Peter_M
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Luxus pur

Eigentlich wollte ich nur mal sehen ob ich Messsucherkompatibel bin, es gibt da eine Marke die mich schon lange juckt.
Da schaut man mal in seine Fotokisten-Sammlung und es findet sich zwischen einer Vollenda, einer Boxkamera und einer Retina eine ziemlich unscheinbare Voigtländer Vitoret DR Luxus.
Also mal ein wenig gespielt und scharf gestellt.
Sollte ich probieren ob es die Kamera noch tut?
Film gekauft, eingelegt und ab die Post.
Nun, eher doch nicht. Eben eine Kamera ohne jegliche Batterie und Speicherkarte. Pornorädchen und sonstigen Blinzel- und Lächelprogramme fehlen auch. Ein Display ist nicht auszumachen.
Dieses Schätzchen wurde zwischen 1967 und 1970 gebaut.
http://lippisches-kameramuseum.de/Vo...Vitoret_DR.htm (http://lippisches-kameramuseum.de/Voigtlaender/Voigtlaender_Vitoret_DR.htm)
Die Möglichkeit das Bilder rauskommen ist gering. Der Verschluss lässt sich zwar prüfen, aber ob die eingestellte Zeit mit der Verschlusszeit etwas zu tun hat weiss keiner. Ebenso ist nicht sicher ob der Belichtungsmesser auch die richtige Belichtung messen will oder die Blende schön abblendet.
Die ersten Fotos eröffnen eine neue Wahrheit.
Motiv gesehen und abdrücken…. Nööööö
Sondern......
Motiv gesehen und
Belichtungsmesser einstellen und die gewünschte Blende/Zeit-Kombination ablesen.
Fünf Belichtungszeiten bieten reichhaltige Auswahl mit sieben Blenden kombinierbar ergeben sich Millionen Möglichkeiten oder eher nicht.
Scharf stellen, geht mit Messucher extrem leicht.
Auslöser drücken und… es tut sich nichts, also lieber doch den Verschluss spannen.
Auslösen und urplötzlich mit mechanischer Gewalt ist das Bild gemacht.
Lichtstrahlen oxidieren sich erbarmungslos ins Filmmaterial.
Der Blick auf den Kamerarücken nach der Aufnahme eröffnet das es schwarz ist…. ach ne, da sieht man nur die Belederung aber kein Bild.
Ausgerüstet mit 50mm ist man sowieso perfekt bestückt.
So vergeht der Tag und ich bringe nicht mehr und nicht weniger Bilder mit als sonst.
Spannend wird es was so auf dem Silbernitrat für Bildrückstände zu sehen sind.
Also auf zum Fotofachgeschäft vor Ort. Auf einen schnöden Drogeriemarkt mit Zwangsbeschäftigten will ich mich da mit meinen handgedengelten Fotos nicht einlassen.
Also mit kurzem Ritual gebe ich den Film ab, das „10x15 mit Glanz“ geht mir von den Lippen wie damals.
Eine Bemerkung das die Kamera mehr als 40 Jahre alt ist entlockt den dort wohl auch versklavten kein müdes Arschrunzeln hervor.
Schon nach 5 Tagen kann ich die Bilder in Empfang nehmen.
Eine kurze Durchsicht auf der Straße zeigt erfreuliches, die Belichtung passt, die Schärfe auch.
Eine genaue Betrachtung Abends zeigt mir Gruseliges.
Der Fotofachgeschäftsentwicklungsspezialist ist eine Flasche. Die Farben sind wie aus einer Digiknipse für Kinder. Da wurde wohl digitalisiert und dann im Klo entwickelt.
Der eingesetzte künstliche Weissabgleich ist auf der Rückseite vermerkt.
Die Bilder sind so mies wie ich sie noch nie sah. Glanz glänzt nicht, die Oberfläche ist pockennarbig.
Was für eine Scheisse für nur 22 Euro (24 Bilder).
Alte Technik nützt nichts wenn die Beherrschung der Entwicklung vergessen wird.
Vermutlich kommt der Dreck aus dem gleichen Labor in dem Frohndienstler, Drogerieware und Fotofachgeschäftsspezialentwicklung und Belichtung verpfuschen.
Also doch ein eigenes Labor?
Oder lieber eine digitale, manuelle Kamera mit rotem Punkt und nur die besten Ausbelichter weltweit bemühen?
Ja, ich glaube so wird es gemacht.

