Klaus-R
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Hall zusammen,
Yashica TL-Elektro .... ein Kameraportrait und ich will es diesmal kurz machen!

Sie ist eine von VIELEN Folgekameras der ausgiebig vorgestellten PENTAX-Spotmatic, die den (wie ich es nenne) URKNALL
der TTL-Spiegelreflexkameras in 1964 startete.
LINK:
PENTAX SPOTMATIC ... Kamerportrait
Warum ich die Yashica erwähne???
Nun, sie ist klasse, weil sie ganz einfach solide und zuverlässig FUNKTIONIERT und auch heute noch ihren Beitrag zum
Überleben der FILM-Photographie leisten kann und wird.
UND SIE IST PREISWERT ZU HABEN!!!
Diese hübsche und erstklassig erhaltene Kamera fiel mir im Schaufenster eines Trödelladens ins Auge ... nachgefragt
kostete sie so viel, wie zwei Schachteln Zigarretten ... incl. Objektiv ... und NEIN!!! ICH BIN NICHTRAUCHER!!!
Aber ich weiß, was die Stengel kosten!
KameraKURZgeschichte:
1964 kam die PENTAX-Spotmatic und schon 1966 kam dann die Yashica TL-Super (das Vormodell der
hier besprochenen Yashica TL-Electro, die 1972 erschien und zu retten versuchte, was 1968 mit der
Yashica Electro-X "versaubeutelt" worden war..... dazu jetzt......:
Yashica M42-Modelle:
1966-Yashica TL-Super (Solide TTL-Step-Down-Metering-Kamera mit dem üblichen Drehspulen
Messzeiger im Sucher
1968-Yashica-Electro-X (anfällige und leider unzuverlässige Variante mit batterieabhängigem
elektronischem Tuchschlitzverschluss .... ein technischer Fehlgriff!)
1972-Yashica Electro (wieder abgespeckte aber zuverlässige Version der "Electro-X" aber ohne "X"
und wieder mit mechanischem Tuchschlitzverschluss....
Was war passiert?
Das Original "Yashica TL-Super" war eine damals moderne und sich an den Erfolg der Pentax-Spotmatic angehängte
und erfolgreiche TTL-Arbeitsblenden-Spiegelreflex mit vollmechanischer Arbeitsweise und elektronischem CDS-TTL-
Belichtungsmesser (mit Zeigermesswerk!).
Die "unglückliche" Yashica Electro-X kam dann schon 1968 mit einem batterieabhängigen elektronisch gesteuerten
Tuchschlitzverschluss, der (wie gesagt) nur mit Batteriestrom betrieben werden konnte und als einzigen Vorteil
zu bieten hatte, dass die Verschlusszeiten tatsächlich STUFENLOS regelbar waren .... DAS VEKAUFSRGUMENT!
Nur ..... funktioniert hat das nie wirklich ganz!
Rettung war dann die 1972er Yashica Electro (ohne das "X"), die wieder den mechanischen Schlitzverschluss hatte.
In Sachen "ELECTRO" blieb nur die sucherinterne LED-Belichtungsanzeige, die das Zeigermesswerk der
UR-Yashica TL-Super ersetzte. DIESE VARIANTE gilt dann aber wieder (auch bis heute!) als zuverlässig und problemlos.
EMPFEHLUNG:
Heute empfehle ich die Yashica TL-Super und die Yashica TL-Electro!
Das Modell Yashica TL-Electro-X empfehle ich hier ausdrücklich NICHT, wenn heute damit gearbeitet werden soll.
NOSTALGISCHES:
Meine Yashica TL-Electro ist aus einem Trödelladen, wo sie mir bei einer Tagestour im Schaufenster nicht entgeht.
Sehr schöner Zustand und ein 50mm "FAST Fifty" Normalobjektiv ist auch daran.
Einziges sichtbares Problem: Der Hebel für das Vorlaufwerk (oder Selbastauslöser) fehlt leider:

Ich weiß aber, dass ich eine Yashica TL zu Hause habe .... als Teileträger aus einem mal gekauften
Konvolut, und dass der fehlende Hebel da zu "gewinnen" ist.
So kommt zusammen, was zusammen gehört:

