Klaus-R
Moderator
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Hallo zusammen,
Ich hatte keinen Ehrgeiz, meine "Sammlung" an Beroflex-Teleobjektiven zu vervollständigen aber
ganz ZUFÄLLIG kam die letzte "Tüte" jetzt durch eine Zufallsbegegnung auf einem Trödelmarkt auch noch
dazu.
NACHTRAG: EINE VARINTE FEHLTE NOCH, WIE ICH SPÄTER BEMERKTE ...... unten stelle ich noch die
400mm/6,3 Kurzbau-Variante vor!
I proudly present: BEROFLEX-WUNDERTÜTEN und zwar alle:
Ich muss zu diesen historisch preisgünstigen "Wundertüten" genannten Objektiven nicht mehr viel schreiben, denn ich hatte das vor 14 Jahren schon getan:
Beroflex 500mm F:8,0 "Wundertüte" ... der Test (72er Ausführung gegen 67er)
Dass man damit wirklich hochwertige Telephotos machen kann, haben hier im Forum schon mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezeigt.
Während die 500mm "Tüte" heute sogar immer noch von Samyang gebaut wird und auch unter dem Label "Wallimex" angeboten wird, sind alle anderen Wundertüten, die Anfang der 1970er Jahre zunächst als BEROFLEX-Objektive auftauchten inzwischen historisch.

Die 500mm/f:8 Ausführung gibt es tatsächlich in zwei Ausführungen. Die extrem lange Variante (ganz rechts)
hat eine 72mm Frontlinse, während die kürzere Variante (daneben zu sehen) nur eine 67mm Frontlinse
(also Filtergewinde) aufweist.
Mich hatte damals (im oben verlinkten Beitrag) schon interessiert, ob die kürzere, leichtere und linsenkleinere
Variante wirklich gleich lichtstark ist und ob sie im Vergleich optisch genau so gut abschneidet.
Tatsächlich gab es keinen Grund, sich für die "fettere" Variante zu entscheiden .... beide liefern sehr gut ab und
die zierlichere Ausführung ermöglicht einen etwas kürzeren Mindestfokus.

Gemeinsamkeiten:
Alle Beroflexe sind Vierlinser! Die Frontlinsengruppe kann gekittet sein (Achromat) oder in Einzellinsen
ausgeführt sein.
Das 72er 500mm/F:8 und das 400mm/F:6,3 haben z.B. solche Front-Achromaten.
Die beiden hinteren Linsen zeige ich hier mal zerlegt beim 300mm (auch eine Trödel-Fund). Hier war
Action angesagt, weil diese Linsen nach einer dringenden Reinigung riefen:

Alle Beroflexe haben sehr schön kreisrund schließende vielblättrige Vorwahl-Blenden .... hier mal am
200mm/F:4,5 gezeigt:

Vorwahl Blende heißt, dass es keine Springblenden-Funktion gibt, sondern das die Arbeitsblende
vorgewählt werden muss (oberer gerasterter Blendenring) Am unteren Ring wird dann die Blende
durch Drehen von "O" = open nach "C" = Closed auf die eben vorgewählte Arbeitsblende bis "Anschlag"
geschlossen. So kann man offen fokussieren und kurz vor der Aufnahme dann auf Arbeitsblende
schließen.
Alle Beroflexe sind vergütet und aufgrund ihrer vierlinsigen Rechnung und der kreisrund schließenden
Blenden sehr bokehschön, scharf und kontraststark.
Leider greifen die Naheinstellgrenzen der gesamten Baureihe nicht allzu nahe .... was man allerdings
optisch problemlos mit Zwischenringen umgehen kann.
Alle Beroflexe sind T2-Objektive, können also mit sog. T2-Adaptern an beliebige System-Kameras
adaptiert werden .... klassich, wie digital.
Weniger bekannt ist, dass die Beroflexe einen sehr großen Bildkreis ausleuchten, der deutlich über
Kleinbild (Vollformat) hinausgeht.
So habe ich auch noch eine hier nicht gezeigte Variante der Firma DÖRR, die einen MAMIYA-SEKOR 645
Anschluss hat, also für Mittelformat 4,5x6cm genutzt werden kann.
Alle Beroflexe waren damals und sind bis heute sehr günstig zu haben und mein absoluter Tele-Tipp!
Alle Beroflexe sind hochwertig aus Leichtmetall gefertigt und sie sind alle "FEDERLEICHT" und deswegen
nicht nur "leicht" zu schleppen sondern auch aus der Hand komfortabel zu halten.
Dass sie keine Rekord-Lichtstärken liefern hält sie erstens schlank und leicht und ist gerade heute mit den
hoch ISO-starken Digi-Systemkameras kaum noch der klassiche Nachteil.
Verfügbarkeit:
Die 500//8er und die 400/6,3er sind leicht zu finden und immer günstig zu haben.
Die 300er/5,6 ist inzwischen selten geworden .....
Die 200mm/4,5 er ist sehr selten .... fast schon eine Rarität
Grüße und schöne Photos
Klaus
Ich hatte keinen Ehrgeiz, meine "Sammlung" an Beroflex-Teleobjektiven zu vervollständigen aber
ganz ZUFÄLLIG kam die letzte "Tüte" jetzt durch eine Zufallsbegegnung auf einem Trödelmarkt auch noch
dazu.
NACHTRAG: EINE VARINTE FEHLTE NOCH, WIE ICH SPÄTER BEMERKTE ...... unten stelle ich noch die
400mm/6,3 Kurzbau-Variante vor!
I proudly present: BEROFLEX-WUNDERTÜTEN und zwar alle:
Ich muss zu diesen historisch preisgünstigen "Wundertüten" genannten Objektiven nicht mehr viel schreiben, denn ich hatte das vor 14 Jahren schon getan:
Beroflex 500mm F:8,0 "Wundertüte" ... der Test (72er Ausführung gegen 67er)
Dass man damit wirklich hochwertige Telephotos machen kann, haben hier im Forum schon mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezeigt.
Während die 500mm "Tüte" heute sogar immer noch von Samyang gebaut wird und auch unter dem Label "Wallimex" angeboten wird, sind alle anderen Wundertüten, die Anfang der 1970er Jahre zunächst als BEROFLEX-Objektive auftauchten inzwischen historisch.