Eigentlich wollte ich nur mal sehen ob ich Messsucherkompatibel bin, es gibt da eine Marke die mich schon lange juckt.
Da schaut man mal in seine Fotokisten-Sammlung und es findet sich zwischen einer Vollenda, einer Boxkamera und einer Retina eine ziemlich unscheinbare Voigtländer Vitoret DR Luxus.
Also mal ein wenig gespielt und scharf gestellt.
Sollte ich probieren ob es die Kamera noch tut?
Film gekauft, eingelegt und ab die Post.
Nun, eher doch nicht. Eben eine Kamera ohne jegliche Batterie und Speicherkarte. Pornorädchen und sonstigen Blinzel- und Lächelprogramme fehlen auch. Ein Display ist nicht auszumachen.
Dieses Schätzchen wurde zwischen 1967 und 1970 gebaut.
http://lippisches-kameramuseum.de/Vo...Vitoret_DR.htm (http://lippisches-kameramuseum.de/Voigtlaender/Voigtlaender_Vitoret_DR.htm)
Die Möglichkeit das Bilder rauskommen ist gering. Der Verschluss lässt sich zwar prüfen, aber ob die eingestellte Zeit mit der Verschlusszeit etwas zu tun hat weiss keiner. Ebenso ist nicht sicher ob der Belichtungsmesser auch die richtige Belichtung messen will oder die Blende schön abblendet.
Die ersten Fotos eröffnen eine neue Wahrheit.
Motiv gesehen und abdrücken…. Nööööö
Sondern......
Motiv gesehen und
Belichtungsmesser einstellen und die gewünschte Blende/Zeit-Kombination ablesen.
Fünf Belichtungszeiten bieten reichhaltige Auswahl mit sieben Blenden kombinierbar ergeben sich Millionen Möglichkeiten oder eher nicht.
Scharf stellen, geht mit Messucher extrem leicht.
Auslöser drücken und… es tut sich nichts, also lieber doch den Verschluss spannen.
Auslösen und urplötzlich mit mechanischer Gewalt ist das Bild gemacht.
Lichtstrahlen oxidieren sich erbarmungslos ins Filmmaterial.
Der Blick auf den Kamerarücken nach der Aufnahme eröffnet das es schwarz ist…. ach ne, da sieht man nur die Belederung aber kein Bild.
Ausgerüstet mit 50mm ist man sowieso perfekt bestückt.
So vergeht der Tag und ich bringe nicht mehr und nicht weniger Bilder mit als sonst.
Spannend wird es was so auf dem Silbernitrat für Bildrückstände zu sehen sind.
Also auf zum Fotofachgeschäft vor Ort. Auf einen schnöden Drogeriemarkt mit Zwangsbeschäftigten will ich mich da mit meinen handgedengelten Fotos nicht einlassen.
Also mit kurzem Ritual gebe ich den Film ab, das „10x15 mit Glanz“ geht mir von den Lippen wie damals.
Eine Bemerkung das die Kamera mehr als 40 Jahre alt ist entlockt den dort wohl auch versklavten kein müdes Arschrunzeln hervor.
Schon nach 5 Tagen kann ich die Bilder in Empfang nehmen.
Eine kurze Durchsicht auf der Straße zeigt erfreuliches, die Belichtung passt, die Schärfe auch.
Eine genaue Betrachtung Abends zeigt mir Gruseliges.
Der Fotofachgeschäftsentwicklungsspezialist ist eine Flasche. Die Farben sind wie aus einer Digiknipse für Kinder. Da wurde wohl digitalisiert und dann im Klo entwickelt.
Der eingesetzte künstliche Weissabgleich ist auf der Rückseite vermerkt.
Die Bilder sind so mies wie ich sie noch nie sah. Glanz glänzt nicht, die Oberfläche ist pockennarbig.
Was für eine Scheisse für nur 22 Euro (24 Bilder).
Alte Technik nützt nichts wenn die Beherrschung der Entwicklung vergessen wird.
Vermutlich kommt der Dreck aus dem gleichen Labor in dem Frohndienstler, Drogerieware und Fotofachgeschäftsspezialentwicklung und Belichtung verpfuschen.
Also doch ein eigenes Labor?
Oder lieber eine digitale, manuelle Kamera mit rotem Punkt und nur die besten Ausbelichter weltweit bemühen?
Ja, ich glaube so wird es gemacht.
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