha 57 nicht vergessen. Was die Fähigkeit für "Action-Aufnahmen" betrifft, bietet sie Außergewöhnliches: Sie hat einen extrem schnellen Phasenautofokus (auch im LiveView - ein Vorteil des fest verbauten, teildurchlässigen Spiegel) und eine Serienbildaufnahmefrequenz von 8 Bildern pro Sekunde (bei einem Puffer von 21 Bildern). Weitaus mehr als Nikon und Canon. Als einzige hat sie den Bildstabilisator intern im Gehäuse verbaut, was beim Einsatz manueller Objektive interessant wird - und generell die Objektivabmessungen (auch von AF-Objektiven) sehr kompakt hält.
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Hinsichtlich der abgelieferten Bildqualität wirst Du die Einsteigerkameras nicht von den "besseren" unterscheiden können.
Es sind Dinge wie "Komfortfunktionen", bessere Displays und teils der schnellere Autofokus/die schnellere Bildfolge, o.ä. mit denen die Aufpreise gerechtfertigt werden. Hinsichtlich der Robustheit wird es zwischen "Einsteiger-" und "Fortgeschrittenenkameras"
keine Unterschiede geben. Bei pfleglichem Umgang halten alle eine Ewigkeit.
Um es klar zu sagen: Fortgeschrittenenkameras machen keinen zum besseren Fotografen. Sie machen die eine oder andere fotografische Arbeit einfacher. Dem Ego des einen oder anderen tun sie natürlich auch gut.
Objektive und Zubehör für
alle drei Marken gibt es in Hülle und Fülle. Für alle gibt es sowohl im Neuverkaufs- als auch im Gebrauchtmarkt Optionen jenseits der Originalmarke - z.B. Sigma und Tamron. Auch wenn für manche Gebrauchtkäufe riskant erscheinen: Man kann im Gebrauchtsegment ganz wundervolle Objektive zum kleinen Preis erstehen. Das Risiko ist m.E. eher gering, zumal man auf Ware mit Restgewährleistung zurückgreifen kann. Bei älteren Schätzchen kann man Preis-Leistungswunder entdecken.
Und ansonsten gibt es ja auch noch Fotoforen, in denen man nach Rat fragen kann ob ein Glas etwas taugt.
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Das Wichtigste: In den Laden und die Exponate anpacken, einschalten, durchschauen, gründlich beschnüffeln und ohne Hektik auf Wohlfühlfaktor prüfen. Auch wenn die Wahl schwer fällt: Du kannst unterm Strich nicht allzu viel falsch machen.
