GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr ....

Diskutiere GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... im Analoge Fotografie Forum Forum im Bereich FOTOGRAFIE FORUM; EDIT: Weiter unten, Post #31 zeige ich jetzt auch die komplette Neukalibrierung des GerĂ€tes. 😊 GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem und mehr ...
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #1
Klaus-R
Klaus-R
Moderator
BeitrÀge
23.375
EDIT: Weiter unten, Post #31 zeige ich jetzt auch die komplette Neukalibrierung des GerĂ€tes. 😊

GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem und mehr ....

Bild - 13.jpg
Hallo zusammen,
der Gossen Lunasix war, ist und bleibt seit seiner Vorstellung in 1960 der
Urknall des externen- oder Handbelichtungsmessers ĂŒberhaupt.
Zwar gab es gute und genaue Handbelichtungsmesser auch schon viel frĂŒher, aber dieses GerĂ€t konnte und
kann Schwachlicht ab 0,17 Lux messen.
Das ist LOW LIGHT an der Grenze zu NO LIGHT und ist bis heute nicht sinnvoll zu toppen.

Was bedeutet das in der Praxis?

Ein solcher nun bis zu 63 Jahre alter Lichtmesser kann Nachtbelichtungszeiten bis zu 8 Stunden bestimmen
.... 0,17 Lux Messgrenze ... das entspricht dem Lichtwert -5 bei ISO 100 (21-DIN).
Der Lichtwert 0 entspricht bei ISO 100 etwa einer Neumond-Nacht und der Gossen kann noch 5mal weniger
Licht messen! Wie gesagt ... das ist beeindruckend, bis heute.

Das Problem mit diesem tollen GerÀt ist nur, dass es heute ohne Modifikation
nicht mehr funktioniert, weil es seine beiden Queksilber-Batterien (PX625 Mallory)
aus Umweltschutz-GrĂŒnden nicht mehr gibt .... wie man den Gossen heute noch mit modernen Batterien
betreibt .... dazu spÀter.

ZunĂ€chst einmal "Unabdingbares Wissen", zur Verwendung historischer Handbelichtungsmesser:đŸ€Ł

Lichtempfindlichkeiten in DIN / ASA / ISO

Wer sich diesen alten aber immer noch hochgenauen Handbelichtungsmesser anschaut,
wird ihn nicht unbedingt verstehen ... denn......

Bild - 6.jpg

Wer versucht, hier die Filmempfindlichkeit zu justieren erlebt eine böse Überraschung:

Bild - 7.jpg

21 DIN entsprehen hier 40 ASA ??? Wie kann denn das??
.... oder
Bild - 8.jpg

30 DIN sollen hier 320 ASA entsprechen???
Der Grund ist der, dass dieser schöne und heute immer noch toll funktionierende
Lichtmesser aus den 1950er Jahren ist.
1957 wurden die amerikanischen ASA neu genormt ..... um ca 1,33 EV angehoben
So wurden aus 80 ASA dann 200 ASA oder aus 160 ASA dann 400 ASA.

Aber da stimmt ja immer noch nix! Dann mĂŒssten ja 21 DIN wenigstens 80 alt-ASA
entsprechen und nicht 40???!


Janö .... denn 1960 wurde auch die DIN-NORM fĂŒr Film-Empfindlichkeiten geĂ€ndert und genau um EINE Belichtungsstufe
angehoben! ALTE 21 DIN entsprechen also ab 1960/61 dann 24 DIN bzw. 200 ASA.

Dieser alte ZEISS-Messer kann durchaus auch heute noch Verwendung finden .... nur muss ich dann eine DIN-Stufe
HÖHER einstellen ... statt 21 DIN dann eben 24 DIN .... die ALT-ASA lasse ich mal lieber .... da haben ich keinen
Bezug mehr zu .... ich bin zu jung!

Folgender Zusammenhang sollte klar sein, wenn man Spaß an historischen Lichtmessern haben will UND
korrekt belichtete Filme:

Filmempfindlichkeiten.jpg

Der alte ZEISS-Lichtmesser aus den frĂŒhen 1950ern zeigt also noch ALT-DIN und ALT-ASA Werte an ....
es gibt das GerĂ€t SPÄTER ansonsten baugleich auch mit NEU-DIN und NEU ASA Eichung bis Ende der
1960er Jahre. Ich erwÀhne es nur .... AUFPASSEN ist hier angesagt ... man kann diese alten SchÀtzken
gut und gerne noch verwenden ... man muss nur MITDENKEN! Ich stelle einfach eine DIN-Stufe höher
ein und alles passt wieder!

Warum gerade die DIN-Empfindlichkeit um eine Stufe heraufgesetzt wurde fand ich auch TOTAL spannend
... darf gegurgelt werden .... fĂŒhrt hier jetzt zu weit.

SELEN vs CDS-Belichtungsmesser:

GrundsÀtzlich werden zwei Bauweisen von Handbelichtungsmessern unterschieden.

Die sog. Selen-Belichtungsmesser sind ganz einfach daran zu erkennen, dass sie keine Batterie benötigen.
Ihre Drehspulen-Messwerke werden von einer aktiv Strom-erzeugenden SELEN-Zelle angetrieben.
TatsĂ€chlich waren (und sind) solche Messer sehr genau, wenn sie gut ĂŒber die Zeit gekommen sind.
Viele Selenzellen funktionieren auch nach 80 Jahren noch wie neu, wenn sie trocken und DUNKEL ĂŒber die
Jahrzehnte gekommen sind.
Bei Selen-Belichtungsmessern ist das sehr oft der Fall, denn sie haben fast immer in ihren Schutztaschen
gut und dunkel ĂŒberlebt. Selenzellen vertragen keine jahrelange Dauerbelichtung ... heute weiß man das.

