Um mal einen Spruch zu zitieren:
"Natürlich ist es immer Glück !"
Unserer Meinung nach kann man zwar gerne mit dem Vorsatz das Haus verlassen:
"So, heute knipse ich ein paar Vögel .... "
Aber ob das dann auch klappt steht unserer Meinung nach auf einem ganz anderen Blatt.
Die Tiere haben keinen Fahrplan und nur sehr selten (siehe Eisvogelbrutfütterung) feste Punkte die sie ansteuern.
Mit ein wenig Vorbereitung (Linsen, Tarnzelt, Beobachtung, Studium der Gewohnheiten etc.)
kann man sicherlich die
Wahrscheinlichkeit erhöhen solch ein Tier vor die Linse zu bekommen ..... eine Garantie gibt es aber nicht.
Kenntnis der Tiere ist eine der Voraussetzungen. Dazu gehört es auch einmal über das Internet, im Gespräch mit sachkundigen Menschen oder in Büchern ein wenig mehr zu versuchen über die Gewohnheiten und ganz wichtig z.B. bei Vögel die Stimmen der Tiere sich einzuprägen.
Beharrlichkeit ist hier wohl einer der Faktoren die im Wesentlichen dazu beitragen ein schönes Ergebnis auf der Karte nach Hause tragen zu können. Die Orte, an denen man eines der begehrten Tiere gesehen (oder gehört) hat öfters aufsuchen auch zu verschiedenen Zeiten. Manche Tiere haben zu unterschiedlichen tageszeiten unterschiedliche Gewohnheiten. Die einen wird man eher im hellen Mittagslicht zu Gesicht bekommen, die anderen eher im Dämmerungsbereich. Auch hier lohnt es sich die Tiere und ihr Verhalten zunächst einmal zu studieren bzw. im Vorfeld Recherche zu betreiben.
Ruhe und Abstand sind weitere Glieder in einer Kette die zum Gelingen beitragen können. Ruhiges Verhalten trägt dazu bei, dass Tiere sich weniger gestört und bedroht fühlen als nicht nur die Lautstärke, auch hektische Bewegungen versuchen zu vermeiden auch wenn man die Tiere nicht sieht. Am besten (für uns) hat es sich herausgestellt sich einfach mal irgendwo ruhig hinzusetzen und einfach eine Zeit lang zu lauschen und zu beobachten. Diese "meditative" Phase trägt nicht nur zur Beruhigung der durch die Ankunft der Fotografen "aufgewühlten" Umgebung bei sondern hilft auch dem Knipser selber sein Wohlbefinden zu erhöhen, schärft die Sinne und beruhigt die Hand. Einige Tiere sind in der Lage Töne zu hören bzw. wahrzunehmen die dem menschlichen Auge und Ohr verschlossen bleiben so können bereits die Erschütterungen gehender Füsse Kriechtiere wie Schlangen oder Eidechsen in die Flucht treiben wenn das Auge des Fotografen sie noch nicht einmal wahrgenommen hat. Kleidungsstücke können bei Reibung durch Bewegung Ultraschalltöne produzieren die bei anderen Spezies ebenso zu Schutz oder Fluchtverhalten führen.
An dieser Stelle sind auch Gerüche zu nennen insbesondere Parfümstoffe die (bei ungünstigen Windverhältnissen) auch von den Tieren als störend wahrgenommen werden.
Respekt vor der Natur und dem Planeten auf dem wir leben ist unserer Meinung nach einer der wichtigsten Punkte die sich jeder Fotograf (der ja die Schönheit der Natur einfangen möchte) auf die Fahne schreiben sollte.
Er beinhaltet eigentlich alle anderen Punkte.
Dies beginnt schon damit umweltverträglich zur Lokalität anzureisen denn jedes Kilogramm Schadstoffe das in die Luft geblasen wird kostet ein wenig Lebensraum und vergiftet die Atmosphäre die wir alle atmen.
Abfälle gehören wieder mitgenommen und nicht in der Natur entsorgt. Weggeworfene Behälter, Verpackungen und Flaschen können zur tödlichen falle für evtl. genau die Tiere werden die wir eigentlich ablichten wollen uns sogar Brände auslösen.
Wege und Pfade sind dazu da genutzt zu werden, wer durch das Unterholz bricht wird sicherlich genau die Tiere vertrieben die abzulichten angedacht war. Oftmal haben sich Tiere an das "rege Treiben" auf Strassen und Wegen gewöhnt und werden von "Querläufern" gestört und von ihrem angestammten Verhalten abgehalten.
..... nur unsere Meinung zu dem Thema.