Da ist der Hebel ... vom Teileträger zum "Hoffnungsträger" für Film-Photos ....
Fertig?? Leider nein!
BATTERIEPROBLEM!!!
Das ewige LEID!
Für ihren TTL-Belichtungsmesser benötigt die Yashica völlig exotische Batterien, von denen selbst ich
noch nie etwas gehöert hatte. Sie möchte zwei historische PX 640 Quecksilber Zellen, die natürlich
schon seit 30 Jahren verboten sind.
Ich forsche nach und tatsächlich ... es gibt einen PX640 Nachbau (1,5V satt der nicht mehr machbaren
1,35V), der sich LR52 nennt!
Diese Batterie (und man braucht zwei davon!) kostet mehr, als die Kamera und so muss es mal wieder
anders gehen. Es gibt auch Adapter für die SAUDOOFEN Zink-Luft Hörgerätebatterien, die ich für meine
Batterie-Ersatzlösungen kategorisch ausschließe, weil sie nur wenige Wochen halten!
Kurz..... Mein Batterieadapter für zwei moderne und KOSTNIX LR44 Zellen kostet GANAU 8 CENT....
und das im wahrsten Sinne:



Das Batteriefach der Yashica TL-Electro wird mit genau 8 1-Cent-Stücken unterlegt.
Zwei billige LR44-Zellen werden (wie gezeigt) mit Gummi-O-Ringen (Klempnersortiment!)
an das größere Batteriefach angepasst, Deckel 'drauf und "GO" .... der Lichtmesser
geht, wie neu!

Hier zeigt eine LED-Kelle im Sucher Unterbelichtung an, und wenn man dann
Verschlusszeit und Blende entsprechend "richtig" stellt, dann zeigen beide
Kellen SOOO korrekte Belichtung an:

Und soooo sieht das aus, wenn der TTL-Arbeitsblenden-Lichtmesser Überbelichtung
erkennt:

Die Yashica TL-Elektro (wie auch die TL-Super!) hat kein 1,5V (hier 3V) Problem!
Die Kameras haben erfreulicherweise eingabaute Spannungsangleichung
(Wheatstone-Brückenschaltung) und messen mit den 1,5V Alcaline Zellen genau so
exakt, wie mit den 1,35V Quecksilberzellen von DAMALS!
Warum gerade die PREMIUMHERSTELLER CANON, NIKON und OLYMPUS diese
Spannungsanpassung vermissen ließen, während viele kleinere Hersteller diese
Elektronik einbauten, versteht heute KEINER .... um so schöner, dass auch die
Yashica mit moderner Batteriespannung keine Probleme macht.
OBJEKTIVE:
Yashica M42 Objektive gehören zum BESTEN, was es gibt!!! Leider ist das nicht so sehr
bekannt, wie es sein sollte, weil die Marke nie zum "Profistatus" avancieren konnte!
Ich nutze Yashica M42 Objektive schon sehr lange sehr gerne digital. Es gab alleine
drei verschiedene 50er ... 1,7, 1,8 und 2,0er Offenblenden .... alle Spitze!
An meiner TL ist ein 50mm F:2,0 dran .... ebenfalls sehr gut erhalten.
KULTKAMERA??
Nunja:

ARNIE Schwarzenegger hat sich gerne damit selber abgelichtet .....
FAZIT:
Die genannten beiden Modelle Yashica TL-Super und Yashica TL-Electro sind SEHR
für den heutigen Gebrauch zu empfehlen! Das sind hochwertige und gut gemachte
TTL-Step Down-Metering Kameras, die ähnlich, wie die Pentax-Spotmatic funktionieren
und ein UNIVERSUM an preisgünstigen und sehr guten Objektiven des M42-
Universalbajonettes nehmen.
Günstiger und hochwertiger kann man den einstieg in die Film-Photographie heute
kaum hinbringen.
DAS MODELL Yashica ELECTRO-X kann ich NICHT empfehlen! Das "X" macht hier den
Unterschied, weil der elektronische Verschluss nicht zuverlässig ist!
Grüße und ggfls. viel Spaß mit einer Yashica TL
Klaus
Yashica TL-Elektro .... ein Kameraportrait und ich will es diesmal kurz machen!