FĂŒr alles, was man (auch mit hochempfindlichen) Filmen aus der Hand belichten kann, reichen Selen-Messer
allemal aus nur fĂŒr wirkliches Schwachlicht bei langen Zeiten reicht deren Lichtempfindlichkeit eben nicht mehr aus.

FĂŒr hochempfindliche Handbelichtungsmesser braucht man also hoch-Lichtempfindliche Sensoren UND
elektronische SignalverstÀrkung und so kamen in den 1950ern die ersten SEHR TEUREN CDS-Belichtungsmesser auf.

Solche CDS-Messer beschÀftigen einen Cadmiumsulfid-Photowiderstand, der viel höher sensibel auch
noch kleinste Lichtmengen erfassen kann.

Diese GerÀte benötigen IMMER Batteriestrom und sind daran zu erkennen.

Ein weiterer Vorteil der CDS-Sensoren ist, dass sie praktisch keiner Alterung unterliegen, sofern sie einigermaßen
sinnvoll behandelt werden.
Ich weiß, dass es im Netz auch andere Meinungen gibt, halte das aber fĂŒr falsch.
Ich kenne meinerseits bei CDS-Lichtmessern keine Alterungserscheinungen, bei Selenzellen sehr wohl.

Und jetzt zum eigentlichen Thema: GOSSEN LUNASIX 3

1960 also gab es mit dem GOSSEN LUNASIX den Urknall eines damals hochmodernen und technisch
unschlagbar guten Handbelichtungsmessers.

Geht man noch weiter in die Vergangenheit der "genormten" Lichtmessung, dann tauchen auch noch
Licht-messwerte in WESTON und SCHEINER Einheiten auf .... dafĂŒr gibt es Vergleichstabellen ....
SCHEINER ist besonders "gefÀhrlich", denn da gibt es auch wieder ALT- und Neu-Scheiner ......
ich sage mal .... solche GerÀte einfach neu abgleichen und auf ISO-umskalieren ... oder nicht mehr benutzen
... es ist aber möglich!
Bild - 14.jpg

Ich zeige hier einen LUNASIX 3, der 1966 eingefĂŒhrt wurde und mit einer Doppelbatterie-Ausstattung eine
stabilere Stromversorgung und ein solideres Messwerk erhielt.
Genau hier aber liegt das Problem! Man kann diese GerÀte heute allesamt nicht mehr betreiben,
weil es die damals hochbeliebte PX-625 Mallory-Batterie nunmal nicht mehr gibt.

NUR DESWEGEN sind die GerÀte heute auch zum Spottpreis zu haben!

Nun gibt es zwar von VARTA mit der V625U Batterie gehÀusegleichen Ersatz, aber mit 1,5V Spannung anstelle
der benötigten 1,35V .... macht in Reihe geschaltet bei zwei dieser Zellen dann etwas mehr als 3V
anstelle der benötigten 2,7V.
TatsÀchlich hatten praktisch fast alle der damaligen MessgerÀte keine eingebaute Spannungsanpassung
(Wheatstone-BrĂŒckenschaltung), weil die PX-625 eine derart konstante Spannungsabgabe ĂŒber ihre
gesamte Lebensdauer hatte, dass sie quasi von jetzt auf gleich ausfiel, bis zu allerletzt aber korrekt arbeitete.

Umbau des Gossen LUNASIX 3 auf moderne Batterien:

Möglichkeit 1:

Nicht wirklich ungeschickt ist die Verwendung der ja lieferbaren V625U Ersatzbatterie, die ja gehÀusegleich
sind und ohne Probleme (zweifach in Reihe) in das Batteriefach passen.

Nachteil ist allerdings, dass man diese Batterien bestellen muss, dass sie teuer sind und dass man sie in
Ermangelung "unterwegs" nirgendwo bekommen kann.

DAS ÜBERSPANNUNGSPROBLEM BLEIBT DAMIT UNGELÖST!

Möglichkeit 2:

Umbau fĂŒr Verwendung ĂŒblicher einfach verfĂŒgbarer LR44-Knopfzellen:
Genau dafĂŒr entscheide ich mich:
Die LR44 hat einen deutlich kleineren Durchmesser als die Mallory PX 625.
FĂŒr eine Angleichung sorgen ganz einfach entsprechend passende Gummi-O-Ringe
aus der Klempnerkiste.

Bild - 9.jpg

Beim Einlegen der LR44 muss unbedingt auf richtige Polung geachtet werden
.... + muss nach oben! Die Mallory kann man nicht falsch herum einlegen ....
die LR44 schon! Da die LR44 auch etwas flacher baut, sorgt etwas Alufolie auf
der Plusseite fĂŒr den Ausgleich!

Bild - 10.jpg

Bild - 11.jpg

Was bleibt ist das Problem der Überspannung!
Ein Batterietest zeigt das sehr deutlich:

Bild - 1.jpg
Der Messwerkzeiger muss beim Batterietest im roten Toleranzfeld landen .... was er (wie zu erwarten)
natĂŒrlich nicht macht.
Wie auch zu erwarten, stimmen natĂŒrlich auch die Lichtmessungen mit dem Gossen so ĂŒberhaupt nicht.
Nix erzÀhlen lassen .... im Netzt steht auch sowas wie "KEIN PROBLEM GEHT ALLES .... nein, es ist nicht so!
Schon bei eindeutigen LichtverhÀltnissen liegt der Gossen im Vergleich zu bekannt richtigen Messern um
mehr als 1,5 EV daneben ... nicht zu gebrauchen!
Auch eine ISO-Einstellungs-Korrektur hilft nicht wirklich, weil der Fehler bei unterschiedlichen LichtverhÀltnissen
nicht konstant bleibt sondern stark variiert.
Im Netz behauptet jemand, er habe den Gossen auf 3V neu kalibrieren können.
tatsÀchlich gibt es im inneren des Messers insgesamt 5 Trimm-Potentiometer, mit denen eine Neukalibrierung
im Prinzip möglich wĂ€re .... aber .... erstens lese ich an anderer Stelle, dass der Stellbereich der Potis dafĂŒr
nicht ausreichen soll und zweitens .... wer bitte will ein solches HochprĂ€zisionsgerĂ€t OHNE PrĂŒfstand in
beiden Messbereichen komplett neu abgleichen .... incl. BatterieprĂŒfanzeige???
Ich sage nicht, dass das unmöglich wĂ€re ĂŒber Vergleichsmesspunkte mit bekannten GerĂ€ten .... aber ....
nicht mein Weg! Finger weg von der Werkskalibrierung .... die exakten 2,7V mĂŒssen her!

