oz75
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Vielleicht auch als Ergänzung zu den Möglichkeiten feinmechanischer Werkstätten bei der Instandsetzung solcher Objektive:
Man hört und liest gelegentlich, diese seien nach Rückkehr perfekt "justiert". Nur was denn justiert bitte? Mechanisch? Wenn ja, was? Optisch? Hat man einmal ein solches Doppelgauß-Objektiv zerlegt, so wird einem schnell klar, dass es sich kaum um eine optische Justage handeln dürfte. Die optische Zentrierung solcher überaus simplen Doppelgauß-Konstruktionen wird durch die Passung von Glas und Fassung sowie über die jeweiligen Feingewinde-Klemmringe vorgegeben. D.h.: Keine Justage sondern eine saubere Montage (bei der man praktisch nichts falsch machen kann) sind entscheidend. Egal ob beim Helios, Pentacon, Pancolar, Yashinon oder sonstwas.
Feinmechanisch dürfte außer Frage stehen, dass kompetente Werkstätten bei der Instandsetzung gutes bewerkstelligen können. Überwiegend mechanisch, wohlgemerkt.
Es ist immer etwas schwierig, daraus Schlüsse zu ziehen. Wer jetzt sein kaputtes Objektiv beiseite packt, wer sich darüber im Netz äußert, wer seines bei Meister Olbrich instandgesetzt weitergenießt, wer nie ein Problem hatte...
Ich meine mich zu entsinnen, dass unser Schrat irgendwo etwas von 6 Wochen Wartezeit bei den Görlitzern für Reparaturen geschrieben hatte, was wiederum als gewisses Indiz gewertet werden könnte, dass die Leute dort nicht gerade wenig zu tun bekommen. Nein, selbstverständlich dürften dies nicht alles Pancolare sein, die dort auf Heilung warten...
...genug der (Positiv-/Negativ-)Spekulation...
Aber nicht doch. Von Schluderei war und ist hier nicht die Rede, sondern von einer Schwachkonstruktion (um den zu harten Begriff der Fehlkonstruktion zu vermeiden) in Verbindung mit einer Schmiermittelproblematik. Diese Kombination macht sich dann irgendwann bemerkbar - mit den Jahren - und nicht im Werk.
Was das Technische betrifft, steht für mich die unglückliche Konstruktion des Pancolar 50/1,8 auto außer Frage, zumal es sich da am epochal, regional und konzeptionell verwandten Pentacon messen muss.
Hier das Pentacon 50/1.8 (Auto Revuenon 50/1,8)
Eine einzige, bestens zugängliche, kräftige Drehfeder bewerkstelligt die gesamte Springblendenspannung

Im Inneren herrscht gefällige Einfachheit: im Blendenbereich versteckt sich hier keine Achillesverse in From einer extrem schwach dimensionierten Zugfeder.