Sie ist eine von VIELEN Folgekameras der ausgiebig vorgestellten PENTAX-Spotmatic, die den (wie ich es nenne) URKNALL
der TTL-Spiegelreflexkameras in 1964 startete.
LINK:
PENTAX SPOTMATIC ... Kamerportrait
Warum ich die Yashica erwähne???
Nun, sie ist klasse, weil sie ganz einfach solide und zuverlässig FUNKTIONIERT und auch heute noch ihren Beitrag zum
Überleben der FILM-Photographie leisten kann und wird.
UND SIE IST PREISWERT ZU HABEN!!!
Diese hübsche und erstklassig erhaltene Kamera fiel mir im Schaufenster eines Trödelladens ins Auge ... nachgefragt
kostete sie so viel, wie zwei Schachteln Zigarretten ... incl. Objektiv ... und NEIN!!! ICH BIN NICHTRAUCHER!!!
Aber ich weiß, was die Stengel kosten!
KameraKURZgeschichte:
1964 kam die PENTAX-Spotmatic und schon 1966 kam dann die Yashica TL-Super (das Vormodell der
hier besprochenen Yashica TL-Electro, die 1972 erschien und zu retten versuchte, was 1968 mit der
Yashica Electro-X "versaubeutelt" worden war..... dazu jetzt......:
Yashica M42-Modelle:
1966-Yashica TL-Super (Solide TTL-Step-Down-Metering-Kamera mit dem üblichen Drehspulen
Messzeiger im Sucher
1968-Yashica-Electro-X (anfällige und leider unzuverlässige Variante mit batterieabhängigem
elektronischem Tuchschlitzverschluss .... ein technischer Fehlgriff!)
1972-Yashica Electro (wieder abgespeckte aber zuverlässige Version der "Electro-X" aber ohne "X"
und wieder mit mechanischem Tuchschlitzverschluss....
Was war passiert?
Das Original "Yashica TL-Super" war eine damals moderne und sich an den Erfolg der Pentax-Spotmatic angehängte
und erfolgreiche TTL-Arbeitsblenden-Spiegelreflex mit vollmechanischer Arbeitsweise und elektronischem CDS-TTL-
Belichtungsmesser (mit Zeigermesswerk!).
Die "unglückliche" Yashica Electro-X kam dann schon 1968 mit einem batterieabhängigen elektronisch gesteuerten
Tuchschlitzverschluss, der (wie gesagt) nur mit Batteriestrom betrieben werden konnte und als einzigen Vorteil
zu bieten hatte, dass die Verschlusszeiten tatsächlich STUFENLOS regelbar waren .... DAS VEKAUFSRGUMENT!
Nur ..... funktioniert hat das nie wirklich ganz!
Rettung war dann die 1972er Yashica Electro (ohne das "X"), die wieder den mechanischen Schlitzverschluss hatte.
In Sachen "ELECTRO" blieb nur die sucherinterne LED-Belichtungsanzeige, die das Zeigermesswerk der
UR-Yashica TL-Super ersetzte. DIESE VARIANTE gilt dann aber wieder (auch bis heute!) als zuverlässig und problemlos.
EMPFEHLUNG:
Heute empfehle ich die Yashica TL-Super und die Yashica TL-Electro!
Das Modell Yashica TL-Electro-X empfehle ich hier ausdrücklich NICHT, wenn heute damit gearbeitet werden soll.
NOSTALGISCHES:
Meine Yashica TL-Electro ist aus einem Trödelladen, wo sie mir bei einer Tagestour im Schaufenster nicht entgeht.
Sehr schöner Zustand und ein 50mm "FAST Fifty" Normalobjektiv ist auch daran.
Einziges sichtbares Problem: Der Hebel für das Vorlaufwerk (oder Selbastauslöser) fehlt leider:

Ich weiß aber, dass ich eine Yashica TL zu Hause habe .... als Teileträger aus einem mal gekauften
Konvolut, und dass der fehlende Hebel da zu "gewinnen" ist.
So kommt zusammen, was zusammen gehört:

Da ist der Hebel ... vom Teileträger zum "Hoffnungsträger" für Film-Photos ....
Fertig?? Leider nein!
BATTERIEPROBLEM!!!
Das ewige LEID!
Für ihren TTL-Belichtungsmesser benötigt die Yashica völlig exotische Batterien, von denen selbst ich
noch nie etwas gehöert hatte. Sie möchte zwei historische PX 640 Quecksilber Zellen, die natürlich
schon seit 30 Jahren verboten sind.
Ich forsche nach und tatsächlich ... es gibt einen PX640 Nachbau (1,5V satt der nicht mehr machbaren
1,35V), der sich LR52 nennt!
Diese Batterie (und man braucht zwei davon!) kostet mehr, als die Kamera und so muss es mal wieder
anders gehen. Es gibt auch Adapter für die SAUDOOFEN Zink-Luft Hörgerätebatterien, die ich für meine
Batterie-Ersatzlösungen kategorisch ausschließe, weil sie nur wenige Wochen halten!
Kurz..... Mein Batterieadapter für zwei moderne und KOSTNIX LR44 Zellen kostet GANAU 8 CENT....
und das im wahrsten Sinne:



Das Batteriefach der Yashica TL-Electro wird mit genau 8 1-Cent-Stücken unterlegt.
Zwei billige LR44-Zellen werden (wie gezeigt) mit Gummi-O-Ringen (Klempnersortiment!)
an das größere Batteriefach angepasst, Deckel 'drauf und "GO" .... der Lichtmesser
geht, wie neu!

Hier zeigt eine LED-Kelle im Sucher Unterbelichtung an, und wenn man dann
Verschlusszeit und Blende entsprechend "richtig" stellt, dann zeigen beide
Kellen SOOO korrekte Belichtung an:

Und soooo sieht das aus, wenn der TTL-Arbeitsblenden-Lichtmesser Überbelichtung
erkennt:

Die Yashica TL-Elektro (wie auch die TL-Super!) hat kein 1,5V (hier 3V) Problem!
Die Kameras haben erfreulicherweise eingabaute Spannungsangleichung
(Wheatstone-Brückenschaltung) und messen mit den 1,5V Alcaline Zellen genau so
exakt, wie mit den 1,35V Quecksilberzellen von DAMALS!
Warum gerade die PREMIUMHERSTELLER CANON, NIKON und OLYMPUS diese
Spannungsanpassung vermissen ließen, während viele kleinere Hersteller diese
Elektronik einbauten, versteht heute KEINER .... um so schöner, dass auch die
Yashica mit moderner Batteriespannung keine Probleme macht.
OBJEKTIVE:
Yashica M42 Objektive gehören zum BESTEN, was es gibt!!! Leider ist das nicht so sehr
bekannt, wie es sein sollte, weil die Marke nie zum "Profistatus" avancieren konnte!
Ich nutze Yashica M42 Objektive schon sehr lange sehr gerne digital. Es gab alleine
drei verschiedene 50er ... 1,7, 1,8 und 2,0er Offenblenden .... alle Spitze!
An meiner TL ist ein 50mm F:2,0 dran .... ebenfalls sehr gut erhalten.
KULTKAMERA??
Nunja:

ARNIE Schwarzenegger hat sich gerne damit selber abgelichtet .....
FAZIT:
Die genannten beiden Modelle Yashica TL-Super und Yashica TL-Electro sind SEHR
für den heutigen Gebrauch zu empfehlen! Das sind hochwertige und gut gemachte
TTL-Step Down-Metering Kameras, die ähnlich, wie die Pentax-Spotmatic funktionieren
und ein UNIVERSUM an preisgünstigen und sehr guten Objektiven des M42-
Universalbajonettes nehmen.
Günstiger und hochwertiger kann man den einstieg in die Film-Photographie heute
kaum hinbringen.
DAS MODELL Yashica ELECTRO-X kann ich NICHT empfehlen! Das "X" macht hier den
Unterschied, weil der elektronische Verschluss nicht zuverlässig ist!
Grüße und ggfls. viel Spaß mit einer Yashica TL
Klaus
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