Die Verwendung von den teuren WINECELL Batterien, die schon nach 4 Monaten
schlapp machen, ist keine sinnreiche Lösung, ein von Gossen angebotener Batterie-Adapter auch nicht,
denn der ist fĂŒr Silberoxid-Batterien, die teuer sind und unterwegs auch nicht zu bekommen ....
ALCALINE gehen damit nicht, weil geringere Spannung.
Meine Lösung ist der Einbau einer DIODE in die Spannungsversorgung des Gossen.
Ein simpeler Vorwiderstand kann den Job nicht machen, weil sein Spannungsfall ja nach dem Ohmschen
Gesetz mit dem Stromfluss schwankt. Der Gossen hat ja keine konstante Stromaufnahme,
denn sie schwankt je nach Lichteinfall erheblich.

Eine Diode kann den Job machen .... Dioden haben in Durchlassrichtung stromflussunabhÀngige
SpannungsfÀlle.

Man unterscheidet drei Typen:

Schottkys ...die haben etwa 150mV Spannungsfall
Germaniumdioden .... die haben etwa 300mV Spannungsfall
Siliciumdioden ..... haben etwa 700mV Spannungsfall

ERGO ... eine Germaniumdiode könnte passen ich gewinne eine aus meiner Grabbelkiste .....

Bild - 2.jpg

Die RĂŒckplatte des Gossen ist geklebt. Mit einem Fön vorsichtig erwĂ€rmt lĂ€sst sie sich
vorsichtig abhebeln .....
Jetzt muss man gucken, wie und wo man die Diode möglichst minimalinvasiv
einlötet .... die PLUS-Seite des Batteriefaches ist besser zugĂ€nglich .... die MINUS-Seite wĂŒrde weiteres
Zerlegen des GerÀtes erfordern .... und es ist dem Stromkreis ja HUPE, wo die Diode verbaut wird:

DIODE: (1N 4007)

Bild - 3.jpg

Bild - 23.jpg

Der spannende Moment nach dem Zusammenbau des Lunasix .....
Folgendes zeigt nun der Batterietest nach Einbau der Diode:

Bild - 5.jpg

PUNKTLANDUNG!

Ich erreiche das Toleranzfeld mit ganz frischen Batterien am rechten Rand, so dass es
bei ermĂŒdenden Batterien noch maximal lange im roten Bereich verbleiben wird.
Mit frischen Mallorys war es ĂŒbrigens genau so.

Victory ... der Gossen ist betriebsbereit!

Der Messabgleich mit zuverlÀssigen GerÀten und einer modernen Digitalkamera bestÀtigt ....
Der Gossen liefert JETZT einwandfrei korrekte Belichtungswerte ab.
Wichtig ist auch der Übergang beider Messbereiche!!
Man muss prĂŒfen, ob der Skalenwert 12 (Ende der LOW-LIGHT Skale) genau mit dem Anfag
der Starklicht-Skale ĂŒbereinstimmt.
Mit einer Schreibtischlampe z.B. lÀsst sich dieser Wert gegen ein Blatt Papier herstellen, so dass sich
fĂŒr Low Light exakt WERT 12 einstellt (Rechtsanschlag).
Ergibt sich beim Umschalten auf Starklicht ebenfalls genau 12, dann stimmt alles exakt ...
die Kalibrierung kann so bleiben, wie sie war .... ist ja auch logisch .... der Messer hat ja seine 2,7V genau.

Ein weiterer Vorteil der Diodenlösung ist, dass der Lunasix jetzt auch VERPOLSICHER ist!

Die originalen PX 625 Batterien konnten nicht falsch herum eingesetzt werden, weil deren
GehÀuse das ausschloss. Die modernen LR44-Batterien kann man theoretisch auch falsch herum
einsetzen. Die Germaniumdiode verhindert jetzt eine dadurch verursachte BeschÀdigung der
Elektronik
. Falsch herum kann jetzt kein Strom mehr fließen!

EIN NACHTTEIL BLEIBT!

Mit der Mallory-Zelle gab es damals keine Falschmessung! Die fiel ja, -wenn verbraucht-, schlagartig ganz aus.
Genau so verhalten sich auch GerĂ€te mit Wheatstone BrĂŒckenschaltung und Alkaline Zellen ...
sie messen richtig oder gar nicht!

Mit diesem Umbau kann es passieren, dass die Batteriespannung unbemerkt unter den zulÀssigen
Toleranzwert abfÀllt, der Gossen also scheinbar arbeitet, aber MIST misst!

Passieren wird das NICHT, wenn man entweder den Batterietest regelmĂ€ĂŸig durchfĂŒhrt oder die LR44 so
nach etwa zwei drei Jahren freiwillig tauscht ....was ja nicht wirklich teuer kommt ....
nur .... wissen muss man's.đŸ€Ł

GrĂŒĂŸe und rettet Film

Klaus

P.S.