Die Instandsetzung eines solchen Objektivs ist ein Kinderspiel. Sofern Probleme auftreten. Das haben die richtig gut gemacht, die Dresdner.
Noch mal zum Vergleich das Pancolar mit seiner Doppelfederkonstruktion:
http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=19564
Das kann man m.E. so nicht stehen lassen. Im Netz werden diese Linsen aufgrund ihrer optischen Qualität weithin gelobt - auch in diesem Thread. Klartext: Es werden Interessenten begeistert und mittelbare/unmittelbare Kaufempfehlungen ausgesprochen.
Andere Formen von Hinweisen und Wertungen zu Pancolaren sind selbstverständlich interessant und zulässig, auch zur gebotenen Preis-Leistung, solange sachlich fundiert/begründet. Inbesondere, wenn sie das Bild für die Kaufentscheidung komplettieren. Dass der potenzielle Interessent die endgültige Kaufentscheidung in seinen Händen hält, ist selbstredend.
Der von mir verlinkte Offenblendentest an KB zeigt Bilder mit 2600px Kantenlänge. Das ist schon sehr viel - und auch aussagekräftig.
Das Pentacon/Revuenon fällt optisch zurück, ist mechanisch aber gut!
Das Pancolar macht sich optisch sehr gut, wobei weit entfernt von der Leistung einer modernen Optik wie dem Sigma 50/1,4 (wie alle älteren 50er). Hinzu kommt die mechnische Konstruktion und der daraus resultierende absehbare Instandsetzungsbedarf.
Das Yashinon DS-M 50/1,7 ist optisch definitiv auf dem Niveau des Pancolar und kostet weniger als die Hälfte. Es ist mechanisch komplizierter als das Pentacon aber innen sehr gut verarbeitet.
http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=20194
Gruß,
Oz
Man hört und liest gelegentlich, diese seien nach Rückkehr perfekt "justiert". Nur was denn justiert bitte? Mechanisch? Wenn ja, was? Optisch? Hat man einmal ein solches Doppelgauß-Objektiv zerlegt, so wird einem schnell klar, dass es sich kaum um eine optische Justage handeln dürfte. Die optische Zentrierung solcher überaus simplen Doppelgauß-Konstruktionen wird durch die Passung von Glas und Fassung sowie über die jeweiligen Feingewinde-Klemmringe vorgegeben. D.h.: Keine Justage sondern eine saubere Montage (bei der man praktisch nichts falsch machen kann) sind entscheidend. Egal ob beim Helios, Pentacon, Pancolar, Yashinon oder sonstwas.
Feinmechanisch dürfte außer Frage stehen, dass kompetente Werkstätten bei der Instandsetzung gutes bewerkstelligen können. Überwiegend mechanisch, wohlgemerkt.
Es ist sicher bedauerlich wenn einen so ein Objektiv kaputt geht.
Bei vielen anderen Fotofreunden tun sie aber seit Jahrzehnten ihren Job.
Es ist immer etwas schwierig, daraus Schlüsse zu ziehen. Wer jetzt sein kaputtes Objektiv beiseite packt, wer sich darüber im Netz äußert, wer seines bei Meister Olbrich instandgesetzt weitergenießt, wer nie ein Problem hatte...
Ich meine mich zu entsinnen, dass unser Schrat irgendwo etwas von 6 Wochen Wartezeit bei den Görlitzern für Reparaturen geschrieben hatte, was wiederum als gewisses Indiz gewertet werden könnte, dass die Leute dort nicht gerade wenig zu tun bekommen. Nein, selbstverständlich dürften dies nicht alles Pancolare sein, die dort auf Heilung warten...
...genug der (Positiv-/Negativ-)Spekulation...
Das Pancolar wurde über Jahrzehnte produziert und wurde sicher zuvor ausgiebig getestet.
Kann mir nicht vorstellen das Carl Zeiss Jena da geschludert hat.
Aber nicht doch. Von Schluderei war und ist hier nicht die Rede, sondern von einer Schwachkonstruktion (um den zu harten Begriff der Fehlkonstruktion zu vermeiden) in Verbindung mit einer Schmiermittelproblematik. Diese Kombination macht sich dann irgendwann bemerkbar - mit den Jahren - und nicht im Werk.
Was das Technische betrifft, steht für mich die unglückliche Konstruktion des Pancolar 50/1,8 auto außer Frage, zumal es sich da am epochal, regional und konzeptionell verwandten Pentacon messen muss.
Hier das Pentacon 50/1.8 (Auto Revuenon 50/1,8)
Eine einzige, bestens zugängliche, kräftige Drehfeder bewerkstelligt die gesamte Springblendenspannung

Im Inneren herrscht gefällige Einfachheit: im Blendenbereich versteckt sich hier keine Achillesverse in From einer extrem schwach dimensionierten Zugfeder.

Die Instandsetzung eines solchen Objektivs ist ein Kinderspiel. Sofern Probleme auftreten. Das haben die richtig gut gemacht, die Dresdner.
Noch mal zum Vergleich das Pancolar mit seiner Doppelfederkonstruktion:
http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=19564
Ob dieses Pancolar und andre Carl Zeiss Jena Objektive überwertet sind ist uninteressant den jeder muss für sich selber entscheiden ob er kauft oder nicht.
Das kann man m.E. so nicht stehen lassen. Im Netz werden diese Linsen aufgrund ihrer optischen Qualität weithin gelobt - auch in diesem Thread. Klartext: Es werden Interessenten begeistert und mittelbare/unmittelbare Kaufempfehlungen ausgesprochen.
Andere Formen von Hinweisen und Wertungen zu Pancolaren sind selbstverständlich interessant und zulässig, auch zur gebotenen Preis-Leistung, solange sachlich fundiert/begründet. Inbesondere, wenn sie das Bild für die Kaufentscheidung komplettieren. Dass der potenzielle Interessent die endgültige Kaufentscheidung in seinen Händen hält, ist selbstredend.
Man sollte sich auch einen Überblick zu Aufnahmen in voller Auflösung verschaffen um die Bildwirkung der Objektive beurteilen zu können.
Der von mir verlinkte Offenblendentest an KB zeigt Bilder mit 2600px Kantenlänge. Das ist schon sehr viel - und auch aussagekräftig.
Das Pentacon/Revuenon fällt optisch zurück, ist mechanisch aber gut!
Das Pancolar macht sich optisch sehr gut, wobei weit entfernt von der Leistung einer modernen Optik wie dem Sigma 50/1,4 (wie alle älteren 50er). Hinzu kommt die mechnische Konstruktion und der daraus resultierende absehbare Instandsetzungsbedarf.
Das Yashinon DS-M 50/1,7 ist optisch definitiv auf dem Niveau des Pancolar und kostet weniger als die Hälfte. Es ist mechanisch komplizierter als das Pentacon aber innen sehr gut verarbeitet.
http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=20194
Gruß,
Oz