Die 500mm/f:8 Ausführung gibt es tatsächlich in zwei Ausführungen. Die extrem lange Variante (ganz rechts)
hat eine 72mm Frontlinse, während die kürzere Variante (daneben zu sehen) nur eine 67mm Frontlinse
(also Filtergewinde) aufweist.
Mich hatte damals (im oben verlinkten Beitrag) schon interessiert, ob die kürzere, leichtere und linsenkleinere
Variante wirklich gleich lichtstark ist und ob sie im Vergleich optisch genau so gut abschneidet.
Tatsächlich gab es keinen Grund, sich für die "fettere" Variante zu entscheiden .... beide liefern sehr gut ab und
die zierlichere Ausführung ermöglicht einen etwas kürzeren Mindestfokus.

Gemeinsamkeiten:
Alle Beroflexe sind Vierlinser! Die Frontlinsengruppe kann gekittet sein (Achromat) oder in Einzellinsen
ausgeführt sein.
Das 72er 500mm/F:8 und das 400mm/F:6,3 haben z.B. solche Front-Achromaten.
Die beiden hinteren Linsen zeige ich hier mal zerlegt beim 300mm (auch eine Trödel-Fund). Hier war
Action angesagt, weil diese Linsen nach einer dringenden Reinigung riefen:

Alle Beroflexe haben sehr schön kreisrund schließende vielblättrige Vorwahl-Blenden .... hier mal am
200mm/F:4,5 gezeigt:

Vorwahl Blende heißt, dass es keine Springblenden-Funktion gibt, sondern das die Arbeitsblende
vorgewählt werden muss (oberer gerasterter Blendenring) Am unteren Ring wird dann die Blende
durch Drehen von "O" = open nach "C" = Closed auf die eben vorgewählte Arbeitsblende bis "Anschlag"
geschlossen. So kann man offen fokussieren und kurz vor der Aufnahme dann auf Arbeitsblende
schließen.
Alle Beroflexe sind vergütet und aufgrund ihrer vierlinsigen Rechnung und der kreisrund schließenden
Blenden sehr bokehschön, scharf und kontraststark.
Leider greifen die Naheinstellgrenzen der gesamten Baureihe nicht allzu nahe .... was man allerdings
optisch problemlos mit Zwischenringen umgehen kann.
Alle Beroflexe sind T2-Objektive, können also mit sog. T2-Adaptern an beliebige System-Kameras
adaptiert werden .... klassich, wie digital.
Weniger bekannt ist, dass die Beroflexe einen sehr großen Bildkreis ausleuchten, der deutlich über
Kleinbild (Vollformat) hinausgeht.
So habe ich auch noch eine hier nicht gezeigte Variante der Firma DÖRR, die einen MAMIYA-SEKOR 645
Anschluss hat, also für Mittelformat 4,5x6cm genutzt werden kann.
Alle Beroflexe waren damals und sind bis heute sehr günstig zu haben und mein absoluter Tele-Tipp!
Alle Beroflexe sind hochwertig aus Leichtmetall gefertigt und sie sind alle "FEDERLEICHT" und deswegen
nicht nur "leicht" zu schleppen sondern auch aus der Hand komfortabel zu halten.
Dass sie keine Rekord-Lichtstärken liefern hält sie erstens schlank und leicht und ist gerade heute mit den
hoch ISO-starken Digi-Systemkameras kaum noch der klassiche Nachteil.
Verfügbarkeit:
Die 500//8er und die 400/6,3er sind leicht zu finden und immer günstig zu haben.
Die 300er/5,6 ist inzwischen selten geworden .....
Die 200mm/4,5 er ist sehr selten .... fast schon eine Rarität
Grüße und schöne Photos
Klaus
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