NATÜRLICH gibt es zur Verwendung historischer Handbelichtungsmesser "sinnvolle" Alternativen ...
und wenn es eine SMARTPHONE APP ist!
Solche Apps liefern mit Marken-Phones sehr gute Ergebnisse.
Mit einem frĂŒheren Billig-Phone aus China war das anders ... ganz einfach ... die
LichtstÀrke des Kameraobjektives war geflunkert und digital falsch hinterlegt .... klar, dann kann der
digitale Belichtungsmesser auch nicht sauber arbeiten.

NatĂŒrlich kann man auch einen modernen Handbelichtungsmesser mit einer historischen Kamera
nutzen .... ist nicht verboten .... nur .... macht das Spaß?đŸ€Ł
Ist das stilecht?
Will man Digitaltechnik nutzen, wenn man mal ANALOG photographiert???
Passt das?
Ich sage mal NÖÖÖ! Ein klassischer Lichtmesser gehört zu einer klassischen Kamera ...
und es ist doch auch machbar!
Fragen? Immer gerne ... ich weiß noch mehr!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #2
Ergebnisse:

Bild - 16.jpg

Diesen SW-Film habe ich bei ISO 400 (27 DIN) mit einer historischen Kamera aus den frĂŒhen 1960er Jahren belichtet.
Zu sehen sind Szenen bei absolutem Schwachlicht und bei hellem Sonnenlicht.
Die Kamera hat keinerlei Belichtungssysteme und schon gar keine Belichtungsautomatik. Eingebaut ist zwar ein ungekoppelter
sehr gut funktioniernder Selen Lichtmesser (METRAWATT), den ich aber nicht verwendet habe.
Alle Belichtungen wurden also mit dem Gossen LUNASIX 3 bestimmt.

Wie man sieht, gibt es keine einzige Fehlbelichtung sondern extrem gleichmĂ€ĂŸige Dichte (SchwĂ€rzung) aller Frames.

Der Lunasix ist und bleibt ein SpitzengerÀt, das (so umgebaut) keinen Vergleich mit modernster Digitalmesstechnik
fĂŒrchten mĂŒsste.

Ich kann diesen URKNALL der Photo-Lichtmess-Technik SEHR empfehlen, denn der Umbau ist ja keine Raketentechnik.

GrĂŒĂŸe und rettet Film😊

Klaus
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #3
Nachtrag:

Wer handwerklich weniger ambitioniert ist, dem kann ich auch historische Belichtungsmesser empfehlen, die OHNE
Umbau genau messen und ad hoc genutzt werden können.

Den Messwertumfang bzw. die LOW-LIGHT-Leistung des Lunasix erreichen sie nicht .... aber .... wer braucht das wirklich??😊
So gibt es durchaus hochprĂ€zise Handlichtmesser ohne technische Schwierigkeiten auch fĂŒr schmales Geld ....
Weil nur wenige wissen, welche GerĂ€te das sind, die z.B. ĂŒber eine Wheatstone-BrĂŒckenschaltung verfĂŒgen und deswegen
keine Probleme mit moderner Stromversorgung machen .... sind sie auch nicht teurer.

GrĂŒĂŸe und rettet Film😊

Klaus
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #4
Was fĂŒr ein hochinteressanter Beitrag. Danke dafĂŒr
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #5
Was fĂŒr ein hochinteressanter Beitrag. Danke dafĂŒr
Sehr gerne .... und danke fĂŒr die Reaktion!😊

Wie so oft schreibe ich Dinge, die natĂŒrlich nur wenige interessieren. Ich lese aber selber auch viele BeitrĂ€ge im Netz, die
interessierte Liebhaber OHNE RĂŒcksicht darauf geschrieben haben, dass sie damit irgendetwas "erreichen" können.😊

Was die klassische Photographie betrifft, bleibe ich einfach optimistisch .... das Blatt hat sich schon gewendet .... auch junge Leute sind zunehmend daran interessiert, Photographie mal ganz anders zu erleben .... die Sache kommt wieder .... wird ĂŒberleben!😊

GrĂŒĂŸe und viel Spaß mit Film

Klaus
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #6
Ein weiterer positiver Aspekt beim Lunasix 3 ist die Möglichkeit der Lichtmessung, die meines Wissens bisher bei keiner Digitalkamera möglich ist.

Danke fĂŒr den informativen Bericht.
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #7
Hallo zusammen,

ICH VERSTEHE ES NICHT MEHR! đŸ€Ł Ich schwöre, dass ich NICHT dnach gesucht habe ..... aber ....
seit heute Nachmittag habe ich einen weiteren in diesem Zusammenhang interessanten Lichtmesser!

Ich wollte gar nicht! Meine Frau wollte in einen Trödelladen, weil ihr altes Geschirr im Schaufenster gefiel.
Es regnete sowieso, also ging ich mit rein!
Da fÀllt mir doch diese kleine Ledertasche auf ...... unter ganz ganz anderen Sachen, die gar nix mit PHOTO zu tun hatten;

Bild - 17.jpg

Ich frage und gucke rein .... und ich kriege GEFÜHLE ...... ich frage nach, was ich bezahlen soll ..... ich habe mehr dafĂŒr bezahlt, als gefordert, weil ich weiß, was ich da habe!

Bild - 18.jpg

Das ist ein 86 Jahre alter REX-Lichtmesser .... in unfassbar gutem wirklich NAGELNEU-Zustand.
Ein ganz frĂŒher SELEN-Messer, der 1937 38 Reichsmark gekostet hatte.
Ich kann ihn jetzt heute nicht mehr bei Tageslich testen .... nur bei Schwachlicht .... aber .... die SELEN-Zelle
ist TOP-frisch in Ordnung und misst schonmal dĂŒsteres Lampenlicht absolut korrekt!

Dieser Lichtmesser ist absolut sicher gebaut, denn:

Bild - 19.jpg

Seine Selen-Lichtmessplatte wird nach unten ausgeklappt und ist nach jeder Messung eingeklappt völlig sicher
vor jeglicher ungesunder Dauerbelichtung!

