Hallo Matze,
ich habe mir mal das Profil des von dir angegebenen Bildschirms angeschaut und ich sehe eigentlich nicht, warum du es nicht hinbekommen solltest, den Monitor gut einzustellen.
Nach dem, was du schreibst, brauchst du so etwas wie eine Profilierung/Kalibration nicht, du brauchst einen einigermaßen verlässlichen Bildschirm.
Du solltest erst einmal dem Schirm sein Typenprofil zuordnen (wenn du das nicht schon gemacht hast), wenn du keins hast, hier kannst du es laden.
http://www.belinea-treiber.de/index...CM profiles/o.display 2.1_22 wide artno112207
Danach solltest du wie oben mehrfach beschrieben Schwarz- und Weißpunkt und Gamma justieren. Danach solltest du eine Repräsentation deiner Bilder haben, mit der du arbeiten kannst, d. h. du kannst kalkulieren, was dabei beim Ausbelichten herauskommt.
Oder habe ich dich falsch verstanden?
Einen Workflow, bei dem Farben immer konsistent sind, gibt es nicht, ein angenäherter ist schweineteuer und lohnt oft den Aufwand nicht. Wer für Druck arbeitet, lässt ohnehin einen Proof drucken, wenn es darauf ankommt oder verlässt sich auf seine Erfahrung. Wenn die 100%ige Farbe nicht notwendig ist, kann man kleine Verschiebungen ruhig einkalkulieren. Das gilt allerdings nicht für Schwarz- und Weißpunkt und Gamma, die sind gewissermaßen lebenswichtig. Sie sind das A und O vor jeder Ausgabe. Nicht mal Farbstiche sind so fatal wie eine zu helle oder zu dunkle Darstellung.
Also, nicht jammern, dein Schirm ist so schlecht wohl nicht und kann sRGB gut darstellen.
Wenn die Darstellung stimmt und die Bilder in der richtigen Weise bearbeitet und ausgegeben werden, sollte auch beim Ausbelichten herauskommen, was man will. Ein Bild, das optimiert wurde, wird vom Computer beim Bilderdienst nicht so schnell geändert. Alternative: Druckkiosk in der Drogerie, für viele Zwecke durchaus ausreichend, und ganz gut kontrollierbar.
Grüße
pedro