Nach den bisherigen Fotos, die ich gesehen habe, hat mich die Farbwiedergabe am meisten beeindruckt... vielleicht ist eine Sigma langfristig eine Option als Nebensystem. Preislich bewegt sich das in einem durchaus machbaren Rahmen... hm...
Aber was meinst Du mit der komplizierten Handhabung der Sigmas? Aufnahmeseitig, weil man sich nicht auf die Automatik der Kamera (Lichtwaage, Modi,...) verlassen kann oder weil es auf Seiten der Software Schwierigkeiten gibt? Fragen über Fragen...
Na .... das ist nicht mal so eben in wenigen Worten zu beantworten.
die größte "Zicke" ist die SIGMA SD9 .... alles andere als eine perfekte Kamera ... sie kann nerven, wenn man sie nicht bedienen (eigentlich austricksen) gelernt hat.
Wer mit dem Ding aber umgehen kann, macht fast alles damit.
Um mal einen Eindruck zu bekommen, was man da so (mindestens) wissen sollte ....
http://www.bilderforum.de/t172-tipps-und-tricks-zur-sigma-sd9.html
Schon witzig, dass die SD10 anscheinend günstiger zu kriegen ist als die SD9. Woran liegt das denn?
Nun .... die SIGMA SD9 ist einfach das Original. Auch wenn die Nachfolgemodelle "farbehrlicher" sind, "macht" die SD einfach die lebendigsten und IMHO stimmigsten ... könnte auch sagen brillantesten
Farben. Ihre Blauwiedergabe ist so "glasklar", dass man sich diesbezüglich jeden Polfilter schenken kann.
Die SIGMA SD9 hat den UR-Foveon Typ I. Dieser Sensor hat im Gegensatz zu allen späteren Ausführungen noch keine Mikrolinsen auf den Photozellen (genauer gesagt eine Mikrolinse für jeweils drei Photozellen ... in drei Ebenen ja).
Die Lichtausbeute ist dadurch zwar um 60% schlechter (etwa 1/2 Isostufe folglich), dafür erzeugen die fehlenden Mikrolinsen aber auch kein unvermeidliches Streulicht in ihrer unmittelbaren Umgebung.
Die SD9 erzeugt also noch mal um eine Winzigkeit stärkere Mikrokontraste, die ja explizite Stärke aller SIGMAs ist. Ihre Kantenschärfe an der Auflösungsgrenze ist enorm ... knackiger geht's praktisch nicht.
Wer ein Auge dafür hat, wird das alte Teilchen dafür mögen, die möglichen glasklaren Bildergebnisse schätzen und sich mit den Unzulänglichkeiten der Diva auseinandersetzen. Wirklich schwierig ist das nicht .... man muss aber die Tricks mit ihrer Spannungsversorgung kennen und den saumäßig danebenbelichtenden Belichtungsmesser bei Schwachlicht zu überlisten wissen. (Belichtungskorrektur also. Wie das geht ..... alles hier im Forum zu finden!

)
Wenn ich mit meiner Diva unterwegs bin, merke ich das schon lange nicht mehr ... ich bediene die alte Zicke schon intuitiv richtig.
Grüße und schöne Photos
Klaus