Das Ding ist natĂŒrlich einen eigenen Faden wert ... aber warum ich es hier erwĂ€hne ......

Ich hatte oben ALTE Einheiten und Lichtmess-Werte erwÀhnt und darauf hingewiesen, dass das auch heute kein Problem ist,
wenn man sich damit auskennt.

Vor dem Krieg war neben der damals noch neuen DIN-Skale noch die Einheit SCHEINER in Gebrauch!
Und HIER taucht sie dann auch auf!

Bild - 20.jpgBild - 21.jpg

Bild - 22.jpg

Dieses SchmuckstĂŒck ist noch auf ALTE DIN und GRAD-Scheiner geeicht (natĂŒrlich tauchen hier die Vorkriegs-
Verschlusszeiten auf):

Aus diesem Grunde erweitere ich mal meine oben schon gezeigte Vergleichstabelle um die historische Lichtmess-Einheit
Grad-Scheiner:

Scheiner.jpg

Mich haut es um! 86 Jahre alt und funktioniert, wie am ersten Tag .... fliegt zwischen altem Trödel herum ... sogar die originale
Anleitung ist noch dabei .... interessante Rechtschreibung 1937!! Auf jeden Fall "Photo" noch mit PH ... wie ich das mag!

38 Reichsmark hatten 1937 eine Kaufkraft von heute 190 Euro ... aber ... das sagt NICHTS aus!
Man konnte sich nÀmlich damals generell viel weniger kaufen, als heute!
Der Stundenlohn lag 1937 bei 62 Pfennigen .... nur um mal eine Vorstellung zu gewinnen, wie teuer solche Sachen damals waren.
Nur wenige Photographen hatten solchen Luxus! In aller Regel wurden Belichtungen damals noch "geaschÀtzt".
😊

Ein wunderschönes ERSTAUNLICH lichtempfindliches GerÀt mit zwei umschaltbaren Messbereichen .... wirklich HIGH-TECH!

Warum die DIN SKALE bei 21 ALT-DIN (heute 200 ISO) endet???!!!😊

Ganz einfach .... es gab keine höher empfindlichen Filme ..... ach ja .... in der Anleitung ist auch noch von "Glasplatten" die Rede.
SICHER ist eines ..... der REX wird noch zum Einsatz kommen .... der ist nicht nur fĂŒr's Museum .... der kann noch und der wird noch!

REX Messinstrumentebau GmbH, MĂŒnchen ein StĂŒck deutsche Wertarbeit!

GrĂŒĂŸe und rettet Film😊

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #8
Das mit der Klappe ist natĂŒrlich genial.
Wundere mich, dass dies nicht grundsÀtzlich so gehandhabt wurde.
War der Verschleiß der Selenzellen durch stĂ€ndigen Lichteinfall damals nicht bekannt?
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #9
Das mit der Klappe ist natĂŒrlich genial.
Wundere mich, dass dies nicht grundsÀtzlich so gehandhabt wurde.
War der Verschleiß der Selenzellen durch stĂ€ndigen Lichteinfall damals nicht bekannt?
Nein .... leider nicht! Man wusste tatsÀchlich erst so gegen Ende der 1970er, dass da ein Langzeit Problem bestand!
Zuerst fielen die stÀndig dem Dauerlicht ausgesetzten Selenzellen aus, die in den Kameras verbaut waren.
Kameras, die in ihren Taschen gelagert waren hatten das Problem nicht .... so kam man darauf.

Mir ist KEINE Bedienungsanleitung eines Selen-Messers bekannt, wo darauf hingewiesen wird, dass die GerĂ€te vor Dauerlicht zu schĂŒtzen sind.
Wie gesagt .... von den Handmessern haben sehr viele ĂŒberlebt, weil viele ja eben in den Taschen lichtsicher waren.

GrĂŒĂŸe und viel Spaß mit Film

Klaus
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #10
Bravo. Vielen Dank fĂŒr deinen Beitrag. Von mir aus mehr davon. Das ist unglaublich wertvolles Wissen. FĂŒr Menschen die interessiert und fĂŒr die anderen...naja weniger wertvoll. Aber eines ist sicher: Wenn wir in der Szene das Wissen nicht Weitereichen ist es in ein paar Jahrzehnten futsch. Und genau das ist der Anspruch an uns Leuten aus jĂŒngeren Generationen. Wissen erhalten und leben. Ich denke da immer an meinem Dorfnachbarn. Er ist Anfang 20 und lebt Film- und Photographie. Wir versuchen so weit es geht uns zusammen zu tun und uns zu helfen. In diesem Sinne,
Allzeit gut Licht!
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #11
Bravo. Vielen Dank fĂŒr deinen Beitrag. Von mir aus mehr davon. Das ist unglaublich wertvolles Wissen. FĂŒr Menschen die interessiert und fĂŒr die anderen...naja weniger wertvoll. Aber eines ist sicher: Wenn wir in der Szene das Wissen nicht Weitereichen ist es in ein paar Jahrzehnten futsch. Und genau das ist der Anspruch an uns Leuten aus jĂŒngeren Generationen. Wissen erhalten und leben. Ich denke da immer an meinem Dorfnachbarn. Er ist Anfang 20 und lebt Film- und Photographie. Wir versuchen so weit es geht uns zusammen zu tun und uns zu helfen. In diesem Sinne,
Allzeit gut Licht!
.... vielen Dank!
Es ist DEFINITIV so!

leider hat man bei GOSSEN selber offensichtlich keine wirkliche Ahnung mehr von den "eigenen" alten Produkten, weil es die damaligen Mitarbeiter einfach leider nicht mehr gibt.
Da wird ein Batterieadapter auch fĂŒr GerĂ€te angeboten, die den definitiv gar nicht benötigen, weil sie damals schon Wheatstone-BrĂŒckenschaltungen hatten.
Klar .... die mĂŒssen NEUES verkaufen, können sich nur beschrĂ€mkt um alte Sachen kĂŒmmern .... aber es ist dann sehr hilfreich, wenn
man Infos im Netz bekommen kann, die einem Faktencheck auch standhalten .... daher auch meine BemĂŒhungen.

EGAL: Wer einen -bis heute- erstklassig genauen und höchst-lichtempfindlichen Handbelichtungsmesser fĂŒr ganz schmales Geld möchte und eine Pfennigs-Diode einlöten kann, der hat mit diesem GerĂ€t den BANG FOR THE BUCK gefunden.😊

In diesem Sinne ....

Viel Spaß mit Film

Klaus
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #12
Leider hat man bei GOSSEN selber offensichtlich keine wirkliche Ahnung mehr von den "eigenen" alten Produkten, weil es die damaligen Mitarbeiter einfach leider nicht mehr gibt. Da wird ein Batterieadapter auch fĂŒr GerĂ€te angeboten, die den definitiv gar nicht benötigen, weil sie damals schon Wheatstone-BrĂŒckenschaltungen hatten.
Toller Beitrag, ich hatte mir seinerzeit den Lunasix 3 angeschafft weil ich mich auf Nachtaufnahmen konzentriert hatte, genau dafĂŒr wurde er auch entwickelt, daher auch der klingende Name. Das schwarze Lederetui, in dem er geliefert wurde, habe ich auch noch. Das Batterieproblem hat sich aber bis heute bei mir nicht ergeben, 1. weil dessen Batteriespannung immer noch beim Test mitten im roten Bereich liegt und 2. ich im Notfall den Gossen-Batterieadapter auch noch habe. Dieser wurde allerdings erst sehr viel spĂ€ter beschafft. DafĂŒr wurde ich damals auch noch von einem HĂ€ndler mit leeren Versprechungen etwa einen Monat lang hingehalten, bis mir der Geduldsfaden riß und ich den Adapter aus Kanada liefern ließ, weil er in Europa angeblich nicht lagernd war. 😒

Ich möchte an dieser Stelle auch noch darauf hinweisen, daß Gossen ausdrĂŒcklich SR44 Silberoxyd-Batterien, die eine Spannung von 1,55 V haben, empfiehlt und daher die LR44 fĂŒr den Adapter unbrauchbar sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #13
Das ist unglaublich wertvolles Wissen, fĂŒr Menschen die es interessiert und fĂŒr die anderen ... naja weniger wertvoll. Aber eines ist sicher: Wenn wir in der Szene das Wissen nicht weiterreichen ist es in ein paar Jahrzehnten futsch und genau das ist der Anspruch an uns Leuten aus jĂŒngeren Generationen.
Genau so ist es in vielen Bereichen, man denke dabei nur an den , der in den Niederlanden praktisch neu entwickelt werden mußte, da die Leute die damit in den USA betraut waren nicht mehr existieren. NatĂŒrlich könnte man dabei auch die Frage stellen, ob man so etwas heute noch braucht? Allerdings gibt es bis heute in unserer voll digitalisierten Welt nichts anderes mehr, das den Charme dieser Filme ersetzen könnte. Wer heute immer noch mit z.B. einer Land Camera unterwegs ist, kann damit jedenfalls immer noch seinen Spaß haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #14
(...)
Ich möchte an dieser Stelle auch noch darauf hinweisen, daß Gossen ausdrĂŒcklich SR44 Silberoxyd-Batterien, die eine Spannung von 1,55 V haben, empfiehlt und daher die LR44 fĂŒr den Adapter unbrauchbar sind.
Ja allerdings! Ich hatte das ja oben bei meinen Überlegungen zum LR44 Umbau auch erwĂ€hnt.
Die Silberoxid Batterrien haben eine noch flachere GehÀuseform, so dass LR44-Typen auch gar nicht in den Batterieadapter
passen!

Dass SR43 Batterien teuer sind (der Adapter erst recht!), ist viel weniger das Problem, als dass sie "vor Ort" leider nie verfĂŒgbar sind, wenn man sie dringend braucht also quasi immer bestellt werden mĂŒssen.

Ich kann den 3V-Umbau wirklich empfehlen! Das handwerkliche Geschick vorausgesetzt, kostet das Peanuts und ist die praxisgerechteste Lösung.

GrĂŒĂŸe und rettet Film

Klaus
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #15
Ich hatte das ja oben bei meinen Überlegungen zum LR44-Umbau auch erwĂ€hnt. Die Silberoxid-Batterien haben eine noch flachere GehĂ€useform, so dass LR44-Typen auch gar nicht in den Batterieadapter passen! Dass SR44-Batterien teuer sind (der Adapter erst recht!), ist viel weniger das Problem, als dass sie "vor Ort" leider nie verfĂŒgbar sind, wenn man sie dringend braucht, also quasi immer bestellt werden mĂŒssen.
Seien wir mal ehrlich, wenn jemand tatsĂ€chlich ambitioniert genug ist, um mit seiner AusrĂŒstung zu reisen, dann sollte man auch voraussetzen können, daß ein entsprechender Vorrat an Batterien mitgefĂŒhrt wird. Der Aufwand an Zubehör bei modernen Digitalkameras ist im Vergleich wesentlich grĂ¶ĂŸer. Akkus, Speicherkarten, LadegerĂ€te und Reisesteckerset sowie Massenspeicher und Laptop samt aller Kabel und Adapter sind mitzufĂŒhren. Bei analogen Filmkameras hingegen reichen sehr oft bereits 4 Stk. SR44 aus, die man zuvor im KĂŒhlschrank gut geschĂŒtzt in einem wasserdichten KunststoffbehĂ€lter gelagert hat.

Wenn ich z.B. mit meiner Nikon F2 Photomic und/oder meiner Nikon FE lĂ€nger unterwegs bin, dann weiß ich, daß man mitunter nicht ĂŒberall sofort die passenden (SR44) Batterien bzw. Filme bekommt, daher fĂŒhre ich sie in der nötigen StĂŒckzahl einfach mit. Fotografen die das nicht schaffen disqualifizieren sich dabei selbst!

Noch ein Wort zu externen Belichtungsmessern im allgemeinen:
Heute werden die nurmehr in sehr seltenen FĂ€llen benutzt. Bei Filmsets, Studiofotografen, Großbildkameras bzw. alten Kameras ohne integrierte Meßtechnik und Langzeitbelichtungen unter schwierigen VerhĂ€ltnissen. Sonst aber nirgendwo mehr, da die heutige Meßtechnik moderner Kameras so ausgefeilt ist und genau funktioniert, daß es keinen Sinn mehr macht auch noch einen Belichtungsmesser mitzufĂŒhren.
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #16
Alles gut, ich bin ehrlich .... alles richtig! 👍

Der Frage nach dem "Sinn" stelle ich allerdings nicht mehr wirklich.đŸ˜‚đŸ€Ł

Grund: DAS VERLIERE ICH!đŸ€Ł

Was ich seit vielen Jahren im Bereich Photographie so treibe hat noch nie Sinn gemacht .... aber unendlich viel SPAß, den ich mit
vielen anderen teilen durfte.

Die komplette FILM-RETRO-Bewegung, -die ich sehr begrĂŒĂŸe- macht (nĂŒchtern betrachtet!) auch keinen Sinn .... liefert aber die
Chance, eine Seite der Photographie (wieder) zu erleben, die dann fĂŒr immer unwiederbringlich stirbt, wenn niemand mehr
nostalgischen photographischen "Unsinn" treibt.

Dass ich nicht der einzige "Spinner" bin, zeigt der RETRO-Trend in Sachen Film-Photographie.

Auch wenn's jetzt "philosophisch" wird und natĂŒrlich auch "Quatsch" ist ...... KEIN einziges photographisches Werkzeug
schafft so klar VERSTÄNDNIS fĂŒr das Thema Belichtung (egal ob nun fĂŒr lichtempfindliches Material oder auf einem Bildsensor),
wie gerade ein Handbelichtungsmesser.


"Brauchen" tut das NIEMAND!

Die weitaus allermeisten Photos werden heute OHNE jede Kenntnis solcher ZusammenhĂ€nge (hochkant) aufgenommen.😊

Wie gesagt .... wer Ă€hnlichen Spaß wie ich möchte, wer mal mit historischen Kameras losziehen möchte, wer auch etwas Interesse
an analoger Elektronik mitbringt, dem helfe ich gerne, den besten Handbelichtungsmesser der 1960er Jahre wieder fit fĂŒr die Zukunft zu machen .... völlig sinnfrei.😊

GrĂŒĂŸe, viel Spaß mit FILM und einen guten Rutsch nach 2024😊

Klaus
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #17
Zusatz INFO:
Ich habe jetzt inzwischen sieben Lunasix Handmesser auf die oben beschriebene Weise umgerĂŒstet.
(Jetzt ist wirklich Schluss ..... ich weiß auch inzwischen niemanden mehr, der noch einen nutzen wĂŒrde)

Die sind alle unterschiedlich verkabelt und auch die Hauptplatine ist (merkwĂŒrdigerweise) auch mal von
verschiedenen Seiten bestĂŒckt.

Wenn sich die DIODE nicht so, wie oben gezeigt einlöten lÀsst, weil z.B. das Spannungs-Versorgungskabel unterhalb der
Platine angelötet ist, dann bitte einfach ein Bild hier einstellen .... es gibt immer eine Lösung OHNE die Platine komplett
auszubauen, denn das wÀre wirklich fummellig und schwierig.

EINER der MONDLICHTMESSER kam doch tatsÀchlich mit zwei tadellos frischen PX-625 Quecksilber-Knopfzellen hier an.
Das war insofern sehr interessant, als dass ich so mal die Originalmotorisierung gegen meinen 3V-Umbau vergleichsmessen konnte.

Das erfreuliche Ergbnis ist tatsÀchlich, dass das GerÀt vor und nach dem Umbau ganz exakt gleich misst.

ZusatzgerĂ€te fĂŒr den Gossen Lunasix 3

FĂŒr den Lunasix 3 gibt es (bis heute gut verfĂŒgbar und fĂŒr schmales Geld) mehrere VorsatzgerĂ€te: Televorsatz, Photolabor-Vorsatz und Micro-Vorsatz.

Gossen Adapter.jpeg

Von diesen VorsÀtzen ist IMHO der Televorsatz mit seinem Messsucher der interessanteste!
Mit diesem Tele- oder SPOT-Messvorsatz lÀsst sich der Messkreiswinkel von 30 Grad auf wahlweise 15 oder 7,5 Grad bei der Objektmessung reduzieren, so dass ganz exakte Spot-Messungen möglich werden. Im Messsucher sieht man dann wirklich ganz genau, was man tatsÀchlich misst.

GrĂŒĂŸe und viel Spaß mit Film

Klaus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #18
Hallo Klaus,
ich habe heute meinen Lunasix (den mit einer Knopfzelle, nicht den Lunasix3) auch mal zwecks Einlöten einer Diode aufgeschraubt. Hat nach deiner Anleitung auch wunderbar funktioniert, nur solltest du bei deiner Anleitung noch dazu schreiben, dass beim Öffnen die winzig kleine Kugel nebst ebenso kleiner Feder sich ins Nirwana verabschieden kann, wenn man nicht weiß dass sich selbige in dem Schieber fĂŒr Hell/Dunkel befindet. Ich hatte GlĂŒck und es gerade noch rechtzeitig bemerkt. Aber das ist nicht der Grund warum ich dir schreibe. Ich hatte nĂ€mlich nach dem Entfernen der Skala (damit man gut an die RĂŒckseite des Batteriefachs ran kommt) gesehen, dass da insgesamt 5 Kabel angelötet sind. 2 fĂŒr plus, 1 fĂŒr Minus und dann nochmal je eine fĂŒr Plus und Minus, die, wenn ich richtig gesehen habe, direkt an die Photozelle gingen (vielleicht gehen die auch woanders hin, so genau hab ich das jetzt nicht eruiert). Wenn man jetzt nur in die Versorgungsspannung fĂŒr die Elektronik die Diode einlötet, bekommt die Photozelle (oder was auch immer) ja immer noch die volle Batteriespannung ab. Ich habe mich daher entschlossen den Lunasix wieder zu schließen, um mir auch einen Adapter fĂŒr das Batteriefach zu basteln. Muss nur noch auf die bestellten Schottky's warten (da bei mir ja nur eine Zelle drin ist). Hab das mit ner Germaniumdiede schon erfolgreich getestet, nur ist da der Spannungsabfall zu groß. Ich hoffe dass es dann mit den Schottky's funktioniert. Was meinst Du jetzt zu meiner BefĂŒrchtung wegen der Stromversorgung der Photozelle? Weil schöner und einfacher wĂ€re es halt schon, die Diode im GehĂ€use zu platzieren. WĂ€re schön wenn dich darauf nochmal melden wĂŒrdest
Gruß, Roman
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #19
So, die Schottky's sind heute gekommen. 20 Minuten Bastelzeit, und der "Adapter" war fertig. Ich hab einfach einen dĂŒnnen Karton in der GrĂ¶ĂŸe des Batteriefachs (minimal grĂ¶ĂŸer, damit er schön klemmt) ausgeschnitten und die Diode durchgesteckt. Dann unterhalb des Kartons den Anschlussdraht "aufgewickelt" und oberhalb des Kartons den anderen Anschlussdraht aufgewickelt. Dann die Diode unterhalb des Kartons im Batteriefach so positioniert, dass sie neben (nicht auf) dem Minuspolstreifen zum liegen kommt (die ist wirklich mini, kaum dicker als der Minuspol). Dann im Batteriedeckel die Feder ausgebaut, die LR44 mit einem O-Ring (wie von dir und anderen beschrieben) ausgerĂŒstet und den Deckel eingeschraubt. Beim ersten Zudrehen muss mann ein wenig sanfte "Gewalt" anwenden, dass sich die Konstruktion perfekt im Batteriefach "setzt". Dann der spannende Moment, und exakt wie bei dir (Klaus) der Zeiger bei der BatterieprĂŒfung kurz vorm Ende des rechten Randes vom roten Marker. Ich hab dann die LR44 (neu) wieder rausgenommen, und die gebrauchte V625U wieder reingemacht (die bisher drin war), und jetzt auch bei mir absolute "Punktlandung", der Zeiger steht mit der gebrauchten Zelle (1,52 V) genau in der Mitte vom Marker.
 
  • GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr .... Beitrag #20
Scheinbar ist mein erster post nicht veröffentlich worden??
Daher post ich den nochmal. Falls er dann doppelt sein sollte, einfach einen wieder löschen (Admin)

Also hier der erste post, der vor den oben gehört:

Hallo Klaus,
ich habe heute meinen Lunasix (den mit einer Knopfzelle, nicht den Lunasix3) auch mal zwecks Einlöten einer Diode aufgeschraubt. Hat nach deiner Anleitung auch wunderbar funktioniert, nur solltest du bei deiner Anleitung noch dazu schreiben, dass beim Öffnen die winzig kleine Kugel nebst ebenso kleiner Feder sich ins Nirwana verabschieden kann, wenn man nicht weiß dass sich selbige in dem Schieber fĂŒr Hell/Dunkel befindet. Ich hatte GlĂŒck und es gerade noch rechtzeitig bemerkt. Aber das ist nicht der Grund warum ich dir schreibe. Ich hatte nĂ€mlich nach dem Entfernen der Skala (damit man gut an die RĂŒckseite des Batteriefachs ran kommt) gesehen, dass da insgesamt 5 Kabel angelötet sind. 2 fĂŒr plus, 1 fĂŒr Minus und dann nochmal je eine fĂŒr Plus und Minus, die, wenn ich richtig gesehen habe, direkt an die Photozelle gingen (vielleicht gehen die auch woanders hin, so genau hab ich das jetzt nicht eruiert). Wenn man jetzt nur in die Versorgungsspannung fĂŒr die Elektronik die Diode einlötet, bekommt die Photozelle (oder was auch immer) ja immer noch die volle Batteriespannung ab. Ich habe mich daher entschlossen den Lunasix wieder zu schließen, um mir auch einen Adapter fĂŒr das Batteriefach zu basteln. Muss nur noch auf die bestellten Schottky's warten (da bei mir ja nur eine Zelle drin ist). Hab das mit ner Germaniumdiede schon erfolgreich getestet, nur ist da der Spannungsabfall zu groß. Ich hoffe dass es dann mit den Schottky's funktioniert. Was meinst Du jetzt zu meiner BefĂŒrchtung wegen der Stromversorgung der Photozelle? Weil schöner und einfacher wĂ€re es halt schon, die Diode im GehĂ€use zu platzieren. WĂ€re schön wenn dich darauf nochmal melden wĂŒrdest
Gruß, Roman
 
Thema:

GOSSEN LUNASIX 3 ... Batterieproblem, Kalibrierung und mehr ....

Ähnliche Themen
ZurĂŒck
Oben Unten